Ungeliebte Gäste

Nicht nur Kakteen und andere Sukkulenten haben es uns angetan, sondern auch Zitrusfrüchte.
So “musste” unsere kleine Sammlung mal wieder um ein Exemplar erweitert werden.
Aber nicht nur die neue Pflanze zog bei uns ein, mit ihr auch heimlich ein paar ungeliebte Tiere.
Erst war ich stark überrascht, Wollläuse kenne ich von Kakteen und anderen Sukkulenten, aber in solch einer Größe hatte ich diese Biester noch nicht gesehen.
Nach kurzer Suche in Google wurde ich belehrt, dass es sich um eine Australische Wollschildlaus (Icerya purchasi) handelt.

Australische Wollschildlaus am Orangenbaum ©Kaktusmichel.de

Wie ich nun erfahren konnte, wurde sie bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Australien sowie Neuseeland als Schädling an Zitrusgewächsen erkannt. Und mit der raschen Globalisierung konnte der Übeltäter auch bei uns eingeschleppt werden.
Im ersten Larvenstadien sind sie noch gar nicht so leicht auszumachen, mit ihrer Größe von bis zu 5 mm. Aber die adulten Muttertiere inklusive des Geleges können bis auf 1,5 cm heranwachsen. Da ein sogenannter Eisack mit den Tieren verbunden ist, erreichen sie diese beträchtliche Größe.
Das ganze Gebilde ist mit Wachs und Wollfäden eingehüllt und macht die Bekämpfung durch Ansprühen sehr schwierig.
Und da in einem Gelege dieser Tiere zwischen 100 und 1500 Eier sind, ist ein schnelles Handeln angebracht.

Zitronen aus eigenem Anbau, eine schöne Sache ©Kaktusmichel.de

Zum einen Teil sollten alle sichtbaren Tiere abgesammelt und dann eine Behandlung eingeleitet werden.
Dabei ist es anzuraten stark befallene Triebe einzukürzen und die Pflanze mit einem Gemisch aus 15ml Spiritus, 15 gr. Kernseife oder 15ml Spülmittel, vermischt mit 1 Liter Wasser abzubrausen. Diese Behandlung 2-3mal wiederholen im Abstand von 8 Tagen.

Zitrus in Blüte ©Kaktusmichel.de

Oder wir wenden ein Systemisches  Gift an, dieses wirkt über den Pflanzensaft toxisch auf die Sauger. In der Heimat wird der Australische Marienkäfer als Nützling gegen diese Quälgeister eingesetzt.

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