Offener Sonntag

Am 4. August 2019 haben wir wieder für Sie sonntags geöffnet.

Wir haben an diesem Tag von 10 bis 13 Uhr für Sie geöffnet.
Auch wenn sie etwas weiter fahren müssen, ein Besuch bei uns lohnt sich immer.

Bis am Sonntag es freut sich:
Euer Kaktusmichel von Andreae Kakteenkulturen

Und außerdem noch ein Geheimtipp:
In Otzberg-Lengfeld wird an diesem Wochenende noch eine Attraktion geboten die
33. Vorderladertage beim SV 1966 Lengfeld e.V.
Das könnte man doch super für einen Ausflug verbinden!

 

Echinocereus blankii oder ein Hybride?

Gleich vorne neben unseren Schwiegermutterstühlen im Schaubeet, wächst ein Echinocereus der immer  für Aufsehen sorgt.
Ohne Blüten ist es einfach nur eine bedornte Gurke die des Öfteren eher gräulich grün und nicht so attraktiv wirkt.

Kaum ist dieser Kaktus aber mal im Flor, bleibt fast jeder davor stehen und findet ihn ganz toll.
Bei uns trägt er den Namen Echinocereus blankii.
Der Artname wurde ihm 1865 von Palmer gegeben, aber wie bei vielen Kakteen hat sich die Nomenklatur mal wieder geändert und er heißt seit 2012 nun Echinocereus enneacanthus subsp. brevispinus (W.O.Moore) N.P.Taylor.

Echinocereus blankii in voller Blüte ©Kaktusmichel.de


Der Gattungsname setzt sich zusammen aus dem lateinischen echinus für „Igel“ und cera für „Kerze“, frei übersetzt „Igelsäulenkaktus“.

Die ersten Pflanzen dieser Gattung wurden noch als Cereus beschrieben.
Doch 1848 erkannte Engelmann an Hand von Samen und Blütenmerkmalen, dass diese Kakteen einer eigenen Gattung angehören müssen.

Auffallend ist, dass fast alle Echinocereen eine grüne Narbe in der Blütenmitte haben.

Auffallend ist der grüne Stempel in der Blüte bei den Echinocereen ©Kaktusmichel.de


Wenn, ich jetzt aber unter dem Artnamen genauer nachschaue kommen mir meine Zweifel, ob wir diese Pflanze richtigen benannt haben?

Mit der Nachbestimmung ist es immer wieder schwer, deshalb kann ich mich kaum festlegen.
Vielleicht handelt es sich auch um einen Hybriden?


Egal wir sind uns einig, in Blüten ist er die Attraktion 🙂 , da spielt der Name nur eine untergeordnete Rolle!


Und hier noch was zur Pflege:

Im Allgemeinen vertragen gerade die Angehörigen dieser Gattung mehr Dünger aufgrund ihres stärkeren Wachstums und der über mehrere Tage anhaltenden Blütenpracht.
In alten Literaturhinweisen wird immer wieder gewarnt, mit dem Gießen zu früh anzufangen.
Es wird von Mausohrgröße der
Knospen gesprochen, bevor die ersten Wassergaben verabreicht werden darf.
Doch nach meiner Erfahrung ist es nicht notwendig, mit
dem Gießen so lange zu warten, meist beginne ich, wenn der erste Blütenansatz zu sehen ist.
Der Standort muss stimmen, am
besten volle Sonne auf einem erhöhten Platz, das ist wichtiger.
Bei ungünstigem
Standort oder Unterernährung treten an den Pflanzen vermehrt Schädlinge wie Spinnmilben und Wollläuse auf.
Deshalb bei immer wiederkehrendem Befall unbedingt die Standortgegebenheiten überprüfen.

Damit im nächsten Jahr wieder ausreichend Blüten gebildet werden braucht dieser Kaktus genügend Zuwachs also nicht mit Dünger und Wasser sparen.
Auch sollte er  kühl und trocken überwintert werden, am besten bei 6-10 °C.

Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten im Juli

 Während der heißen Tage die Pflanzen früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag bzw. Abend gießen!
Die am Tage geschlossenen Stomata der Kakteen und vieler der anderen Sukkulenten verhindern eine Verdunstung von Feuchtigkeit und damit auch den Saftstrom. Deshalb ist es besser über die heißen Mittagsstunden nicht zu gießen.
Über Nacht jedoch kann das angebotene Nass von den Wurzeln aufgenommen werden.

Kühle Nächte fördern das Wachstum.

Gut ist es, die Fenster und Türen Tag und Nacht offen zu lassen, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.
Frische, bewegte Luft ist ein wichtiger Faktor für die Pflanzengesundheit.
Hitzestau führt zu Verbrennungen und macht die Pflanzen anfälliger für Schädlinge.

Türe gegen ungewollte Eindringlinge.

Gegen ungebetenen Besuch durch größere Tiere während dieser Zeit kann ein an die Türgröße angepasster Holzrahmen, der mit einem engmaschigen Drahtgitter bespannt wurde, in der offenen Türen fixiert werden.

Regenwasser sollte gesammelt werden.

Wer kein Regenwasser sammelt, aber im Garten noch Platz für eine Regentonne hat, sollte eine solche aufstellen, denn Regenwasser ist seiner geringen Härte wegen zum Gießen optimal. Man kann die beabsichtigte Düngerlösung bereits in dem Sammelbehältnis anmischen. So muss man den Dünger nicht für jede einzelne Gießkanne neu abmessen. Mit einer Regenfasspumpe und einem Gartenschlauch lässt sich das Wasser direkt ins Gewächshaus leiten, sodass der Transport durch Gießkannen entfällt.

In trockenen Sommern muss auch drausen gegossen werden.

 Bei längeren Trockenperioden müssen die epiphytischen Kakteen, die den Sommer über draußen im Freien stehen bzw. hängen, regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Wer in einem Gebiet wohnt, das öfters von Hagel bedroht wird, sollte sich überlegen seine Kakteen und anderen Sukkulenten mit einem Dach aus feinmaschigem Gitter zu schützen.

Noch ist Pflanzzeit für Freilandkakteen.

Ein Beet für Freilandkakteen, die ganzjährig draußen bleiben sollen, kann noch bis in den August hinein angelegt und bepflanzt werden.
Dafür eignen sich winterharte Kakteen.

“Winterhart” bedeutet, dass die Witterungsbedingungen ganzjährig ungeschützt ausgehalten werden. Dabei sind die Mindesttemperaturen nur ein Faktor. Tiefe Temperaturen unter einer schützenden Schneeschicht werden meist viel besser vertragen als wechselfeuchte Winter mit abwechselndem Schnee- und Tauwetter.

Nicht überall kann ein Kakteenbeet angelegt werden.

Was im Weinbauklima an der Bergstraße ohne weiteres gelingt, kann im oft dauerfeuchten Norden von Deutschland schon unmöglich sein.
Eine gute Recherche, welche Pflanzen in einen Stein- oder Wüstengarten dauerhaft im Freien gepflanzt werden können und welche das örtliche Klima vertragen, ist die Grundlage, bevor man dieses Experiment startet. Auf jeden Fall Rückschläge mit einplanen, denn diese lassen sich nicht immer vermeiden!
Oder es werden nur Sommergäste in den Garten gestellt die im Winter wieder einen Frosgeschützten Platz bekommen.
Das Wichtigste für die Anlage eines solchen Beetes sind ein sonniger Standort (mindestens sechs Stunden Sonne am Tag) sowie ein durchlässiger Untergrund.

Substrat für Freilandkakteen.

Als Substrat hat sich bei mir eine Mischung aus zwei Dritteln mineralischer Bestandteile mit einer Körnung von 0–20 mm und einem Drittel leichter Gartenerde bewährt. Der mineralische Anteil kann aus Sand, Ziegelsplitt, Bims, Lava, Blähton oder Ähnlichem bestehen. Als Bodenabdeckung empfehle ich eine mindestens 5 cm dicke Schicht aus grobkörniger Lava oder aus Splitt anderer Gesteinsarten.
Unkraut lässt sich so leichter entfernen.
Gut bewährt hat sich auch ein drainierter Unterbau aus großen Steinplatten oder zerbrochenen Dachziegeln, die mit Vlies abgedeckt werden, damit die darüber aufgebrachte feinere Mischung nicht in den Spalten des Untergrundes versickert.
Mit einer leichten Schräge im Unterbau erreicht man einen schnelleren Abfluss des überschüssigen Regenwassers. Die Substratschicht braucht insgesamt nicht dicker als 15–20 cm aufgefüllt zu werden, nur für größere Pflanzen sollten es 30–40 cm sein.

Steine nicht nur zur Zierde.

Um die Kakteen vor kalten Winden zu schützen, werden große Steine neben die Pflanzen gelegt, zusätzlich speichern diese bei Sonnenschein die Wärme und geben sie nachts an die Umgebung wieder ab.
Wenn alle Sukkulenten eingepflanzt sind, gießen wir noch nicht sofort an, sondern frühestens nach einer Woche, damit sich Verletzungen an den Wurzeln schließen können. Ansonsten können Pilze oder andere Krankheitserreger über die frischen Wundflächen in die Pflanze eindringen.

Ist der Standort sehr trocken und heiß oder gar überdacht, das Substrat alle zwei bis drei Wochen befeuchten bis die Pflanzen eingewurzelt sind.
Ab Ende September wird das Gießen im Freiland eingestellt.

Düngung der Freilandkakteen.

Meine Freilandsukkulenten erhalten von März bis Mai einen herkömmlichen Volldünger (15–20 Gramm je Quadratmeter), also jetzt nicht mehr, damit die Triebe bis zum Winter ausreifen können.

Tipps für die Zimmerkultur.

Im Hochsommer wird es hinter der Fensterscheibe oft zu heiß für die Sukkulenten. Mangels Luftbewegung kann dies zu einem Hitzestau und in der Folge zu Verbrennungen an den Pflanzen führen. Meist hilft es schon, wenn die Pflanzen etwas mehr Wasser bekommen. Sie vertragen die Hitze dann besser. Das Schließen der Rollläden über die Mittagszeit an den besonders heißen Tagen ist eine Option, kann aber dazu führen, dass die Pflanzen zu stark verweichlichen.

Sofern die Möglichkeit besteht, ist es für viele Arten am besten, sie auf die Fensterbank nach draußen zu stellen. An der frischen Luft wird die pralle Mittagssonne weit besser vertragen. So, direkt dem Wetter und den schwankenden Temperaturen ausgesetzt, werden die Pflanzen abgehärtet. Auch Schädlinge werden auf diesen Pflanzen nur sehr selten zum Problem.

Immer ein offenes Auge für Schädlinge.

Man kann es nicht oft genug sagen: Weiterhin ein Augenmerk auf Schädlinge halten und bei Bedarf Gegenmaßnahmen ergreifen! Sofort erkannter Befall lässt sich meist noch mit einfachen Mitteln (z. B. Absammeln oder Absprühen) in den Griff bekommen.
Ist der Befall stärker sollte man zu stärkeren Mitteln greifen,
siehe dazu den Blobeitrag über die Wolllaus.

Gerade wärend der trocknen und heißen zeit treten auch gerne Spinnmilben an den Kakteen und Sukkulenten auf (Blogbeitrag).

Samenernte bei Kakteen und anderen Sukkulenten.

Nach dem erfolgreichen Bestäuben (Blogbeitrag) setzen die Pflanzen Früchte an, die je nach Art wenige Wochen bis über ein Jahr zur Reife benötigen. Reife Früchte lassen sich leicht vom Pflanzenkörper lösen. Manche zeigen die Reife durch Aufplatzen oder Umfärben an. Nach der Ernte müssen die Samen gereinigt, das heißt vom Fruchtfleisch befreit werden. Je nach Gattung ist das leichter oder schwieriger zu bewerkstelligen. Einige Früchte sind bei Reife innen trocken und der Samen fällt nach Öffnen der Frucht einfach heraus, ohne dass noch Fruchtfleisch anhaftet. Eine Reinigung ist dann meist nicht erforderlich. Bei anderen Arten sind die Samen innerhalb der Frucht in saftiges Fruchtfleisch eingebettet. In der Natur werden diese Früchte oft – samt Samen – von Kleinsäugern oder Vögeln gefressen. Die unverdauten Körner werden über den Kot ausgeschieden und auf diese Weise oft weit verbreitet. Bei solchen Früchten ist die Reinigung der Samen aufwendiger, denn der Samen muss vom anhaftenden Fruchtfleisch befreit werden. Dies kann durch Auswaschen in einem feinmaschigen Sieb oder einem Leinentuch unter Wasser erfolgen. Anschließend lässt man die Samen auf Papier trocknen. Haftet weniger Fruchtfleisch an den Körnern, genügt es, die Samen zwischen zwei Papiertüchern hin und her zu reiben.

Die Früchte mancher Arten geben die Samen beim Lösen der Frucht durch eine Basalpore frei (z. B. bei einigen Vertretern der Gattung Ferocactus oder Eriosyce). Die Samen rieseln beim Lösen der Frucht vom Kaktus aus dieser Öffnung heraus und bleiben im Scheitel oder im Wollfilz der Pflanzen liegen. Das Aufsammeln der kleinen Körnchen mit einer Pinzette ist eine Option, aber sehr langwierig. Eine geniale Erfindung ist der „Samensauger“, der mit einfachen Mitteln selbst hergestellt werden kann: In den Schraubdeckel eines Glases werden zwei Löcher gebohrt und in diese ein längeres und ein kürzeres Schlauchstück gesteckt.

Der fertige “Samensauger”.

Das lange Stück ist der “Saugrüssel”, der bis kurz vor den Glasboden geführt wird, das kurze Stück endet weit oben im Glas. Sind die Bohrungen etwas größer geraten als der Durchmesser des Schlauches ist, die Öffnungen mit Silikon verschließen und trocknen lassen! An dem kurzen Schlauchstück mit dem Mund die Luft ansaugen und das längere Schlauchstück über die Samenkörner halten und damit aufsaugen. Die Samen sammeln sich dann am Boden des Glases.

Schwierig ist die Ernte auch bei einigen Mammillaria-Arten, bei welchen die Samenkörner in einer Art Tasche im Inneren des Pflanzenkörpers reifen. In der Natur werden die Samen so über mehrere Jahre verteilt peu á peu freigegeben. So lange wollen wir meist nicht warten. Man kann den Verschlussdeckel, der die Samenkörner schützt und zurückhält, vorsichtig anritzen, um an das kostbare Saatgut zu gelangen.

Ebenfalls eine Sonderbehandlung erfahren die Samenkapseln der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) wie beispielsweise Lithops oder Lapidaria. Die Körner sind in hartschaligen Kapselfrüchten eingeschlossen und mit einer Art Membrane abgedeckt. Die Früchte geben die Samen erst nach dem Kontakt mit Wasser frei.

Hier das ganze im Zeitraffer an eine Lapidaria margaretae

Auf diese Weise sind die Samen in der Natur gut geschützt, bis optimale Bedingungen für ein Keimen vorliegen. Wir können dieses Phänomen für die Samenernte nutzen: Die Kapselfrucht mit Wasser besprühen, bereits kurze Zeit danach öffnen sich Frucht und Abdeckung und geben die Samen frei, die mit einem Pinsel leicht herausgewischt werden können. Öffnet sich nur die Kapsel, sind die Samenkörner noch nicht reif. Pflanzen, deren Früchte die Samen erst nach dem Kontakt mit Wasser freigeben, werden auch als “Regenschwemmlinge” bezeichnet.

Beizung von Samenkörnern.

Zur Vorbeugung gegen eine Verpilzung der Aussaat kann Kaliumpermanganat zur Beize des Saatguts eingesetzt werden. Es genügt bereits eine kleine Menge von diesem Pulver in Wasser aufgelöst. Sobald sich das Wasser leicht verfärbt, genügt die Dosis schon. Es gibt aber auch fertige 1%ige Lösungen zu kaufen. Zur Behandlung die Samenkörner z. B. in ein Nylonsöckchen oder einen Teefilter geben und in der Kaliumpermanganatlösung schwenken, danach entweder gleich aussäen oder trocknen lassen.

Kaliumpermanganatpulver eignet sich auch zur Trockenbeize der Samen. Dafür gibt man die Samen zusammen mit etwas von dem Pulver in eine Filmdose (oder etwas Ähnlichem), schüttelt das ganze etwas hin und her, gibt anschließend die Samen samt Pulver in ein Sieb und siebt die Samen ab, fertig.

Lagerung des Saatguts.

Ganz frisches Saatgut am besten noch für vier bis sechs Wochen an einem kühlen Ort lagern, damit die Keimsperre im Samenkorn abgebaut wird! Die Keimsperre dient dazu, dass die Samen nicht schon in der Fruchtkapsel zur Keimung kommen.

In Samenbanken werden die Samen oft bei zweistelligen Minusgraden tiefgefroren. Für unsere Bedürfnisse ist das aber unnötiger Aufwand. Bei der Lagerung sollten größere Temperaturschwankungen, hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit vermieden werden. Ich strebe eine Lagertemperatur von etwa 10 °C an. Ein trockener, kühler Keller ist ein optimaler Lagerort. Als Lagergefäß haben sich Gläser mit Schraubdeckel bewährt, die Schutz vor Fressfeinden wie zum Beispiel Bohnenkäfern, Mehlmotten und Mäusen bieten. Um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, kann noch ein Trockenmittelbeutel (Silica Gel) oder etwas Katzenstreu in das Aufbewahrungsgefäß gelegt werden. Dies beugt auch einem Pilzbefall vor. Die Lagerung sollte dunkel erfolgen.

Jede noch so gute Lagerung schützt nicht davor, dass die Samen früher oder später nicht mehr keimfähig sind. Manches Saatgut verliert die Keimfähigkeit bereits nach einem Jahr, dazu zählen die Vertreter der Gattungen Frailea und Astrophytum, über mehrere Jahre keimfähig bleibt Saatgut von z. B. Lithops, Ferocactus, den meisten Mammillaria-Arten und Ariocarpus.

Ein Saguaro sucht ein neues Zuhause.

Saguaro sucht ein neues Zuhause.“

Als das Künstler-Ehepaar vor einigen Jahren eine Kunst- und Naturausstellung „Leben unter heißer Sonne – Die Sonora-Wüste in den USA“ planten, durfte das Wahrzeichen der Sonora-Wüste, der Saguaro als Highlight der Ausstellung natürlich nicht fehlen.

Saguaro in der Ausstellung in Wiesbaden©Paulduro
Saguaro in der Ausstellung in Wiesbaden©Paulduro

Da Saguaros, besonders in einer stattlichen Größe, jedoch nicht gerade zu den einheimischen Pflanzen in Deutschland gehören, der Import aus USA schwierig, langwierig und sehr teuer ist stand fest:

Sie gestalten einen „Saguaro“ selbst!

Modelliert wurde der insgesamt 3,60 m hohe Saguaro aus einem besonders festen PU-Schaum. Der Rohling (Mittelteil, 5 große und 1 kleiner Arm) wurde in mehreren Arbeitsgängen mit Modelliermasse und Kunststoff bedeckt, um eine stabile Oberfläche zu erhalten. Die Kolorierung des Modells erfolgte mit hochwertigsten und lichtechten Künstlerfarben. Auf die Oberfläche wurde zum Schutz ein Firnis aufgetragen.

Das Auffälligste an Kakteen sind natürlich die Dornen, die auch bei unserem Saguaro nicht fehlen durften. Knapp 10.000 Stück, aus weichem Kunststoff, wurden in Handarbeit einzeln gesteckt!

Auch die Dornen wurden von Hand gefertigt und befestigt©Paulduro
Auch die Dornen wurden von Hand gefertigt und befestigt©Paulduro

Da jeder Saguaro auch diverse Mitbewohner hat, wurde zusätzlich noch ein kleiner Kaktuskauz modelliert, der in einer ausgedienten Specht-Höhle wohnt.

Im Kaktus wohnt auch ein kleiner Repro-Kauz©Paulduro
Im Kaktus wohnt auch ein kleiner Repro-Kauz©Paulduro

Gesagt – Getan: „Nach ca. 460 gemeinsamen Arbeitsstunden war der lebensnaher Saguaro fertig!“

Aktuell ist dieser Saguaro eingelagert. Da die Ausstellung nicht mehr gezeigt und aufgelöst wird.

Deshalb sucht die Fam. Paulduro für dieses exklusives Ausstellungsstück ein neues Zuhause. Er ist völlig pflegeleicht in der Haltung, braucht nicht gegossen werden, und das Beste: „Er sticht nicht!“ Allerdings verträgt er keine Wetterereignisse wie Regen oder Frost und kann daher nur in Innenräumen aufgestellt werden.

Der Saguaro mit seinem Künstler©Paulduro
Der Saguaro mit seinem Künstler©Paulduro

Es wäre doch wirklich sehr schade, wenn er sein Dasein weiterhin in einem Lagerraum fristen müsste.

Wer die Illusion der Sonora-Wüste im eigenen Heim komplettieren möchte, dem können sie noch einige Wüstenbewohner wie Gila-Monster, Westliche Diamantklapperschlange in Bronze oder als täuschend echte Schlange (Paulduro Repro-Plastik) anbieten.

Begleittiere für den Saguaro können auch erworben werden©Paulduro
Begleittiere für den Saguaro können auch erworben werden©Paulduro

Steckbrief

Maße:

Höhe 3,60 m

Arme: In ca. 2 m Höhe (5 große und 1 kleiner Arm)

Stammdurchmesser: ca. 45 cm an der dicksten Stelle

Befestigung:

Im Inneren des „Saguaros“ verläuft ein stabiles Metallrohr.

Der Fuß ist eine ca. 30 kg schwere Metallplatte mit einem stabilen Metallstab. Beim Aufstellen des Kaktus wird der Stab in das eingelassene Metallrohr eingeführt (Kaktus ist drehbar).

Kolorierung: Mit lichtechten Künstlerfarben

Dornen: Ca. 10000 Stück aus weichem Kunststoff

Höhle mit Kaktuskauz:

In ca. 3 m Höhe, fast an der Spitze des „Saguaros“, befindet sich eine künstliche Höhle mit einer Paulduro-Repro-Plastik „Kaktuskauz“. Die Eule ist zwar aus Kunststoff, aber dennoch extrem lebensecht. Sie ist frei modelliert und mit Künstlerfarben koloriert.

Kosten:

13.200,00 Euro zzgl. 7% MwSt. Transportkosten je nach Entfernung oder Abholung

Ernst Paulduro und Ursula Krabbe-Paulduro,
www.ernstpaulduro.de

info@ernstpaulduro.de