Sinningia leucotricha

In vielen Sammlungen wird sie sicherlich noch unter ihrem Synonym Rechsteineria leucotricha geführt, wie Frederico Carlos Höhne sie in seiner Erstbeschreibung von 1956 betitelte.
Harold Emery Moore stellte sie 1973 in die Gattung Sinningia.
Im Jahr 1975 sollte sie mit der Art canescens gleichgesetzt werden, was sich jedoch in Sammlerkreisen nicht durchsetzte.
Wegen seiner weiß behaarten Blätter wird es auch brasilianisches Edelweiß genannt. Am ähnlichsten sieht es dem Edelweiß während des Neuaustriebs aus, wenn die Blätter noch klein und weißwollig sind.
Diese weißen Blätter erklären auch den Namen der Art, der im Griechischen ‚leuco‘ für weiß und ‚trichos‘ für Haar steht.

Der Caudex ist ziemlich flach und liegt zu etwa zwei Dritteln im Boden verborgen.
Bei alten Pflanzen kann er bis zu 30 cm im Durchmesser erreichen.
Die Oberfläche ist rau und graubraun, und an der Unterseite befinden sich viele kurze Wurzeln.
Aus der Mitte, die etwas eingesunken ist, entwickeln sich im März/April die rot-orangen Blüten.

Danach erscheinen die weiß behaarten Blätter, zunächst mit kurzem Stiel und mit dem Wachstum der Blätter werden auch die Stiele länger, bis zu 20 bis 25 cm.
Wenn die Blätter im Frühsommer vertrocknen, kann es im August zu einem erneuten Austrieb mit Blüten kommen. In der Natur werden die Blüten von Kolibris bestäubt. Da die Pflanzen aber selbstfertil sind, funktioniert die Bestäubung in Kultur mit einem Pinsel einfach und zuverlässig. Die Samen sind fein wie Staub. Die Heimat dieser Art wird mit Brasilien und Argentinien angegeben.
Im Winter ist es besser, eine Temperatur von mindestens 10 Grad C anzubieten. Als Substrat nehme, ich mein Kakteensubstrat plus ein Drittel Blumenerde.

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