Tillandsia tenuifolia

Immer wieder höre ich mein Gewächshaus ist voll, kein Platz mehr für neue Pflanzen. Aber der Luftraum ist doch noch da, also kann man auch noch was aufhängen. Und was bietet sich da an eine Tillandsia. Viele dieser so genannten Luftnelken halten es sehr gut bei unseren Kakteen aus.

Heute möchte ich Ihnen gerne Tillandsia tenuifolia vorstellen. Die Gattung Tillandsia benannte Carl von Linne nach einem schwedischen Botaniker und Arzt Elias Tillands, der in Turku (Finnland) von 1640-1693 lebte. Der Grund für den Namen Tillandsia beruht auf einer Geschichte, die Linne einmal erzählt bekommen hätte. Nachdem ein Student, der auf einer Reise von Stockholm nach Abo von dem Meeresgott Neptun so erschreckt wurde das er den Rückweg lieber über den Landweg einschlug um nur nicht dem Wasser zu nahe zu sein. Mit der Folge statt 300km auf dem Wasser zu fahren ganze 2000km Luftlinie zu Fuß zurücklegte um heimzukommen. Dieser Student nahm später den Namen Tilands an das bedeutet Freund des Landes. Und Linne gab der Gattung den Namen Tillandsia, da er durch den dichten Schuppenüberzug der Blätter bei vielen Tillandsien der Meinung war dieses dienen als Schutz gegen das Wasser.. Aber jetzt weiß man die Schuppen sind Sogenannte Saugschuppen und helfen der Pflanze für kurze Zeit das Wasser zu speichern.
Die im Bild vorgestellte T. tenuifolia bedeutet dünnblättrige Tillandsia gehört zu den ganz einfach zu Pflegenden Tillandsien.

Mammillaria microhelia

etzt geht es Schlag auf Schlag jeden Tag öffnen neue Blüten und man kann sich wie jedes Jahr nicht satt sehen wie schön unsere Kakteen blühen.Eine Sogenannte Null Acht Fünfzehn Mammillaria hat seit 2 Tagen schon ihre Blüten geöffnet, aber sie leuchten regelrecht aus der Sammlung heraus das gehört sich auch für eine microhelia als übersetzt kleine Sonne.

Aber der Name microhelia rührt daher das die dunklen Dornen über den weißen Areolen wie Sonnenstrahlen angeordnet sind.

Heimat dieser Mammillaria ist der Bundestaat Queretaro in Mexiko und die Erstbeschreibung erfolgte 1930 durch Werdermann.
Am schönsten sind die Pflanzen in den ersten 8-10 Jahren. Im Alter werden sie bis über 15cm hoch aber nur 4-5cm dick dann sehen sie für mich nicht mehr ganz so attraktiv aus. Weitervermehrung durch Samen oder Seitentriebe die im Alter gebildet werden. Auch ist es möglich Kopfstecklinge zu Bewurzeln.
Pflege ist bei dieser Pflanze kein Problem wer schon Erfahrung mit anderen Kakteen hat wird damit viel Freude haben, aber natürlich ist sie auch die Ideale Anfängerpflanze.

Strombocactus disciformis

Sie blühen zwar mehrmals im Jahr aber man schaut immer wieder gerne hin wenn ein Strombocactus disciformis seine Knospen entfaltet.

Strombocactus disciformis Britton und Rose 1818

Strombocactus kommt aus dem lateinischen und bedeutet Kreiselkaktus
disciformis steht für scheibenförmig

Seine ursprüngliche Heimat ist Mexiko,Hildalgo,Queretaro

Sehr langsamer wachser es kann oft 20 Jahre dauern bis man ein Exemplar von 3cm Durchmesser hat. Sonst ist dieser Kaktus sehr Pflegeleicht Kultur in mineralisches Substrat, ein sonniger Standort
mit sparsamer Wassergabe und kühler Überwinterung ab und zu mal Düngen und schon ist er zufrieden.

Weitervermehrung durch Samen. Unten sehen Sie Sämlinge in unserer Aussaatschale.

Crassula orbicularis v.rosularis

Reich an verschiedenen Wuchsformen ist die Gattung Crassula, die mit rund 300 Arten vertreten ist. Eine Art ist Crassula orbicularis v. rosularis, eine Pflegeleichte Anfängerpflanze. Sie eignet sich auch vorzüglich zur Bepflanzung einer Hängeampel.

Die Bedeutung des Namens ist Crassula für dick es soll auf die verdickten Blätter hinweisen was aber bei dieser Art nur schwach ausgebildet ist, orbicularis für kreisförmig wahrscheinlich wegen der Rosetten die gebildet werden und rosularis wegen der rot ausgefärbten Blätter.

Fudort dieser Pflanzen ist entlang des südlichen und östlichen Kaps und an einem großen Teil der Küstenregionen von Natal, Swasiland, in der Regel im geschützten Lagen, oft zwischen Felsen in bewaldeten Gebieten.

Substrat Kakteenerde mit höheren Anteil an Humus, ein sonniger Platz sorgt für die kräftige Farbausprägung. Nicht zu trocken halten und auch im Winter etwas gießen. Verträgt Temperaturen bis an die 0 Gradgrenze.

Vermehrung selten aus Samen meist durch Ableger.

Pleiospilos nelii

Währen alle Pleiospilos im Herbst blühen erfreut uns dieser´Lebende Granit`im zeitigen Frühjahr mit seiner Blüte.

Der Name Pleiospilos setzt sich aus den griechischen Worten Pleio für viele und pilos für Flecken zusammen. Nelii nach Prof.G.C.Nel nach dem die Pflanze 1930 beschrieben wurde.
Die Gattung Pleiospilos gehört zu den Mesembryanthemaceae / Aizoaceae sie öffnet am späten Nachmittag ihre duftende Blüte und das an 2-3 nachfolgenden Tagen ehe sie verblüht ist

Pleiospilos nelii Blüte
Pleiospilos nelii Blüte

Der Naturstandort ist in der lichten Karoo Steppe an der Grenze zwischen West-und Ostkap. Sie treten meist in kleinen Populationen oder vereinzelt über die Steppe verstreut auf. Sie stehen in semi-ariden Gebieten, mit einer Niederschlagsmenge von 150-300 mm Regen pro Jahr. Der meiste Regen fällt am Standort im Sommer und nur gelegentlichen im Winter.Das bedeutet für Deutschland wir gießen auch im Winter und über Sommer etwas sparsamer.

Pleiospilos nelii
Pleiospilos nelii

Die Pflanzen sind leicht aus Samen zu ziehen aber auch eine Teilung von Gruppen ist möglich. Substrat sehr durchlässige Erde mit höherem Sandanteil.

 

Mammillaria bombycina

Die Mammillarien sind eine der größten Gattungen in unserem Kakteenreich.
Eine der schönen Seiten dieser Kakteen ist die leichte Blütenbildung und das fast zu jeder Jahreszeit eine der verschiedenen Formen dieser Spezies blüht. Ein Nachteil aber das die Hackendornen dieses Sukkulents leider auch überall gerne hängen bleiben.

Heute stelle ich Ihnen Mammillaria bombycina vor.
Diese Mammillaria wurde schon 1910 von Quehl in der Monatszeitschrift für Kakteenkunde beschrieben. Aber der Originalfundort geriet danach schnell wieder in Vergessenheit. Erst 1989 wurde der Originalstandort durch die Biologin Hilda Arreola wieder gefunden. Aber dies soll nicht bedeuten das diese Pflanze nicht in vielen Sammlungen vertreten war und ist, da sie sich über Samen sehr leicht vermehren lässt, wurde sie nach der Erstbeschreibung auch reichlich vermehrt. Der Gattungsname Mammillaria kommt von Mammilla aus dem lateinischen Warze und bombycina bedeutet seidig wollig wegen ihrer dichten weissen Bedornung im besonderen im Scheitel.

Die Heimat dieser Mammillaria ist Mexiko, San Luis Potosi,im Norden von Jalisco auf 2300m.
Als Substrat wählt man durchlässige Kakteenerde um ein gutes abtrocknen zu gewährleisten den sie mag keine Staunässe.

Von der M. bombycina sind verschieden Formen in den Sammlungen verbreitet, mit hellen und dunkelrosa Blüten und genauso mit heller oder dunkler Bedornung.

Im Alter werden auch sehr oft große Gruppen gebildet, weiter Vermehrung in der Regel aus Samen aber es geht auch mit Seitentrieben oder Kopfstecklingen. Man sollte ihr einen recht sonnigen Standort anbieten damit sie gedrungen und dicht bedornt weiter wächst.

Faucaria nemorosa

Eine Pflanze für den Berufstätigen Sukkulentenfreund.
Die Blüte geht nämlich erst am Abend auf und das mehrere Tage.
Den meisten ist nur Faucaria tigrina bekannt der so genannte Tigerrachen,
aber in dieser Gattung gibt es noch einige andere Formen.

Faucaria ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich vom lateinischen faux für Rachen ab und verweist auf die gezahnten Blätter der Gattung, die wie ein geöffneter, gezähnter Tierrachen aussehen.Der Artname nemorosa kommt aus dem lateinischen Wort nemorosa für schattig.

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Faucaria erstreckt sich in Südafrika von den westlichen Distrikten der Provinz Westkap, in der grossen und kleinen Karoo der Provinz Ostkap.

Im Gegensatz zu Faucaria tigrina ist sie etwas nässe empfindlicher. Am besten nur an warmen Tagen alle 2 Wochen gießen. Substrat durchlässige Kakteenerde mit etwas Lehm.

Faucaria nemorosa hat nicht ganz so ausgeprägte `Zähne `wie wir es von Faucaria tigrina gewöhnt sind.

Hier die sich am späten Nachmittag öffnende Blüte.
Weitervermehrung aus Samen oder Seitentrieben.

Aloe humilis

Endlich wieder Sonne satt. Und die Aloe humilis macht ihre ersten Blüten auf.

Aloe humilis 1771 Miller
Der name Aloe bedeutet glänzend und der Zusatz humilis niedrig.

Herkunft: Südafrika, Lesotho und Swasiland
Aloe humilis wurde bereits von Carl von Linne beschrieben und benannt, aber erst 1771 von Philip Miller in die heute gültige Systematik eingeordnet.
Diese Aloe gehört auch zu den kleineren vertretern dieser Art. Sehr gut auch für das Fensterbrett geeignet. Im Alter bildet sie reichlich Sprossen die gut zur weiteren Vermehrung genutzt werden können.

Substrat. Kakteenerde mit einem höheren Anteil an Blumenerde.
Gießen, alle 2-3 Wochen bei kühlem Stand im Winter nur alle 6-8 Wochen.

Im oberen Bild eine Form der Aloe humilis mit stärkerer `Bestachelung`diese rechtfertigt auch den in der Umgangssprache benutzten Namen Ìgelaloe`.

Kalanchoe fedtschenkoi

Auffallend an diesem Brutblatt sind die vielen Stelzenwurzeln  die leider auch vor den benachbarten Töpfen nicht halt machen.
Kalanchoe fedtschenkoi Raymond und Bathie, 1915
Bedeutung des Namens: Kalanchoe ist aus dem Chinesischen ` kalan chau huy` eine volkstümliche Bezeichnung für die dort vorkommende Kalanchoe laciniata
Fedtschenkoi benannt nach dem Russen Boris Fedtschenko einem Botaniker und Leiter des Botanischen Gartens in St.Petersburg
Pflege: Sonniger Standort um eine besonders schöne Ausfärbung zu erreichen, während der Sommermonate reichlich gießen, im Winter etwas Feuchtigkeit geben da sonst gerne die Blätter abgeworfen werden. Substrat lockere Kakteenerde mit Beimengung von Blumenerde.

Herkunft:
Zentral- und Südost-Madagaskar auf Urgesteinsfelsen in Höhenlagen von 100 bis 1000 Metern

Vermehrung durch Blätter und Stielstücke. Oder beim Kaktusmichel kaufen.

Der Blog vom Kaktusmichel