Stenocactus coptonogonus

Die Nomenklatur dieser Gattung ist für  Pfleger dieser Kakteen verwirrend und umstritten.

Die Arten der Gattung wurden lange Zeit unter dem Gattungsnamen Echinofossulocactus geführt und steht so auch noch auf den Stecketiketten in den meisten Sammlungen und alten Kakteenbüchern.

Diese Gattung beschrieben 1841 von George Lawrence.
Echinofossulocactus umfasste damals 26 Arten, aber es war keine Leitart angegeben. Später stellte sich heraus, dass die 26 Arten zu fünf verschiedenen Gattungen gehörten. Karl Moritz Schumann stellte sie im Jahr 1898 auf, und offenbar in Unkenntnis der Arbeiten von Lawrence, als eine Unterart zu Echinocactus. Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose übernahmen 1922 Echinofossulocactus und typifizierten die Gattung mit Echinofossulocactus coptonogonus. Sie wählten die Art aber nur aus, da sie an erster Stelle der Artenliste von Lawrence stand. David Hunt publizierte 1980 die Ergebnisse seiner taxonomischen Studien zur Gattung und schlug  als Grundlagen Typ für die Gattung Stenocactus, Stenocactus helophorus vor. Auch die Internationale Organisation für Sukkulentenforschung (IOS) akzeptierte in der Folge die Gattung Stenocactus und erkannte sie mit  zehn Arten an.

Entschuldigen sie wenn ich in meiner Gärtnerei immer noch von Echinofossulocacteen spreche, ich bin halt unbelehrbar und benutze gerne noch den alten und so geläufigen Namen. Obwohl beim Beschriften von Etiketten wäre der Name Stenocactus schneller zu schreiben.
Heute möchte ich den Stenocactus coptonogonus mal schön ins Bild setzen.
Stenocactus bedeutet im griechischen eng,schmal was auf die enggestellten Rippen der Gattung hinweist,das trifft auf den coptonogonus als einzigen nicht zu, aber sei es darum. Vielleicht heißt er demnächst dann auch wieder anders, ich halte sie auf dem Laufenden.

Coptonogonus auch aus dem griechischen für eingeschnittene Ecken, das bezieht sich auf die Warzenstruktur wie man oben im Bild an einer alten Pflanze gut sieht. Die Warzen und Rippenform verändert sich auch wenn man jung und alt Pflanzen vergleicht. Im unteren Bild eine Jungpflanze.

Naturstandort von Stenocactus coptonogonus ist im mexikanischen Bundesstaaten Zacatecas, San Luis Potosí, Guanajuato und Hidalgo.
Wer seine Stenocactus im Gewächshaus hoch oben im Dachbereich unterbringen kann wird feststellen das die Dornen sehr viel dichter und breiter an den Pflanzen werden da sie sich vor der starken Sonnenbestrahlung schützen, natürlich sollte man sie dann auch öfter gießen.

Oben im Bild die Blüte, auffallend ist das fast bei allen dieser rosa bis dunkellila Mittelstreifen in den Blüten. Vermehrung aus Samen oder Sprossen die manchmal im alter gebildet werden. Durch die engestellten Rippen und die Wolle im Scheitel sollte man bei allen Unterarten von Stenocactus auf Wolllausbefall achten sie lieben diese Gattung und können sich dort gut verstecken.

2 Kommentare zu “Stenocactus coptonogonus”

  1. Hallo Kakteenfreund,
    wie du schon richtig schreibst, Stenocactus ist ein VORSCHLAG!
    Dieser wurde ungeprüft von der IOS übernommen und ist somit falsch. Echinofossulocactus wurde von Britton &Rose beschrieben und ist deshalb uneingeschränkt gültig
    es grüßt
    Uwe Lehmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.