Euphorbia pisciermis

Zwar nicht mehr so eine ausgesprochene Rarität wie vor 20 Jahren aber immer noch eine selten in den Sammlungen anzutreffende Euphorbia ist  Euphorbia piscidermis. Piscis kommt aus dem Latein und bedeutet Fisch, wegen ihrer schuppenartiger Epidermis die einer Fischhaut ähnlich sieht. Heimat dieses Wollmilchgewächses ist Äthiopien auf ca. 1000m Höhe

Euphorbia piscidermis

Sie gehört zu den kugelförmigen Euphorbien. Im Alter kann sie aber zylindrisch hochwachsen, wie es auch bei E. obesa der Fall ist. Euphorbia piscidermis kann bis ca. 12cm hoch und 7cm im Durchmesser werden. Ältere Exemplare teilen sich dichotomisch. Der Scheitel ist tief eingesenkt. Die schuppenartig übereinander liegenden Warzen bedecken den ganzen Körper. Der Rand der Warzen ist gefranst, die raue Oberseite ist in Linien aus sehr kleinen weißen Punkten eingeteilt. Sie bildet weder Dornen noch Blätter aus. Die Blüten erscheinen aus den Achseln. Manchmal kommt es auch zur Cristatbildung

Euphorbia piscidermis fa. cristata

Weitervermehrung durch Samen aber den Samen selbst zu erzeugen gelingt selten da die Pflanzen nicht gerade als blühwillig zu bezeichnen sind leichter ist die Weitervermehrung durch abtrennen von Sprossen, die gerade bei gepfropften Exemplaren häufig auftreten.

Euphorbia piscidermis wächst auf eigenen Wurzeln sehr langsam und ist etwas empfindlicher, durch das Pfropfen wächst sie zügiger, ist aber trotzdem in Kultur nicht oft anzutreffen. Meist werden sie auf E. canariensis oder E. resinifera gepfropft. Das gießen richtet sich dann nach der Unterlage. Es gelingt auch Stecklinge zu schneiden und nachdem die Schnittstelle von dem weißen Milchsaft befreit und gut abgetrocknet ist, bilden sie Wurzeln aus. Die Pflanzen sollten in einem sehr durchlässigen Substrat kultiviert werden, sie sind gegen Nässe empfindlich. Den Standort sonnig und hell wählen. Sie verträgt keinen Frost und man sollte sie im Winter bei 10° bis 14° C halten.

Euphorbia piscidermis fa. cristata Gruppe

 

Ein Kommentar zu “Euphorbia pisciermis”

  1. Hallo,
    bin durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen. Danke für die spannenden Vorträge zu verschiedenen Euphorbiaarten. Vielleicht könnten Sie dabei auch Bezugsmöglichkeiten angeben. Die verlinkten Gärtnereien bieten ja hauptsächlich Kakteen an.
    Viele Grüße
    Wolfgang

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