Archiv der Kategorie: Sukkulenten

Echeveria laui

Eine ausfallend schöne Sukkulente ist Echeveria laui.
Auch für den Laien ist es leicht zu erkennen, dass sie zu den Dickblattgewächsen zählt.
Benannt wurde sie 1976, nach dem deutschen Priester, Kakteen- und Sukkulentensammler Alfred Lau.

Die Blätter dieser Sukkulente sind etwas gewölbt, dickfleischig und weiß bereift, manchmal auch rosa durchscheinend. Der weiße pulvrige Belag geht bei Berührung leicht ab. Deshalb sollte man diese Pflanze nicht so oft anfassen oder mit ölhaltigen Mitteln benetzen, sie sieht dann nicht mehr so schön aus.

Echeveria laui©Kaktusmichel.de

Die Rosetten neigen mehr oder weniger im Alter zu sprossen, aber in der Regel eher selten.
Heimat dieser etwas schwierig zu pflegenden Pflanze ist Oaxaca in Mexiko.
Beim Gießen sehr vorsichtig sein, nicht über die Pflanze gießen und lieber zu trocken halten als zu nass.
Bei zu viel Nässe kann sie schnell abfaulen.
Im Sommer sollte sie den sonnigsten Platz bekommen. Wir halten sie in Ampeltöpfen damit wir das Wässern besser beeinflussen können.
Verträgt bei trockenem Standort, im Winter Temperaturen bis an die Frostgrenze.
Das Substrat darf etwas humoser sein, aber dennoch gut wasserdurchlässig.

Echeveria laui, hier in einem leichten rosa Ton©DornenProjekt.de

Vermehrung leicht aus Samen, aber auch wie die meisten anderen Echeverien über Blattstecklinge.
Auch die Blättchen an den Blütenstängeln können für eine Weitervermehrung bedingt genutzt werden.

Bei ungünstigem Standort kann es zu einem Befall durch Wollläuse kommen. Wie schon gesagt ist ein Ölhaltiges Insektenbekämpfungsmittel dafür nicht gut geeignet, daher
besser ein Systemisches Gift (Bi 58, Lizetan AF und  andere), dass über das Gießwasser aufgenommen wird oder Giftstäbchen bzw. Streumittel.
Zu den Wollläusen habe ich auch einen Beitrag geschrieben hier zum weiterlesen….

Weitere Pflanzenbeschreibungen und Tipps natürlich auch in meinem Buch über Kakteen und andere Sukkulenten

Lebende Steine

Viele kennen  Sukkulente Pflanzen mit dem Namen „Lebende Steine“ im botanische Sinne heißen sie Lithops.
Der Gattungsnamen setzt sich zusammen aus den griechischen Worten lithos für „Stein“ und opsis für „Aussehen“, was somit bedeutet: „sieht aus wie ein Stein“.
Diese Mimese, also die Anpassung an die Steine ihres Umfeldes, dient dazu sich vor Fressfeinden zu schützen.
Zwar gibt es im afrikanischen Museum von Johannisburg eine Zeichnung eines Lithops, von W. J. Burchell 1811 angefertigt, aber Nicholas Edward Brown benannte diese Gattung erst 1922 gültig.

Lithops localis©DornenProjekt.de


Das Verbreitungsgebiet ist recht groß, es gibt sie in Südafrika, Namibia und Botswana, wo sie in Quarzkies-Schotter wachsen.
Es sind schon mindestens 40 Arten von Lithops bekannt. Diese Pflanzen setzen sich aus zwei verwachsenen Blättern (Loben) zusammen, die wie ein geteilter Kegel aussehen, in Fachkreisen auch Kopf genannt.
Sie werden durch einen Spalt getrennt. Der obere Teil dieser Loben ist mehr oder weniger von durchsichtigen Bereichen durchsetzt, man nennt sie Fenster.

Lithops hallii, Blütenknospe kommt zwischen den beiden Loben hervor©DornenProjekt.de


Die Zeichnung, bestehend aus Linien oder Punkten, die in diesen Fenstern zu sehen ist, bezeichnet als Inseln. Diese Inseln dienen der Beschattung der Fenster, die das Sonnenlicht in den Pflanzenkörper einlassen, um eine Phothosynthese zu ermöglichen.
Die Blütezeit beginnt etwa ab August und dauert bis Ende Oktober Anfang November.
Aus dem Spalt zwischen den Loben wächst einmal im Jahr eine Blüte. Das Erblühen beginnt meist ab 13 Uhr bis gegen 18 Uhr, dann schließt sich die Blume und entfaltet sich am nächsten Tag wieder. Mit jedem neuen öffnen der Blüte wird sie etwas größer, bis sie nach einigen Tagen verwelkt.

Lithops erniae, die Blüte hat ihre volle größe erreicht und wird am nächsten Tag verwelken©DornenProjekt.de


Die Blütenfarben sind Weiß und Gelb, seltene Züchtungen bzw. auslesen blühen auch in Orange oder Rot.
Die Samenkapseln haben fünf, manchmal auch sechs Fächer. Sie öffnen sich, wenn Wassertropfen darauf fallen. Mit den nächsten Tropfen werden die Samen dann herausgeschwemmt, deshalb nennt man sie auch Regenschwemmlinge.
In der Natur ertragen die Pflanzen Höchsttemperaturen von über 50 °C und Tiefsttemperaturen, die
kurzzeitig an die -5 °C gehen können.
In Kultur überwintern sie am besten trocken bei 5 bis 10 °C. So stoppt das Wachstum in der Lichtarmen Zeit. Wichtig ist während der Vegetationszeit den hellsten Platz mit der besten Lichtausbeute anzubieten, sonst vergeilen die Pflanzen. Optimal ist es, wenn die Loben nur wenig aus dem Substrat herausragen.

Seltene erscheinung, ein Lithops otzenianum mit vier Loben©Kaktusmichel.de


Das Substrat sollte rein mineralisch sein und gut durchlässig.
Gedüngt wird nur einmal im Jahr und dann nur die Hälfte der angegebenen Düngermenge.
Die Hauptwachstumszeit beginnt ab Ende August bis in den Oktober hinein, dann sind die Vorjahresloben schon eingetrocknet (verbraucht) und es haben sich ein oder auch zwei neue Blattpaare ausgebildet. Jetzt können wir wieder etwas kräftiger gießen. Von April bis Juli nur sparsam und von November bis März gar nicht gießen. Bei guter Pflege kann solch eine Pflanze mit der Zeit größere Polster bilden und über 50 Jahre alt werden. Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder auch durch Abtrennen einzelner Loben und deren Bewurzelung.

Verschiedene Arten der Lebenden Steine©Kaktusmichel.de

 Dazu passen der Vortrag am 31. Oktober 2019 im Michelstädter Hof.

Echeveria perezcalixii

Die Gattung Echeveria aus der Familie der Crassulaceae trägt ihren Namen zur Ehren von Atanasio Echeverria, einem botanischen Zeichner aus Mexiko.

Diese Pflanzenfamilie wurde 1828 durch Augustin Pyramus de Candolle aufgestellt. Die Gattung besteht etwa aus 140 Arten.
Circa 95% davon wachsen in Mexiko. Die meisten Individuen dieser Sukkulenten kommen nur in begrenzten Gebieten vor, also endemisch.

Dazu gehört auch Echeveria perezcalixii.

Diese wurde im Dezember 2008 gefunden und 2010 von Jimeno-Sevilla und P. Carrillo in der Brittonia Vol.62 Nr.4 beschrieben.

Echeveria perezcalixii-©Kaktusmichel.de

Aufgrund dieser endemischen Vorkommens,

in der südlichen Sierra Madre Occidental (Bundesstaaten Jalisco, Nayarit und Zacatecas) in Mexiko wird es als neue Art bezeichnet. Das Verbreitungsgebiet liegt auf eine Höhe von 200 bis 2000 Metern über dem Meeresspiegel, in Eichen- und Kiefernwäldern.

Sie wird mit Echeveria fulgens verglichen,

von der sie sich unter anderem, durch ihre stiellosen, leicht bereiften Blätter mit helleren Rändern und durch die längeren Blütenstiele und Kelchblätter unterscheidet.

Echeveria-perezcalixii-Blütenstand©Kaktusmichel.de

Ein sonniger Standort sorgt für einen gedrungenen Wuchs und eine schöne Blattfärbung.

Zu große Pflanzen können zurückgeschnitten und als Stecklinge für die Vermehrung verwendet werden.

Als Substrat dient Blumenerde mit Sand, Tongranulat, Bims.

Aber normale Kakteenerde mit etwas mehr Humusanteil ist auch sehr gut geeignet.
Im Sommer nicht zu trocken halten. Gießen bis zum Ende der Blüte, was sich bis in den Januar hineinziehen kann. Im Winter oder bei kühlen Temperaturen nicht über das Laub gießen, sonst kann es zu Fäulnis kommen.
Schädlinge sind in der Hauptsache Wollläuse, die zwischen den Blattachseln sitzen oder schwarze Bohnenläuse an den Blüten.

Auch wenn der Laie Echeveria sehr oft mit den Dachwurz (Sempervivum) verwechselt, eine Echeveria ist nicht frosthart!

Bevor die ersten Fröste ins Land ziehen muss man die Sommergäste vom Garten in einen geschützten Raum bringen.
Am besten in einen frostfreien, hellen Raum (Temperatur um die 6 °C) oder zumindest an ein helles Fenster stellen. Nur bedenken:

Je niedriger die Temperatur, desto weniger gießen!

Bei den erwähnten 6 °C reicht es alle 6 bis 8 Wochen, wenn die Pflanzen wärmer stehen, dann öfters. Die Vermehrung von Echeveria ist recht einfach: Entweder über den reichlich gebildeten, staubfeinen Samen oder über Blatt- und Kopfstecklinge von zu groß gewordenen Exemplaren. Diese bilden willig neue Wurzeln aus.

Conophytum sitzlerianum in Kultur

Conophytum sitzlerianum ein nicht mehr gebräuchlicher Namen.

Wie bei vielen unseren Kakteen und Sukkulenten passiert es immer wieder, dass von der Aussaat bis zum ersten Verkauf sich die Namen geändert haben, dies ist natürlich etwas sarkastisch dargestellt.
Aber oft ist es so, dass man sich gerade an einen Namen gewöhnt hat und nach neuerer Forschung die Zugehörigkeit der Pflanze neu überdacht wurde, so auch bei der Vorgestellten Sukkulente. Conophytum sitzlerianum wurde 1938 durch Schwantes beschrieben, aber nach neueren Erkenntnissen handelt es sich um Conophytum bilobum.

Conophytum sitzlerianum

Viele Synonyme aber die gleiche Pflanze?

Bemerkenswert ist das es unter diesem Namen 122 Synonyme gibt. Die vielen Synonyme sind durch das große Verbreitungsgebiet und die daraus resultierende morphologische Vielseitigkeit begründet, deshalb wurden so viele neue Namen kreiert und dennoch handelt es sich bei allen um Conophytum bilobum. Aber es schadet in einer Sammlung nicht, den alten Namen dennoch als Synonym auf dem Stecketikett zu vermerken vielleicht heißt sie ja in naher Zukunft wieder so 🙂

Conophytum sind schon lange bekannt.

Obwohl das erste Conophytum wahrscheinlich schon von Claudius 1685 auf einer Expedition gefunden und 1738 in der Literatur von Burman erwähnt wurde, kam es erst 1922 durch N. E. Brown zur Aufstellung der Gattung. Diese Gattung gehört zu den Mittagsblumengewächsen (Aizoaceae). Der Gattungsname setzt sich zusammen aus den griechischen Worten konos für Kegel oder Walze und phyton für Pflanze. Grund dafür ist die Form der Pflanzen. Diese Sukkulenten bestehen aus zwei miteinander verbundenen Blättern, auch Loben genannt.

Conophyten bestehen aus 2 miteinander verbundenen Blättern, wissenschaftlich auch Loben genannt.

Eine Pflanze die sich vor zu starker Sonne schützt.

Einige sind zusätzlich, mit sogenannten Fenstern auf den Spitzen der Loben ausgerüstet, um das Sonnenlicht bis zum Vegetationspunkt zu leiten. Im späten Frühjahr werden die alten Blätter eingezogen und zurückbleibt eine papierartige Hülle, die zum Schutz der neu heranwachsenden Loben während des heißen Sommers dient. Diese Schutzschicht wird im Spätsommer gesprengt und die neue Pflanze begrüßt uns mit ihren Blüten. Mit der Zeit wachsen dadurch kleine Polster heran. Die Blüten öffnen meist erst am späten Nachmittag oder abends, das Farbspektrum ist recht groß, über Weiß, Gelb, Rosa und alle möglichen Rottöne bis zum dunklen Lila. Fundorte liegen im südlichen Afrika und in Namibia in Gebieten, in denen es im Winter etwas feuchter wird.

Lebende Steine und Conophytum.

Wer sich etwas schwertut mit der Unterscheidung von Lithops (den lebenden Steinen) und Conophytum, dem können folgende Merkmale helfen: Lithops haben nicht diese papierartige Schutzschicht, Conophyten haben keine oder nicht so ausgeprägte farbige Struktur auf der Blattoberseite und Conophyten sind Herbst- und Winterwachser.

Links ein schon fast aus der Hülle geschlüptes Conophytum, rechts diese Pflanze ist noch in eine papierartige Schutzhülle verpackt das sie gegen die Sonne im Sommer schützt.

Sie gehören zu den größten in ihrer Gattung.

Das Artepitheton wurde zu Ehren von Dr. Max Sitzler, Kurator der Universität Kiel gewählt. Diese Pflanzen gehören zu den größten dieser Gattung und werden bis zu 5 cm hoch. Sie bilden im Laufe der Jahre größere Polster aus. Die schmalen, graugrünen Blätter sind etwa 2 bis 2,5 cm breit und bis zu 5 cm hoch, leicht nach oben gekielt und bei uns in der Sammlung ohne den roten Rand, wie es hingegen bei C. bilobum der Fall ist.

Conophytum bilobum mit dem ausgeprägten roten Rand.

Blüten die über mehrere Tage geöffnet sind.

Die Blüten erreichen einen Durchmesser von 2 cm, sind gelb und erblühen nachmittags, schließen Nachts, aber öffnen sich über mehrere Tage. Der Fundort dieser Form ist unbekannt. Aber die Art C. bilobum kommt im westlichen Teil von Südafrika, am nördlichen Cape, von Wallekraal im Sandveld bis Swartpoort in der Nähe des Orange River und Little Namaqualand vor. Diese Pflanzen sind sehr leicht zu pflegen, wenn man den Gießrhythmus einhält.

Pflegeanleitung:

Bei der Pflege sollte man beachten, dass die Pflanzen ihren natürlichen Habitus behalten. Dies bedeutet, sie benötigen einen sehr hellen Platz, was selbst am Zimmerfenster nicht immer gegeben ist. Auch sollte das Substrat besser mineralisch und gut durchlässig sein. In der Natur bekommen diese Pflanzen fast ihre gesamte Feuchtigkeit in Form von Tau und Nebel. Deshalb in Kultur lieber häufig kleine Mengen gießen, anstatt selten große Mengen. Sie dürfen keiner Staunässe ausgesetzt werden. Die Hauptwachstumszeit beginnt etwa ab August, mit dem Aufplatzen der vertrockneten Hüllen. Ab da regelmäßig, aber nicht zu viel gießen, bis Ende Dezember. Die Überwinterungstemperatur kann bis knapp über dem Gefrierpunkt abgesenkt werden. Von Januar bis Juli wird nur bei großer Hitze etwas Wasser zugeführt, in dieser Zeit können sie auch gut unter dem Tisch kultiviert werden. Im Gegensatz zu den Pfahlwurzeln der Lithops haben Conophyten flache Wurzeln. Deswegen fühlen sie sich in niedrigen Schalen sehr wohl. Die Vermehrung der Pflanzen gelingt durch Aussaat oder Teilung oder über Stecklinge, die gleich nach dem Abtrennen gesteckt werden. Dabei spielt es eher eine untergeordnete Rolle, ob die Köpfchen schon eigene Wurzeln haben oder nicht. Hauptsache der Vegetationspunkt knapp über dem Wurzelansatz ist nicht beschädigt. Aussaat am besten im Herbst, damit beginnt auch in der Natur ihre normale Vegetationszeit. Die Aussaattemperatur sollte am Tag nicht über 20 °C steigen. Nachts genügen 10 bis 15 °C.
Wenn Sie ein Conophytum sitzlerianum kaufen wollen geht es hier zu unserem Shop

Kakteen und Sukkulenten im Internet

Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal eine Liste aufgestellt, über Online Magazine die jeder kostenlos im download beziehen kann. Viele Links haben sich geändert und mussten mal überarbeitet werden.
Man sollte nur das Wissen besser aufsaugen und behalten können. Leider ist in mein Hirn ein Sieb eingebaut und nur die großen Brocken bleiben darin hängen. Nichtsdestotrotz, es wird weiter gelesen, was es neues gibt in unserem Hobby.
Deshalb mal diese kleine Auflistung für stille Stunden, in denen ihr was zum Lesen sucht.

Echinopsis Hybride “Raul

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl sicher gibt es noch mehr:

Für alle Sukkulentenliebhaber und die es werden wollen ein Muss, früher unter Avonia News jetzt unter dem Titel Sukkulenten In Deutsch

Ältere Ausgaben der Vereinszeitschrift der DKG KuaS

Viele ältere Kakteenbücher als kostenloser download

Eine Seite über die Gattung Sansevieria

Acta Succulenta ist ein Journal über sukkulente und xerophile Pflanzen und ihren Lebensumständen. In Englisch, Italienisch und Französisch.

Über die Crassulaceen. Es wird zwar zur Zeit nichts neues angeboten, aber die älteren Beiträge sind dennoch sehr interessant. In Englisch und Deutsch.

Das Echinocereus Online-Journal. In Deutsch

Das Magazin Aztekium der Kakteenfreunde aus Rumänien. In Rumänisch

Über die Gattung Gymnocalycium. In Englisch

Succulentopia, ein Magazin über Kakteen und Sukkulenten. In Französisch

Cactus Explorer. In Englisch

Eine Linksammlung über alles was mit Kakteen und Sukkulenten zu tun hat. In Deutsch und Englisch.

Blüte einer Stapelia divaricata

So das wars erst einmal, viel Spaß beim Stöbern es lohnt sich immer wieder mal was zu lesen, den wissen tut nicht weh 🙂
Wer noch andere Journale weiß kann sich ja melden ich werde versuchen sie auf dieser Seite mit einzubinden, wenn es zum Thema passt.

Euer Kaktusmichel

Graptopetalum macdougallii

Graptopetalum macdougallii, auch als blaue Felsenrose bezeichnet, ein leicht zu kultivierendes Dickblattgewächs (Crassulaceae) aus Mexiko. Dieses Sukkulent ist sehr gut für die Zimmerkultur geeignet oder im Sommer als Ampelpflanze für die Terrasse zu empfehlen.

Der Gattungsname, aufgestellt 1911 von Joseph Nelson Rose, bedeutet nach dem griechischen ‘graptos’ für markieren und dem Wort ‘petalon’ für Blütenblatt, soviel wie gepunktetes Blütenblatt.
Die vorgestellte Art wurde 1940 von Edward Johnston Alexander beschrieben und zu Ehren von T. Macdougall benannt.
Die Pflanzen haben eine Ähnlichkeit mit Echeveria, aber die Blütenstände sind zymös aufgebaut, dies bedeutet der Blütenstand verzweigt sich und trägt an jedem Ende eine Blüte, die Einzelblüte ist sternförmig, fünfzählige, weiß-gelblich mit größeren und kleineren roten Flecken und Punkten. An den Blütenrispen öffnen sich über einen längeren Zeitraum immer wieder neue Blüten. 

Bluete von Graptopetalum macdougallii
Blüten von Graptopetalum macdougallii ©DornenPROJEKT.de

Blätter lanzettlich, fleischig, hellgrün, leicht grau überhaucht und rosettenförmig angeordnet. Es werden oberflächliche Ausläufer gebildet die sich sehr gut zur Vermehrung eignen.

Eine Rosette von Graptopetalum macdougallii
Graptopetalum macdougallii©DornenPROJEKT.de

Diese Art findet man in Mexiko, Oaxaca.

Kultur und Pflege:
Ein heller und sonniger Standort ist notwendig, damit ein gedrungenes Wachstum erhalten bleibt. Nur bei Stecklingen bis zur Bewurzelung einen halbschattigen Standplatz wählen. An das Substrat werden keine besonderen Ansprüche gestellt, es eignet sich Kakteenerde oder auch Blumenerde mit etwas Sand. Sie vertragen im Winter Temperaturen bis 6 °C. Über die Vegetationszeit nicht zu trocken halten. Ein Zeichen von zu wenig Wasser ist es, wenn zu viele Blätter von unten her eintrocknen, dann muss mehr gegossen werden. Die Pflanzen sind ideal für Hängetöpfe,
da sie viele Ausläufer treiben und dann schön herunterhängen.

Wenn einmal Schädlinge auftreten, sind es in der Hauptsache Wollläuse.
Sie können die Pflanze in unserer Gärtnerei in Otzberg-Lengfeld kaufen und auch in unserem Shop.

Text vom Kaktusmichel aus der Gärtnerei Andreae Kakteenkulturen, Bilder Helga Januschkowetz, DornenPROJEKT.
Viel Tipps auch in unserem Buch über Kakteen und Sukkulenten in unserem Buch erhältlich in der Gärtnerei, im Shop oder auch über Amazon.

YouTube Video

Ab und zu muss es auch mal sein,
dass wir in YouTube ein Filmchen einstellen.
In diesem Video werden unsere bis her erstellten Vorträge vorgestellt.
Unterlegt ist das Video mit guter Musik, deshalb
nicht vergessen die Lautsprecher einzuschalten 🙂

Mammillaria theresae©KAKTUSMICHEL.de

Hier unser neuestes Video:

Hier noch unser erfolgreichster:

Viel Spaß beim anschauen wünscht
der Kaktusmichel und Helga

Ruschia gemina

Ruschia gemina kommt aus der Gruppe der Mesembryanthemum und der Aizoaceae-Familie.
I
m allgemeinen Sprachgebrauch werden sie als Mittagsblumengewächse bezeichnet.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1927 von L. Bolus als Cerochlamys gemina.

Ab 1929 führt man diese Gattung unter Ruschia.
Der Artname gemina bedeutet doppelt oder zweifach, was wahrscheinlich wegen der sich paarweise gegenüberstehenden Blätter gewählt wurde.

Ruschia gemina in Blüte©Kaktusmichel.de

Den Erstfund stammte aus Südafrika, in der Karoo bei Rooihoogte, zwischen Ladismith und Lainsburg.
Dort wachsen sie in trockenen bis halbtrockenen Gebieten.
Die Gattung Ruschia, benannt nach einem namibischen Bauern, ist sehr groß, etwa 216 Arten zählen zu ihr. Je nach der Wuchsform, der Blüten oder der Samenkapseln werden sie in verschiedenen Untergattungen gegliedert.
Es sind Arten darunter die bis zu 1,5 m hoch werden, aber manche bilden auch nur ganz flache Polster aus.
Auffallend sind die holzigen Wurzeln, die immer fast vertrocknet aussehen.
Auch die Zweige neigen dazu rasch zu verholzen. Im unteren Bereich trocknen die sukkulenten Blätter stark aus aber bleiben fest mit der Pflanze verbunden.

Ruschia gemina, dreikantige Blätter und durchscheinende Punkte in der Epidermis©Kaktusmichel.de

In der Gattung variieren die Blüten von weiß über rosa bis lila.
Bei der Vorgestellten Art ist es eine schöne fliederfarbe.

Die Blüten sind mehrere Tage geöffnet und werden von Tag zu Tag größer.
Ein Gattungsmerkmal sind die dreieckigen Blätter und die vielen transparenten Punkte auf der Epidermis.

Die Früchte sind holzige Kapseln mit 5 oder 6 Kammern, die erst öffnen wenn Wassertropfen auf sie fallen, wie wir sie auch bei anderen Aizoaceen kennen.
Da sie im Winterregengebieten vorkommen blühen sie bei uns auch zu dieser Jahreszeit.
Vermehrung über Stecklinge oder Samen.

Viel Pflanzenbeschreibungen und Tipps auch in meinem Buch über
Kakteen und Sukkulenten.

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Senecio haworthii

Linné leitete den Namen „Senecio“ 1753 vom lateinischen sénis oder senex für „alter Mann“ oder „Greis“ ab und bezieht sich dabei auf die weißen Wollbüschel an den Samen, die wie ein Fallschirm fungieren.
Botanisch wird der Wollschopf, der aus der reifen Frucht schaut, auch als Pappus bezeichnet.
Man spricht bei ihnen bis heute auch von „Greiskräutern“. Diese in die Familie der Korbblüher (Asteraceae) gehörende Gattung ist sehr variabel, so besteht sie aus über 2.000 Arten, die ein- bis mehrjährige Sträucher ausbilden und über die ganze Welt verbreitet sind.
Laut Jacobsen sind davon über 100 Arten Blatt- und Stammsukkulenten oder beides. Darunter sind Pflanzen, die zu hohen Büschen werden, einige sind Hängepflanzen und wieder andere wachsen schlangenartig am Boden entlang.
Fast allen ist gemein, dass sie Giftstoffe enthalten und der Saft einen starken, manchmal auch scharfen Geruch ausströmt.
Die einzelnen Röhrenblütchen sind, mit oder ohne Strahlenblüten (Zungenblüten), zu mehreren als Blütenstand in einem Körbchen zusammengefasst, daher der Name Korbblütler.
Als Dolde oder endständig entspringend, erscheinen Blüten in gelb, weiß, rot oder lila. Vermehrung über Kopfstecklinge oder Samen. Weitere Infos zu der Gattung Senecio.

Senecio haworthii ©Kaktusmichel.de

Die hier vorgestellte Art früher auch Senecio tomentosa genannt, wurde nach dem Entdecker Adrian Hardy Haworth beschrieben.
Er entdeckte sie 1803 in der Sammlung des Stockwell Botanical Garden.
Die Heimat dieser Pflanze ist in Südafrika, Kapprovinz in der Kleinen Karoo (Richtersveld) auf 900 – 1200 m.
Durch ihren Naturstandort in felsigen Hängen ist sie an große Trockenheit gewöhnt, deshalb sollte sie auch in Kultur nicht zu feucht gehalten werden. Im amerikanischen Raum wird sie wegen der bewollten Blätter und Stiele auch Woll- oder Kokonsenecio genannt, in Afrika aber auch Zunderstrauch da die abgeschälte Wolle sehr leicht brennt. Die Pflanzen können eine Höhe von über 60 cm erreichen, meist aufrecht wachsend. Die Blüte soll gelb sein, bei uns ist diese Art aber recht blühfaul.

Senecio haworthii, hier sieht man gut die Wolle auf den Blättern ©Kaktusmichel.de

Vermehrung in der Regel über Stecklinge aus einzelnen Blättern oder Stammstücken. Der Standort sollte sehr hell und sonnig sein damit die Pflanze gedrungen bleibt. Im Winter werden Temperaturen bis knapp unter den Gefrierpunkt kurzzeitig, bei trockenem Substrat vertragen. Pflanzen die öfters geschnitten werden haben einen schöneren Wuchs. Schädlinge mögen zum Glück diese Art nicht.
Mehr über Kakteen und Sukkulenten in unserem Buch, bestellbar über unseren Shop oder Amazon.

Faucaria tigrina

Faucaria ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae).
Der botanische Name der Gattung leitet sich vom lateinischen “faux” für Rachen ab und verweist auf die gezahnten Blätter der Gattung,
die wie ein geöffnetes, mit Zähnen besetztes Maul aussehen.
Die vorgestellte Art beschrieb Adrian Hardy Haworth 1818
als Mesembryanthemum tigrinum.
Gustav Schwantes fügte sie 1926 als Leitart in seine neu geschaffene
Gattung Faucaria ein.

Faucaria tigrina©Kaktusmichel.de


Umgangssprachlich wird diese Art als „Tigerrachen“ bezeichnet,
wegen den großen aber weichen 9 bis 10 Zähnen am Blattrand.
Die Blätter werden 2 bis 5 cm lang und an der breitesten Stelle messen sie 2 cm.Im Querschnitt sind die dreikantig, die Rückseite ist stark gerundet.
Ihre Oberseite ist leicht konkav.
An der Blattbasis sind sie mit dem gegenüberliegenden Blatt verwachsen und zur
Blattspitze hin wie ein Schnabel geformt.
Ihre Oberfläche ist meist mit mehr oder wenigen weißen Punkten übersät.
In der Sonne können die sonst grünen Pflanzen auch etwas ins Rötliche gehen.
Aus der Basis sind sie sprossend. Die etwa 5 cm große Blüte blüht gelb.

Faucarai©Kaktusmichel.de


Diese Pflanzen sollte man während der warmen Jahreszeit alle 3 bis 4 Wochen gießen, bei sehr großer Hitze alle 2 Wochen.
Das Substrat nach jedem Gießen abtrocknen lassen, damit keine Staunässe entsteht und dann erst wieder zur Gießkanne greifen.
Natürlich vorkommend ist die Art ausschließlich in Südafrika am Westkap.
Bezug der Pflanze auch über meinen Shop.
Auszug aus meinem Buch Kakteen und Sukkulenten.
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