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Arno Schmidt Ausstellung

Heute dreht es sich in meinem Beitrag nicht um Kakteen oder andere Sukkulenten.
Oder sagen wir, nur am Rande um Kakteen.

Vor 3 Wochen kam eine Anfrage mit folgendem Wortlaut:

Im Rahmen eines studentischen Ausstellungsprojektes der Hochschule Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt zum Schriftsteller Arno Schmidt, suchen wir Kakteen für eine Leseecke,
Motto: „ Die Oase im Kaktus“
Schmidt setzte sich in seinen Werken gerne mit Kakteen auseinander und war selber großer Kaktusliebhaber. Hier ein kleines Zitat:

Das heimliche Zentrum für alle Guten ist eine »Oase im Kaktus«, ein »von der Natur gebildetes kreisrundes Becken«, ein »Heim, von einem ausgedehnten Kaktuswald umgeben«(…)”

Arno Schmidt: Reiten, reiten, reiten…

 

Arno Schmidt ©Suhrkamp Verlag
Arno Schmidt ©Suhrkamp Verlag


Äh wie bitte, das Anliegen ist einleuchtend aber das Zitat irritierend, oder?
Aber da ich gerne für was Neues offen bin, schlug ich ein Treffen mit Vincent, dem Verfasser der Mail, vor.

Welch Wunder es kamen 2 nette Studenten und keine vergeistigten Zukunfts-Literaten.
Schnell war die Idee als solche in einen ausführbaren Rahmen gesetzt.

Aber dennoch wollte ich mich gerne mit dem gefeierten Schriftsteller etwas auseinandersetzen.
Passt der überhaupt zu meinen Kakteen?
Zur Einstimmung bekam ich bei unserem nächsten Treffen ein Werk von Ihm überreicht, übrigens Danke für die tolle Widmung in dem Buch, Su.

TINA Insel-Bücherei Erschienen: 16.09.2013 Insel-Bücherei 1387, 87 Seiten, 14€ ISBN: 978-3-458-19387-6

Titel des Büchleins aus der Insel-Bücherei „TINA oder über die Unsterblichkeit, von Arno Schmidt “.
Es entstand während seiner Schaffenszeit in Darmstadt von 1955 bis 1958.
Also abends ran an die Lektüre, 2 Seiten gelesen, Stopp, wie schreibt der den, soll ich da weiterlesen?

Ok wir Kakteensammler sind eigentlich auch Exzentriker, gib dem Mann noch eine Chance. Er hatte während seiner Lebzeiten was für Kakteen übrig, wie ich.

Nach zweimaligen Lesen und langsamen Verstehen.
Hier das ganze mal in knappen Worten.
Um was geht es in dieser Erzählung?

Bei seinem abendlichen Spaziergang durch Darmstadt, trifft der Verfasser in einer Apotheke einen Mann der ihn in eine Parallelwelt für verstorbene Dichter und Denker einlädt.
Für ihn sind es nur 36 Stunden. Aber die anderen sind in dieser Welt so lange gefangen, wie ihre Namen in einem Schriftstück erwähnt werden. Was bei manchen auch nach tausend Jahren ganz schön frustrierend sein kann. Erst nach Tilgung aller Aufzeichnungen, die mit dem Namen in Verbindung gebracht werden, kann er diesen Ort für immer verlassen.
Zum Ende der 36 Stunden überdenkt er mit Tina auch eine verstorbene Schriftstellerin, dann einmal die Möglichkeiten einer solchen Zwangskerkerschaft. Allein durch die Erwähnung des Namens eines Schriftstellers in seinem eigenen Werk verlängert er die „Haft“ des „Opfers“. Das scheint ihm amüsant und verlockend. Er hätte da so einige auf Lager. Aber auch zur Vermeidung des Einzugs in diese Welt hat er Vorschläge.
Dazu sein Zitat:

„Aufs Dorf ziehen. Doof sein. Rammeln. Maul halten. Kirche gehen. Wenn n großer Mann in der Nähe auftaucht, in n Stall verschwinden: dahin kommt er kaum nach! Gegen Schreib= und Leseunterricht stimmen; für die Wiederaufrüstung : Atombomben!“

Gut, das Buch hat doch einen gewissen Sinn, den ich nun verstehe und es war gar nicht so schlecht.
Die Lesbarkeit des Buches ist etwas strittig und dabei gehört es sicher noch zu den leichter zu begreifenden Schriftstücken dieses Autors.
Meinetwegen darf er mit meinen Kakteen im „Elysium“ weiter schmoren.
Aber am Schreibstil müsste er noch Arbeiten :-), durch diesen Blogbeitrag hat er jetzt ja wieder Zeit dafür gewonnen.

Jetzt zur Ausstellung:

„Seltsame Tage“ von Arno Schmidt.

Zum 40. Todestag, erinnern die Technische Universität Fachbereich Architektur und Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt und die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt an das Wirken des Schriftstellers in Darmstadt.

Dauer der Veranstaltung:
11. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020

Öffnungszeiten
Mittwoch-Freitag 13:00 bis 18:00 Uhr
Samstag/Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr
ULB täglich 8:00 bis 20:00 Uhr

Veranstaltungsorte:
Campus Stadtmitte der Hochschule Darmstadt

Kakteenbeet in der Ausstellung ©Kaktusmichel.de

Halle 2 (S1|09)
Campusplatz
Magdalenenstraße 6
64289 Darmstadt

ULB Darmstadt
UG 1 – Ausstellungsbereich
Magdalenenstraße 8
64289 Darmstadt


Schauraum der Hochschule Darmstadt
Schöfferstraße 3
64295 Darmstadt

13 Schaufenster des Darmstädter Einzelhandels

Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im Oktober

Entsprechend den Außentemperaturen und der kürzeren Tageslänge wird das Gießen jetzt reduziert, da das Substrat jetzt langsamer abtrocknet.
Solange kein Frost zu erwarten ist, wird das Gewächshaus noch regelmäßig gelüftet, dies trägt zur Abhärtung der Pflanzen bei.

Heizung überprüfen.

Ist die Heizung fit für die Wintermonate?
Jetzt haben sie noch Zeit einmal nach dem rechten zu schauen!
Wer bisher keine Heizung in seinem Gewächshaus hatte und sich mit dem Gedanken trägt dies zu ändern, hat noch die Gelegenheit dazu.

Elektroheizung für das Gewächshaus

Eine Heizung für das Gewächshaus.

Strom.

Ein mit Strom betriebenes Heizgerät ist am einfachsten zu installieren und beinhaltet nur geringe Anschaffungskosten. Die Folgekosten jedoch, für den Stromverbrauch, sind im Vergleich zu anderen Heizmethoden höher. Wenn ein solcher Heizer neu angeschafft wird, unbedingt darauf achten, dass es ein Gerät mit Metallgehäuse ist. Bei einem Kunststoffgehäuse kann es schnell mal zu einem Schmorbrand kommen, denn die Heizung läuft oft lange ohne Aufsicht. Es gibt Heizer speziell für Gewächshäuser die zur Steuerung ein Thermostat besitzen.
Oder ein separater Thermostat mit Thermofühler kann an der kältesten Stelle im Gewächshaus angebracht werden, um eine exakte Temperatur­steuerung durchzuführen.

Echinocereus scherii v. subterraneus ©KAKTUSMICHEL

Gas

Wenn kein Stromanschluss im Gewächshaus zur Verfügung steht, gibt es noch die Möglichkeit mit Gas zu heizen. Dafür werden ebenfalls geeignete Geräte angeboten. Die Gasheizung muss jedoch für den Gewächshausbetrieb konzipiert sein. Durch den Brenner wird der Umgebungsluft Sauerstoff entzogen, was bei einem sehr dichten Gewächshaus dazu führt, dass die Flamme bei Sauerstoffmangel ausgeht. Deshalb eine kleine Belüftungsöffnung vorsehen. Ein zusätzlicher Ventilator, angetrieben mit Solarstrom oder Batterien, kann die durch die Gas-Verbrennung entstehende höhere Luftfeuchtigkeit absenken.

Zentralheizung

Die Aufwendigste aber auf Dauer günstigste Alternative ist ein Anschluss an die bestehende Wohnhausheizung. So wird im Gewächshaus je nach Größe des Objekts ein oder mehrere Heizkörper installiert und diese über einen Thermofühler und Thermostat der Warmwasserzulauf reguliert. Um jederzeit, besonders aber im Winter über die vorherrschende Temperatur im Gewächshaus auf dem Laufenden zu sein, haben sich digitale Thermometer mit Sender bewährt. So kann auch über eine größere Distanz, in der Wohnung, jederzeit die Temperatur überprüft werden.

Isolation mit Luftpolsterfolie

Soll das Gewächshaus mit Luftpolsterfolie einpackt werden, die Folie überprüfen, ob sie noch einen Winter aushält oder neue besorgt werden muss.

Freiland


Für nässeempfindliche Pflanzen gegen Ende des Monats eine Überdachung anbringen, damit das Substrat gut abtrocknet und keine neue Feuchtigkeit dazukommt.

Zimmerkultur

 

Im Zimmer sind es über den Winter meist um die 20° C und mehr. Bei solchen Temperaturen kommen viele Arten im nächsten Jahr nicht zur Blüte. Besonders Kakteen profitieren von Wintertemperaturen zwischen 5 und 12° C bei völliger Trockenheit. Dies heißt dann, die Pflanzen für diese Zeit ins Treppenhaus, Keller oder in die Garage zu räumen. Jetzt den Platz dafür vorbereitet, um die Pflanzen gegen Ende des Monats an den Überwinterungsplatz zu bringen. Die Kakteen werden sich im darauf folgenden Jahr mit neuem Wachstum und reichem Blütenflor bedanken.

Huernia thuretii in Blüte

Allgemeine Pflege

Stehen Pflanzen als Sommergäste draußen im Freien, die Temperaturen im Auge behalten, da es im Oktober auch schon mal empfindlich kalt werden kann und mit den ersten frostigen Nächten zu rechnen ist. Das bedeutet aber nicht, dass schon alle Kakteen und andere Sukkulenten sofort eingeräumt werden müssen. Nur die empfindlichen Arten, die von ihren heimatlichen Standorten höhere Überwinterungstemperaturen gewohnt sind, sollten bei Temperaturen unter 15° C bereits im Winterquartier stehen.
Alle anderen Pflanzen können noch etwas draußen bleiben. Diese können notfalls mit einer Plane, einer Decke oder mit Luftpolsterfolie vor Kälteschäden geschützt werden. Legen Sie diese Hilfsmittel bereit, oft ist es nur eine Nacht in der die Temperatur so weit heruntergeht. Bei Kakteen, die beispielsweise ursprünglich aus den Hochlagen Südamerikas stammen, bekommen diese nächtlichen Abkühlungen, bei trockenem Stand, sehr gut.
Oft haben wir durch diese Abhärtung im nächsten Jahr dann bei Rebutia, Eriosyce, Tephrocactus und Co. einen besseren Blütenansatz.

Frithia pulchra in Blüte

Einwintern der Kakteen und anderen Sukkulenten

Beim Einräumen beachten, dass Pflanzen, bei denen der Erdballen sehr feucht ist, in einem kühlen Überwinterungslager das Substrat schlecht abtrocknen kann. Sie fangen dann schnell an zu faulen. Darum rechtzeitig an einem regengeschützten, luftigen Platz unterbringen, damit das Substrat abtrocknen kann.
Wenn, die Pflanzen trocken ins Quartier kommen können sie dann gut unter den Tischen im Gewächshaus den Winter überstehen.
Aber es genügt für die meisten Kakteen und anderen Sukkulenten auch ein frostfreier Raum der, wenn die Pflanzen absolut trocken stehen, auch ohne Zusatzbeleuchtung sein kann.

Praktische Lammellenlüftung. Gewächshausplaza

Frühbeetkasten oder Kleingewächshaus

Bei einer kleineren Sammlung funktioniert auch ein Frühbeet, dass im Winter zusätzlich mit Styroporplatten und mit Luftpolsterfolie verkleidet wird. Wenn, darin ein elektrischer Frostwächter installiert wurde, kann der Winter kommen.
In alten Berichten kann man lesen, dass solche Frühbeete mit Strohballen umstellt und der Deckel ebenfalls mit Stroh, Schilfmatte und Steinen bedeckt wurde. Die sukkulenten Pflanzen haben so, gut verpackt, den Winter überstanden. Diese Methode taugt wahrscheinlich nur bei Kakteen und anderen Sukkulenten, die auch mal einen leichten Frost vertragen können. Frühbeete gibt es als fertige Bausätze in verschiedenen Größen und Ausstattungen zu kaufen oder natürlich auch im Eigenbau.

Pleiospilos nelii Blüte

Keine ungebetenen Gäste mit einräumen.

Beim Einräumen auf Schnecken und anderes Ungeziefer achten, dass von draußen mit eingeschleppt wird, dies kann sich schnell im Winterquartier ausbreiten, da es oft aus mangelnder Kontrolle ungestört sein Unwesen treibt. Spinnmilben und Blütenthripse gehören auch zu diesen Schädlingen. Oft fallen diese kleinen Plagegeister mit der reichlichen Nachkommenschaft erst beim genaueren Betrachten der Blütenbilder am Bildschirm auf.
Siehe dazu auch meinen Blogbeitrag über Thripse
und Spinnmilben.

Ton- contra Kunststofftopf

Oft wird die Frage gestellt:
“Was ist besser ein Tontopf oder ein Kunststofftopf?”
Jeder dieser Töpfe hat vor und Nachteile.

Beginnen wir mit dem Preis da sind einfache Kunststofftöpfe um einiges günstiger im Vergleich zu Tontöpfen.
Aber es gibt bei den großen Kübeln aus Ton oder Kunststoff auch hochpreisige Objekte.

Von beiden Werkstoffen werden relativ viele Formen angeboten.
Wobei gerade bei Kakteen- und Sukkulentensammlern die Vierkanttöpfe aus Kunststoff sehr beliebt sind, da hier möglichst viel bepflanzbareres Erdmaterial auf engstem Raum untergebracht werden kann.

Vierkanttöpfe sind bei Kakteensammlern sehr beliebt ©Kaktusmichel.de

Oft ist es unproblematischer Kunststofftöpfe zu beschaffen, die auch durch geringeres Gewicht leichter zu transportieren sind.

Ein Kunststofftopf lässt sich einfacher reinigen und macht beim umtopfen weniger Probleme. Wer schon einmal aus einem Keramiktopf, der oben enger als unten ist, eine Pflanze befreien wollte wird mir da recht geben.

Ein Pluspunkt für Kunststofftöpfe ist auch die Wasserverwertung.
Während beim Tontopf das Wasser nach außen verdunstet und
somit auch die Wurzeln diesem Wasserfluss folgen.
Das zur Folge hat, die Wurzeln krallen sich gerne an den Topfwänden fest, weil dort noch Feuchtigkeit ist. Beim Umpflanzen werden diese dann leicht abgerissen.
Beim Kunststofftopf geht das Wasser Richtung  Abflussloch,
auch die Wurzeln folgen diesem Weg und hängen weniger an den Außenwänden.

Manchmal werden aus Platzgründen auch eckig und rund kombiniert ©Kaktusmichel.de

Einfache Kunststofftöpfe haben den Nachteil sie werden leichter spröde, was gerade bei den kleineren dünnwandigen Gefäßen schnell mal zu einem Bruch führt.
Sie werden bei Sonnenschein schneller heiß was zu Schädigung der Wurzeln führen kann.
Auch die Standfestigkeit ist ein Pluspunkt für die guten alten Tontöpfe gerade im Freiland.

Aber was macht ein Nostalgie-Fan, wenn er alle Vorteile Nutzen möchte?
Er stellt einfach den Kunststofftopf in den Tonblumentopf (kann auch bemalt werden ).

Plastiktopf einfach in den Tontopf gestellt, eine Alternative©Kaktusmichel.de

Das hat den Vorteil, er hat im Tontopf gleich ein Abflussloch und
muss nicht wie bei einem herkömmlichen Übertopf aufpassen das Stauwasser am Grund stehen bleibt. Wer dazu noch einen Tonuntersetzer verwendet, kann das gute Stück auch am Fensterbrett nutzen ohne Überschwemmung.

Vierkantöpfe im Einsatz©Kaktusmichel.de

Doch für uns Sammler gibt es meistens nur eine Alternative,
der Vierkantige-Kunststofftopf, da können wir viele Pflanzen auf unsere Tische pressen 🙂

Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im September

Bei trockener und milder Witterung, weiterhin auch nachts die Fenster und Türen im Gewächshaus offen halten. Die nächtliche Abkühlung härtet unsere Sukkulenten zusätzlich ab. Das Wachstum der Kakteen und vieler anderer Sukkulenten verlangsamt sich, deshalb gießen wir nicht mehr so oft und viel.

September die Schwalben ziehen fort und die Kakteenpflege wird weniger. ©Kaktusmichel.de

Arbeiten an den Freilandkakteen


Gerade Opuntien haben über die Sommermonate beträchtlich an Größe zugenommen.
Die schweren Pflanzentriebe liegen dann oft auf dem Boden auf, darum diese mit Steinen etwas unterbauen, damit die Feuchtigkeit von unten nicht an die Triebe kommt und im Winter dann zu Pilzbefall führt. Anflug von Wildkräutern beseitigen und auf genügend Abstand von schnell wachsenden Stauden zu den winterharten Kakteen achten, sonst besteht die Gefahr, dass sie überwuchert werden.

Zimmerkultur

Auch wenn im Zimmer die Außentemperatur kaum eine Rolle spielt, sollte das Gießen vermindert werden. Die kürzer werdenden Tage verlangsamen auch bei den Pfleglingen auf dem Fensterbrett das Wachstum.

Allgemeine Pflege

Wegen der abnehmenden Tageslänge das Düngen einstellen.
Wer über Winter größere Mengen an Kakteen und Sukkulenten umtopfen möchte, sollte sich jetzt schon mit Substrat eindecken. Dieses an einem trockenen Aufbewahrungsort lagern bis zur Verwendung. Das umtopfen im Winter hat den Vorteil, dass die Pflanzen sich in dieser Zeit in Wachstumsruhe befinden. Es sollte dann keine feuchte Erde sein, die eventuell ein Wachstumsschub auslöst.

Sonderbehandlung Supermark-Kakteen

Im Herbst werden meist vermehrt Kakteen und andere Sukkulenten im Supermarkt angeboten. Diese Pflanzen sitzen in reinem Torf, weil Torf in der Verarbeitung für die Topfma­schinen einfacher ist. Außerdem ist dieses Substrat genau darauf abgestimmt, dass in der Massenhaltung die Bewässerung und Düngung reibungslos funktioniert. Ebenso ist es für die Produzenten eine Kostenfrage, denn das Substrat darf nicht viel kosten. Aus dieser behüteten Umgebung kommen diese Pflanzen in den Verkauf beim Discounter. Das Substrat ist ausgetrocknet, die letzten Düngerreserven haben kurz vor der Wurzelspitze halt gemacht und es setzen sich kleine Salzkristalle vor die Wurzelöffnung. Jetzt kommt der glückliche Käufer mit seiner Neuerwerbung nach Hause und gießt die Pflanze. Doch trockener Torf nimmt nur schwer wieder Wasser auf, es kann sein, dass alles von der Erde ab perlt und der Kaktus wartet umsonst auf den Schluck Wasser. Der andere Fall ist, er bekommt Wasser, die Salzkonzentration löst sich auf und verbrennt die Saugwurzeln und diese sterben ab. Deshalb ist es besser solche Neuerwerbungen erst einmal von diesem Substrat zu befreien und in ein besseres umzusetzen.


Weihnachtskakteen

Weihnachtskakteen ( Schlumbergera truncata/russelianus Hybriden) stehen im Sommer am besten draußen an einem Platz im lichten Schatten. Diese Pflanzen reagieren photoperiodisch dies bedeutet sie reagieren auf die Tageslänge. Das Wachstum der Triebe setzt bei Tageslängen von 14 bis 16 Stunden, die Knospenbildung bei 8 – 9 Stunden und einer Temperatur um die 15 °C ein. Jetzt ist die beste Zeit diese blühfreudigen, epiphytischen Kakteen mit Dünger zu versorgen. Die Pflanzen haben dann genug Kraft für den neuen Blütenflor im Winter. Von diesen Kakteen jetzt Stecklinge ernten. Dafür dreht man mehrgliederige, noch junge Triebe ab und steckt sie in ein trockenes Substrat. Dieses öfters besprühen und nach ca. 4 Wochen zeigen sich neue Wurzeln.

Verkaufsoffener Sonntag

Es wird Frühling, zumindestens in unserer Gärtnerei.
Am kommenden Sonntag den 10. März haben
wir unseren ersten “Verkaufsoffenen Sonntag” im Jahr 2019.

Von 10-13 Uhr können Sie Kakteen, andere Sukkulenten
und Tillandsien anschauen, kaufen oder sich auch
beraten lassen. Nach “alter Tradition” gibt es natürlich
auch wieder gratis einen Kaffee dazu.

Es freuen sich Helga und der Kaktusmichel

Die Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im März

Pflegemaßnahmen im Gewächshaus

Früher wurde der März bisweilen als „Sterbemonat“ der Kakteen und anderen Sukkulenten bezeichnet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir unsere Pfleglinge – in Erwartung des neuen Blütenflors – in diesen Tagen genauer betrachten und uns dabei die Opfer der Überwinterung vermehrt auffallen.

Glandulicactus uncinatus©DornenProjekt
Glandulicactus uncinatus blüht oft schon im März©DornenProjekt.de

Gründe für das absterben einzelner Pflanzen

Der Tod so mancher Pflanze ist durch zu gut gemeinte bzw. zu späte Wassergaben im Herbst verursacht. Das Substrat konnte über die Wintermonate nicht mehr abtrocknen, was zu Fäulnis im Wurzelbereich und zum Ableben der Pflanze führte.
Leider sind auch vereinzelte Tropfstellen im Gewächshaus manchmal dafür verantwortlich.
Auch werden beim Einräumen ins Winterquartier oft Schädlinge übersehen, die im Winter ihr Unwesen treiben.
Oder die Pflanze war bereits geschwächt und konnte sich nicht mehr erholen.

Gewächshaus auspacken

Wer sein Gewächshaus mit Luftpolsterfolie eingepackt hatte, sollte diese gegen Mitte bis Ende des Monats an einem trüben Tag entfernen. Eine zu spät entfernte Folie führt dazu, dass die Pflanzen sich nicht rechtzeitig an die zunehmende Kraft der Sonne gewöhnen können, was später zu Verbrennungen an den Pflanzen führen kann.

Thelocactus lausseri blüht ende März©DornenProjekt.de

Lüften nicht vergessen

Die Sonne steht im März schon hoch am Himmel und wärmt das Gewächshaus ordentlich auf. Wer keine automatischen Fensterheber installiert hat, sollte dafür sorgen, dass um die Mittagszeit gelüftet wird. Frische Luft tut den Pflanzen gut und härtet sie dabei auch ab. Stauende Hitze fördert Verbrennungen, stresst die Sukkulenten und begünstigt die Vermehrung diverser Schädlinge, insbesondere von Spinnmilben.

Pflegemßnahmen in der Zimmerkultur

Jetzt ist an der Zeit seine Pfleglinge, die für einen besseren Knospenansatz den Winter über an einem kühlen und vielleicht dunklen Quartier untergebracht waren, zurück an den gewohnten Platz am Zimmerfenster zu stellen. Wenn sie dunkler standen, sollte der Umzug an einem trüben Tag eingeplant werden, oder die Pflanzen vorübergehend schattiert werden. So können sie sich allmählich an das größere Lichtangebot gewöhnen.

Mammillaria moelleriana ist nicht der einzige Warzenkaktus der schon so früh blüht©DornenProjekt.de

Die Gäste am Fensterbrett müssen jetzt auf jeden Fall angegossen werden. Sie bilden dann in kurzer Zeit neue Wurzeln und sind besser gegen die höheren Temperaturen am Fenster gewappnet.

Lichtmangel

Des Öfteren bekomme ich Pflanzen gezeigt, die sichtlich unter Lichtmangel leiden. Auf Nachfrage wo diese aufgestellt sind, heißt es meist „an einem hellen Platz“.

Bei Lichtmangel werden die Blattabstände größer©DornenProjekt.de

 

In Deutschland herrscht im Freien selbst im Dezember bei bedecktem Himmel noch eine Beleuchtungsstärke von ca. 3500 Lux, im Sommer im Schatten etwa 5000 Lux. In einer Wohnung sind es direkt hinter der Fensterscheibe nur etwa 2000 Lux. Bereits einen Meter von der Scheibe entfernt kommen wir nur noch auf ca. 500 Lux und bei 3 m Abstand zum Fenster verringert sich der Wert auf magere 150 Lux. Wer ein Lux-Meter zur Hand hat, kann sich davon selbst überzeugen.
Ein Kaktus benötigt jedoch für ein normales Wachstum mindestens 1500–3000 Lux.
Was vom menschlichen Auge noch als hell empfunden wird, ist für viele Pflanzen schlichtweg viel zu dunkel.

Anzeichen für zuwenig Licht

Am leichtesten ist das an der Wuchsform (Habitus) des Gewächses ab zu lesen. Anzeiger für zu wenig Licht sind: Eine vorher kugelige Pflanze wächst spitz weiter, Säulen wachsen in Richtung des Fensters, der Areolenabstand vergrößert sich oder bei den anderen Sukkulenten wird die Distanz zwischen den Zweigen oder von Blatt zu Blatt immer größer.

Turbinicarpus schmiedickeanus gehört mit zu den ersten Turbinicarpen die blühen©Kaktusmichel.de

Allgemeine Pflege

Der März eignet sich sehr gut noch zur Aussaat von Kakteen und anderen Sukkulenten. Vorteil gegenüber einer früheren Aussaat:
Man benötigt kein Kunstlicht und keine zusätzliche Wärme mehr. Gerade die wechselnden Temperaturen in einem Gewächshaus, zwischen Tag und Nacht regen die Keimung an.
Bestens bewährt für eine Aussaat haben sich die Anzuchtkästen die auch für Tomaten gerne genutzt werden.
Wer nach dem Mond aussät sollte dies 3 Tage vor Vollmond tun, einen Vergleichsversuch ist es Wert.

Umtopfen

Die Pflanzen, denen es im Topf zu eng geworden ist oder die länger als etwa vier Jahre im selben Substrat sitzen, haben es verdient, umgetopft zu werden. Die meisten anderen Sukkulenten vertragen höhere Anteile humoser Substratbestandteile als die Kakteen. Eine Ausnahme bilden die hochsukkulenten Arten, die ein sehr durchlässiges Erdreich benötigen.
Aber für alle hat sich Bims als mineralischer Substratbestandteil bewährt. Das poröse Vulkangestein saugt sich mit Wasser voll und gibt es langsam an die Pflanzen ab. So kann vom Substrat mehr Wasser aufgenommen und die Gießhäufigkeit reduziert werden.

Ich persönlich empfehle, nicht zu viele verschiedene Substratmischungen in einer Sammlung einzusetzen. So entwickelt man ein besseres Gefühl dafür, wie lange das Gemisch zum Abtrocknen braucht.

Aloe ferox steht im März in unserem Wintergarten schon in Blüte©Kaktusmichel.de

So verletzt man sich nicht

Kräftig bedornte Kakteen lassen sich gut mithilfe zweier Styroporplatten umtopfen, die man von zwei Seiten auf die Dornen des Kaktus drückt. So bleiben Kaktus und Pfleger unverletzt. Beim Umtopfen auch die Stecketiketten überprüfen! Sind sie noch stabil, kann man die Schrift noch lesen? Gerade mit Filzstift beschriftete Schilder neigen zum Ausbleichen, ein normaler Bleistift ist da bedeutend länger lesbar.

 

Echinocactus grusonii ©DornenProjekt
Umtopfhilfe Styroporplatten©DornenProjekt.de

Und immer wieder Schädlinge

Im Februar habe ich Ihnen schon einige alternative und chemische Mittel gegen ungebetene Gäste an den Pflanzen empfohlen. Beim Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel immer auf die Temperaturen achten, denn die Wirkstoffe entwickeln ihre Wirkung in unterschiedlichen Temperaturbereichen. So besteht das Insektizid „Spruzit Neu“ beispielsweise aus dem Wirkstoff Pyrethrine in Kombination mit Rapsöl. Pyrethrine, ein Kontaktgift, wirkt optimal in einem Temperaturbereich von 5–22 °C, darüber lässt die Wirkung rasch nach. Das Rapsöl, dessen Wirkung auf dem Ersticken der Plagegeister beruht, wirkt im gesamten Temperaturbereich, allerdings ist zu berücksichtigen, dass es bei Temperaturen über 25 °C bei einigen Arten/Gattungen zu Unverträglichkeiten (Schäden an den Pflanzen) durch das Öl kommen kann. Grundsätzlich ist vom Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel bei Temperaturen über 25 °C abzuraten.

Echeveria Blüte ©Kaktusmichel
Echeverien gehören zu den unermüdlichen blühern©Kaktusmichel.de

Gerade bei sehr dicht bedornten Arten und eng stehenden Kulturen hilft oft nur ein systemisches Mittel. Systemische Mittel werden von der Pflanze entweder über die Wurzel (beim Gießen) oder über die Epidermis (beim Sprühen) aufgenommen, verteilen sich über den Wasserstrom in der Pflanze und sind dort eine gewisse Zeit wirksam. Sobald ein Schädling an der Pflanze saugt, nimmt er das Gift auf. Aber systemische Gifte der Wirkstoffgruppe Phosphorsäureester (z. B. Rogor 40 LC, Bi 58 Schädlingsvernichter) wirken erst ab einer Temperatur von 15 °C. Temperaturen jenseits der 30 °C sind eher kontraproduktiv bei der Ausbringung von Fungiziden (gegen Pilze) und Insektiziden (gegen Insekten), da die Pflanzen dann die Verdunstung eingestellt haben. Damit kommt der Wasserstrom zum Erliegen und eine Verbreitung der Wirkstoffe in der Pflanze unterbleibt.

Vorsicht mit Pflanzenschutzmitteln

Wenn Sie mit chemischen Pflanzenschutzmitteln arbeiten, sind die Sicherheitshinweise zwingend einzuhalten, anderenfalls gefährden Sie Ihre eigene Gesundheit. Die Einhaltung der Gebrauchsanweisung stellt sicher, dass das Mittel seine Wirkung optimal entfaltet. Falsch angewendete chemische Pflanzenschutzmittel sind nicht nur eine Geldverschwendung, sondern können die Pflanzen, die Umwelt sowie den Anwender gefährden, darüber hinaus auch die Resistenzbildung fördern.

Gießen

Alle die ihre Pflanzen gegen Ende Februar noch nicht mit leichten Wassergaben oder durch Sprühen aufgeweckt haben, sollten dies bis Mitte oder Ende des Monats nachholen. Oft kann bereits nach dem zweiten leichten Wässern die normale Menge Wasser verabreicht werden. Ich bevorzuge das Anstauen der Pflanzen von unten. Hierbei stehen die Pflanzen in einer wasserdichten Wanne, die mehrere Zentimeter hoch geflutet wird. Das Wasser wird über die Kapillarwirkung durch das Substrat aufgesogen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Restwasser nicht über einen längeren Zeitraum in der Wanne (oder dem Untersetzer) stehen bleibt.

Wie immer sollte das Gießen auch zur Überprüfung auf Schädlinge genutzt werden um eine Bekämpfung einzuleiten. Viele Kakteen fangen jetzt schon mit der Blüte an oder zeigen Knospenansatz . An sonnigen Tagen gut lüften.

Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im Februar

Pflegemaßnahmen im Gewächshaus:

In den letzten Jahren verzeichneten wir in Deutschland oft schon im Februar sonnenreiche Wochen, die für einen guten Blütenansatz bei den Kakteen sorgten.

Das erste mal gießen der Kakteen.

Sollte die Wetterlage es zulassen, können schon ab Mitte des Monats die seit Anfang des Winters trocken stehenden Kakteen und Sukkulenten morgens leicht gegossen oder eingenebelt werden. Das Wurzelwachstum wird dadurch angeregt, außerdem die Pflanzen von Staub befreit.

Danach das Gewächshaus bei sonnigem Wetter und Plus-Temperaturen über die Mittagszeit lüften.

Crassula ovata, der Geldbaum, blüht von Dezember bis in den Februar ©Kaktusmichel.de

Gefahren durch Luftfeuchtigkeit.

Die erhöhte Luftfeuchtigkeit sollte sich nicht zu lange im Gewächshaus halten, da dies sonst zu Pilzbefall führen kann.
Auch wird die Vermehrung von Schmierläusen, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Wollläuse bezeichnet, durch die warmen Temperaturen begünstigt. Deshalb regelmäßig lüften und den Ventilator einschalten.

Mehr und weniger Wasser.

Insbesondere Sukkulenten mit dicken Blätter, die epiphytischen Kakteen und die Agaven vertragen jetzt schon eine kräftigere Wassergabe. Bei einigen schwer blühenden Echinocereen und Tephrocacteen hat es sich bewährt, diese erst zu gießen, nachdem ein Knospenansatz zu sehen ist. Wenn es auch für Pfleger und Pflanze eine Quälerei bedeuten mag – der Erfolg heiligt die Mittel. Es ist aber jedem selbst überlassen, ob man dieses Prozedere einsetzen möchte. Vielleicht hilft auch ein neuer Standplatz.

Echevrien blühen den ganzen Winter ©Kaktusmichel.de

Noppenfolie gegen Ende des Monats entfernen.

Wer sein Gewächshaus im Herbst mit Noppenfolie isoliert hatte, sollte diese gegen Ende des Monats, oder wenn das witterungsbedingt noch nicht möglich ist, spätestens im März entfernen. Dies sollte an einem trüben Tag erfolgen, um einen Sonnenbrand der Pflanzen zu verhindern. Eine zu spät entfernte Folie verhindert, dass sich die Pflanzen allmählich an kräftigere Sonneneinstrahlung gewöhnen und kann daher zu Verbrennungen an den Pflanzen führen oder sie sogar ganz vernichten.

Arbeiten in der Zimmerkultur:

Die Pfleglinge, die an einem kühlen und dunkleren Platz überwintert haben, können bereits im Laufe des Monats ans helle Fenster geräumt werden. Auch hier ist darauf zu achten, dass dies an einem trüben Tag erfolgt, damit die Pflanzen sich allmählich an die Sonne gewöhnen können. Eventuell vorübergehend eine leichte Schattierung am Fenster anbringen.

Sedum palmeri, bei trockener Überwinterung verträgt er sogar Frost ©Kaktusmichel.de

Vorsicht beim Lüften im Zimmer.

In der Zimmerkultur kann schon Anfang Februar mit dem Gießen begonnen werden, denn je nach Wetterlage kann es hinter dem Fensterglas schon sehr warm werden. Wer bei frostigen Außentemperaturen lüftet, sollte die Pflanzen vor Schäden durch eisige Zugluft schützen. Dazu kann man im unteren Bereich des gekippten Fensters eine zusammengefaltete Zeitung einklemmen. Stehen die Pfleglinge im Keller, am Ende des Monats leicht angießen, aber nur, wenn die Pflanzen kurz darauf an einen hellen Fensterplatz ausgeräumt werden.

Euphorbia aeruginosa, wie viele andere Euphorbien blüht sie im zeitigen Frühjahr ©Kaktusmichel.de

Aussaat schon möglich.

Wer ein Zimmergewächshaus besitzt, vielleicht sogar mit Heizkabel oder einer sonstigen Wärmequelle, kann Ende des Monats mit der Aussaat von Kakteen und anderen Sukkulenten beginnen. Die Samenkörner nicht mit Substrat bedecken, denn Kakteen und die allermeisten Sukkulenten sind Lichtkeimer. An einem hellen Platz, aber nicht zu sonnig, wachsen die Sämlinge zügig heran. Es ist immer ein besonderes Erlebnis zu beobachten, wie sich die winzigen Pflänzchen entwickeln.

Kakteensämlinge Lobivia ferox ©Kaktusmichel.de

Auf Schädlinge achten.

Pflanzen weiterhin auf Schädlinge kontrollieren. Ein Befall durch Spinnmilben oder durch Wollläuse fällt jetzt an geschwächten Pflanzen oder beim Umtopfen auf. Meist ist in diesen Fällen ein Abbrausen mit einer Mischung aus 10 ml Schmierseife und 10 ml Spiritus auf einem Liter Wasser nützlich. Die Umgebungstemperatur sollte dabei nicht unter 15 °C liegen.

Aloe arborescens ©Kaktusmichel.de

Es darf noch umgetopft werden.

Weiterhin ist eine gute Zeit für das Umtopfen, aber in trockenes Substrat achten. Und wie immer erst nach 14 Tagen das erste mal gießen.

Auch im Topf lauern Schädlinge.

Gerade beim umtopfen können wir die  Pfleglinge und das Substrat auf Wurzelläuse überprüfen. Wurzelläuse sind Schmierläuse, die im Wurzelbereich der Pflanzen vorkommen. Einige Arten haben sich auf die Wurzeln spezialisiert, andere kommen sowohl an unter- als auch oberirdischen Pflanzenteilen vor. Einen Befall durch Wurzelläuse erkennt man am weißen Belag an den Topfwänden und am Wurzelballen.

Biologisches Bekämpfungsmittel.

Bei Befall mit Wurzelläusen kann man den Wurzelballen kleinerer Pflanzen in Rainfarnbrühe tauchen, bei größeren Pflanzen damit gießen. Zum Ansetzen in einem Eimer einen Teil getrockneten Rainfarn mit zehn Teilen Wasser übergießen und einen halben Tag stehen lassen. Danach diese Brühe aufkochen, die Blätter absieben und die Brühe abkühlen lassen. Wer im Sommer frischen Rainfarn hat, nimmt 300 g frisches Kraut und zehn Liter kaltes Wasser. Diese Mischung 24 Stunden stehen lassen, danach filtern und kurz aufkochen. Den fertigen Sud in einem Mischungsverhältnis ein Teil Sud zu zwei Teilen Wasser verwenden.

Rainfarn
Rainfarnsud-Tanacetum vulgare, mögen Wurzelläuse nicht.

Syntetische Gifte.

Alternativ bieten sich systemisch wirkende, chemische Pflanzenschutzmittel (Wirkstoffe Acetamiprid oder Dimethoat) an, die in Granulatform beim Umtopfen dem Substrat zugesetzt oder als Sticks in das Substrat gesteckt werden. Diese entfalten ihre Wirkung aber erst dann, wenn wieder gegossen wird.

Stecklinge schneiden.

Jetzt ist schon der Zeitpunkt um Stecklinge von den anderen Sukkulenten zu schneiden. Die Abschnitte im Zimmer kurz abtrocknen lassen und dann in mild feuchtes Substrat stecken. Nach ca. zwei Wochen ab und zu kurz überbrausen, und schon sprießen die neuen Wurzeln.

 

Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im Januar

Wer Mitglied bei der Deutschen Kakteengesellschft (DKG) ist, konnte im letzten Jahr monatlich meine Beiträge über die Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten verfolgen.

Gerne möchte ich für alle die nicht die Verbandszeitschrift KuaS beziehen, diese Ausführungen in meinem Blog wiederholen.  Ich hoffe damit ein Verständnis für die Grundsätze der Kakteen- und Sukkulentenkultur vermitteln zu können.

Aloe arborescens ein Winterblüher©DornenProjekt.de

Gewächshaus:

Obwohl sich die meisten unserer Pflanzen jetzt in tiefster Winterruhe befinden, sind regelmäßige Kontrollgänge im Gewächshaus notwendig, u. a. um die Temperatur zu prüfen, denn der Technik kann man nicht blind vertrauen. Ein zu spät entdeckter Heizungsausfall kann böse Folgen haben. Dabei den Ventilator nicht vergessen! Durch die Luftbewegung werden kalte Ecken im Gewächshaus vermieden und die Gefahr der Kondensation feuchter Luft auf den Pflanzen reduziert. Den Gang durchs Gewächshaus nutzt man natürlich auch für eine Kontrolle der Pflanzen auf Fäulnis, Verpilzung oder Schädlinge.

Crassula rupestris©DornenProjekt.de

Temperaturansprüche:

Für die meisten Kakteen und anderen Sukkulenten genügen Überwinterungstemperaturen zwischen 5 und 10 °C. Nur Pflanzen aus wärmeren Regionen benötigen Temperaturen von über 12 °C. Dazu zählen beispielsweise die Gattungen Discocactus, Melocactus, Pilosocereus, Rhipsalis, Schlumbergera, die madagassischen Vertreter der Gattung Pachypodium und einige Euphorbien.

Wassergabe Sukkulenten:

Dickblättrige Sukkulenten wie Echeveria, Crassula, Sedum, Gasteria und Haworthia sollten im Abstand von vier bis sechs Wochen etwas Wasser erhalten. Aber Vorsicht: nicht über die Pflanzen gießen, sonst besteht Fäulnisgefahr! Auch die Vertreter der Gattungen Schlumbergera, Rhipsalis, Epiphyllum und Disocactus benötigen im Winter etwas Feuchtigkeit.

Pachyphytum machucae©DornenProjekt.de

Die Winterwachser unter den Sukkulenten, meist Pflanzen aus den Winterregengebieten des südlichen Afrikas (z. B. Conophytum, Tylecodon, zahlreiche Pelargonien oder Pachypodium namaquanum), die sich etwa von Oktober bis Ende März im Wachstum befinden, benötigen auch jetzt regelmäßige, aber sparsame Wassergaben sowie etwas Dünger.
Je niedriger die Temperaturen, desto zurückhaltender wird gegossen. Ausschlaggebend für den Wasserbedarf sind nicht nur die Mindesttemperatur, sondern auch die tagsüber erreichten Wärmegrade.

Manche sukkulente Arten kommen jetzt schon zur Blüte. Es ist möglichst darauf zu achten, dass deren Wurzelballen nicht komplett austrocknet, da es sonst die ganze Pflanze schwächt.

Wassergabe Kakteen:

Ab Mitte des Monats können die Arten von Notocactus, Parodia, Cleistocactus und Gymnocalycium an sonnigen Tagen sparsam gegossen werden, damit nicht zu viele der Saugwurzeln absterben. Aber das genügt dann auch wieder für 4 Wochen.

Winterschutz mal anders 🙂

 

Schädlinge:

Wer im letzten Herbst noch ausgesät hat sollte die Sämlinge auf Befall von Trauermücken kontrollieren, der auch in der kühlen Jahreszeit auftritt, insbesondere wenn die kleinen Pflänzchen an einem warmen und feuchten Platz im Gewächshaus stehen.

Zimmerkultur:

Bei einer Kultur auf dem Fensterbrett sollte je nach Zimmertemperatur etwas gegossen werden,  je wärmer die Aufstellung, umso mehr. Meist genügen sparsame Wassergaben etwa alle 4–6 Wochen. Da das Licht für einen arttypischen Wuchs zu dieser Jahreszeit für die meisten Arten nicht ausreicht, ist das Ziel, die Pflanzen am Leben zu erhalten, aber kein Wachstum zu veranlassen. Die Folge eines Zuwachses unter unzureichenden Lichtverhältnissen bedeutet, „Vergeilung“,  wobei die Pflanzen sich mit beschleunigtem Längenwachstum dem Licht nähern. Es wird daher jetzt auch nicht gedüngt.

Rhipsalis pilocarpa, braucht auch im Winter etwas Wasser©DornenProjekt.de

Freiland:

Immer häufiger werden Kakteen auch im Freiland, z. B. im Steingarten ausgepflanzt. Diese winterharten Kakteen erfreuen sich steigender Beliebtheit.
In manchen Gebieten fallen im Januar zuverlässig größere Mengen Schnee. Die Schneedecke auf den Pflanzen ist ein guter Winterschutz. Wo der Schnee ausbleibt, ist es ratsam für empfindlichere Arten einen Regenschutz anzubieten, z. B. ein Dachüberstand am Haus. Bei großen Exemplaren wie bei Cylindropuntia imbricata sollte man darauf achten, dass sie unter der Schneelast nicht zusammenbrechen und wenn notwendig, den Schnee mit einer Stange vorsichtig abklopfen.

Cylindropuntia imbricata©DornenProjekt.de

Allgemeine Pflegehinweise:

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, mit dem Umtopfen
zu beginnen, da die Pflanzen sich in der Winterruhe befinden und das Substrat durchgetrocknet ist. Das neue Substrat sollte vollkommen trocken sein. Die umgetopften Pflanzen nicht angießen, damit Wurzelschäden noch gut abtrocknen können. Die Gelegenheit nutzt man natürlich auch, um nach Schädlingen Ausschau halten.

Selbst im Januar kann während der frostfreien Zeit das Gewächshaus oder Zimmer kurz gelüftet werden, besonders an sonnigen Tagen, wenn Tagestemperaturen über 10 °C zu erwarten sind.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, es einmal mit einer Aussaat zu versuchen: Jetzt ist noch genug Zeit, um in den zahlreichen Samenkatalogen zu stöbern. Aber es kann auch schon unter Verwendung von Kunstlicht ausgesät werden.

YouTube Video

Ab und zu muss es auch mal sein,
dass wir in YouTube ein Filmchen einstellen.
In diesem Video werden unsere bis her erstellten Vorträge vorgestellt.
Unterlegt ist das Video mit guter Musik, deshalb
nicht vergessen die Lautsprecher einzuschalten 🙂

Mammillaria theresae©KAKTUSMICHEL.de

Hier unser neuestes Video:

Hier noch unser erfolgreichster:

Viel Spaß beim anschauen wünscht
der Kaktusmichel und Helga

Bestäubung bis zur Aussaat

Oft werde ich gefragt wie sät man eigentlich Kakteen und andere Sukkulenten aus?
Hier ein kleiner Leitfaden für Aussaat von Kakteen und anderen Sukkulenten.
Zuerst brauchen wir mal Samen, den wir entweder beim Kakteenzüchter kaufen oder wir gewinnen ihn von eigenen Pflanzen.

Von der Bestäubung bis zum Kakteen-/Sukkulentensamen.
Nun müssen wir uns im klaren sein wollen wir nur mal ausprobieren wie das Ganze funktioniert oder können wir gezielt eine Pflanze vermehren. Bei einer Artreinen Weitervermehrung brauchen wir zwei verschiedene Pflanzen von der gleichen Gattung und Art. Kommt es nicht so sehr auf die Artreinheit des Aussaatmaterials an, dann können wir versuchen zwei Blüten die gerade an unseren Kakteen geöffnet sind zu bestäuben. Eine Bestäubung zwischen unterschiedlichen Gattungen gelingt nicht immer,  es ist schwierig und es kann misslingen. Wir sehen den ersten Erfolg, wenn sich an der bestäubten Pflanze eine Samenkapsel bildet. Eines haben wir daraus gelernt, meist brauchen wir zwei verschiedene Individuen. Diese können von der gleichen Art sein oder auch nur nahe verwandt.
Ob wir zwei Pflanzen brauchen hängt auch davon, ob die zu bestäubende Pflanze selbstfertil (selbstbestäubend) oder selbststeril (nicht selbstbefruchtend) ist. Die oben erklärte Vorgehensweise wenden wir bei selbststerilen Pflanzen an (das ist die größte Gruppe der Kakteen). Haben wir Glück das die Pflanze selbstfertil ist,  dann genügt es schon wenn zwei Blüten am gleichen Kaktus geöffnet sind und wir bestäuben diese gegenseitig.

Wie funktioniert die Bestäubung?
Ganz einfach, den reifen Pollen mit einem Pinsel, Wattestäbchen oder einer Pinzette vorsichtig von den Pollenträgern ab streifen. Danach den Pollen auf der Narbe der zu bestäubenden Pflanze aufbringen, siehe Grafik unten.

Pollen-und-Narbe

Wie geht es weiter?
Bei erfolgreicher Bestäubung verdickt sich die Blütenröhre bis die Frucht fertig ausgebildet ist. Die Samenkapsel muss vollständig ausgereift sein bevor es an die Ernte geht. Manchmal erkennt man es daran, dass sie aufplatzt und der Samen sichtbar wird. Oder die Farbe verändert und sich leicht von der Pflanze ablösen lässt. Sie trocken wird und nur noch eine Papierartige Hülle den Samen umschließt. Die Samenreife kann nach einem oder gar erst nach zwölf Monaten eintreten, dies ist von Art zu Art unterschiedlich.

"Erntedank" verschiedene Samenkapseln
“Erntedank” verschiedene Samenkapseln

Samenreinigen
Die Samen müssen jetzt gereinigt, das heißt vom Fruchtfleisch befreit, werden. Je nach Gattung ist das leichter oder schwerer zu bewerkstelligen. Bei Turbinicarpus, Astrophytum und Ariocarpus ist der Samen nach der Fruchtreife nicht mehr mit dem Fruchtfleisch verbunden. Sondern bereits trocken und kann einfach ausgeschüttelt werden. Ein entfernen der Schmutzpartikel genügt und wir haben sauberes Aussaatmaterial. Während  bei Echinocereus, Mammillaria und Echinopsis es schon etwas aufwendiger wird. Hier muss der Samen erst vom anhaftenden Fruchtfleisch befreit werden. Meist geschieht dies durch auswaschen in einem Sieb oder Leinen Beutelchen und anschließenden Trocknen. Ist weniger Fruchtfleisch an den Samen, kann es auch genügen die Samen zwischen zwei Papiertüchern hin und her zu reiben.
Ein anschließendes Beizen der Samen halte ich nicht für unbedingt notwendig. Wer dies aber als Vorbeugung gegen Pilze tun möchte, nimmt dazu Kaliumpermanganat, es genügt eine kleine Menge davon.[amazon_link asins=’B00E4ZGP6A’ template=’ProductAd’ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE’ link_id=’7f6d4cb2-2618-11e8-a5d1-6bbc7f6e488e’] Es gibt es als fertige Lösung oder als Pulver diese in Wasser auflösen, es ist genug, wenn sich das Wasser leicht verfärbt. Die Samen darin schwenken und danach trocknen lassen.  Jetzt lagern wir den Samen noch für 4-6 Wochen an einem kühlen aber luftigen Ort, damit die Keimsperre im Samenkorn abgebaut ist. Die Keimsperre ist notwendig, damit die Körner nicht schon in der Fruchtkapsel zur Keimung kommen.

Die Aussaat
Das wichtigste was man wissen sollte ist, das Kakteen Lichtkeimer sind. Das bedeutet, der Kakteensamen wird nicht mit Substrat abgedeckt. Nur auf die vorbereitete Erde ausstreuen und kurz andrücken, damit er eine Verbindung zum Substrat hat. Ich streue circa 50-100 Korn in einen Topf der circa 6 auf 6cm groß ist, das ist Platz genug für die nächsten 12-15 Monate unserer Sämlinge.
Das Aussaatsubstrat ist größtenteils mineralisch mit einem Zusatz aus Kokosfasern so genannter Kokohum, es gibt sie als gepresste Barren. Übrigens das Substrat bekommen sie auch bei mir in der Gärtnerei fix und fertig gemischt.
Aussaatgefäße sind ausgediente Kunststoffbehälter, wie sie zum Beispiel für Fleischsalat verwendet werden, Senfgläser mit Deckel, Kunststofftöpfe mit Klarsichtfolie abgedeckt, oder eine Kunststofftüte in die man einen Topf stellt und diese oben zubindet. [amazon_link asins=’B009ZANS3W’ template=’ProductAd’ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE’ link_id=’ec23a66c-2618-11e8-9e21-55aa93eb18c8′]Natürlich sind die Aussaatschalen mit Deckel und Heizung, die auch für Tomatenaussaat und so weiter angeboten werden die First-class Lösung für unsere Aussaaten.
Zusatzbeleuchtung (am besten Lampen mit einer Farbtemperatur von 6500K) sind je nach Jahreszeit von Vorteil. [amazon_link asins=’B01HPOFNGY’ template=’ProductAd’ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE’ link_id=’825d723e-2619-11e8-80ea-f3b12e7f838b’]Aber wer ab März oder April aussät wird mit dem Licht auf der Fensterbank ganz gut auch ohne Lampenzusatz  auskommen. Wie schon gesagt Kakteen sind Lichtkeimer und benötigen zur Keimung Helligkeit, aber bei direkter Sonneneinstrahlung kann es zum Hitzestau unter der Plastikhaube kommen und die Keimlinge kochen regelrecht ab. In den ersten 4-8 Wochen wird deshalb der Aussaatbehälter mit Papier oder Gaze abgedeckt, so dass ein diffuses Licht entsteht. Dies vermindert auch gleichzeitig die Algenbildung. Der günstigste Temperaturbereich für die Keimung liegt zwischen 15°C und 35°C. Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind der erfolgreichen Keimung dienlich.  Das Substrat sollte während dem ganzen Keimungsprozess nie ganz austrocknen. Wichtig ist auch, dass das Anstauen der Aussaatgefäße nur von unten geschieht und kein Regenwasser verwendet wird. Dies kann durch die Verschmutzungen in der Luft, die während des Regens mit ausgewaschen werden, zur schnelleren Algenbildung auf dem Substrat führen. Ich nehme Leitungswasser und dazu pro Liter 0,5gr Chinosol (Chinolinolsulfat-Kaliumsulfat), erhältlich in der Apotheke oder bei Amazon, zum desinfizieren. [amazon_link asins=’B00EXE86TG’ template=’ProductAd’ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE’ link_id=’ad6008e2-2619-11e8-a6b0-971392e61094′]Auch Versuche mit Schachtelhalmtee waren erfolgreich.[amazon_link asins=’B01278NXI8′ template=’ProductAd’ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE’ link_id=’d54b4dd7-2619-11e8-a907-117de5d349d4′] Die Aussaatbehälter sollten mindestens 4-5 Wochen verschlossen bleiben. Dann müssten die meisten oder sogar alle Samen gekeimt haben. Eine stetige Kontrolle während dieser Zeit ist unerlässlich um ein austrocknen oder gar einen Pilzbefall zu vermeiden.

Hurra, man erkennt schon kleine Pflänzchen, was soll ich jetzt tun?
Früher habe ich immer schon 2-3 Monate nach der Keimung pikiert, oft mit katastrophalen Ausfälle. Die Keimlinge hatten noch nicht genügend Substanz um in der rauen Wirklichkeit zu überleben. Ich habe dann festgestellt, wenn sie ein Jahr im Aussaattopf Kopf an Kopf standen das sie für das pikieren in neue Erde viel besser gerüstet waren. Doch dann sollte man nicht vergessen die Sämlinge ab und zu mit schwachen Düngergaben zu füttern, damit sie die Zeit in dem mageren Aussaatsubstrat überstehen. Nach dem Pikieren werden die kleinen Kakteen ein paar Wochen schattig aufgestellt bis sie etwas erstarkt sind und dann wie die großen Kakteen weitergepflegt.
Also dann kann es ja losgehen mit der Kakteenzucht.

Mist, da habe ich den falschen Samen erwischt!
Mist, da habe ich den falschen Samen erwischt!