Gartenbista

Manchmal muss man auch über den Tellerrand schauen.
Aus diesem Grund habe ich mir den Blog von Gartenbista angeschaut.


Eine schöne Seite für Gartenliebhaber, jeden Tag mit einem neuen Beitrag rund um die Natur.
So findet man dort einen Gartenkalender, ein Forum, Pflanzenbeschreibungen und unterhaltsame Beiträge über allerlei Themen.
Abgerundet wird das ganze noch von einigen Gartentools, zum Beispiel einen Zierkiesrechner um die benötigte Menge für einen Weg zu berechnen.
Diese Tools gibt es sogar als Widget zum Einbau in eure Webseite.

Auch über Kakteen sind schon ein paar Beiträge vorhanden.
Insgesamt ein gutes Konzept das wie eine Gartenzeitschrift, andererseits aber kostenlos genutzt werden kann.
Hier noch der Link für euch zu dieser informativen Seite.

Endeckt vom Kaktusmichel

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Wandkalender 2019

Wie jedes Jahr gibt es auch in diesem Jahr wieder unseren beliebten Wandkalender.
Viele haben sich das neueste Exemplar schon zugelegt.
Wer den Kalender für 2019 gerne noch haben möchte,sollte sich aber beeilen, die letzten Exemplarer sind schon im Verkauf.

Kaktushumor 2019©Kaktusmichel.de

Alle die vorher schon mal gerne darin blättern wollen hier ist die Online Version
den folgenden Link auf Kakteenhumor 2019
aufrufen.

Für jeden Monat ein schönes Kakteen.- oder Sukkulentenbild, eine Karikatur rund um unser Hobby ein paar gute Sprüche und eine Anleitung für die Pflege unserer Lieblinge in diesem Monat.

Kakteenhumor 2019
Broschürenkalender gelocht
28 Seiten
7,50€ plus Porto

Bestellung über unseren Shop oder einfach in der Gärtnerei abholen

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Warum blüht mein Kaktus nicht?

Warum blüht mein Kaktus nicht, diese Frage wird sehr oft gestellt.

Nicht immer gibt es eine eindeutige Antwort.
Aber ich werde versuchen Dir einige Erklärungen anzubieten.
Zu allererst ist dein Kaktus schon alt genug?
Bei Rebutien zum Beispiel klappt das oft schon bei 2-jährigen Sämlingen.
Aber bei einem Schwiegermutterstuhl (Echinocactus grusonii) wartet man meist
40- 50 Jahre bis die erste Blüte kommt.

Warum blüht mein kaktus nicht? Der hier abgebildete Echinocactus grusonii blüht das erste mal mit 40 - 50 Jahren.

Ein über 120 Jahrer alter Echinocactus grusonii in unserer Gärtnerei©Kaktusmichel.de

Eine grobe Einordnung wäre auch Kugelkakteen blühen oft früher als Säulenkakteen!?

Natürlich ist das auch kein fester Anhaltspunkt es gibt immer Ausnahmen.
So und jetzt einige Tipps:

Was kannst Du selbst für eine reichliche Blütenentwicklung tun?

Grundlegend ist, erst einmal eine Pflanze, die nicht genügend Zuwachs hat
wird auch nicht sehr reich blühen, denn die Blüten kommen meist an den Vorjährigen Areolen.
Deshalb biete deiner Pflanze die nötigen Voraussetzungen an,
damit der Kaktus auch Spaß daran bekommt dir seine Blüten zu zeigen.
Schauen doch mal das Substrat an, wenn du schon nicht mehr weißt
wann das Sukkulent, dass letzte mal frische Erde bekommen hat, wird es sicher Zeit neu einzutopfen.
Siehe dazu auch den Blogbeitrag über die Zusammensetzung einer guten Sukkulentenerde.
Im Zweifelsfall kannst du fertig gemischtes Substrat bei mir
auch kaufen.

Warum blüht mein Kaktus nicht? Vielleicht war er an einem zu warmen Überwinterungsplatz aufgestellt.©Kaktusmichel.de

Natürlich ist auch der Standort der Kakteen und Sukkulenten entscheidend,
stimmen die Lichtverhältnisse?

Suchen  für deinen Kaktus den hellsten Platz aus, bitte nicht mitten im Zimmer.
Wenn es schon an einem ungünstigen Platz sein muss, hilft eine gute Pflanzlichtlampe.
Siehe dazu auch den Blogbeitrag über die Lichtbedürfnisse von Sukkulenten.

Ein großer Fehler, der immer wieder gemacht wird:

Dein Kaktus steht Sommer wie Winter immer am gleichen Platz, zum Beispiel im Wohnzimmer.

Er hat also meist eine Mindesttemperatur von 20 Grad, wird alle 14 Tage gegossen und denkt sich, es sind hier alle Jahreszeiten gleich. Woher soll er wissen, wann seine Blütenzeit ist und außerdem ihm geht es auch ohne Blüte gut, warum sich anstrengen?
Besser wir stellen ihn über den Winter für mindestens 8-10 Wochen an einen kühleren Ort bei etwa 6-12 Grad.
Wichtig, trocken soll das Substrat sein, nicht dem armen Kerl noch einen Schluck Wasser für die lange Winterruhe mitgeben.
Das Wasser würde im kühlen Winterquartier noch lange in der Erde stehen und vielleicht zu Fäulnis führen.

Warum blüht mein kaktus nicht. Wann haben Sie das letzte mal gedüngt?

Trichocereen in Blüte©Kaktusmichel.de

Noch ein Wort zum Winterquartier nicht jeder hat ein Gewächshaus.

Dort ist es mit der niedrigen Temperatur kein Problem, es geht auch ein Treppenhaus, Kellerraum oder zur Not auch das Schlafzimmer.
Wenn er trocken und kühl steht, ist die Helligkeit des Standortes nur zweitrangig.
Und zum Schluss das Düngen.
Verwenden Sie einen Dünger mit einem höheren Phosphatanteil dieser regt die Knospenbildung an (bekommen du auch in der Gärtnerei).
Düngen aber nur von März bis August bei jedem zweiten gießen.
Viele Tipps findest Du auch in diesem Beitrag.
Wenn alles nichts nutzt, sollte man dem Kaktus mit dem Kompost oder der Biomülltonne drohen, manche sagen das würde Wunder bewirken.

Euer Kaktusmichel

Auszüge aus Kakteen und Sukkulenten von Michael Januschkowetz
das Buch gibt es beim Verfasser oder bei Amazon

 

 

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Neuer Drehtag

Kaum wurde unsere Gärtnerei in der Sendung „Herrliches Hessen“ vorgestellt, kam schon das nächste Fernsehteam des Hessischen Rundfunks zum Drehtermin. Dieses mal filmten sie verschiedene Beiträge für die Sendung „Hessentipp“. Da manchen unser Beitrag in Herrliches Hessen etwas kurz vorkam, soll am Freitag den 9.11.2018 um 18.45 Uhr ein paar Minuten mehr von den Kakteen und mir zu sehen sein, lasst Euch überraschen.

Hessentipp beim Kaktusmichel, dass Team bei der Arbeit

Das Fernsehteam in angespannter Beratung©Helga Januschkowetz

Der Drehtag begann viertel vor zehn mit einem ersten Sondierungsgespräch. Nach dem Jens Kölker und ich verkabelt waren ging es schon zur Sache. Die erste Sequenz klappte auf Anhieb, dass war schon mal gut für die Nerven. Aber es standen uns noch 5 weitere Drehteile bevor. Der Kameramann suchte schon nach dem besten Platz für die nächste Szene. Eine kurze Absprache mit der Redakteurin Sabine Brox und schon konnte es weitergehen mit der Aufnahme.

Hessen Tipp beim Kaktusmichel

Sabine Brox mit dem Tontechniker bei der Vorsichtung der Aufnahme©Helga Januschkowetz

Ich hatte mal wieder zu viel zu erzählen, dass würde den Zeitrahmen sprengen. Dann doch lieber noch einmal wiederholen und siehe da, die vorgegebene Zeit konnte eingehalten werden. Stellungswechsel wir wollten zeigen wie umgetopft wird. Wie gewöhnlich gab es Probleme, dass der Moderator den Kaktus nicht ohne Handschuhe anfassen wollte, die gibt es aber bei mir nicht. Doch mit Hilfe von zwei Eierkartons konnte dieses Problem auch gelöst werden. Wenn wir schon mal beim Arbeiten sind musste jetzt ein Geldbaum dran glauben. Er war auf gut hessisch, etwas gakelig gewachsen, also die Triebe wurden zu lang wegen Lichtmangel. Jetzt griffen wir beide zur Schere und schnitten dieses Sukkulent etwas in Form.

Hessen Tipp beim Kaktusmichel

Wo schneiden wir was weg? Jens Kölker und der Kaktusmichel in Aktion©Helga Januschkowetz

Nächster Dreh, ein Talk warum ich gerade auf Kakteen als Sammelleidenschaft gekommen bin. Wer mich kennt weiß warum, die anderen erfahren es am Freitag um 18.45 Uhr im Hessischen Rundfunk. Jetzt noch ein letzter Mitschnitt, wir schauen uns die Echinopsen an und Fachsimpeln etwas darüber, so der Film ist im Kasten. Zwischenzeitlich ist es schon fast 14 Uhr geworden, alle haben Hunger und außerdem sind wir etwas müde von der ständigen Konzentration. So ein Drehtag kann wirklich anstrengend sein. Danke an das nette Team vom HR für die schönen Stunden, sie werden mir lange in Erinnerung bleiben. Jetzt freue ich mich mit Euch erst einmal auf den Freitag, bin gespannt wie es ankommt. Euer Kaktusmichel

Sendetermineim Hessischen Rundfunk

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Pflanzen unter Glas

Schon immer gab es Zimmerpflanzen-Liebhaber, die ihre Pflanzen unter Glas hielten. Sei es in einem Terrarium, Paludarium oder im Aquarium.
Im kleineren Rahmen befasst sich das Buch von Alyson Mowat genau mit diesem Thema.
Es soll nicht die technisch ausgereifte Zimmergartenanlage für einige hundert oder tausend Euro sein, die sie uns schmackhaft machen will. Nein, es ist die Bepflanzung von kleinen Glasgefäßen, die oft im Haushalt schon länger nutzlos herumstehen. Auch ist es nicht das einfache Bilderbuch, dass einem alleine lässt mit einer Idee, ohne auf die Details einzugehen.

Pflanzen unter Glas, Alyson Mowat, ISBN: 978-3-784-35562-7
Landwirtschaftsverlag Münster

Alyson Mowat hat ein Buch geschrieben, dass sich intensiv mit den Pflanzen, dem Zubehör und der Bepflanzungstechnik befasst. Darüber hinaus werden Werkzeuge für die Arbeit in den Glasgefäße vorgestellt. Einige Teile haben sie in ihrer Küche oder sie bauen sie für diesen Zweck einfach um.
Sehr gut finde ich auch, dass sehr ausführlich und mit einigem Humor die Lebensweise der Pflanzen erklärt wird. Dementsprechend ist das Buch nicht nur informativ, sondern obendrein unterhaltsam und kurzweilig zu lesen. Die unerwarteten Randnotizen machen es lesenswert. Übrigens wissen Sie, warum Frauen in der Viktorianischen Zeit keine Orchideen ziehen durften? Lesen sie es im Buch doch einfach nach und es wird sie zum Schmunzeln bringen.
Ob Sukkulenten, Kakteen, Orchideen, Fleischfressende Pflanzen, Wasserpflanzen und noch einige andere, alles findet seine Ansprache und einen würdigen Platz in einem Gefäß.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, die 144 Seiten waren sehr unterhaltsam zu lesen. Einige Beispiele aus dem Buch, werden mit Sicherheit noch aus probiert.
Die vorgestellten Projekte eignen sich, nach Fertigstellung, auch als ideales Mitbringsel für die nächste Einladung. Das Buch selbst reißt mit 18 € kein großes Loch in den Geldbeutel.

Pflanzen unter Glas
Stilvolle Ideen für Pflanzen-Terrarien, Kokedama und Wassergärten

von Alyson Mowat

144 Seiten mit zahlreichen Fotos und Zeichnungen
Preis: 18,00 Euro
ISBN: 978-3-784-35562-7
Landwirtschaftsverlag Münster

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Das Wesen der Pflanze

Meine zeichnerischen Fähigkeiten genügen gerade mal, um die Karikaturen für unseren Kalender zu erstellen, nur an detaillierte Zeichnungen habe ich mich noch nie gewagt.
Aber es fasziniert mich immer wieder wenn ich Pflanzenzeichnungen sehe, die selbst eine Fotografie in den Schatten stellen.
Deshalb habe ich mir das Buch „Das Wesen der Pflanze“ zugelegt.

Bynum, Helen / Bynum, William
Das Wesen der Pflanze
Select
Botanische Skizzenbücher aus sechs Jahrhunderten
ISBN: 978-3-258-08078-9

In diesem Werk wurden von Amateuren, Künstlern, Wissenschaftlern, Illustratoren und Sammlern die Pflanzen in zeichnerischer Form in ihrer vollen Schönheit festgehalten. Es werden Seiten aus Skizzenbücher vom 15. bis zum 20. Jahrhundert vorgestellt. Darunter so bekannte Namen wie Leonardo da Vinci, Charles Darwin, Carl von Linne, Albrecht Dürer und Alexander Humboldt um nur einige zu nennen. Insgesamt über 80 verschiedene pflanzenbegeisterte Zeichner werden in diesem fast 300 Seiten starken Werk sehr umfassend in Wort und Bild mit ihren Werken vorgestellt.
Der Einblick in die Skizzenbücher dieser Menschen, die sich die Natur genauer anschauen ist faszinierend. Bei dem Begriff Skizze bin ich von einem schnell ausgeführten Werk ausgegangen, aber die meisten abgebildeten Zeichnungen sind bis ins kleinste Teil herausgearbeitet und kommen im Druck auch sehr gut heraus. Meiner Meinung nach ein sehr schönes und interessantes Buch das sich auch als beeindruckendes Geschenk für Pflanzen- und Kunstliebhabern eignet.
1. Auflage 2018
296 Seiten, 275 Farbillustrationen
Stabiler Einband, Halbleinen, 20,6 x 26,6 cm, 1338 g

Bynum, Helen / Bynum, William

Das Wesen der Pflanze
Botanische Skizzenbücher aus sechs Jahrhunderten

ISBN: 978-3-258-08078-9

Erschienen im Haupt Verlag für 49€

Bestellbar in jeder Buchhandlung oder auch über Amazon.

Und hier noch eine kleine Leseprobe:

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Nomenklatur der Farben

Oft werde ich gefragt, in welcher Farbe blüht dieser Kaktus?
Den meisten Männern wird es wie mir ergehen, eine Ampel ist rot, gelb, grün und es gibt noch schwarz und weiß. Schwierig wird es bei lila oder ist es pink oder gar fliederfarben?
Da kann ich mir schon eher etwas unter Isabellenfarben vorstellen. Die spanischen Prinzessin Isabella Clara Eugenia gelobte, dass sie ein weißes Nachthemd nicht eher wechseln wollte, bis ihr Ehemann der Erzherzog Albrecht von Habsburg aus dem Krieg zurückkäme. Da die Belagerung der Stadt Ostende aber über 3 Jahre dauerte, war aus dem weiß natürlich eine andere Farbe geworden, eben Isabellenfarben.

Gerade die Farbenvielfalt macht es oft schwer eine Farbe mit Namen zu benennen ©Kaktusmichel.de

Die feminine Seite fehlt uns Männern halt und somit das Farbverständnis.
Warum schreibe ich das alles?
Gerade ist mir ein Buch in die Hände gekommen mit dem Titel WERNERS Nomenklatur der Farben. Dieses Buch ist ein Nachdruck des 1814 in englischer Sprache erschienen Referenzwerkes für Wissenschaftler und Künstler um Farbtöne zu bestimmen.

ISBN: 978-3-258-60201-1
1. Auflage 2018
80 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen
Leinen, 13,5 x 22,5 cm, 350 g

Selbst Charles Darwin soll ein Exemplar dieses Buches, während seiner Reise auf der HMS Beagle, zu rate gezogen haben, um die genauen Farbbestimmungen seiner Entdeckungen zu gewährleisten. Das zu wissen macht das Nachschlagewerk um einiges interessanter.
Dieses Buch wurde jetzt in einer neuen Auflage ins deutsche übersetzt. Der ursprüngliche Verfasser Werner wollte damals als Mineraloge zur besseren Klassifizierung ein System erstellen um die Mineralien farblich leichter und vergleichbarer, einzuordnen. Der Pflanzensammler und Zeichenlehrer Syme überarbeitete dieses Werk und fügte Beispiele aus Flora und Fauna hinzu. Um dies einmal mit der Grundfarbe weiß zu erklären: Schneeweiß ist das reinste weiß ohne jegliche Beimischungen. So setzt er diese Farbe gleich mit den Brustfedern der Lachmöwe oder den Blütenblättern des Schneeglöckchens und der Farbe des Carara Marmors. Auf Grundlage der Vermischung mit anderen Farben ergeben sich daraus die weiteren Farbbeispiele.

Schwierig wird es auch bei Blüten die aus mehreren Farbübergängen bestehen ©Kaktusmichel.de

Insgesamt werden 110 Farben aufgeführt. Leider kann das etwas gelblich-weiße Papier und die verwendete Drucktechnik die abgebildeten Farben manchmal nur unzureichend wiedergeben. Somit helfen oft nur die angefügten Angaben beim Farbverständnis weiter. Jedoch nur wenn wir gerade die Objekte aus der Natur zur Hand oder bildlich vor den Augen haben. Für alle die tiefer in das Farbverständnis eintauchen wollen, ist dies ein ausführliches und zum weiter denken anregendes Buch. Aber man sollte keine RAL-Farbtafel erwarten, die man einfach neben die Blüte hält und einen Farbnamen erfährt. Das Buch ist mit einem gediegenen Leineneinband bestückt und wurde stabil mit einer Fadenheftung erstellt. Mit Sicherheit ein schönes Mitbringsel für alle die sich mit Farben näher beschäftigen wollen.

Erschienen im Haupt Verlag für 22€
ISBN: 978-3-258-60201-1

1. Auflage 2018
80 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen
Leinen, 13,5 x 22,5 cm, 350 g

Bestellung auch über Amazon

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Filmteam in der Gärtnerei

Am Sonntag den 23. September 2018 hatten wir ungewöhnlichen Besuch, Dieter Voss und sein Filmteam, machten einen Dreh für ihre Sendung ‚Herrliches Hessen‘ in unserer Gärtnerei.

Dieter Voss und der Kaktusmichel am Drehtag zu Herrliches Hessen in Otzberg, bei uns in der Gärtnerei©DornenProjekt.de

Dieter Voss und der Kaktusmichel am Drehtag zu Herrliches Hessen in Otzberg, bei uns in der Gärtnerei©DornenProjekt.de


Für Helga und mich war es toll einen Einblick in die Vorbereitungsphasen einer Filmproduktion zu bekommen.
Seit zwei Tagen waren die Filmemacher schon in Otzberg und Dieburg unterwegs.
Bereits Freitag und Samstag standen wir bereit für den ‚großen Auftritt‘.
Dieter Voss und die Crew mussten ihren Arbeitsplan wetterbedingt öfters umwerfen, wir wurden telefonisch immer auf dem laufenden gehalten.
Sonntag um 9:10 Uhr war es dann endlich soweit, Kameras hielten Einzug zwischen den Kakteen. Ein Mikrofon wurde an mir befestigt und um meiner ‚Schönheit‘ keinen Makel zu geben wurde ich auch noch geschminkt.
Überall im Gewächshaus war ein Gewusel zu Gange und die Vorbesprechungen liefen auf vollen Touren. Nun noch schnell beraten welcher Kaktus muss als erster mit aufs Bild und schon starteten die ersten Aufnahmen.

Bild vom Drehtag in Otzberg, Für die HR Serie Herrliches Hessen.

Der Tonmeister versucht den Kakteen einen Ton zu entlocken©DornenProjekt.de Bild vom Drehtag in Otzberg, Für die HR Serie Herrliches Hessen.


Endlich kann es beginnen, nein, Stopp ein Flugzeug fliegt über die Gärtnerei hinweg, der Tontechniker pfeift uns zurück.
Alles ist ruhig es kann weitergehen, nein was ist das? Neben unserer Gärtnerei hat ein Zirkus aufgebaut und dort fährt jemand mit einem Radlader seine Runden, der Aufnahmeleiter sorgt schnell für Ruhe und endlich kommen die ersten Szenen in den Kasten.
Imponierend ist die gelassene aber lustige Stimmung beim Set, es sind halt Profis. Mancher Abschnitt muss mehrmals gedreht werden, mal hört man ein Flugzeug, mal passt das Licht nicht oder einer von uns läuft zu langsam oder zu schnell. Mit Geduld wird auch das gemeistert. Szenenwechsel, das ganze Equipment und das Team ziehen im Gewächshaus an einen anderen Platz. Wieder geht es darum: Wo soll jeder stehen? Aua hier stechen die Dornen, dort sieht uns der Kameramann nicht, jedoch nach kurzer Zeit sind alle Probleme gelöst.
Ruhe bitte, Aufnahme läuft, den Text gesprochen, nein, so geht das nicht, auf ein neues, Text endlich gut, Einstellungen falsch noch einmal auf gehts. Wieder ist ein Teilstück der Dokumentation digital gebannt.

Auch die Kamerafrau ist sichtlich von unseren Kakteen angetan©DornenProjekt.de Schnappschuß vom Drehtag in Otzberg, Für die HR Serie Herrliches Hessen.

Auch die Kamerafrau ist sichtlich von unseren Kakteen angetan©DornenProjekt.de Schnappschuß vom Drehtag in Otzberg, Für die HR Serie Herrliches Hessen.


Weiter, nächster Dreh, ich lasse Dieter Voss kaum zu Wort kommen, dass geht natürlich nicht. Neuer Versuch, halt da kommt etwas Sonne raus, dadurch stimmen die Einstellungen der Kamera nicht. Weiter geht es? Nein Kamera zwei braucht ein anderes Objektiv, kurzer Umbau, neuer Versuch.
Die Zeit sitzt dem Team im Nacken, es sollte eigentlich schon an einem anderen Schauplatz gedreht werden, aber ‚the show must go on‘, wir bekommen den Rest auch noch hin. Endlich der Interview-Teil ist beendet, es bleibt nur noch eine Kamerafrau mit Beleuchter bei uns und wir gehen auf die Suche nach schönen Motiven und Blüten, alles wird festgehalten.
Helga und ich bedanken uns aufs herzlichste bei den fleißigen Wichteln vom HR Fernsehen und den vielen die an diesem Projekt noch im Hintergrund Arbeit leisten müssen.
Es war eine tolle Erfahrung und eine sehr lustige Zeit mit Euch.
Hier der Link zur Mediathek mit dem Filmbeitrag.

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Wintervorbereitungen für Kakteen

Seit gestern glaube ich doch langsam daran, dass es dieses Jahr wieder einen Herbst und einen Winter gibt. Deshalb sollten wir Wintervorbereitungen zum Einräumen unserer Pflanzen treffen.

Was bedeutet das für uns Kakteen- und Sukkulentenfreunde?
Bald muss für nicht winterharte Pflanzen, ein frostfreier Überwinterungsplatz gefunden werden.
Noch langt die Zeit dafür, um sich auf das Einräumen der Pflanzen ins Winterquartier vorzubereiten.

Wann musst Du handeln?
Wenn es auch nachts mal an die 0°C geht, die Tage jedoch wieder wärmer werden, ist bei den meisten Kakteen noch keine Gefahr für bleibende Schäden zu erwarten. Im Gegenteil je länger sie draußen bleiben können, desto robuster werden sie und sind gerüstet für die lange Winterphase.
Nur auf eins solltest du auch jetzt schon achten, die Pflanzen müssen vor Regen geschützt werden. Somit haben sie noch genügend Zeit zum abtrocken. Sei es durch abdecken des Substrates oder durch unterstellen der Pflanzen unter einen Dachüberstand oder ähnlichem.

Aber bei dauerhaften Temperaturen unter 6°C sollten die Pflanzen eingeräumt werden!

Was mußt du beim Einräumen beachten?
Unkräuter, die sich auf der Substratoberfläche angesammelt haben bitte entfernen. An ihnen können Schädlinge haften oder auch Pilzsporen.
Schau auch mal unter die Töpfe, oft sitzen dort Schnecken, die dann im warmen Winterquartier ihr Unwesen treiben.

Welche Temperatur sollten im Winterquartier herrschen?
Bei den meisten Kakteen und anderen Sukkulenten reichen 6 – 8°C. Oft genügen sogar nur 3°C aus. Die Pflanzen sollen dann unbedingt absolut trocken stehen. Nur einige Arten wie Melocacteen, Discocateen, Pseudolithos, einige Euphorbien und sehr viele Sukkulenten die aus Madagaskar kommen, sollten nicht unter 15°C plus gehalten werden.

Wie viel Licht brauchen deine Kakteen und Sukkulenten im Winter?
Besitzer eines Gewächshauses mit Heizung brauchen sich natürlich wegen des Lichtes keine Gedanken zu machen. Aber wer nur Behelfsräume für den Winter anbieten kann, kommt da schon eher ins grübeln. Eine Faustformel ist, desto kühler ein Raum im Winter ist (natürlich frostfrei), umso dunkler darf er sein.

©Kaktusmichel Sedum palmeri

Du hast leider nur einen wärmeren Raum!
Wenn die Temperaturen in diesem Raum im Winter über 12°C betragen, brauchen die Sukkulenten erstens mehr Licht, sei es künstliches oder Tageslicht und auch etwas Wasser. Das gießen hat zur Folge, dass die Kakteen wachsen wollen und das bedeutet wiederum sie brauchen Licht um ihren Habitus (das Aussehen) nicht zu verändern. Bei zu wenig Licht würden sie vergeilen. Ausserdem leitet die Blühwilligkeit im nächsten Jahr darunter.

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Conophytum sitzlerianum in Kultur

Conophytum sitzlerianum ein nicht mehr gebräuchlicher Namen.
Wie bei vielen unseren Kakteen und Sukkulenten passiert es immer wieder, dass von der Aussaat bis zum ersten Verkauf sich die Namen geändert haben, dies ist natürlich etwas sarkastisch dargestellt.
Aber oft ist es so, dass man sich gerade an einen Namen gewöhnt hat und nach neuerer Forschung die Zugehörigkeit der Pflanze neu überdacht wurde, so auch bei der Vorgestellten Sukkulente. Conophytum sitzlerianum wurde 1938 durch Schwantes beschrieben, aber nach neueren Erkenntnissen handelt es sich um Conophytum bilobum.

Conophytum sitzlerianum

Viele Synonyme aber die gleiche Pflanze?
Bemerkenswert ist das es unter diesem Namen 122 Synonyme gibt. Die vielen Synonyme sind durch das große Verbreitungsgebiet und die daraus resultierende morphologische Vielseitigkeit begründet, deshalb wurden so viele neue Namen kreiert und dennoch handelt es sich bei allen um Conophytum bilobum. Aber es schadet in einer Sammlung nicht, den alten Namen dennoch als Synonym auf dem Stecketikett zu vermerken vielleicht heißt sie ja in naher Zukunft wieder so 🙂

Conophytum sind schon lange bekannt.
Obwohl das erste Conophytum wahrscheinlich schon von Claudius 1685 auf einer Expedition gefunden und 1738 in der Literatur von Burman erwähnt wurde, kam es erst 1922 durch N. E. Brown zur Aufstellung der Gattung. Diese Gattung gehört zu den Mittagsblumengewächsen (Aizoaceae). Der Gattungsname setzt sich zusammen aus den griechischen Worten konos für Kegel oder Walze und phyton für Pflanze. Grund dafür ist die Form der Pflanzen. Diese Sukkulenten bestehen aus zwei miteinander verbundenen Blättern, auch Loben genannt.

Conophyten bestehen aus 2 miteinander verbundenen Blättern, wissenschaftlich auch Loben genannt.

Eine Pflanze die sich vor zu starker Sonne schützt.
Einige sind zusätzlich, mit sogenannten Fenstern auf den Spitzen der Loben ausgerüstet, um das Sonnenlicht bis zum Vegetationspunkt zu leiten. Im späten Frühjahr werden die alten Blätter eingezogen und zurückbleibt eine papierartige Hülle, die zum Schutz der neu heranwachsenden Loben während des heißen Sommers dient. Diese Schutzschicht wird im Spätsommer gesprengt und die neue Pflanze begrüßt uns mit ihren Blüten. Mit der Zeit wachsen dadurch kleine Polster heran. Die Blüten öffnen meist erst am späten Nachmittag oder abends, das Farbspektrum ist recht groß, über Weiß, Gelb, Rosa und alle möglichen Rottöne bis zum dunklen Lila. Fundorte liegen im südlichen Afrika und in Namibia in Gebieten, in denen es im Winter etwas feuchter wird.

Lebende Steine und Conophytum.

Wer sich etwas schwertut mit der Unterscheidung von Lithops (den lebenden Steinen) und Conophytum, dem können folgende Merkmale helfen: Lithops haben nicht diese papierartige Schutzschicht, Conophyten haben keine oder nicht so ausgeprägte farbige Struktur auf der Blattoberseite und Conophyten sind Herbst- und Winterwachser.

Links ein schon fast aus der Hülle geschlüptes Conophytum, rechts diese Pflanze ist noch in eine papierartige Schutzhülle verpackt das sie gegen die Sonne im Sommer schützt.

Sie gehören zu den größten in ihrer Gattung.
Das Artepitheton wurde zu Ehren von Dr. Max Sitzler, Kurator der Universität Kiel gewählt. Diese Pflanzen gehören zu den größten dieser Gattung und werden bis zu 5 cm hoch. Sie bilden im Laufe der Jahre größere Polster aus. Die schmalen, graugrünen Blätter sind etwa 2 bis 2,5 cm breit und bis zu 5 cm hoch, leicht nach oben gekielt und bei uns in der Sammlung ohne den roten Rand, wie es hingegen bei C. bilobum der Fall ist.

Conophytum bilobum mit dem ausgeprägten roten Rand.

Blüten die über mehrere Tage geöffnet sind.
Die Blüten erreichen einen Durchmesser von 2 cm, sind gelb und erblühen nachmittags, schließen Nachts, aber öffnen sich über mehrere Tage. Der Fundort dieser Form ist unbekannt. Aber die Art C. bilobum kommt im westlichen Teil von Südafrika, am nördlichen Cape, von Wallekraal im Sandveld bis Swartpoort in der Nähe des Orange River und Little Namaqualand vor. Diese Pflanzen sind sehr leicht zu pflegen, wenn man den Gießrhythmus einhält.

Pflegeanleitung:
Bei der Pflege sollte man beachten, dass die Pflanzen ihren natürlichen Habitus behalten. Dies bedeutet, sie benötigen einen sehr hellen Platz, was selbst am Zimmerfenster nicht immer gegeben ist. Auch sollte das Substrat besser mineralisch und gut durchlässig sein. In der Natur bekommen diese Pflanzen fast ihre gesamte Feuchtigkeit in Form von Tau und Nebel. Deshalb in Kultur lieber häufig kleine Mengen gießen, anstatt selten große Mengen. Sie dürfen keiner Staunässe ausgesetzt werden. Die Hauptwachstumszeit beginnt etwa ab August, mit dem Aufplatzen der vertrockneten Hüllen. Ab da regelmäßig, aber nicht zu viel gießen, bis Ende Dezember. Die Überwinterungstemperatur kann bis knapp über dem Gefrierpunkt abgesenkt werden. Von Januar bis Juli wird nur bei großer Hitze etwas Wasser zugeführt, in dieser Zeit können sie auch gut unter dem Tisch kultiviert werden. Im Gegensatz zu den Pfahlwurzeln der Lithops haben Conophyten flache Wurzeln. Deswegen fühlen sie sich in niedrigen Schalen sehr wohl. Die Vermehrung der Pflanzen gelingt durch Aussaat oder Teilung oder über Stecklinge, die gleich nach dem Abtrennen gesteckt werden. Dabei spielt es eher eine untergeordnete Rolle, ob die Köpfchen schon eigene Wurzeln haben oder nicht. Hauptsache der Vegetationspunkt knapp über dem Wurzelansatz ist nicht beschädigt. Aussaat am besten im Herbst, damit beginnt auch in der Natur ihre normale Vegetationszeit. Die Aussaattemperatur sollte am Tag nicht über 20 °C steigen. Nachts genügen 10 bis 15 °C.
Wenn Sie ein Conophytum sitzlerianum kaufen wollen geht es hier zu unserem Shop

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