Mammillaria bombycina

Die Mammillarien sind eine der größten Gattungen in unserem Kakteenreich.
Eine der schönen Seiten dieser Kakteen ist die leichte Blütenbildung und das fast zu jeder Jahreszeit eine der verschiedenen Formen dieser Spezies blüht. Ein Nachteil aber das die Hackendornen dieses Sukkulents leider auch überall gerne hängen bleiben.

Heute stelle ich Ihnen Mammillaria bombycina vor.
Diese Mammillaria wurde schon 1910 von Quehl in der Monatszeitschrift für Kakteenkunde beschrieben. Aber der Originalfundort geriet danach schnell wieder in Vergessenheit. Erst 1989 wurde der Originalstandort durch die Biologin Hilda Arreola wieder gefunden. Aber dies soll nicht bedeuten das diese Pflanze nicht in vielen Sammlungen vertreten war und ist, da sie sich über Samen sehr leicht vermehren lässt, wurde sie nach der Erstbeschreibung auch reichlich vermehrt. Der Gattungsname Mammillaria kommt von Mammilla aus dem lateinischen Warze und bombycina bedeutet seidig wollig wegen ihrer dichten weissen Bedornung im besonderen im Scheitel.

Die Heimat dieser Mammillaria ist Mexiko, San Luis Potosi,im Norden von Jalisco auf 2300m.
Als Substrat wählt man durchlässige Kakteenerde um ein gutes abtrocknen zu gewährleisten den sie mag keine Staunässe.

Von der M. bombycina sind verschieden Formen in den Sammlungen verbreitet, mit hellen und dunkelrosa Blüten und genauso mit heller oder dunkler Bedornung.

Im Alter werden auch sehr oft große Gruppen gebildet, weiter Vermehrung in der Regel aus Samen aber es geht auch mit Seitentrieben oder Kopfstecklingen. Man sollte ihr einen recht sonnigen Standort anbieten damit sie gedrungen und dicht bedornt weiter wächst.

Faucaria nemorosa

Eine Pflanze für den Berufstätigen Sukkulentenfreund.
Die Blüte geht nämlich erst am Abend auf und das mehrere Tage.
Den meisten ist nur Faucaria tigrina bekannt der so genannte Tigerrachen,
aber in dieser Gattung gibt es noch einige andere Formen.

Faucaria ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich vom lateinischen faux für Rachen ab und verweist auf die gezahnten Blätter der Gattung, die wie ein geöffneter, gezähnter Tierrachen aussehen.Der Artname nemorosa kommt aus dem lateinischen Wort nemorosa für schattig.

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Faucaria erstreckt sich in Südafrika von den westlichen Distrikten der Provinz Westkap, in der grossen und kleinen Karoo der Provinz Ostkap.

Im Gegensatz zu Faucaria tigrina ist sie etwas nässe empfindlicher. Am besten nur an warmen Tagen alle 2 Wochen gießen. Substrat durchlässige Kakteenerde mit etwas Lehm.

Faucaria nemorosa hat nicht ganz so ausgeprägte `Zähne `wie wir es von Faucaria tigrina gewöhnt sind.

Hier die sich am späten Nachmittag öffnende Blüte.
Weitervermehrung aus Samen oder Seitentrieben.

Aloe humilis

Endlich wieder Sonne satt. Und die Aloe humilis macht ihre ersten Blüten auf.

Aloe humilis 1771 Miller
Der name Aloe bedeutet glänzend und der Zusatz humilis niedrig.

Herkunft: Südafrika, Lesotho und Swasiland
Aloe humilis wurde bereits von Carl von Linne beschrieben und benannt, aber erst 1771 von Philip Miller in die heute gültige Systematik eingeordnet.
Diese Aloe gehört auch zu den kleineren vertretern dieser Art. Sehr gut auch für das Fensterbrett geeignet. Im Alter bildet sie reichlich Sprossen die gut zur weiteren Vermehrung genutzt werden können.

Substrat. Kakteenerde mit einem höheren Anteil an Blumenerde.
Gießen, alle 2-3 Wochen bei kühlem Stand im Winter nur alle 6-8 Wochen.

Im oberen Bild eine Form der Aloe humilis mit stärkerer `Bestachelung`diese rechtfertigt auch den in der Umgangssprache benutzten Namen Ìgelaloe`.

Kalanchoe fedtschenkoi

Auffallend an diesem Brutblatt sind die vielen Stelzenwurzeln  die leider auch vor den benachbarten Töpfen nicht halt machen.
Kalanchoe fedtschenkoi Raymond und Bathie, 1915
Bedeutung des Namens: Kalanchoe ist aus dem Chinesischen ` kalan chau huy` eine volkstümliche Bezeichnung für die dort vorkommende Kalanchoe laciniata
Fedtschenkoi benannt nach dem Russen Boris Fedtschenko einem Botaniker und Leiter des Botanischen Gartens in St.Petersburg
Pflege: Sonniger Standort um eine besonders schöne Ausfärbung zu erreichen, während der Sommermonate reichlich gießen, im Winter etwas Feuchtigkeit geben da sonst gerne die Blätter abgeworfen werden. Substrat lockere Kakteenerde mit Beimengung von Blumenerde.

Herkunft:
Zentral- und Südost-Madagaskar auf Urgesteinsfelsen in Höhenlagen von 100 bis 1000 Metern

Vermehrung durch Blätter und Stielstücke. Oder beim Kaktusmichel kaufen.

Der Blog vom Kaktusmichel