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Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im August

Die Kakteen und Sukkulenten werden das letzte Mal in diesem Jahr gedüngt, hierzu kann ein Kalium (K) betonter Dünger eingesetzt werden, wie den der auch oft für die Herbst­-Düngung des Rasens verwendet wird.
Dieser stärkt das Zellgewebe für den Winter.

Mammillaria hahniana©Kaktusmichel.de

Blütenreste entfernen

Anhaftende Blütenreste absammeln oder abschneiden um keine Eintrittsöffnungen für Fäulnis in den folgenden Monaten zu ermöglichen. Dabei findet sich dann auch noch die eine oder andere Samenfrucht an den Kakteen. Auch wenn der Bestäubungspartner nicht bekannt ist, die Samen können für die nächste Aussaat genutzt werden. Meist gibt es dann robustere Nachkommen, wenn auch nicht immer Artrein. Bei sehr starkwüchsigen Opuntien ist jetzt die letzte Gelegenheit einige Triebe abzuschneiden und diese für die Weitervermehrung zu stecken.

Samenkapseln an einer Epithelantha micromeris©Kaktusmichel.de

Urlaub und Kakteen

Wer in Urlaub fährt, sollte seine Nachbarn oder Verwandten genau aufklären, wie die Pflanzen zu gießen sind.
Leider hat schon so manche gut gemeinte Wassergabe einem lang gehegten Schatz den Garaus gemacht.
Am besten die Pflanzen nach Wasseran­spruch zusammen stellen, das macht auch einem ungeübten Pfleger die Sache etwas leichter.
Sind nur 2 – 3 Wochen für die Urlaubsreise eingeplant, reicht es vor der Abreise die Kakteen noch einmal durchdringend zu wässern, dann ist das ausreichend bis zur Heimkehr. Bei so manchen anderen Sukkulenten kann dieser Zeitraum der Trockenheit etwas zu lang sein, diesen sollten wenigstens einmal Wasser in 14 Tagen bekommen.

Die lebenden Steine kommen langsam in Blüte (Lithops dorotheae) ©Kaktusmichel.de

Allgemeine Pflege

Wie schon in den vergangenen Monaten, wenn möglich in den frühen Morgenstunden gießen.
Auf Schmierläuse (Bekämpfung siehe meinen Blogbeitrag) und Spinnmilben (dazu auch der Blogbeitrag) achten die sich in der trockenen Luft sehr rasant vermehren können.
Umtopfarbeiten während den heißen Monaten nur in Ausnahmefällen durchführen. Weiterhin ist es möglich Stecklinge zu schneiden, diese an einem schattigen Platz abtrocknen lassen um sie später dann zu Bewurzeln.

Fast in jeder älteren Sammlung ist der gelbe Sauerklee oder auch Hornsauerklee (Oxalis corniculatus) zu finden.

Sauerklee satt. Da hilft nur Austopfen und alle fremden Wurzeln entfernen.


Die Aussage der blüht schön, kann nicht beruhigen.
Dieses Unkraut ist sehr lästig und nur schwer zu bekämpfen. Essbar ist es nicht, da der Klee zu viel Oxalsäure enthält, Abreisen stört ihn wenig, wegen der sehr langen, fleischigen Wurzeln.

Die Wurzeln vom Sauerklee sind sehr lang.


Außerdem besitzt der Sauerklee eine fast grenzenlose Vitalität um wieder und wieder auszutreiben, selbst nach langer Trockenheit. Die Samen kleben überall fest und keimen noch nach Jahren bei Erdkontakt.
Da hilft nur die Kakteen und anderen Sukkulenten auszutopfen und jedes noch so kleine Würzelchen aus dem Substrat zu entfernen.
Eine weitere Möglichkeit ist angerührtes Herbizid mit einem Pinsel aufzunehmen und den Klee damit zu befeuchten.
Dabei besteht jedoch das Risiko, die Kulturpflanze ebenfalls zu treffen und zu schädigen.
Am besten ist immer die Vorbeugung.
Neuerwerbungen auf Unkräuter und tierische Schädlinge zu überprüfen, bei Bedarf in neues Substrat zu pflanzen und immer wieder kontrollieren, um den Anfängen Einhalt zu bieten.

Uuser Kaakdus Vereinsabbend waar widder sehr invormatiff, Schatzilein! ©Kaktusmichel.de

Erfahrungsaustausch ist wichtig!

Nutzen Sie die Urlaubszeit dazu andere Kakteen- und Sukkulentenfreunde zu besuchen oder einzuladen und Erfahrungen positive wie negative auszutauschen.
Meist gibt es viele Gemeinsamkeiten bei unserem Hobby.

Oder schauen Sie mal auf der DKG Webseite unter Ortsgruppen nach, sicher gibt es eine dieser Interessengemeinschaften auch in Ihrer Nähe.

In meinem Umkreis bieten sich gleich 3 Ortsgruppen an:
Michelstadt
Darmstadt
und Aschaffenburg

Während den Treffen gibt es immer genügend Information auch zu Pflanzenschutz-Themen, tolle Vorträge über Kakteen und andere Sukkulenten, sowie Reiseberichte in die Heimatländer dieser einzigartigen Pflanzen. Nur Mut ein Besuch lohnt sich immer.

Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im Juli

 Während der heißen Tage die Pflanzen früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag bzw. Abend gießen!
Die am Tage geschlossenen Stomata der Kakteen und vieler der anderen Sukkulenten verhindern eine Verdunstung von Feuchtigkeit und damit auch den Saftstrom. Deshalb ist es besser über die heißen Mittagsstunden nicht zu gießen.
Über Nacht jedoch kann das angebotene Nass von den Wurzeln aufgenommen werden.

Kühle Nächte fördern das Wachstum.

Gut ist es, die Fenster und Türen Tag und Nacht offen zu lassen, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.
Frische, bewegte Luft ist ein wichtiger Faktor für die Pflanzengesundheit.
Hitzestau führt zu Verbrennungen und macht die Pflanzen anfälliger für Schädlinge.

Türe gegen ungewollte Eindringlinge.

Gegen ungebetenen Besuch durch größere Tiere während dieser Zeit kann ein an die Türgröße angepasster Holzrahmen, der mit einem engmaschigen Drahtgitter bespannt wurde, in der offenen Türen fixiert werden.

Regenwasser sollte gesammelt werden.

Wer kein Regenwasser sammelt, aber im Garten noch Platz für eine Regentonne hat, sollte eine solche aufstellen, denn Regenwasser ist seiner geringen Härte wegen zum Gießen optimal. Man kann die beabsichtigte Düngerlösung bereits in dem Sammelbehältnis anmischen. So muss man den Dünger nicht für jede einzelne Gießkanne neu abmessen. Mit einer Regenfasspumpe und einem Gartenschlauch lässt sich das Wasser direkt ins Gewächshaus leiten, sodass der Transport durch Gießkannen entfällt.

In trockenen Sommern muss auch drausen gegossen werden.

 Bei längeren Trockenperioden müssen die epiphytischen Kakteen, die den Sommer über draußen im Freien stehen bzw. hängen, regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Wer in einem Gebiet wohnt, das öfters von Hagel bedroht wird, sollte sich überlegen seine Kakteen und anderen Sukkulenten mit einem Dach aus feinmaschigem Gitter zu schützen.

Noch ist Pflanzzeit für Freilandkakteen.

Ein Beet für Freilandkakteen, die ganzjährig draußen bleiben sollen, kann noch bis in den August hinein angelegt und bepflanzt werden.
Dafür eignen sich winterharte Kakteen.

“Winterhart” bedeutet, dass die Witterungsbedingungen ganzjährig ungeschützt ausgehalten werden. Dabei sind die Mindesttemperaturen nur ein Faktor. Tiefe Temperaturen unter einer schützenden Schneeschicht werden meist viel besser vertragen als wechselfeuchte Winter mit abwechselndem Schnee- und Tauwetter.

Nicht überall kann ein Kakteenbeet angelegt werden.

Was im Weinbauklima an der Bergstraße ohne weiteres gelingt, kann im oft dauerfeuchten Norden von Deutschland schon unmöglich sein.
Eine gute Recherche, welche Pflanzen in einen Stein- oder Wüstengarten dauerhaft im Freien gepflanzt werden können und welche das örtliche Klima vertragen, ist die Grundlage, bevor man dieses Experiment startet. Auf jeden Fall Rückschläge mit einplanen, denn diese lassen sich nicht immer vermeiden!
Oder es werden nur Sommergäste in den Garten gestellt die im Winter wieder einen Frosgeschützten Platz bekommen.
Das Wichtigste für die Anlage eines solchen Beetes sind ein sonniger Standort (mindestens sechs Stunden Sonne am Tag) sowie ein durchlässiger Untergrund.

Substrat für Freilandkakteen.

Als Substrat hat sich bei mir eine Mischung aus zwei Dritteln mineralischer Bestandteile mit einer Körnung von 0–20 mm und einem Drittel leichter Gartenerde bewährt. Der mineralische Anteil kann aus Sand, Ziegelsplitt, Bims, Lava, Blähton oder Ähnlichem bestehen. Als Bodenabdeckung empfehle ich eine mindestens 5 cm dicke Schicht aus grobkörniger Lava oder aus Splitt anderer Gesteinsarten.
Unkraut lässt sich so leichter entfernen.
Gut bewährt hat sich auch ein drainierter Unterbau aus großen Steinplatten oder zerbrochenen Dachziegeln, die mit Vlies abgedeckt werden, damit die darüber aufgebrachte feinere Mischung nicht in den Spalten des Untergrundes versickert.
Mit einer leichten Schräge im Unterbau erreicht man einen schnelleren Abfluss des überschüssigen Regenwassers. Die Substratschicht braucht insgesamt nicht dicker als 15–20 cm aufgefüllt zu werden, nur für größere Pflanzen sollten es 30–40 cm sein.

Steine nicht nur zur Zierde.

Um die Kakteen vor kalten Winden zu schützen, werden große Steine neben die Pflanzen gelegt, zusätzlich speichern diese bei Sonnenschein die Wärme und geben sie nachts an die Umgebung wieder ab.
Wenn alle Sukkulenten eingepflanzt sind, gießen wir noch nicht sofort an, sondern frühestens nach einer Woche, damit sich Verletzungen an den Wurzeln schließen können. Ansonsten können Pilze oder andere Krankheitserreger über die frischen Wundflächen in die Pflanze eindringen.

Ist der Standort sehr trocken und heiß oder gar überdacht, das Substrat alle zwei bis drei Wochen befeuchten bis die Pflanzen eingewurzelt sind.
Ab Ende September wird das Gießen im Freiland eingestellt.

Düngung der Freilandkakteen.

Meine Freilandsukkulenten erhalten von März bis Mai einen herkömmlichen Volldünger (15–20 Gramm je Quadratmeter), also jetzt nicht mehr, damit die Triebe bis zum Winter ausreifen können.

Tipps für die Zimmerkultur.

Im Hochsommer wird es hinter der Fensterscheibe oft zu heiß für die Sukkulenten. Mangels Luftbewegung kann dies zu einem Hitzestau und in der Folge zu Verbrennungen an den Pflanzen führen. Meist hilft es schon, wenn die Pflanzen etwas mehr Wasser bekommen. Sie vertragen die Hitze dann besser. Das Schließen der Rollläden über die Mittagszeit an den besonders heißen Tagen ist eine Option, kann aber dazu führen, dass die Pflanzen zu stark verweichlichen.

Sofern die Möglichkeit besteht, ist es für viele Arten am besten, sie auf die Fensterbank nach draußen zu stellen. An der frischen Luft wird die pralle Mittagssonne weit besser vertragen. So, direkt dem Wetter und den schwankenden Temperaturen ausgesetzt, werden die Pflanzen abgehärtet. Auch Schädlinge werden auf diesen Pflanzen nur sehr selten zum Problem.

Immer ein offenes Auge für Schädlinge.

Man kann es nicht oft genug sagen: Weiterhin ein Augenmerk auf Schädlinge halten und bei Bedarf Gegenmaßnahmen ergreifen! Sofort erkannter Befall lässt sich meist noch mit einfachen Mitteln (z. B. Absammeln oder Absprühen) in den Griff bekommen.
Ist der Befall stärker sollte man zu stärkeren Mitteln greifen,
siehe dazu den Blobeitrag über die Wolllaus.

Gerade wärend der trocknen und heißen zeit treten auch gerne Spinnmilben an den Kakteen und Sukkulenten auf (Blogbeitrag).

Samenernte bei Kakteen und anderen Sukkulenten.

Nach dem erfolgreichen Bestäuben (Blogbeitrag) setzen die Pflanzen Früchte an, die je nach Art wenige Wochen bis über ein Jahr zur Reife benötigen. Reife Früchte lassen sich leicht vom Pflanzenkörper lösen. Manche zeigen die Reife durch Aufplatzen oder Umfärben an. Nach der Ernte müssen die Samen gereinigt, das heißt vom Fruchtfleisch befreit werden. Je nach Gattung ist das leichter oder schwieriger zu bewerkstelligen. Einige Früchte sind bei Reife innen trocken und der Samen fällt nach Öffnen der Frucht einfach heraus, ohne dass noch Fruchtfleisch anhaftet. Eine Reinigung ist dann meist nicht erforderlich. Bei anderen Arten sind die Samen innerhalb der Frucht in saftiges Fruchtfleisch eingebettet. In der Natur werden diese Früchte oft – samt Samen – von Kleinsäugern oder Vögeln gefressen. Die unverdauten Körner werden über den Kot ausgeschieden und auf diese Weise oft weit verbreitet. Bei solchen Früchten ist die Reinigung der Samen aufwendiger, denn der Samen muss vom anhaftenden Fruchtfleisch befreit werden. Dies kann durch Auswaschen in einem feinmaschigen Sieb oder einem Leinentuch unter Wasser erfolgen. Anschließend lässt man die Samen auf Papier trocknen. Haftet weniger Fruchtfleisch an den Körnern, genügt es, die Samen zwischen zwei Papiertüchern hin und her zu reiben.

Die Früchte mancher Arten geben die Samen beim Lösen der Frucht durch eine Basalpore frei (z. B. bei einigen Vertretern der Gattung Ferocactus oder Eriosyce). Die Samen rieseln beim Lösen der Frucht vom Kaktus aus dieser Öffnung heraus und bleiben im Scheitel oder im Wollfilz der Pflanzen liegen. Das Aufsammeln der kleinen Körnchen mit einer Pinzette ist eine Option, aber sehr langwierig. Eine geniale Erfindung ist der „Samensauger“, der mit einfachen Mitteln selbst hergestellt werden kann: In den Schraubdeckel eines Glases werden zwei Löcher gebohrt und in diese ein längeres und ein kürzeres Schlauchstück gesteckt.

Der fertige “Samensauger”.

Das lange Stück ist der “Saugrüssel”, der bis kurz vor den Glasboden geführt wird, das kurze Stück endet weit oben im Glas. Sind die Bohrungen etwas größer geraten als der Durchmesser des Schlauches ist, die Öffnungen mit Silikon verschließen und trocknen lassen! An dem kurzen Schlauchstück mit dem Mund die Luft ansaugen und das längere Schlauchstück über die Samenkörner halten und damit aufsaugen. Die Samen sammeln sich dann am Boden des Glases.

Schwierig ist die Ernte auch bei einigen Mammillaria-Arten, bei welchen die Samenkörner in einer Art Tasche im Inneren des Pflanzenkörpers reifen. In der Natur werden die Samen so über mehrere Jahre verteilt peu á peu freigegeben. So lange wollen wir meist nicht warten. Man kann den Verschlussdeckel, der die Samenkörner schützt und zurückhält, vorsichtig anritzen, um an das kostbare Saatgut zu gelangen.

Ebenfalls eine Sonderbehandlung erfahren die Samenkapseln der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) wie beispielsweise Lithops oder Lapidaria. Die Körner sind in hartschaligen Kapselfrüchten eingeschlossen und mit einer Art Membrane abgedeckt. Die Früchte geben die Samen erst nach dem Kontakt mit Wasser frei.

Hier das ganze im Zeitraffer an eine Lapidaria margaretae

Auf diese Weise sind die Samen in der Natur gut geschützt, bis optimale Bedingungen für ein Keimen vorliegen. Wir können dieses Phänomen für die Samenernte nutzen: Die Kapselfrucht mit Wasser besprühen, bereits kurze Zeit danach öffnen sich Frucht und Abdeckung und geben die Samen frei, die mit einem Pinsel leicht herausgewischt werden können. Öffnet sich nur die Kapsel, sind die Samenkörner noch nicht reif. Pflanzen, deren Früchte die Samen erst nach dem Kontakt mit Wasser freigeben, werden auch als “Regenschwemmlinge” bezeichnet.

Beizung von Samenkörnern.

Zur Vorbeugung gegen eine Verpilzung der Aussaat kann Kaliumpermanganat zur Beize des Saatguts eingesetzt werden. Es genügt bereits eine kleine Menge von diesem Pulver in Wasser aufgelöst. Sobald sich das Wasser leicht verfärbt, genügt die Dosis schon. Es gibt aber auch fertige 1%ige Lösungen zu kaufen. Zur Behandlung die Samenkörner z. B. in ein Nylonsöckchen oder einen Teefilter geben und in der Kaliumpermanganatlösung schwenken, danach entweder gleich aussäen oder trocknen lassen.

Kaliumpermanganatpulver eignet sich auch zur Trockenbeize der Samen. Dafür gibt man die Samen zusammen mit etwas von dem Pulver in eine Filmdose (oder etwas Ähnlichem), schüttelt das ganze etwas hin und her, gibt anschließend die Samen samt Pulver in ein Sieb und siebt die Samen ab, fertig.

Lagerung des Saatguts.

Ganz frisches Saatgut am besten noch für vier bis sechs Wochen an einem kühlen Ort lagern, damit die Keimsperre im Samenkorn abgebaut wird! Die Keimsperre dient dazu, dass die Samen nicht schon in der Fruchtkapsel zur Keimung kommen.

In Samenbanken werden die Samen oft bei zweistelligen Minusgraden tiefgefroren. Für unsere Bedürfnisse ist das aber unnötiger Aufwand. Bei der Lagerung sollten größere Temperaturschwankungen, hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit vermieden werden. Ich strebe eine Lagertemperatur von etwa 10 °C an. Ein trockener, kühler Keller ist ein optimaler Lagerort. Als Lagergefäß haben sich Gläser mit Schraubdeckel bewährt, die Schutz vor Fressfeinden wie zum Beispiel Bohnenkäfern, Mehlmotten und Mäusen bieten. Um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, kann noch ein Trockenmittelbeutel (Silica Gel) oder etwas Katzenstreu in das Aufbewahrungsgefäß gelegt werden. Dies beugt auch einem Pilzbefall vor. Die Lagerung sollte dunkel erfolgen.

Jede noch so gute Lagerung schützt nicht davor, dass die Samen früher oder später nicht mehr keimfähig sind. Manches Saatgut verliert die Keimfähigkeit bereits nach einem Jahr, dazu zählen die Vertreter der Gattungen Frailea und Astrophytum, über mehrere Jahre keimfähig bleibt Saatgut von z. B. Lithops, Ferocactus, den meisten Mammillaria-Arten und Ariocarpus.