Hatiora x graeseri

Die Gattung Hatiora mit ihren 5 Arten gehören zu den epiphytischen Kakteen.Der Gattungsname wurde zu Ehren des im 16. Jahrhundert lebenden Botanikers Thomas Hariot gewählt, der Name Hatiora ist ein Anagramm seines Nachnamens. Hatiora x graeseri und wird umgangssprachlich als ‚Osterkaktus‚ bezeichnet.

Hatiora x graeseri ©kaktusmichel.de

Dieser Hybride zwischen Hatiora gaertneri und Hatiora rosea wird oft in Kultur angetroffen. Während die botanischen Arten: Hatiora gaertneri, Hatiora rosea, Hatiora epiphilloides, Hatiora salicornioides und Hatiora herminae eher selten, da viel empfindlicher in Sammlungen zu finden sind.
Der Unterschied zu den Weihnachtskakteen die zygomorphe Blüten haben,

Zygomorphe Blüte an einer Schlumbergera opuntioides ©kaktusmichel.de

ist leicht ersichtlich durch die radiärsymmetrische Blüten der Hatiora.

Radiärsymetrische Blüte an einer Hatiora x graeseri ©kaktusmichel.de

Die Gattung Hatiora früher auch als Rhipsalidopsis bezeichnet hat nur ein kleines Verbreitungsgebiet in den Südost Brasilianischen Bergwäldern. Als epiphytische Pflanzen wachsen sie in Astgabeln oder direkt am Stamm in der Rinde von Bäumen. In Gemeinschaft von anderen epiphytische Pflanzen wie Bromelien, Tillandsien und Flechten vor. Seltener auch in Humusansammlungen am Boden.

Hatiora x graeseri ©kaktusmichel.de

Der Standort sollte nicht in direkte Sonne sein, also nichts für ein Südfenster.
Wer vergeblich auf Knospen wartet hat die Pflanzen meist zu warm überwintert. Die Knospenbildung erfolgt etwa nach 6-8 Wochen bei 8 bis 10°C anschließenden bei Zimmertemperatur aber nicht über 23 Grad.
Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch Stecklingen, in den Monaten Mai bis Juli, der sogenannten vegetaiven Vermehrung. Dazu sind Stecklinge mit 3-4 ausgereiften Glieder an der dünnsten Stelle abzuschneiden. Nach dem Abtrocknen der Schnittstelle, 3-4 Tage kann der Steckling in ein sandig-humoses Substrat, oder auch in gespannter Luft in Wasser (etwa 3-4cm Wasserstand, in einem Glasgefäß) bei etwa 22-25 Grad bewurzelt werden. Bei der Wasserbewurzelung öfter mal das Wasser wechseln um Fäulnis vorzubeugen. Der Steckling müsste nach 4-5 Wochen gut bewurzelt sein und in sein Endgefäß gepflanzt werden können. Das Substrat sollte einen PH Wert unter 7 haben, also im sauren Bereich. Blumenerde mit hohem Torfanteil mit Beigaben von Perlite, Kieselgur oder Sand. Wer gleich etwas Hornspäne oder getrockneten Rinderdung beimengt hat schon eine Vorratsdüngung angelegt. Die Pflanzen können in meiner Gärtnerei gekauft werden, Versand ist nicht so günstig da meist einige Glieder abbrechen.

4 Kommentare zu “Hatiora x graeseri”

  1. Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen. Vielen dank für die Informationen.

    Gruß Anna

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