House of Plants

Der Titel „House of Plants“ lässt nicht vermuten, dass es sich bei diesem Buch um eine Ausgabe in deutscher Sprache handelt.

Erst der Untertitel „Mit Sukkulenten, Luftpflanzen und Kakteen leben“ sorgt für Aufklärung.
Dieses Druckwerk wurde aus dem englischen übersetzt.

In netter Art wird von Caro Langton & Rose Ray über die Beweggründe, die zum Schreiben dieser Lektüre geführt haben, berichtet.

 

House of Plants, Caro & Rose Ray
© House of Plants – Mit Sukkulenten, Luftpflanzen und Kakteen leben von Caro Langton & Rose Ray, erschienen bei teNeues, € 35, www.teneues.com


In der Einleitung können wir lesen, dass sie ein Haus geerbt haben
, in dem noch einige Kakteen von Rose’s Mutter standen. Scheinbar hat die Tochter auch die Freude an den Sukkulenten mit in die Wiege gelegt bekommen.

Photo © Erika Raxworthy. All rights reserved
Photo © Erika Raxworthy. All rights reserved

Mir gefällt die behutsame Heranführung an diese Sukkulenten. Sie erklären, dass Pflanzen nicht nur ein Raumschmuck sind. Man soll sich die Wohnung mit seinen Gegebenheiten anschauen und dann erst die Pflanzen dafür aussuchen. Bei vielen ist es, so habe ich das oft erlebt, gerade umgekehrt und das führt meist zum Scheitern.

 

Photo © Erika Raxworthy. All rights reserved
Photo © Erika Raxworthy. All rights reserved

Dieses Werk ist leicht und Unterhaltsam zu lesen.
Gleichsam für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Untermalt von schönen Skizzen und Bildern in denen die Pflanzen ins rechte Licht gerückt werden.

 

Photo © Erika Raxworthy. All rights reserved
Photo © Erika Raxworthy. All rights reserved


Viele Tipps zur Pflege, Bepflanzung und dem Styling werden weitergegeben. Außerdem stellen sie viele Pflanzen mit ihren Ansprüchen im Einzelporträt vor.

Sehr gut wird auch auf die Lichtansprüche der einzelnen Gewächse eingegangen. Selbst Beispiele über vegetative Vermehrung fehlen nicht. Ich finde es ist ein rundum gelungenes Buch.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Kakteen.

 

House of Plants
Mit Sukkulenten, Luftpflanzen und Kakteen leben
Caro Langton & Rose Ray

erschienen bei teNeues
______________________________________________

19,5 x 25,5 cm
224 Seiten, Hardcover
ca. 160 Farbfotografien und Illustrationen
Texte in Deutsch
€ 35
ISBN: 978-3-96171-077-5

Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren -Eine besinnliche Zeit-

Da genießen wir es, dass die Gärtnerei vom 23. Dezember 2018 – 15. Januar 2019 mal geschlossen bleibt. Wir lieben unsere Kakteen und die anderen Sukkulenten, jedoch etwas Abstand und Ruhe, spornt einem wieder zu neuen Taten an.


Zeit für einen Rückblick

2018 war ein sehr heißes und trockenes Jahr. Der Aufenthalt in der Gärtnerei, bei diesen Temperaturen, oft schon knapp an der Schmerzgrenze. Das Gießwasser aus der Zisterne hat gerade so gereicht, aber für den Garten blieb um so weniger übrig.
Selbst wenn man Kaktus gelernt hat, war es anstrengend.

Der Tag der offenen Tür war sehr gut besucht, allen Dabeigewesenen nochmals vielen Dank dafür.
Wir erfreuten mit unseren Vorträgen wie jedes Jahr mehrere Ortsgruppen der Deutschen Kakteengesellschaft. Hat Spaß gemacht, so viele alte und neue Bekannte zu treffen.
Auf unserer letzten Ausstellung in Wiesbaden wechselten etliche Pflanzen ihren Besitzer. Gerade samstags war wieder die Hölle los.

Viele Kakteen- und Sukkulentenfreunde kamen in unsere Gärtnerei, oft mehrmals im Jahr. Danke für die Treue.

Sogar der hessische Rundfunk filmte in unserer Gärtnerei und hat noch einen Sendetermin für den 3. Januar geplant.
Überrascht waren wir auch von den vielen positiven Zuschriften aufgrund unserer Beiträge in der KuaS, der Vereinszeitschrift der Deutschen Kakteengesellschaft. Die 12 Beiträge für 2018 wollten erst einmal gestemmt werden.
Besonders aber freuten uns die Absatzzahlen unseres Kakteenbuches, scheinbar haben wir es doch richtig gemacht. Insgesamt ein sehr zufriedenstellendes 2018.

Zeit für einen Blick in die Zukunft.

In den letzten Wochen konnten wir unser Sortiment etwas auf Vordermann bringen, das lässt mit Zuversicht ins neue Jahr schauen. Die Lücken auf den Verkaufstischen sind fast verschwunden. Sicher findet ihr wieder einiges neues bei uns, lasst euch überraschen.


In Zukunft wollen wir uns mehr auf unseren Verkaufsshop und das reichhaltige Angebot in der Gärtnerei konzentrieren und nur noch beim Tag der offenen Tür in Darmstadt, als zusätzlichen Höhepunkt im Jahr, außerhalb unseres Geschäftes  Pflanzen verkaufen.
Ab 2019 wird es das Kaktusfest nicht mehr geben. Dafür ist jeder erste Sonntag im Monat von März bis Oktober von 10 bis 13 Uhr weiterhin verkaufsoffen. Natürlich mit dem gewohnten Service, Kaffee oder Tee und manchmal kleinen Leckereien. Außerdem gelten ab 16.01.2019 auch wieder unsere normalen Öffnungszeiten. Es gibt sicher weiterhin genug Gelegenheiten die Gärtnerei zu besuchen.

Es sind zwei Kurzvorträge, über Traumgärten und Mesembs in Vorbereitung. Tolle Bilder warten auf euch. Kommt doch einmal zu einem Vortragsabend in einen Kakteenverein. Termine und Veranstaltungsorte werden auf der Webseite pünktlich bekannt gegeben.

Zeit für ein Danke.

Ihr wart wieder toll. Es hat Spaß gemacht mit euch zu plaudern. Wir haben uns gefreut über die vielen netten Bemerkungen. Gerne senden wir auf diesem Wege,  die besten Grüße und  Wünsche für euch und eure Familien. Danke für die gute Zusammenarbeit in all den vergangenen Stunden! Kommt gut über die Feiertage wir sehen uns wieder ab dem 16. Januar mit neuem Elan.

 

Helga und der Kaktusmichel

 

Schlumbergera x buckleyi unser Weihnachtskaktus.

Die Heimat der Weihnachtskakteen.

Der Ursprung dieser Hybriden ist einesteils die botanische Art Schlumbergera truncata und und als zweites S. russeliana. Vorkommend im nördlichen Teil von Rio de Janeiro, San Paulo und dem Orgelgebirge in Ostbrasilien, in Höhenlagen von 1500 m bis über 2000 m. Dort sind es sogenannte Aufsitzerpflanzen, mit anderen Worten, sie wachsen epiphytisch auf Bäumen oder Felsen in Humusansammlungen.

Vermarktet werden nur noch Kreuzungen.

Der Ursprung war eine Kreuzung zwischen Schlumbergera russeliana und Schlumbergera truncata. Bekannt ist diese Züchtung seit etwa 1840, der ‘Vater’ dieser Hybriden war W. T. Buckley aus England. Folgerichtig der Name ‘Schlumberger x buckleyi’, wobei das ‚x‘ für Hybride steht.

Diese Pflanze ist der eigentliche „Ur-Weihnachtskaktus“, aber sie wird nur noch selten in den Sammlungen gepflegt.
Die Massenware unter dem Trivialnamen Weihnachtskaktus, ist heutzutage eine Auswahl- und Zuchtform, die aus dieser alten Hybriden entstanden ist.

Züchtererfolg

Es wurde bei diesen Kultivaren mehr auf den aufrechten und stabilen Wuchs, Blühwilligkeit und -farbe geachtet.
Die alten Formen hatten eher hängende Triebe und waren empfindlicher. Auch wurden die Zweige und Knospen beim Umstellen an einen anderen Platz oft abgeworfen.

Wuchsform der Pflanze.

Strauchartig verzweigter Wuchs. Die Sprossglieder blattartig, flach und am Rand eingekerbt oder leicht gezahnt mit einer Länge von bis zu 3,5 cm und einer Breite von 2,5 cm. Diese Stämme sind in einzelne Abschnitte unterteilt, botanisch als Phyllokladien bezeichnet. Am Ende der Glieder sind nur schwach ausgeprägte Areolen in Gruppen angeordnet. Daraus entwickeln sich feine borstenartige Dornen, die Blüten und auch die weiteren Phyllokladien.

Die Blüte.

Die Blütenblätter verwachsen im unteren Bereich zu einer Blütenröhre. Im oberen Teil trennen sich diese dann und sind leicht zurückgebogen. Die Blütenkrone ist etwas schief angeordnet, dies heißt zygomorph. Je nach dominantz der eingekreuzten Art können die Blüten auch mehr radiär ausgebildet sein und weniger zygomorph.
Größe der Blüte: Etwa 6 cm lang bei einem Durchmesser von 4 cm. Blütenfarben mit allen Zwischentönen (diese werden auch durch Temperaturen beeinflusst) von weiß, über gelb, orange, rosa und rot.

Blütezeit zwischen Dezember und Januar. Die Frucht ist rot und schwach kantig.

Pflege.

Die Hauptwachstumszeit erfolgt an sogenannten Langtagen (April – August) mit 14–16 Stunden Licht, bei Temperaturen über 20 Grad. Im Gegensatz dazu die Blütenbildung an Kurztagen (Oktober – November) mit 8 – 9 Stunden Helligkeit, bei etwa 15 Grad. Nach der Blüte werden diese Kakteen etwas trockener gehalten. Sobald die ersten Knospen zu sehen sind, solltest du wieder mehr gießen.

Standort in Kultur

Diese Pflanze fühlen sich im Sommer an einem halbschattigen Platz im Garten wohl.
In der Wohnung mag sie somit im Sommer keine volle Sonne, sondern eher einen Platz an einem Ost oder Nordfenster.
Während der Blüte am besten an einem kühlen, hellen Platz stellen (15 – 18 Grad).

Erdzusammensetzung

Wer sein Substrat selber anmischst möchte, kann dies aus lockerer Kakteenerde mit erhöhtem Humusanteil tun. Gerne auch mit einer geringen Menge Lehm.
Umtopfen solltest du alle 2–3 Jahre, nach der Blüte.

Da hartes Gießwasser nur schlecht vertragen wird, bitte wenn möglich mit Regenwasser gießen.
Das Düngen nicht vergessen und Staunässe vermeiden.

Vermehrung.

Wengleich du diese Kakteen auch aus Samen vermehren kannst, dies ist aber langwierig. Abgesehen davon wenn du keine neuen Kreuzungen erzielen willst, solltest du  auf Stecklinge zurückgreifen.
Diese gewinnst du aus einem Stamm mit 3 bis 4 Gliedern, die nach kurzem Abtrocknen in leicht feuchtem Torf-Sandgemisch, bei 20–24 Grad, schnell bewurzeln.