Rebutien in Blüte

Zur Zeit ist die Hauptblütezeit der Rebutien in der Gärtnerei.Diese Gattung wurde zu Ehren des Franzosen Pierre Rebut benannt und von Schumann 1895 aufgestellt. Unterscheidungs­merkmal laut Berger, kleine kugelige Pflanzen, Blüte kommt aus älteren Areolen oft aus der Basis des Stammes, kurze Bedornung.

©KAKTUSMICHEL.de

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Die trichterförmigen Blüten sind eher klein aber zu mehreren erscheinend und sehr oft selbstfertil. Bei der Reife trocknen die Früchte ein und lassen sich leicht reinigen. Vermeh­rung durch Samen oder Ableger. Langezeit wurde diese Gattung noch aufgeteilt in Aylostera, Mediolobivia und Rebutia.

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Als Unterscheidungsmerkmale wurden 1935 von Backeberg angegeben, dass bei der Gattung Aylostera der Griffel bis weit hinauf mit der Blütenröhre verwachsen sei. Außerdem hat sie kurze verwachsene Schuppen mit kräftiger Behaarung und Borstenstacheln aus den Achseln.

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Die Gattung Mediolobivia wurde 1934 von Backeberg aufgestellt für Rebutien ähnliche Pflanzen mit gelblichen (später auch rötlichen), großen und selbststerilen, Lobivia ähnlichen Blüten, mit einer schlanken, behaarten und beschuppten Blütenöhre, sowie einem beborsteten Fruchtknoten.

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Schön ist, dass diese Pflanzen oft schon im 2. oder 3. Jahr, nach der Aussaat blühen. Im Sommer sollten die Pflanzen nicht zu sonnig stehen am besten an einem luftigen Platz im Garten, falls vorhanden. Pflege recht einfach und gerade für Anfänger ideal. Umtopfen alle 3 bis 4 Jahre um das gute Wachstum zu beschleunigen. Weiterver­mehrung durch Samen und Ableger.

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Verkaufsoffener Sonntag

Wer nicht weiß wo er am 1. Mai hin soll.
Unsere Gärtnerei ist an diesem Sonntag von 10-13 Uhr geöffnet.
Es blühen schon viele Kakteen, seien Sie gespannt.

Wie schon in den letzten 3 Jahren werden nur an diesem
Tag
auch Tomatenpflanzen in der Gärtnerei verkauft.
Über 20 Sorten sind im Angebot.
Kommen Sie und decken Sie sich ein.
Dann bis zum Sonntag, es freuen sich
Helga und der Kaktusmichel.

Echinocereus pentalophus©kaktusmichel.de

Echinocereus pentalophus©kaktusmichel.de

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Homöopathie bei Pflanzen

Wer möchte gerne neue Wege bei der Schädlingsbekämpfung gehen? Bei dem Buchtitel Homöopathie für Pflanzen bin ich neugierig geworden. Christine Maute hat diesen interessanten Ratgeber geschrieben, der jetzt sage und schreibe schon zum zwölften Mal aufgelegt wurde, in Stückzahlen 40 000 Bücher. Besonders ausführlich werden in diesem Buch Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und sonstige Verletzungen an verschiedenen Pflanzen erklärt. Auch wer nicht gleich mit Globuli an seinen Pflanzen experimentieren möchte, kann anhand der Schadbilder und Schädlingen schon gleich die Plagegeister an Garten- und Zimmerpflanzen erkennen und benennen. Aber auch die angewendeten Arzneimittel beziehungsweise Wirkstoffe werden im Anhang sehr ausführlich erklärt und mit einer Bezugsquelle und Preisen benannt.
Homöopatie bei Pflanzen

Etwas schade finde ich das im Buchuntertitel „Ein praktischer Leitfaden für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen“ steht, aber das Buch eigentlich nur für Gartenpflanzen geschrieben wurde. Nur 6 der über 200 Seiten schneiden die Probleme an Zimmerpflanzen an. Daran wird aber, hoffe ich, in den nächsten Ausgaben noch nachgebessert. Insgesamt ein Buch das neue Wege in der Pflanzenheilkunde geht und sehr informativ ist. Aber jeder muss sich im klaren sein, eine homöopathische Behandlung der Pfleglinge ist wie beim Menschen sehr oft auch mit höheren Kosten verbunden und bedarf mehr Einfühlungsgabe für die Pflanzen. Doch wer die sanfteren Wege sucht, wird mit diesem Buch sicher zufrieden sein. Von möglichen 5 Globuli vergebe ich 4.

Christine Maute
Homöopathie für Pflanzen
Narayan Verlag
210 Seiten, Hardcover gebunden.
erschienen 2016

ISBN 9783955820961
28€

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Wichtige Termine

Diese Woche stehen wieder einige Termine bei uns an. Ab Mittwoch wird meine bessere Hälfte voll in die Gärtnerei integriert, sie kümmert sich dann um die „Logistik“, damit der Versand noch besser auf Touren kommt und im Shop neue Bilder und Pflanzen vorgestellt werden. Helga ist aber weiterhin natürlich auch immer ein Ansprechpartner für alleFragen rund um unseren Schwerpunkt Kakteen, Tillandsien und andere Sukkulente.

Helga Januschkowetz bei einer Kundenberatung.

Helga Januschkowetz bei einer Kundenberatung.

Am Donnerstag den 14. April 2016 halten wir in der OG Aschaffenburg einen Vortrag über Winter- und frostharte Kakteen mit ihrer Begleitflora. Die Steingartenliebhaber werden in diesem Beamervortrag auch auf ihre Kosten kommen. Selbstverständlich gibt es dazu reichlich Information über die Kultur, Pflege und die Anlage eines Kakteenbeetes. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr im Ludwig-Wolker-Haus, DJK Gaststätte, kleine Schönbuschallee 130 in 63741 Aschaffenburg. Eintritt kostenlos aber nie umsonst.

DornenProjekt©Cylindropuntia imbricata im Schnee

DornenProjekt©Cylindropuntia imbricata im Schnee

Am Freitag, den 15.4.2016 ist die Gärtnerei bereits ab 12 Uhr geschlossen, da wir unseren Kakteenstand in Wiesbaden aufbauen wollen. Dort sind wir dann Samstag und Sonntag zu finden. Darum ist die Gärtnerei Samstag den 16. April geschlossen. Besuchen Sie uns auf der 33. Kakteenschau in Wiesbaden Delkenheim. Einlass ist am Samstag von 9:30 Uhr bis 18:00 und Sonntag 9:30 Uhr bis 17:00.

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Verkaufsoffener Sonntag

Nutzen Sie das schöne Wetter und besuchen Sie mich am
Sonntag den 3. April von 10-13 Uhr in meiner Gärtnerei.
Wer noch nicht bei mir war hier die Wegbeschreibung
Delosperma Garnet Jewel of Desert

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Hatiora x graeseri

Die Gattung Hatiora mit ihren 5 Arten gehören zu den epiphytischen Kakteen.Der Gattungsname wurde zu Ehren des im 16. Jahrhundert lebenden Botanikers Thomas Hariot gewählt, der Name Hatiora ist ein Anagramm seines Nachnamens. Hatiora x graeseri und wird umgangssprachlich als ‚Osterkaktus‚ bezeichnet.

Hatiora x graeseri ©kaktusmichel.de

Dieser Hybride zwischen Hatiora gaertneri und Hatiora rosea wird oft in Kultur angetroffen. Während die botanischen Arten: Hatiora gaertneri, Hatiora rosea, Hatiora epiphilloides, Hatiora salicornioides und Hatiora herminae eher selten, da viel empfindlicher in Sammlungen zu finden sind.
Der Unterschied zu den Weihnachtskakteen die zygomorphe Blüten haben,

Zygomorphe Blüte an einer Schlumbergera opuntioides ©kaktusmichel.de

ist leicht ersichtlich durch die radiärsymmetrische Blüten der Hatiora.

Radiärsymetrische Blüte an einer Hatiora x graeseri ©kaktusmichel.de

Die Gattung Hatiora früher auch als Rhipsalidopsis bezeichnet hat nur ein kleines Verbreitungsgebiet in den Südost Brasilianischen Bergwäldern. Als epiphytische Pflanzen wachsen sie in Astgabeln oder direkt am Stamm in der Rinde von Bäumen. In Gemeinschaft von anderen epiphytische Pflanzen wie Bromelien, Tillandsien und Flechten vor. Seltener auch in Humusansammlungen am Boden.

Hatiora x graeseri ©kaktusmichel.de

Der Standort sollte nicht in direkte Sonne sein, also nichts für ein Südfenster.
Wer vergeblich auf Knospen wartet hat die Pflanzen meist zu warm überwintert. Die Knospenbildung erfolgt etwa nach 6-8 Wochen bei 8 bis 10°C anschließenden bei Zimmertemperatur aber nicht über 23 Grad.
Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch Stecklingen, in den Monaten Mai bis Juli, der sogenannten vegetaiven Vermehrung. Dazu sind Stecklinge mit 3-4 ausgereiften Glieder an der dünnsten Stelle abzuschneiden. Nach dem Abtrocknen der Schnittstelle, 3-4 Tage kann der Steckling in ein sandig-humoses Substrat, oder auch in gespannter Luft in Wasser (etwa 3-4cm Wasserstand, in einem Glasgefäß) bei etwa 22-25 Grad bewurzelt werden. Bei der Wasserbewurzelung öfter mal das Wasser wechseln um Fäulnis vorzubeugen. Der Steckling müsste nach 4-5 Wochen gut bewurzelt sein und in sein Endgefäß gepflanzt werden können. Das Substrat sollte einen PH Wert unter 7 haben, also im sauren Bereich. Blumenerde mit hohem Torfanteil mit Beigaben von Perlite, Kieselgur oder Sand. Wer gleich etwas Hornspäne oder getrockneten Rinderdung beimengt hat schon eine Vorratsdüngung angelegt. Die Pflanzen können in meiner Gärtnerei gekauft werden, Versand ist nicht so günstig da meist einige Glieder abbrechen.

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Ostersamstag geschlossen

Am Samstag den 26. März ist die Gärtnerei geschlossen.
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest.
Ostern

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Verkaufsoffener Sonntag

Wenn Sie am Sonntag den 6. März noch nichts vor haben, hätte ich etwas für Sie!
Wir haben unseren ersten „Verkaufsoffenen Sonntag“ in diesem Jahr.

©DornenPROJEKT.de

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Von 10-13 Uhr können Sie wieder schauen, sich beraten lassen und natürlich
Ihre Sammlung aufstocken.

©DornenPROJEKT.de

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Es sind genügend Kakteen und andere Sukkulenten
aber auch Tillandsien und Frühlingsblumen für Sie da.

©DornenPROJEKT.de

©DornenPROJEKT.de

Schauen Sie doch einmal vorbei und genießen Sie bei einer Tasse Kaffee oder Tee
die wunderbare Pflanzenvielfalt.
Auf Ihr kommen freuen sich Helga und Michael Januschkowetz.

Termin 6. März 2016
von 10-13 Uhr bei Andreae Kakteenkulturen

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Bäume und ihre Bewohner

Es muss in meinem Blog nicht immer um Kakteen gehen, das dachte ich mir, als ich dieses Buch las. Margot und Roland Spohn zwei Biologen haben wieder mal ein spannendes Thema aufgegriffen. Nach dem ich von den beiden „Blumen und ihre Bewohner“ gelesen hatte, war ich gespannt auf ihr neuestes Werk „Bäume und ihre Bewohner“. Ein sehr großes Gebiet, es geht nicht nur um Tiere, sondern auch um Pilze, Mikroorganismen und andere Pflanzen, die in einer Gemeinschaft auf und mit den vorgestellten Bäumen leben.

Goldgelber Zitterling©kaktusmichel.de

Goldgelber Zitterling©kaktusmichel.de

Wer nach der Lektüre dieses Buches mit der Kamera durch den Wald geht, wird ganz automatisch, etwas genauer jeden Busch oder Baum ansehen. An fast 60 Bäumen und Sträuchern wir akribisch erklärt, was wir dort alles finden können. Oft werden in durchaus spannender oder auch humorvollen Art, dass Zusammenspiel dieser Lebensgemeinschaften erklärt.

Baumpilze©kaktusmichel.de

Baumpilze©kaktusmichel.de

Berichtet wird von Symbiose, Schädlingen, Nützlingen und Nutznießern an den einzelnen Gewächsen. Von Giften die dem einen Schaden, den anderen nicht stören und manch anderem sogar nutzen. Wohl selten habe ich ein Sachbuch so interessiert und schnell verschlungen wie dieses.

Galle der Rosengallwespe©kaktusmichel.de

Galle der Rosengallwespe©kaktusmichel.de

Voll gestopft mit reichlichem Hintergrundwissen und merklicher Sachkenntnis haben die beiden Autoren wieder ein Meisterwerk vollbracht. Was ich besonders gut finde, dass die Lebensgemein­schaften immer anhand eines bestimmten Busches oder Baumes erklärt werden.

Grüne Schildwanze©kaktusmichel.de

Grüne Schildwanze©kaktusmichel.de

Somit ist das bestimmen einzelner Untermieter viel einfacher für den Betrachter. Ein Super Buch für Natur begeisterte die auf einfache und leichte Art die Zusammenhänge der natürlichen Gesellschaften erfahren wollen. Durch seinen flexiblen und robusten Einband ist diese Lektüre auch der ideale Begleiter im Rucksack.

ISBN: 978-3-258-07950-9

ISBN: 978-3-258-07950-9

Margot und Roland Spohn
Bäume und ihre Bewohner
Der Naturführer zum reichen Leben an Bäumen und Sträuchern
ISBN: 978-3-258-07950-9
1. Auflage 2016
304 Seiten Seiten, 335 Fotos, 65 Zeichnungen
Flexibroschur, 15,5 x 22,5 cm, 768 g
Haupt Verlag
CHF 35.90 (UVP) / EUR 29.90 (D) / EUR 30.80 (A)
Bezug unter anderem über Amazon

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Mammillaria vetula ssp.gracilis „Arizona Snowcap“

Endlich kann ich auch mal größere Gruppen dieser auffallenden Mammillaria abgeben (9cm 7,50€). Eigentlich handelt es sich um die monströse Form der Mammillaria gracilis mit der sie nur noch wenig Ähnlichkeit hat. Wenn die kleine beigefarbene Blüte nicht wäre könnte sie leicht mit einer Mammillaria lüthy verwechselt werden. Aber zum Glück ist dieser Kaktus weit leichter zu kultivieren, als die zwar toll blühende aber sehr empfindliche M. lüthy.

Mammillaria veluta ssp. gracilis "Arizona Snowcape"

Mammillaria veluta ssp. gracilis „Arizona Snowcape“

Eine kurze Bemerkung zum Namen nach der neuesten Nomenklatur (http://www.theplantlist.org/tpl/record/tro-50335455) heißt Mammillaria gracilis jetzt richtig Mammillaria vetula ssp. magneticola, ob sich dieser Name je durchsetzt ist fraglich, aber man muss nicht ununterbrochen neue Schilder schreiben, oder?
Wo und wann diese Pflanze das erste mal in Kultur auftauchte ist mir unbekannt. Die botanische Art kommt aus Hildalgo, im Bereich der großen Barranca von Metztitlan bis in die Schluchten um Vizarron in Queretaro in Höhenlagen zwischen 1300 und 1900 Metern.Die Einzelnen Glieder dieser Kakteen sind Fingerdick und lassen sich leicht abtrennen zur Weitervermehrung.

Mammillaria veluta ssp. gracilis "Arizona Snowcape"

Mammillaria veluta ssp. gracilis „Arizona Snowcape“

Der Ph Wert am Standort ist 5 aber in Kultur nimmt sie mit jedem Substrat vorlieb.
Am besten wächst sie an einem sonnigen Standort bei mäßiger Feuchtigkeit, im Winter werden bei Trockenheit auch Temperaturen bis an die 0 Grad vertragen.
Bezugsquelle über meinen Shop

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