Blütenthripse an Sukkulenten

Oft sieht man diesen kleinen Plagegeist mit seiner reichliche Verwandschaft erst beim genaueren Betrachten der Blütenbilder auf dem PC, der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis).
Immer mehr verbreitet sich dieser Schädling in unseren Gewächshäusern. Diese auch als „Blasenfüße“ oder „Fransenflügler“ bekannten Schmarotzer können in einer Sammlung schnell zur Plage werden. Sie saugen an Pollen und Blättern und bringen diese bei starkem Befall zum Welken. Meist halten sie sich in den Blüten oder auch an Triebspitzen auf. Der Pollen dient als Nahrung für die Thripse, weswegen Blüten und Früchte infolge des Befalls verkümmern. Aber auch die weiche Haut zum Beispiel von Pleiospilos wir von ihnen heimgesucht.

Ein Thrips in mitten einer Blattlauskolonie ©DornenPROJEKT.de

Diese schlanken Tiere, wie ein Komma aussehend, sind zwischen 1,2 – 1,9 mm lang und halten ihre gefransten Flügel dicht am Körper zusammengeklappt. Mithilfe eines Stachels am Hinterleib legen sie ihre Eier in die Epidermis der Pflanzen ab. Das Schadbild ist so durch silbrig wirkende Punkte oder Streifen an den befallenen Stellen zu erkennen. Leider bekommt ihnen gerade der Aufenthalt im heißen Gewächshaus besonders gut, die hohen Temperaturen beschleunigen noch die Weitervermehrung dieser Tiere.

Schadbild an einem Glottiphyllum durch Thripse©Gminder

Behandlungsmöglichkeit:
Anbringen von Blautafeln dient der Erkennung eines Befalls. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie die der Gelbtafeln bei anderen Schädlingen, also nur mehr eine Anzeige, ob diese Tiere in größeren Mengen vorkommen.
Thripse sterben im Freien nach dem ersten Frost ab. Aber im Gewächshaus sind sie nur sehr schwer zu Bekämpfen. Hier können natürliche Feinde der Schädlinge zum Einsatz kommen, wie Florfliegenlarven oder auch Raubmilben (Amblyseius cucumeris). Aber dies ist nur eine begrenzte Hilfe. Systemische Gifte helfen auch nur wenig, da diese Gifte in den Leiterbahnen der Pflanzen wirken, aber diese Schädlinge nur die Oberfläche der Epidermis, oder die Blütenblätter befallen und somit kaum etwas vom Gift abbekommen. Gegen viele dieser Mittel sind die Tiere auch bereits resistent. Eine einigermaßen erfolgreiche Bekämpfung bewirkt eine Behandlung mit einem Kontakt-Insektizid oder auch mit Spruzit von Neudorf. Aber die Behandlung sollte dann drei- bis viermalig im Abstand von 4 Tagen erfolgen, um auch die Nachkommen zu erwischen.

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