Sulcorebutia

Ihren Namen bekam die Gattung Sulcorebutia wegen einer angeblichen Furche oberhalb der Areolen.

Dies ist aber von mir noch nicht so genau untersucht worden.

Backeberg beschrieb aus diesem Grund 1951 diesen Genus als ‚Furchenrebutia‘.

Der Name ist zusammengesetzt aus dem lateinischen Worten sulcos für „Furche“ und Rebutia (eine Gattung die nach Pierre Rebut benannt wurde) da die Blüten und der Habitus dieser Kakteengattungen ihm ähnlich erschienen.

Sulcorebutien in Blüte©Kaktusmichel.de

Seit Bestehen dieser Genre werden immer wieder Zweifel angemeldet, ob es gerechtfertigt sei ihre Selbstständigkeit beizubehalten.

So werden Weingartia oder Rebutia verwandtschaftliche Ähnlichkeiten unterstellt.
Da zurzeit noch keine endgültigen Beweise, auch auf Basis von DNA-Untersuchungen, gegen diese Gattung sprechen, werde ich den Gattungsnamen weiterhin beibehalten.

Sulcorebutia breviflora©DornenProjekt.de

 

Für den Laien sind die meisten zu dieser Gruppe gehörenden Pflanzen gut an den ovalen oder langezogenen, verlängerten Areolen zu erkennen.

Erkennungsmerkmal, die ovalen langezogenen Areolen.

Der Körper der meisten Arten, die zu dieser Gattung zählen, ist eher klein und kugelförmig oder kurz-zylindrisch. Aber es kommen auch Individuen vor, die einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen können.

Diese Kakteen haben oft rübenartige Wurzeln.

Die Wurzeln sind faserig oder rübenförmig ausgebildet. Diese Rüben können, wenn man ihnen Platz gibt, bis zu 50 cm lang werden. Sie dienen dazu lange Durststrecken in der Natur zu überwinden. Außerdem können Sulco’s aus diesen verdickten Wurzeln wieder neu austreiben, wenn sie im Habitat von z.B. Ziegen abgefressen wurden. In Kultur können diese langen Austriebe auch eingekürzt werden ohne der Pflanze zu schaden.

Sulcorebutia flavissima©DornenProjekt.de

 

Die spiralförmig angeordneten Rippen sind in flache Höcker unterteilt.

Aus den langgezogenen Areolen wachsen die meist kammartig angeordneten Dornen, ohne Mitteldornen. Blüten sind unbehaart, trichterförmig, weiß, gelb, orange, rot oder auch lila mit allen Zwischentönen, manchmal auch geflammt oder mehrfarbig.
Die Früchte haben etwa 5 mm Durchmesser, reißen bei der Fruchtreife auf oder trocknen einfach ein und zerfallen bei Berührung.
Sulcorebutien kommen ausschließlich in Bolivien vor. Dort findet man sie in der Hauptsache im Bergland östlich des Andenhauptkammes auf 1.200 bis 3.500 m Höhe.

Sulcorebutia totorensis©DornenProjekt.de

 

Die Kultur ist recht einfach und auch für Kakteenanfänger gut geeignet.

Wer die Möglichkeit hat, der sollte die Pflanzen über die Sommerzeit im Freien kultivieren. Da sie in höheren Lagen beheimatet sind, bekommt ihnen stehende Luft im Gewächshaus nicht so gut. Auch zu warm überwinterte Exemplare kommen nicht oder nur schwer zur Blüte.
Besser ist es diese Pflanzen bei 3 bis 8 °C und trocken, im Winter zu halten.
Eine Vermehrung kann durch abtrennen und bewurzeln von Sprossen oder über Samen erfolgen.
Die Keimung des Saatguts erfolgt bei Zimmertemperatur nach 2 bis 3 Wochen.
Einige Arten dieser Gattung findest Du in meinem Shop
oder in noch größerer Auswahl in der Gärtnerei.

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