Cintia knizei

Heute stelle ich eine klein bleibende und dornenlose Kakteenart vor, Cintia knizei.
Die Gattung mit nur dieser einen Spezies, wurde nach dem Fundort, der Stadt Cinti in Bolivien, benannt.
Manche Autoren würden sie lieber zu Rebutia, Weingartia oder Copiapoa stellen,
aber bis jetzt hat sie noch tapfer ihren Namen verteidigt.

Cintia knizei©Kaktusmichel.de
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Cintia knizei©Kaktusmichel.de
Cintia knizei©Kaktusmichel.de


Der Artname wurde zu Ehren des Entdeckers Karel Knize gewählt.
Entdeckt wurde dieser Kaktus schon 1969, aber erst 1996 von Jan Říha beschrieben.
Die natürlichen Vorkommen liegen in Chuquisaca, Cochabamba, La Paz, Oruro, Potosi in Bolivien auf 3.200 bis 4.500 m.
Sie bilden kleine, grünbraune Körper von 1 bis 3 cm Durchmesser, die in Höcker aufgelöst sind. Nur Jungpflanzen tragen auf den
Areolen kleine Dornen, die aber mit zunehmendem Alter abfallen.

Cintia knizei©Kaktusmichel.de
Cintia knizei mit Knospe©Kaktusmichel.de


Blüten werden aus der Scheitelmitte gebildet in hellem Gelb oder hellem Orange.
Sie ähneln denen von Copiapoa laui. Die 10 bis 15 cm lange Rü benwurzel macht den größten Teil der Pflanze aus.
Der Körper ragt nur leicht über die Erdoberfläche und zieht sich bei Trockenheit zurück.
Am Standort fällt ca. 400 mm Niederschlag im Jahr. Das Substrat dort besteht aus verwitternden Schieferschichten.
Höhere Vegetationen wachsen an den Standorten von Cintia nicht.
Die Temperatur kann nachts bis auf -7 °C fallen, doch am Tag wird durch die extreme Sonne in diesen Höhenlagen der Boden sofort aufgeheizt.
Somit kommen keine Frostschäden an den Pflanzen vor.
Da Cintia knizei sich im Gewächshaus nicht soweit in den Boden zurückziehen kann, ist ein Standort, der nicht den ganzen Tag Sonne hat,
die bessere Wahl.

Cintia knizei©Kaktusmichel.de
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Außerdem ist Luftzirkulation von Vorteil, um Verbrennungen an den Körpern zu vermeiden.
Ein mineralisches Substrat mit geringem Lehmanteil für die Topfkultur ist zu empfehlen.
Während der Wachstumszeit nur minimal Düngen, um das kompakte, gedrungene Wachstum beizubehalten.
Meist wird diese Pflanze gepfropft angeboten, aber sie wächst auf der Unterlage zu schnell und reißt oft auf oder verformt sich.
Wenn man beachtet, dass die Pflanzen eine Pfahl- oder Rübenwurzel ausbilden und auf Nässe empfindlich reagieren, kann eine Kultur auf
eigenen Wurzeln versucht werden.
Ich habe mit der Kultur auf eigenen Wurzeln bessere Erfahrungen gemacht.
Vermehrung über Aussaat oder auch eine Bewurzelung von Ablegern oder gepfropften Teilen ist möglich.

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