CAM

Was ist eigentlich eine CAM Fotosynthese?

Die C3-Fotosynthese ist die älteste Art der CO₂-Bindung in der Erdgeschichte und immer noch die am weitesten verbreitete.
90 % der Pflanzen nutzen Licht, Wasser und Kohlendioxid, um Zucker und Sauerstoff zu produzieren.

Da dieser Prozess viel Wasser benötigt, mussten sich Sukkulenten etwas Neues einfallen lassen, den CAM-Zyklus.

In einem Schnitt durch einen Kaktus, sieht man deutlich die grünen Chloroplasten am Rand, die für die Fotosynthese genutzt werden. Darüber befindet sich die Epidermis, in der sich kleine Spaltöffnungen (Ventile oder Stomata) befinden, die für den Gasaustausch zuständig sind.

 

Die Fotosynthese findet am Rande im grünen Bereich (Chloroplasten) statt, also unter der Epidermis (Oberhaut).

In der wachsartigen Epidermis befinden sich Spaltöffnungen (Stomata), durch die CO₂ absorbiert wird.

Diese sogenannten Spaltöffnungen können auch geschlossen werden, um Wasserverluste zu verhindern.

Beim CAM-Zyklus der Kakteen handelt es sich um eine zeitliche Trennung der Fotosynthese, um den Wasserverlust zu minimieren.

Nachts, wenn es nicht mehr so warm ist, werden die Stomata geöffnet, damit Kohlendioxid (CO₂)  aufgenommen werden kann.

Da aber nachts ohne das Sonnenlicht keine Fotosynthese stattfindet, wird das CO₂ in Apfelsäure (Malate) umgewandelt und gespeichert.

Tagsüber, wenn es warm ist, sind die Spaltöffnungen geschlossen, damit kein Wasser verdunstet.

Die gespeicherte Apfelsäure wird wieder in CO₂ umgewandelt.

Und der Prozess der Fotosynthese kann beginnen.

Wenn Du das ausprobieren willst, beiß morgens und abends in einen Kaktus,

Du wirst feststellen, dass er am Morgen sauer und am Abend eher süß schmeckt.

 

 

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