Belüftung des Gewächshauses

Was im Frühjahr im Gewächshaus als angenehm empfunden wird, kann im Sommer schnell unangenehm oder sogar gefährlich werden.

Ich meine damit die Sonneneinstrahlung. Wärme ist gut, aber ein Hitzestau kann bei unseren Kakteen und den anderen Sukkulenten schnell zu Verbrennungen oder zum Tod führen. Siehe dazu auch meinen Blog-Beitrag über Verbrennungen.

Dem kann man durch rechtzeitiges Öffnen von Fenstern und Türen entgegenwirken.

Wer seine Fenster weit öffnen kann, hat immer einen Luftaustausch. ©Kaktusmichel.de

 

Die Luftfeuchtigkeit kann auch nach dem Gießen, bei der Hitze im Gewächshaus, stark ansteigen. Nachts, wenn die Temperaturen dann sinken, entsteht Kondenswasser, das sich als Wasserdampf auf der Blatt- oder Epidermisoberflächen niederschlägt und so den idealen Nährboden für Pilzkrankheiten bildet.

Im Idealfall sollte die wärmere und feuchtere Luft aus dem Gewächshaus entweichen können und durch kühlere, trockenere Frischluft ersetzt werden.
In der Regel bleiben bei mir Türen und Fenster deshalb im Sommer immer geöffnet. Dies sollte auch im Herbst und Winter beachtet werden Zu diesem Zweck werden Fenster und Türen dann aber nur kurzzeitig geöffnet, um Heizkosten zu sparen.

Zweigeteilte Türen, halten neugierige Katzen ab 🙂 ©Kaktusmichel

 

Welches sind die idealen Belüftungsmethoden? Erstens ist es praktisch, an 2 gegenüberliegenden Stellen im Gewächshaus Lüftungsmöglichkeiten zu haben. Auf diese Weise hat man einen Luftzug, der sehr effektiv ist.

Mit Dachfenstern erreicht man einen Saugeffekt, bei dem die warme Luft am höchsten Punkt schnell entweichen kann. Bei mir haben die Oberlichter nur im Winter oft zu Tropfwasser geführt. Was aber nicht bei jedem Gewächshaus so sein muss.

Wer Dachfenster nutzt, sollte, wenn er nicht immer zu Hause ist, sogenannte Fensterheber einsetzen, die sich bei hohen Temperaturen automatisch öffnen und bei niedrigen Graden, wie sie bei Regenwetter häufig auftreten, von selbst schließen.

Mit wachs gefüllte Fensterheber arbeiten Zuverlässig auch ohne Stromanschluss ©Kaktusmichel.de

 

Um einen ständigen Luftaustausch zu gewährleisten, können auch Ventilatoren eingesetzt werden. Diese entfernen auch einen Wärmestau in ungünstigen Ecken. Diese gibt es in der Power-Version mit einem hohen Durchsatz, die oft auch mit einer Heizfunktion für den Winter ausgestattet sind. Hier sollten sie allerdings auf Vollmetallgeräte achten. Denn es kann bei Kunststoffventilatoren, auch mal zu einem Brand kommen.

Auch solarbetriebene Umwälzpumpen sind auf dem Markt. Diese sind jedoch eher für eine punktuelle Belüftung geeignet, da der Belüftungseffekt bei den meisten von ihnen eher marginal ist.

Solarlüfter habe nur eine geringe Luftumwälzung, genügen aber oft für kleine Flächen©Kaktusmichel.de

 

Einige Kakteenfreunde arbeiten auch mit Schattierung, sei es auf die alte Art, mit Kalkfarbe oder mit Schattiergewebe. Bei mir wurde die Schattierung aber bisher nur bei Tillandsien und Bromelien eingesetzt. Denn bei Kakteen habe ich immer Bedenken wegen des Lichtmangels.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.