Ein ungebetener Gast die Wolllaus

Ein häufiger „Gast“ auf unseren Kakteen ist die so genannte Woll- oder Schmierlaus, der Namen kommt von ihrem meist wolligen Pelz und ihrem watteartigen Gespinst, in dem sie ihre Eier ablegt
Es gibt mehrere Arten (an die 1000 verschiedene), die auch auf Grund ihrer schmierigen Ausscheidung beim zerdrücken „Schmierläuse“ genannt werden.
Pseudococcidae so lautet ihr wissenschaftlicher Namen ist gefürchtet auf unseren Pflanzen. Sie kann sie sich rasend Vermehren. Das Weibchen legt an die 500 Eier und bringt es bei  guten Bedingungen auf bis zu 8 Generationen im Jahr.

Diese Pflanze ist fast komplett mit Schmierläusen besetzt.©Kaktusmichel

Gefährlich macht diesen Schädling nicht nur das er unsere Kakteen und Sukkulenten aussaugt, sondern das er mit seinem Kiefer auch noch chemische Zusätze in die Fraßstelle infiziert, die den Pfleglingen zusätzlich das Leben schwer machen. Außerdem scheiden die Tiere einen Zuckerstoff aus der auf der Pflanze oft noch einen Russtaupilz ansiedelt.
Vorbeugen sollte man seine Kakteen öfter von allen Seiten auf Läuse überprüfen und auch Neuzugänge genauer betrachten.
Haben wir erst einmal diese Schädlinge in der Sammlung festgestellt gilt es rasch zu handeln.

Wolllaus aus der Nähe©Schröder

Wer nicht gerne mit der Chemischen Keule an die Pflanzen gehen will, kann es auch mit einer Mischung aus 500ml Wasser und  einem Esslöffel Pflanzenöl versuchen, die er über die Pflanze sprüht. Ein weiteres Hausmittel  besteht aus  5ml Spülmittel, 5ml Spiritus und 500ml Wasser,  mit dieser Lösung wird die Pflanze abgewaschen. Dies sollte mindestens zweimal im Abstand einer Woche geschehen auch danach nicht vergessen die Pflanze nach einiger Zeit auf Neubefall zu überprüfen.
Sehr gute Wirkung zeigt auch das Biologische Mittel Spruzit von Neudorf.
Oft ist es ratsam den ganzen Bestand an Pflanzen zu Behandeln, da es nicht auszuschließen ist das der Befall an anderen Sukkulenten auch schon begonnen hat.
Dann helfen meist nur noch chemische Mittel auf Systemischer Basis die es als Granulat zum Ausstreuen oder zum Auflösen gibt.

Wolllaus mit Nest

Beherzigen sie die Regel eine Pflanze die sich wohl fühlt bekommt selten Schädlinge. Also bieten sie ihrem Kaktus einen für ihn idealen Platz an und geben sie ihm außer Wasser des Öfteren auch etwas Dünger denn eine kräftige Pflanze kann sich gegen Schädlinge  besser zur Wehr setzen.

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Faucaria tigrina

Faucaria ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae).
Der botanische Name der Gattung leitet sich vom lateinischen „faux“ für Rachen ab und verweist auf die gezahnten Blätter der Gattung,
die wie ein geöffnetes, mit Zähnen besetztes Maul aussehen.
Die vorgestellte Art beschrieb Adrian Hardy Haworth 1818
als Mesembryanthemum tigrinum.
Gustav Schwantes fügte sie 1926 als Leitart in seine neu geschaffene
Gattung Faucaria ein.

Faucaria tigrina©Kaktusmichel.de


Umgangssprachlich wird diese Art als „Tigerrachen“ bezeichnet,
wegen den großen aber weichen 9 bis 10 Zähnen am Blattrand.
Die Blätter werden 2 bis 5 cm lang und an der breitesten Stelle messen sie 2 cm.Im Querschnitt sind die dreikantig, die Rückseite ist stark gerundet.
Ihre Oberseite ist leicht konkav.
An der Blattbasis sind sie mit dem gegenüberliegenden Blatt verwachsen und zur
Blattspitze hin wie ein Schnabel geformt.
Ihre Oberfläche ist meist mit mehr oder wenigen weißen Punkten übersät.
In der Sonne können die sonst grünen Pflanzen auch etwas ins Rötliche gehen.
Aus der Basis sind sie sprossend. Die etwa 5 cm große Blüte blüht gelb.

Faucarai©Kaktusmichel.de


Diese Pflanzen sollte man während der warmen Jahreszeit alle 3 bis 4 Wochen gießen, bei sehr großer Hitze alle 2 Wochen.
Das Substrat nach jedem Gießen abtrocknen lassen, damit keine Staunässe entsteht und dann erst wieder zur Gießkanne greifen.
Natürlich vorkommend ist die Art ausschließlich in Südafrika am Westkap.
Bezug der Pflanze auch über meinen Shop.
Auszug aus meinem Buch Kakteen und Sukkulenten.

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Wann gieße ich meinen Kaktus

Die meist gestellte Frage in der Gärtnerei ist.
Wann und wie oft soll ich meinen Kaktus gießen.
Dieses Problem ist auch für mich nicht so einfach zu beantworten, dass liegt schon allein an der Tatsache das es zu viele unbekannte Faktoren gibt (Erdzusammensetzung, Pflanzengröße und Art, Topfgröße, Umgebungstemperatur usw.).
Wer nicht lange lesen will beherzigt diese Regel:
Kakteen und die anderen Sukkulenten wollen nicht dauernd feucht stehen,
sondern das Substrat sollte bis zum nächsten Gießen wieder austrocknen können.
In der Regel ist das nach 2-3 Wochen der Fall.
Danach ruhig durchdringend gießen oder in einen Untersetzer Wasser füllen,
dann nach etwa 2 Stunden das überschüssiges Wasser ausleeren.
Wer Regenwasser hat sollte dieses bevorzugen.

Ich glaube er will uns damit sagen, dass er mehr als genug Wasser bekommt.©Kaktusmichel

Beginnen wir mit ein paar Grundregeln, lieber weniger als mehr gießen?
Das stimmt auch nur zum Teil.
Manche Kakteenpfleger kommen dann mit der selbstgefertigten Antwort
“ein Kaktus braucht nie Wasser“ in der Wüste gibt es auch kein Wasser!!
Was lebt schon ohne Wasser, kein Lebewesen nur ein vertrockneter Kaktus kommt auf Dauer auch ohne Wasser aus.
Richtig ist, dass in der Natur es oft über sehr lange Zeiträume nicht regnet,
aber in tieferen Lagen ist es dennoch feucht oder durch die Unterschiede
Nachts kalt und am Tag heiß kommt es zu einer leichten Taubildung und da die Sukkulenten über ein sehr weit ausgedehntes Wurzelsystem in der Natur verfügen, können sie sich auch immer etwas Wasser aneignen.
Das klappt im kleinen Topf der in der Wohnung steht nicht, ist der erst einmal ausgetrocknet kommt ohne unsere Hilfe nichts mehr nach.

Echinocereus blankii©KAKTUSMICHEL.de

Oder die Aussage “Ein Kaktus braucht nur ganz wenig Wasser”
auch das ist wieder eine Teilwahrheit.
Haben wir ein sehr saugfähiges Substrat, kann es sein das lediglich die Erde etwas feucht wird und ehe unser Kaktus etwas davon bekommt, die Flüssigkeit schon wieder verdunstet ist.
Besser ist es die Sukkulenten einmal kräftig zu gießen und danach das Substrat wieder trocken werden zu lassen, wer nicht feststellen kann, ob die Erde bereits trocken ist, kann mit Hilfe eines Holzstabes (Zahnstocher oder ähnliches) der in die Erde gesteckt wird einfach erkennen wie feucht die Kakteenerde ist,
bleibt die Farbe des Holzes hell ist die Erde trocken, bei nassem Substrat wird sich das Holz dunkler färben.
Eine große Rolle spielt beim Gießen die Zusammensetzung des Substrats. Ein poröses Material wird mehr Wasser aufnehmen und langsam an die Pflanze abgeben, wenn nur saugfähiges Material verwendet wird kommt es aber auch auf die Größe der Poren an. Bei großen Poren (Lava, Bims) wird das Wasser nicht zu lange im Topf festgehalten da durch den guten Luftaustausch es auch zu einer gewissen Verdunstung kommt, dies hat den Vorteil wir können auch bei kühlerem Wetter noch gießen das Substrat wird nicht zu lange nass bleiben.
Meist haben wir aber ein Gemisch aus feineren und groben Bestandteilen mit einem Zusatz von Humus, darin hält sich die Feuchtigkeit etwas länger.
Aber für einige Kakteen die wir nur in Bims oder Lava halten wollen ist es ratsam noch etwas Lehm/Löss/Tonmineral der Kakteenerde beizumischen, da durch die geringere Porosität das Wasser an einigen Stellen etwas länger gehalten wird und es so nicht zu einem Wurzelverlust an der Pflanze kommt. Dieses kann nämlich auch bei zu langer Trockenheit vorkommen.

Mein Kaktus ist Wasserscheu!©Kaktusmichel

Ein weiterer Faktor ist der Standort der Kakteen, stehen sie im Freiland werden wir kaum gießen müssen da der morgendliche Tau und ab und zu Regen für genügend Feuchtigkeit sorgen. Seltsamerweise kommt es auch bei langen Regenperioden kaum zum Abfaulen der Pflanzen. Hier spielen die Luftbewegungen an der Oberfläche des Topfes und die wechselnde Temperatur eine wichtige Rolle.
Im Gewächshaus kann es bei langem Wasserstau an den Pflanzenwurzeln, selbst oder gerade bei hohen Temperaturen zu einem faulen der Pflanzen kommen. Warum? Kakteen sind mit feinen Poren (Stomaten) auf der Oberhaut (Epidermis) versehen. Diese Poren werden bei zu großer Hitze geschlossen um die Wasserverdunstung zu reduzieren.
Die Folge davon ist, dass auch kein neues Wasser aufgenommen wird, da der Stoffwechsel stark verlangsamt ist. Haben wir aber zwischen Nacht und Tag hohe Temperaturunterschiede wird mehr Wasser von den Sukkulenten umgesetzt.
Im Zimmer haben wir oft wenig Temperaturschwankungen und es ist angeraten auch sparsamer zu gießen, außer an einem sehr sonnigen Fenster, hier kann es natürlich auch genau zu diesen Gegensätzen kommen.
Auch die Jahreszeit ist natürlich maßgeblich daran beteiligt wie viel wir gießen.
Im Sommer haben wir genügend Licht und entsprechende Temperaturen wir können mehr Wasser geben.
Überwintern wir die Kakteen an einem kühlen Ort werden wir das Gießen einschränken oder ganz sein lassen.
Bei einer Temperatur unter 12 Grad sollten wir die Kakteen zum Beispiel von November bis Februar trocken halten (Ausnahmen sind zum unter anderen Setiechinopsis mirabilis und Notocacteen, hier darf es alle 4 Wochen dennoch ein kleiner Schluck sein).
Bei einer Zimmerkultur womöglich auch noch über einem Heizkörper, wird uns auch im Winter nichts anderes übrigbleiben und alle 4-5 Wochen etwas zu gießen, mehr würde das Wachstum anregen und durch die schlechten Lichtverhältnisse zum vergeilen der Pflanzen führen.
Dies wird zwar nicht gerade die Blütenbildung bei Kakteen fördern, aber da eine starke Verdunstung gegeben ist müssen wir dem entgegen Steuern.
Auch kommt es auf die Art der Sukkulente an Kakteen brauchen weniger Wasser wie die „sogenannten anderen Sukkulenten“, da diese durch ihre Blätter mehr verdunsten und auch stärker wachsen. Auch können wir uns die kühle Überwinterung bei den anderen Sukkulenten sparen, da sie auch ohne diese Behandlung wieder zur Blüte kommen, aber auch bei diesen Arten im Winter weniger gießen.

Aber keine Angst es ist alles nicht so kompliziert wie sich das hier liest, unser Kaktus will ja auch überleben und wird seines dazu geben, wenn Sie sich nur etwas an diese Regeln halten.

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Für den Terminkalender

Am Sonntag ist vielleicht kein Schwimmbad-Wetter,
aber ideales Wetter um in einem Kakteenhaus seine Runde zu drehen.
Wir haben am 3. September unseren vorletzten offenen Sonntag,
von 10-13 Uhr können sie Kakteen, Sukkulenten und Tillandsien
anschauen, einkaufen oder sich einfach beraten lassen.

Neobuxbaumia polylopha@Kaktusmichel.de

Und wer einen Vortrag von uns mal live erleben möchte hat im Herbst
die beste Gelegenheit dazu.
Den Beginn machen wir bei den Kakteenfreunden in Wiesbaden
am 06. September 2017 ab 19:30 Uhr
Helga gibt dort die Präsentation „Lebenskünstler Bromelien“
mit vielen Bildern aus der Familie der Bromelien und Tillandsien und ich werde
die Gattung Turbinicarpus vorstellen.
Am 15. September 2017 um 20 Uhr sind wir bei den Kakteenfreunden Darmstadt mit
Lebenskünstler Bromelien und der Darbietung vom Bild zum Multimediavortrag
in dem ich erkläre wie die Bilder bearbeitet werden und sie in einem Vortrag an die Frau oder den Mann gebracht werden können.
Weiter geht es mit diesen beiden Themen, am 29. September 2017 ab 19:30 Uhr  in Michelstadt, Michelstädter Hof.
Den Abschluss in diesem Jahr, mit diesen 2 Beiträgen haben wir bei den Kakteenfreunden aus der Bergstraße am 3. Oktober 2017 um 19:30 in Hemsbach.

Echinocereus pencilis©Kaktusmichel.de

Also es gibt keine Ausrede das wir uns auf einer der Veranstaltungen nicht sehen können,
es ist genug Auswahl 🙂  🙂

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Ariocarpus fissuratus

Dieses Jahr waren einige Ariocarpen die schon etwas Wasser bekommen haben schon sehr früh zur Blüte gekommen, bei den anderen denen wir noch eine trockene Sommerruhe gegönnt haben sehen wir noch nicht einmal Knospen.
Eine dieser Pflanzen möchte ich hier vorstellen ein Ariocarpus fissuratus.
Eine Pflanze, die mit dem Namen Mammillaria fissurata (Engelmann,
1856) in die Geschichte der Kakteen einging. Vielleicht ist sie auch
noch unter dem Gattungsnamen
Roseocactus in der einen oder anderen Sammlung anzutreffen, mit dem ihn Berger 1925 betitelte.
Im Jahre 1894 wurde von K. Schumann die Zugehörigkeit zu
Ariocarpus
erkannt.

Ariocarpus fissuratus©Kaktusmichel.de


Der Name
fissuratus ist aus dem Lateinischen abgeleitet,
fissura bedeutet soviel wie „Spalte“, wegen einer Rille auf der Mitte der Warze in der sich Wolle bildet.

Wolle in der Warzenspalte bei Ariocarpus fissuratus©Kaktusmichel.de


Faszinierend ist an diesen Pflanzen ihre lange Wachstumsphase, die über 50 Jahre dauern kann, bis sie endgültig ausgewachsen sind. Danach können sie noch etliche Jahrzehnte bei guter Pflege in den Sammlungen bewundert werden.
Die sternförmigen Körper können bis zu 20 cm im Durchmesser erreichen.
In Kultur blühen die Exemplare, wenn sie nicht gepfropft werden, oft erst nach 10 bis 20 Jahren.
Bekannte Standorte sind in den USA Texas und New Mexico, während die größere Verbreitungsdichte in Nord-Mexiko Coahuila, Chihuahua, Durango, Nuevo Leon, Tamaulipas und Zacatecas liegt.
Dort wächst
A. fissuratus auf trockenen Kalksteinfelsen auf 500 bis 1.500
m Höhe. Die Abweichungen im Habitus sind durch das große Verbreitungsgebiet
bedingt, die aus den Umwelteinflüssen an den heimatlichen Standorten resultieren. Die purpurnen Blüten erreichen einen Durchmesser von 2,5 bis 4,5 cm.
Pflege bei nicht zu übertriebenen Wassergabe und einem sonnigen Standplatz leicht
.
Aber denoch sollte schon etwas Pflegeerfahrung mit anderen Kakteen da sein.
Substrat besteht bei mir aus Bims mit einem kleinen Anteil an Lehm.
Beim umtopfen sehr vorsichtig vorgehen damit die Rübenwurzel nicht beschädigt wird, dies kann zum absterben der Pflanze führe. Vor dem eintopfen die Pflanze 2-3 Tage liegen lassen dann in frisches Substrat setzen und erst eine Woche später angießen.
Ab März in normalem Gießrhythmus wie die anderen Kakteen gießen. Gießpause für circa 5-6 Wochen von Juli bis  Mitte August (Sommerruhe) danach werden die Pflanzen kräftig angestaut und bis die Blütezeit (Ende August- Anfang Oktober) beendet ist leicht feucht gehalten. Nach der Blüte trocken halten bis März. Überwinterungstemperatur bei mindestens 5 Grad, angeblich wird auch ein kurzer Frost vertragen habe ich aber mit diesen wertvollen Pflanzen nie ausprobiert.
Auszug aus unserem Buch Kakteen und Sukkulenten

ISBN: 9783494016009 Kakteen und Sukkulenten Michael Januschkowetz


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Substrat für Kakteen und Sukkulenten

Eine gute Kakteen- und Sukkulentenerde behält, nach dem sie mit der Hand zusammendrückt wurde, kurz ihre gepresste Form und fällt dann locker auseinander. Zusammengesetzt ist sie aus, einer guten Blumenerde zu etwa 20%, mit 30% Ziegelsplitt, 30% Bims, der Rest ist Sand, Löss oder andere ähnliche Stoffe, es kann auch etwas Holzkohle beigemengt werden. Bei Pflanzen aus der Gattung Astrophytum, Ariocarpus, Turbinicarpus und Lithops kann bzw. sollte auf den Humusanteil (Blumenerde) verzichtete werden.
Bei stark wachsenden Sukkulenten kann der Anteil an Blumenerde auch bis zu 70% betragen.
Fertig gemischte Erde gibt es natürlich auch in meiner Gärtnerei.

Einen Vorteil haben unsere sukkulenten Pflanzen sie wachsen in fast jeder Erde. Das führt dazu, dass sämtliche  Kakteenliebhaber die ihre Substrate für die Pflanzen selber mischen, die besten Kakteenerden haben. „Ich auch“ 🙂
Wichtig ist nur, die Erdzusammensetzung sollte an die Pflege und manchmal an die Pflanze angepasst sein.

Der im Supermarkt gekaufte Kaktus sitzt meist in Torf, weil diese  in der Verarbeitung (Topfmaschinen) und später in der Massenpflanzenhaltung besser versorgt werden kann. Mit einem genau eingestelltem Substrat für Bewässerung und Düngung, wie z.B. Tropfbewässerung, Anstautische. Außerdem soll die Erde auch nicht viel kosten. Aus der behüteten Umgebung beim Kaktusmäster kommen sie jetzt in die raue Wirklichkeit beim Discounter. Das Substrat ist trocken die letzten Düngerreserven haben kurz vor der Wurzelspitze halt gemacht und es setzen sich kleine Salzkristalle vor die Öffnung der Wurzel. Jetzt kommt der glückliche Käufer mit seiner Neuerwerbung nach Hause und was macht er mit seinem neuen Freund?? Gießen! Trockener Torf nimmt nur schwer wieder Wasser auf, es kann sein, das alles von der Erde ab perlt und unser Kaktus wartet umsonst auf seinen Schluck Wasser. Der andere Fall ist, er bekommt Wasser, die Salzkonzentration löst sich auf und verbrennt ihm die Füße. Folge, die noch vorhandenen Saugwurzeln sterben ab. Die Pflanze versucht weiterhin vorsichtig, ob die Luft rein ist und bildet erneut frische Wurzeln aus. Darum ist es besser die Neuerwerbungen erst einmal von dieser Erde zu befreien.

Ich habe die bessere Erde!

Ich habe die bessere Erde!

Jetzt mischt man sich sein eigenes Substrat oder  besorgt sich welches….natürlich bei mir 🙂. Die Pflanze wird mit dem frischen Erdgemisch eingetopft.
Danach eine Woche warten und dann erst gießen. Die Beschädigungen an den Wurzeln sind nun verheilt, ein absterben der Pflanze aufgrund von Fäulnis ist somit sehr gering.
Wie sollte die Erde zusammen gesetzt sein?
Natürlich gibt es viele Vorschläge und Tipps, deshalb auch hier nur Anregungen. Da nicht jeder Zuschlagsstoff leicht erhältlich ist, sollte jeder die Zutaten nehmen die für ihn ohne Aufwand erreichbar sind. Es sollte ein Gemisch entstehen das gut durchlässig ist und formstabil bleibt. Unter formstabil verstehe ich, es sollte nicht gleich auswaschen oder verklumpen. Eine gute Kakteenerde behält, nach dem man sie mit der Hand zusammendrückt, kurz ihre gepresste Form und fällt dann locker auseinander. Zuschlagstoffe können sein, eine gute Blumenerde, Perlit, Ziegelsplitt, Sand, Bims, Löss oder andere ähnliche Stoffe, es kann auch etwas Holzkohle beigemengt werden. Wenn sich auch über 90 Prozent unserer Sukkulenten im gleichen Substrat wohlfühlen, bestehend aus einem Drittel Humus, zwei Drittel mineralischen Bestandteilen, gibt es doch auch ein paar spezialisierte Gewächse. Diese gedeihen besser in einer etwas anderen Zusammensetzung des Substrates. Beispielsweise, die zu den „anderen“ Sukkulenten zählenden Pflanzen, wachsen etwas besser wenn der Humusanteil (Blumenerde) circa 50-70  Prozent beträgt. Die Arten der Gattungen Astrophytum oder Ariocarpus vertragen das Substrat besser, wenn kein Humus enthalten ist, statt dessen aber ein höherer Anteil an Bims und Löss beigegeben wird. Lithops sollten auch nur in mineralischem Substrat gehalten werden um ein schnelles abtrocknen der Erde zu gewährleisten und eine Überdüngung durch Blumenerde zu vermeiden. Was wiederum ein unförmiges Wachstum und schnelleres absterben der Lithops Arten nach sich zieht.

Pfui! Hasso, die neue Erde ist kein Hunde-WC..

Pfui! Hasso, die neue Erde ist kein Hunde-WC..

Der Vorteil in einer größeren Sammlung nur eine oder zwei Substratmischungen anzuwenden ist auch beim Gießen festzustellen. Die Pflanzen werden in etwa zur gleichen Zeit trocken, was den Gießrhythmus erleichtert. Wer sein Substrat selbst mischt wird um einige Versuche nicht herum kommen, aber die Pflanzen werden es ihm/ihr danken.

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Schmuckanhänger

Auf Grund der großen Nachfrage an den Schmuckanhängern in Carnigea-Form, die zum Kaktusfest 2017 vom
Künstlerehepaar Krabbe-Paulduro entworfen und schnell ausverkauft waren, jetzt gibt es sie wieder.
Die Kaktus-Anhänger aus Polymer-Clay,
die Farbe kann geringfügig variieren.
Jeder Anhänger ist von Hand gefertigt.


Kaktus-Anhänger incl. Seidenband mit längenverstellbarem Verschluss (nickelfrei) oder alternativ am Metallreif.

Preis wie beim Kaktusfest 10,00 € zuzüglich Portokosten.
Bitte die gewünschte Länge des Bandes angeben.
Bestellungen direkt an die Künstler unter:

Ernst Paulduro & Ursula Krabbe-Paulduro
Bildhauer/Plastiker & Maler
Goethestr. 81
63477 Maintal

Tel.: 0 61 09/ 6 57 54
Fax: 0 61 09/60 77 77

paulduro.ursula.ernst@t-online.de
info@ernstpaulduro.de

www.ernstpaulduro.de
info@wildlife-art-creations.de
www.wildlife-art-creations.de

 

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Offener Sonntag

Am 6. August ist wieder unser offener Sonntag.
Nutzen Sie das schöne Wetter und besuchen Sie uns, wir
haben an diesem Sonntag von 10-13 Uhr die Gärtnerei geöffnet.
Sicher finden Sie wieder das eine oder andere Schnäppchen.
Wer noch nicht bei mir war hier die Wegbeschreibung

Ein paar Echinopsis Hybriden in Blüte ©Kaktusmichel

 

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Orbea variegata

Eine der schon am längsten in der Kultur bekannten „Aasblumen“ und umgangssprachlich als „Ordensstern“ bezeichnete Pflanze ist Orbea variegata. Sie ist nachweislich schon seit 1639 in Europa, nachdem sie Heurnius einführte. Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné, damals noch in die Gattung Stapelia gehörend. Haworth stellte sie 1812 zu Orbea wegen des scheibenförmigen Wulstes in der Blütenmitte.

Orbea variegata©Kaktusmichel.de

Da sie meist durch benachbarte andere Aasblumen kreuzbestäubt werden, gibt es aus den oft reichlich angesetzten Samen schon viele Kulturhybriden. Die ursprüngliche Heimat ist das Winterregengebiet am Küstenstreifen in der Kap Region. Im Süden von Australien ist diese Pflanze ausgewildert worden und wird dort fast zur Plage. Die Pflanzen bilden Gruppen die durch Sprossung einen Durchmesser von 20cm bis zu 80cm erreichen können.

Orbea variegata Triebe©Kaktusmichel

Die einzelnen grünlichen, oft rötlich angehauchten Triebe sind aufsteigend bis niederliegend, etwa 15cm lang, 0,5 bis 1cm im Durchmesser und verzweigend. Die Trieblänge richtet sich stark nach dem Sonnenlicht dem sie ausgesetzt sind. Im Schatten werden sie länger und grünlicher und in der Sonne kürzer und rötlicher. Die sich am Rand befindenden Warzen sind etwa 3 bis 9mm lang, weich und abstehend. Die gelbe mit weinroten Punkten besetzte Blütenkrone, riecht stark nach Aas, erreicht einen Durchmesser von 5 bis 9cm. Der Wulst (Annulus) ist oftmals etwas heller gefärbt aber auch weinrot marmoriert.

Orbea variegata fa. Cristata©Kaktusmichel

Sehr blühstarke und einfach zu kultivierende Art. Leicht durch Ableger zu vermehren. Als Substrat wählen wir ein Gemisch aus Humus, Löss und Bims. Am besten alle 2 Jahre in neue Erde setzen.
Viele Tipps auch in meinem Kakteen und Sukkulentenbuch.

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Danke

Danke an alle Besucher und Helfer die unser Kaktusfest
wieder zu einem tollen Tag verholfen haben.

Ein Lobivia Hybride

Wir waren sehr erfreut wieviele Freunde der Kakteen und Sukkulenten
wieder den Weg zu uns gefunden haben. Oft war es schwierig einen Platz
in unserem Zelt zu finden aber es hat sich wieder einmal gezeigt richtige
Pflanzenfreunde rücken zusammen.

Hildewintera Hybride Bubi3

Wer am letzten Sonntag nicht da sein konnten oder nicht genug von den Kakteen bekommen hat kann an diesem Sonntag von 10-13 Uhr die Gärtnerei besuchen, zwar nicht mit Kaktussuppe oder Kuchen aber eine Tasse Kaffee haben wir für Sie bereitstehen.
Es freuen sich Helga und der Kaktusmichel

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