Blossfeldia liliputana

Werdermann beschrieb diese von Blossfeld und Marsoner entdeckte Pflanze 1937.
Der Zusatz liliputana sagt in diesem Fall schon alles.
Wurzelecht gezogene Pflanzen erreichen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm. Während gepfropfte Exemplare größer werden können.
Nach der ersten Entdeckung galten diese Kakteen rasch als ausgestorben, bis man feststellte, dass die Pflanzen sich bei Trockenheit fast ganz in Felsenspalten zurückzogen und somit nicht mehr sichtbar waren.

Blossfeldia liliputana©Kaktusmichel.de
Blossfeldia liliputana©Kaktusmichel.de


Die Lebensräume dieser Minikakteen sind Felsritzen in Steilhängen, meist an der Sonne abgewandten Seite.
Blossfeldia bildet keine Dornen und Rippen aus, die winzigen Areolen sind in Spiralen auf dem Körper verteilt, die im Scheitel zusammenlaufen.
Die Epidermis ist grün mit grauer Bereifung, sie bilden eine Rübenwurzel aus.
Die Blüten haben einen Durchmesser von 5 bis 7 mm, sind weiß-rosa und zahlreich.
Samenkapseln werden auch ohne Bestäubung gebildet.
Die Früchte sitzen als rötlich-braune Kugeln auf den Pflänzchen und sind prall mit winzigen Samenkörnern gefüllt.
Nach der Reife platzen sie auf und die feinen Samen kullern heraus. Die Samenkörner ähneln denen von Frailea Arten.

Blossfeldia liliputana©Kaktusmichel.de
Ohne Dornen aber dennoch ein Kaktus, da Areolen entwickelt werden©Kaktusmichel.de

 

Es ist der einzige Kaktus, der selbst bei einem Wasserverlust von 80 % noch überleben kann. Die Pflege ist deshalb recht unproblematisch.
In Kultur sollten sie besser im Halbschatten zum Beispiel hinter größeren Pflanzen stehen.
Als Substrat hat sich ein Gemisch aus Lehm, Bims oder Perlit als zweckmäßig erwiesen.
Auch wenn eine trockene Überwinterung nicht schadet, gibt man diesen Pflanzen in der Winterruhe (Dezember bis Februar) alle 2 Monate etwas Wasser, natürlich sehr sparsam.
Die Überwinterungstemperatur liegt bei 6 bis 10 °C.
Wir haben festgestellt, dass sie dann reichlicher blühen.

Samenkapsel an Blossfeldia liliputana©Kaktusmichel.de
Aufgeplatzte Samenkapseln an einer Blossfeldia liliputana©Kaktusmichel.de

Vermehrung erfolgt über Aussaat, die Sämlinge wachsen sehr langsam heran.
Bei einer Pfropfung bilden die Blossfeldien unnatürlich viele Sprossen, die aber mit etwas Geduld und Zeit bewurzelt werden können.
Die Aussaat funktioniert am besten mit der sogenannten Fleischer-Methode, wobei die Aussaat-Temperatur möglichst niedrig gehalten wird, zwischen 10 – 15 °C.

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2 Kommentare zu “Blossfeldia liliputana”

  1. Vielen Dank! Das mit der niedrigen Keimtemperatur bei Blossfeldia war der entscheidende Hinweis.
    Versuche schon seit mehreren Jahren Blossfeldien mit der Fleischermethode nach zu ziehen. Allerdings ist bei mehreren hundert Korn immer nur eine handvoll gekeimt, was bei dem Aufwand mit der Fleischermethode ziemlich frustrierend ist.
    Und siehe da bei 15 Grad und ohne Unterwärme geht das Zeug auf wie Gras! Es dauert halt jetzt ca. 5-7 Jahre bis man eingermaßen anschauliche Pflänzchen hat.
    Das gleiche gilt übrigens auch für die Aztekien. Die keimen bei ca. 20 Grad am besten. Und nie direkte Sonneneinstrahlung!
    Viele Grüße

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