Pilosocereus leucocephalus ssp. palmeri

Dieser Säulenkaktus wurde erst unter der Gattung Pilocereus, dann unter Pilosocereus und auch unter Cephalocereus geführt.
Bei den meisten wird auf dem Schildchen in der Sammlung Pilosocereus palmeri stehen.
Rose beschrieb1909 diese Art neu, da er etwas weniger Wolle  an dieser Pflanze sah, als bei der Art leucocephalus.
Aber der Unterschied ist zu gering um daraus eine Art zu machen, somit wurde es nur eine Subspecies. Und da Pilosocereus leucocephalus schon 1853 beschrieben wurde, hat er die älteren Rechte. Deshalb Stand 2004 wäre die richtige Schreibweise:
Pilosocereus leucocephalus ssp. palmeri.

Pilosocereus leucocephalus subsp. palmeri mit einer Blüte©Kaktusmichel.de


Pilosos bedeutet im lateinischen behaart und bezieht sich auf den weißen
Wollschopf im Kopfbereich. Die Haare werden länger und dichter, wenn er ins Blühalter kommt, dies kann aber 15-20 Jahre dauern.
Der blaugrüne Stamm wird etwa 2 bis 5 m hoch und verzweigt im Alter aus der Basis. Aber das scheint erst sehr spät zu passieren, unser Exemplar ist schon über 30 Jahre alt und hat noch nicht gesprosst.
Aus dem Wollschopf wachsen im Mai bis Juli mehrmals 6 cm lange, trichterförmige, weißlich bis rosa Blüten, mit einem gewöhnungsbedürftigen Geruch. Die Blüten öffnen abends und schließen am nächsten Mittag.
Die kugeligen Früchte messen etwa 4 cm im Durchmesser, im Inneren sind die schwarzen Samen in dunkelrotes, übel riechendes Fruchtfleisch eingebettet, das nach dem Aufplatzen der Frucht zum Vorschein kommt.

Die übel richende Frucht von Pilosocereus leucocephalus subsp. palmeri ©Kaktusmichel.de


Der Naturstandort dieser Säulen liegt in Tamaulipas, Hidalgo, Ciapas, Querétaro, San Luis Potosí und Veracruz in Mexiko, außerdem in Guatemala Honduras auf bis zu 1.000 m Höhe.
Eine sehr pflegeleichte Anfängerpflanze, die für Kakteenverhältnisse rasch wachsend ist. Die Wintertemperatur sollte bei mindestens 5 °C liegen.
Vermehrung durch Aussaat oder Kopfstecklinge.

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