Wilder Wald ein exklusives Kochbuch

Jeder spricht von Nachhaltigkeit und Ressourcen schonen, nur wenige halten sich daran. Früher waren wir Menschen Jäger und Sammler und hatten nur soviel zum Überleben was wir selber erlegen oder sammeln konnten. Heute versorgt uns die Nahrungs­mittel­industrie mit allen möglichen Dingen, ob gesund oder ungesund, Hauptsache viel und immer verfügbar. Im Supermarkt um die Ecke finde ich alles, was ich brauche. Doch ist das wirklich befriedi­gend? Warum nicht mal wieder selber aktiv werden, zurück zu den Wurzeln. Aber keine Angst Mann / Frau soll jetzt nicht sofort in Feld und Flur nach Wurzeln graben, es ist nur im übertragenen Sinne gemeint. Vielleicht am Anfang mal im eigenen Garten auf Erkundungstour gehen welche Wildkräuter sich angesiedelt haben, wie Brennnessel, Gänseblümchen, Vogelmiere, Gundermann und Co. und was Leckeres daraus zubereiten. Wieder den Geschmack von unbehandelten, natürlichen Lebensmittel erkunden. Professionelle Unterstützung dazu gibt uns das Buch ‘Wilder Wald’, ein Kochbuch der Extraklasse.

Das Buch Wilder Wald ©Matthaes Verlag
Das Buch: Wilder Wald ISBN: 978-3875154382 ©Matthaes Verlag

Wilder Wald, die vier Elemente

Das Kochbuch ist untergliedert in die vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde und Luft. Die alten Griechen hielten sie für die Bausteine unserer Welt. Auch in dem vorliegenden Band sind sie die Basis aus denen die beiden Autoren und Köche Heiko Antoniewicz und Ludwig Maurer ihre Rezepte kreieren. Ludwig Maurer sagt in dem Buch ‘Wilder Wald’: „Jedes Element steht für einen Lebensraum, dem das zentrale Lebensmittel entsprungen ist und das den Geschmack des jeweiligen Gerichts prägt.“

Wilder Wald Rezeptbild Seite 88 ©Matthaes Verlag
Wilder Wald Rezeptbild auf Seite 88 ©Matthaes Verlag

Wilder Wald, die Rezepte

Die Autoren wollen mit ihren Rezepten zeigen, dass mit wenigen Mitteln großartiges und leckeres aus den Schätzen des Waldes entstehen kann. Sie holen sich die Inspirationen dazu in der freien Natur und erschaffen daraus exklusive Nahrungsmittel.
Das Buch ‘Wilder Wald’ beginnt mit dem Element Wasser, es ist allgegenwärtig in einer Küche. Ohne Wasser keine Gerichte, Wasser ist lebensnotwendig und Lebensraum für viele verschiedene Tierarten. Auf mehr als 55 Seiten sind zum Thema Wasser leckere Rezepte zum nach kochen aufgeführt.
Erde ist das nächste Element, welches in dem Buch behandelt wird. Der Humus im Ackerboden lässt Gemüse und Früchte wachsen, im Waldboden sprießen Pilze die zu vorzüglichen Speisen verarbeitet werden. Es soll alles verwendet werden, um nach Aussage der Autoren so wenig Abfall zu produzieren wie möglich. Übrigens, wusstet ihr, dass es wilden Blumenkohl gibt? Nein, dann lasst euch überraschen mit welchen Wildkräutern oder anderen Komponenten aus dem Pflanzenreich wohlschmeckende Gerichte gezaubert werden können.
Das Element Feuer steht für die Energie, die notwendig ist um warme oder kalte Gerichte herzustellen oder auch für uns überhaupt genießbar zu machen. Auch in diesem Kapitel des Buches ‘Wilder Wald’ sind viele Rezepte zum nach kochen zu finden.
Luft ist das letzte Element, welches ausführlich in dem Band behandelt wird. Ohne Atemluft gibt es kein Leben auf der Erde. Luft wird auch beim Zubereiten von Speisen benötigt. Ein roher Schinken muss beispielsweise 12 Tage an der Luft trocknen und durch reifen bevor er in den Rauch kommt und für uns dann zum Leckerbissen wird.

Das außergewöhnliche Kochbuch ©Matthaes Verlag
Das außergewöhnliche Kochbuch: Wilder Wald ©Matthaes Verlag

Fazit

‘Wilder Wald’ ist nicht einfach nur ein Kochbuch, das Autorenteam hat es fertiggebracht, dass dieses Buch sich liest, als sei es eine Hommage an die Natur. Keine Verschwendung, keine Ausbeutung nur soviel entnehmen wie jetzt benötigt wird. Ein exklusives Buch mit tollen Rezepten und dazu passendem Bildmaterial. Selbst das verwendete Geschirr ist einzigartig.
Viel Lob an die Autoren, an den Fotografen und an den Verlag für dieses außergewöhnliche Kochbuch.

Verlag: Matthaes Verlag, 1. Auflage Dezember 2019
240 Seiten
Preis: 79,90 Euro (nicht zu viel für dieses edle Kochbuch)
ISBN: 978-3875154382

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Wo die wilden Nützlinge wohnen

Gärtnern für eine bunte Tier- und Pflanzenwelt.
Sonja Schwingesbauer die Autorin des Buches ‘Wo die wilden Nützlinge wohnen’ ist auf einem naturnah bewirtschafteten Bauernhof aufgewachsen. Ihr früher Umgang mit der Natur und die Zusammenhänge darin prägen den weiteren Lebensweg. Die promovierte Landschaftsplanerin zeigt in dem vorliegenden Buch Möglichkeiten der naturnahen Gestaltung des eigenen Gartens auf. Sie gibt viele wertvolle Tipps und leitet uns, die Leser/-innen, durch dieses Buch ‘Wo die wilden Nützlinge wohnen’. Um zu einem besseren Verständnis der Beziehungen zwischen dem naturnahen Gärtnern und den Aufgaben die dabei uns Menschen betreffen, zu erzielen.

Cover ©Löwenzahn-Verlag
Cover ©Löwenzahn-Verlag

Teil 1: Mein wilder Nützlingsgarten

Die Autorin geht im ersten Teil des Buches ‘Wo die wilden Nützlinge wohnen’ darauf ein, wie ein Lebensraum der sowohl für Menschen als auch für Wildtiere und Pflanzen ein Wohlfühlort ist, aussehen könnte. Mit kultivierten und wilden Gewächsen, die einen vom Gärtner gepflanzt, die anderen plötzlich erscheinend. Beispielsweise vom Wind verbreitete Samen die bei guten Bedingungen anfangen zu keimen und gemeinhin als Unkraut bezeichnet werden. Wir steuern durch unsere Handlungen selbst, wie wohl sich die Wildtiere oder Pflanzen in unserer Nähe fühlen. In heutiger Zeit, wo durch intensive Landnutzung und -vernichtung immer mehr Insekten und andere Wildtiere verschwinden. Die Artenvielfalt immer geringer wird, ist es wichtig im eigenen Umfeld was zu unternehmen. Sonja Schwingesbauer zeigt uns Möglichkeiten auf, wie wir Schritt für Schritt unsere Gärten zu einem Biogarten umstellen können. Einen Garten egal wie groß, auch wenn es nur eine Terrasse oder ein Fensterbrett ist, zu einem pflegeleichten, naturnahen und tierfreundlichen Bereich wird und trotz ohne Chemieeinsatz reichliche Ernten aus dem Nutzgarten möglich sind. Sie meint, den Lebensrhythmus, die Abläufe und Zusammenhänge darin kennenzulernen ist spannender als jeder Krimi.
Also los, es ist noch genügend Zeit Planungen für das neue Gartenjahr zu entwerfen.

Wildbiene auf Margeritenblüte©DornenProjekt
Wildbiene auf Margeritenblüte©DornenProjekt

Teil 2: Wer lebt im wilden Nützlingsgarten

Im zweiten Teil des Buches ‘Wo die wilden Nützlinge wohnen’ werden die Bestäuber, Räuber und Gejagte im Detail vorgestellt. Deren Vorlieben, ihre Rolle im naturnahen Garten und wie bei den Schmetterlingen ihr Doppelleben genauer beleuchtet, einmal als Schädling im Raupenstadium und später Nützling als bestäubendes Insekt. Welche Aufgaben Ameisen und Vögel in unserem Nützlingsgarten übernehmen. Aber nicht nur die auch Mäuse, Spinnen, Wanzen, Käfer, im Boden lebende Tiere und noch viele mehr werden genauer unter die Lupe genommen.

Wacholderdrossel mit Wurm ©DornenProjekt
Wacholderdrossel mit Wurm ©DornenProjekt

Teil 3: Wie wird mein Garten zum wilden Nützlingsschlaraffenland?

Nur passende Pflanzen für den Garten auswählen, standortgerecht. In dem letzten Teil des Buches ‘Wo die wilden Nützlinge wohnen’ werden geeignete Gewächse für jeden Standort aufgelistet. Wann sie blühen, welche Blütenfarbe, wie hoch sie wachsen und ihre Besonderheiten angesprochen. So gelingt die Pflanzung in einem Gefäß, mit Schritt für Schritt Anleitungen. Selbst für schattige Gärten gibt es Hinweise für ein gutes gelingen mit der richtigen Pflanzenauswahl. Das alles mit vielfältigen Pflegeanleitungen und welche Gartenwerkzeuge dafür benötigt werden.
Des Weiteren zeigt uns die Autorin, wie Nützlingsunterkünfte gebaut und wo sie aufgestellt werden sollen. Das es wichtig ist auch Wasserstellen einzurichten und noch vieles mehr.

Wespen beim Nestbau und Brutpflege ©DornenProjekt
Wespen beim Nestbau und Brutpflege ©DornenProjekt

Fazit

So ausführlich und klar gegliedert kommt das Buch daher, dass es eine Freude ist darin zu schmökern, mit gutem Bildmaterial, vielen aktuellen Informationen und Tipps. Ich kann das Buch ‘Wo die wilden Nützlinge wohnen’ nur empfehlen. Auch wer keinen großen Garten hat, wird von dem Band begeistert sein und für das neue Gartenjahr den Balkon, Terrasse oder Fensterbrett begrünen, um den summenden und brummenden Insekten ein vielfältiges Angebot zu präsentieren.

Erschienen im Löwenzahn-Verlag, 1. Auflage April 2019
Autorin: Sonja Schwingesbauer
ISBN: 978-3-7066-2645-3
320 Seiten, gebunden
Preis: 29,90 Euro (jeden Cent wert)

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Ernte mich im Winter einfach immer frisches Gemüse

Ernte mich im Winter

Einfach immer frisches Gemüse; säen, wachsen, glücklich sein. So heißt das neue Buch von Wolfgang Palme. Der Autor blickt immerhin auf 25 Jahre Erfahrung zu dem Thema Gemüseanbau zurück. Er beschäftigt sich sehr intensiv mit den Möglichkeiten einer ganz Jahreskultur und welche Gemüse sich dafür besonders gut eignen. Wolfgang Palme ist Gründer und Betreiber der City Farm Wien.

Buch Ernte mich im Winter ©Löwenzahn-Verlag
Buch Ernte mich im Winter ©Löwenzahn-Verlag

Das Buch

Das Buch ‘Ernte mich im Winter’ ist in 7 Kapiteln auf 176 Seiten unterteilt. In den Kapiteln verteilt W. Palme auch Kritik an der herkömmlichen Winterversorgung mit Früchten und Gemüse. Er zeigt Möglichkeiten auf, wie mit vorhandenen Alltagsgegenständen Winterschutz im Garten ökologisch sinnvoll umgesetzt werden kann (auf Neudeutsch, Upcycling). Der Autor gibt in erzählender Weise seine Erfahrungen zu dem in letzter Zeit öfters zu lesenden Thema ‘Wintergärtnern’ preis. Für meinen Geschmack verliert er sich jedoch manches Mal zu sehr in ausschweifender Prosa. Deshalb ist das Buch nur eingeschränkt, als Sachbuch zum Gärtnern zu verstehen, eher als Tagebuch über das Projekt ‘Ernte im Winter’, mit ausgereiften Informationen. Die wichtigen Informationen sind jedoch nicht immer sofort ersichtlich, sondern in viel Text verpackt. Ab Seite 51 geht es dann zur Sache und es gibt einen ausführlichen Grundkurs zur Gemüsever­mehrung sowie To-do-Listen fürs gärtnern nach Jahreszeiten. Im Anschluss daran werden 30 Gemüsesorten im Detail für das Wintergärtnern vorgestellt. Von Butterkohl bis Winterheckenzwiebel ist einiges dabei was schon bekannt ist und manche Sorte, bei der man es nicht vermutet hätte. Von solch übersichtlichen Hinweisen hätte ich mir mehr gewünscht in dem Buch.

Kopfsalat ©DornenProjekt
Kopfsalat, einfach immer frisches Gemüse ©DornenProjekt

Die Aufmachung des Buches ‘Ernte mich im Winter’ ist zeitgemäß, chic. Das Bildmaterial bezieht sich größtenteils auf das Thema. Doch anstatt der vielen Bildern mit glücklichen Menschen, wäre es besser gewesen, beispielsweise Bildmaterial der Kulturmöglichkeiten in Töpfen, Kübeln auf dem Balkon oder auch Werkzeugen die zum Einsatz kommen, zu zeigen.

Fazit

Glückwunsch an den Löwenzahn-Verlag, das Buch ‘Ernte mich im Winter’ ist in seinem Erscheinungsbild sehr zeitgemäß und gelungen.
Für Hobbygärtner /-innen ist das vorliegende Druckwerk eher ein unterhaltsames, Geschichten erzählendes Buch für lange Winterabende. Die tatsächlichen Informationen rund ums gärtnern im Winter sind in viel Prosa und in dem eigenwilligen Humor des Autors versteckt.
Erscheinungsbild und Druck          5
Bildmaterial und Information         4
Schreibweise des Autors                 3
Ergebnis: 4 von 5 Punkten und Kaufempfehlung, denn die Informationen sind ausgereift
‘Ernte mich im Winter’ ist im Löwenzahn-Verlag erschienen, Auflage 1 November 2019
ISBN: 978-3-7066-2661-3 und kostet 24,90 Euro
Autor: Wolfgang Palme
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Karottenblätter mit Reif ©Dornenprojekt
Karottenblätter mit Reif, einfach immer frisches Gemüse ©Dornenprojekt

Erfahrungen zum Wintergärtnern

In unserem Garten haben wir mit Erfolg folgende Sorten Wintergemüse angebaut: Spinat, Feldsalat, Karotten, Lauch, Rosenkohl und Grünkohl. Diese halten auch mal einen stärkeren Frost aus. Während Endivien, Pflücksalat, Sellerie, Wirsing, Weißkohl und Rotkohl bei zu tiefen Temperaturen (unter
-6 °C) unbedingt einen Schutz benötigen z.B. mit einer Abdeckung aus Vlies oder einem Folientunnel. Bis ins zeitige Frühjahr können wir aus unserem kleinen Garten mit Hochbeeten immer wieder frisches Gemüse ernten. Eine schützende Schneedecke ist bei uns eher selten zu erwarten und wenn, dann nur für ein paar Tage.
Da es bei uns ab August nachts öfter unter 12 °C kalt wird, unser Garten liegt auf 380 m über dem Meeres­spiegel, gab es nie ein gutes Ergebnis bei der Paprika Ernte. Deshalb pflanzten wir dieses Jahr die Paprikapflanzen in große Kübeln und stellten sie die ganze Zeit in unser Gewächshaus, das ab Mitte November auf ca. 6° bis 8 °C gehalten wurde. Dadurch hatten wir das erste Mal eigene Paprika zum Abwinken und das bis Ende Dezember.

Paprika, einfach immer frisches Gemüse
Paprika, einfach immer frisches Gemüse ©DornenProjekt

Kräuter Manufaktur

Das kleine Format des Büchleins mit dem Titel ‘Kräuter-Manufaktur’ lässt auf den ersten Blick nicht vermuten, dass so viel Wissen und Informationen darin enthalten sind. Auf 120 Seiten gibt es ausführliches zu lesen über den Anbau der Kräuter in der Theorie und nochmals im Detail, Schritt für Schritt. Unter anderem was ist bei der Kultur im Topf zu beachten! Welcher Standort muss sein! Können die Küchenkräuter auch im Garten kultiviert oder auf dem Balkon gehalten werden? All dass wird ausführlich behandelt. Auf mehreren Seiten findet Ihr sogar eine Anleitung zum aufsetzen eines Kompost­haufens, um die Gewürz­pflanzen richtig zu versorgen.

Küchenkräuter im Garten ©DornenProjekt
Küchenkräuter im Garten ©DornenProjekt

Es wird in dem Buch ebenfalls darauf eingegangen was für Krankheiten oder Schädlinge auftreten können und wie diese mit natürlichen Mitteln eingedämmt bzw. mit vorbeugenden Stärkungsmittel behandelt werden. Dazu sind Rezepturen zur Herstellung von Brühen und Auszügen aufgeführt.

Außerdem werden 10 ausgewählte Kräutlein im Porträt vorgestellt. Dazu gibt es Hinweise ob es sich um ein- oder mehrjährige Pflanzen handelt. Welche Wirk­ungen in ihnen stecken und über deren Anwendungsbereiche.

Borretsch oder Gurkenkraut
Borretsch oder Gurkenkraut ©DornenProjekt

Damit nicht genug, denn unter der Rubrik Spezialwissen sind Informationen enthalten wie die Kräuter haltbar gemacht und aufbewahrt werden können. Mit welchen Temperaturen die Ernte getrocknet wird oder ob einfrieren die bessere Lösung ist.
In vielen Kapiteln ist noch zusätzlich ein kurzer Abschnitt ‘Wissenswertes’ aufgeführt. Wo sich kurz und prägnant Hinweise befinden, beispielsweise über Pflege und andere Angaben.

Zitronenthymian
Zitronenthymian ©DornenProjekt

Und ganz am Schluss enthält das Buch ‘Kräuter Manufaktur’ noch 22 Rezepte um die selbst gezogenen Kräuter zu verkosten. Vom Frühstück angefangen über Vorspeisen, Mittagessen, Dessert und Abendessen, für jeden Geschmack ist was leckeres dabei.
Das alles wird begleitet mit gutem und ausreichendem Bildmaterial.

Es ist ein schönes Mitbringsel, wenn eins der Kräutlein an gute Freunde verschenkt werden soll.
Ich vergebe 5 von 5 Minzblättchen

Kräuter-Manufaktur ©LV-Buch
Kräuter-Manufaktur ©LV-Buch

Kräuter-Manufaktur ist bei LV-Buch erschienen; Auflage 08/2019
Seitenanzahl 120
Maße: ca 15 x 15cm
ISBN: 978-3-7843-5625-9
und kostet 14 Euro

Traumgärten oder Gartenparadiese

Der Titel ‘Traumgärten’ lässt viel erwarten, ich verspreche Ihnen Sie werden nicht enttäuscht. In diesem Beamer-Vortrag werden öffentliche und Privatgärten vorgestellt, Traumgärten eben.

privater Garten mit verschiedenen Gartenräumen
privater Garten mit verschiedenen Gartenräumen ©DornenProjekt

In dem vorliegenden 1. Teil der Vortragsreihe besuchen wir 6 verschiedene Gärten mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten. Von berühmten Gartenkünstlern gestaltet, wie z.B. von Heinrich Siesmayer. Kurzfristige Blütenparadiese auf Gartenschauen und private Gärten deren Ausstrahlung die Vorlieben ihrer Besitzer widerspiegeln. Reinste Gartenparadiese im kleinen.

privater Garten mit trockenheitstolaranten Pflanzen
privater Garten mit trockenheitstolaranten Pflanzen ©DornenProjekt

Habe ich Ihre Neugier geweckt? Dann besuchen Sie doch einen meiner Vorträge in diesem Herbst. Alle Termine finden Sie unter https://www.kaktusmichel.de/. Oder sprechen Sie mich an, wegen einem Vortrag in Ihrem Verein, Ortsgruppe oder sonstiger Vereinigung.

botanischer Garten mit vielen Blühpflanzen und Bäumen
botanischer Garten mit vielen Blütenpflanzen und Bäumen ©DornenProjekt

Die Darbietung dauert ca 45min.

Blick auf Frühstückstempel
Blick auf den Frühstückstempel ©DornenProjekt

Erdorchideen – Naturschutz und Kultur

In der heutigen Zeit ist es wichtig auch im eigenen Garten, auf dem Balkon oder Terrasse an den Schutz der Natur zu denken. Warum nicht Erdorchideen einen geeigneten Lebensraum bieten. Eines ist jedoch unbedingt zu beachten. Die Pflanzen dürfen nicht vom natürlichen Standort entnommen werden. Sie stehen unter Artenschutz. Es gibt Spezialgärtnereien, dort kann man legal solche Kleinode erstehen.

Buch Erdorchideen - Naturschutz und Kultur im Garten ©Natur und Tier - Verlag
Buch Erdorchideen – Naturschutz und Kultur im Garten ©Natur und Tier – Verlag

Kultur und Pflege

Die Orchideen benötigen jedoch etwas andere Bodenverhältnisse als unsere normalen Gartenpflanzen. Im Vorfeld müssen dazu einige Vorbereitungen für die spätere Kultur getroffen werden. Ein guter Ratgeber dafür ist das neu erschienene Buch ‘Erdorchideen – Naturschutz und Kultur im Garten’. Sehr ausführlich werden darin die verschiedenen Lebensräume und Gattungen vorgestellt. Ebenso intensiv haben sich die Autoren mit den Themen Substrat und Bodenpilze befasst und ihre Erfahrungen nieder geschrieben. Sehr hilfreich, somit können eigene Fehler und damit ein eventueller Kulturausfall vermieden werden.

Himantoglossum hircinum am Standort in Bayern ©DornenProjekt
Himantoglossum hircinum am Standort in Bayern ©DornenProjekt

Do it yourself

Außerdem führen die Verfasser in dem vorliegenden Werk reichlich Beispiele an, um sich solch ein Biotop selbst zu schaffen. Dies alles wird unterstützt durch Zeichnungen, Skizzen und gutem Bildmaterial. Weiter geht es mit der Vorstellung verschiedener Orchideenarten und deren Kulturbedingungen. Welche Begleitpflanzen kann ich verwenden um einen natürlichen Standort nach zu ahmen? Ist im Winter ein Schutz nötig? Können Krankheiten oder Schädlinge an den Pflanzen auftreten? Brauchen die Orchideen zusätzliche Nahrung in Form von Dünger? All diese Fragen sind sehr ausführlich im Buch behandelt. Und wem das alles noch nicht genügt, der bekommt noch einen intensiv Kurs über Hybridisierung und Vermehrung. Künstliche Vermehrung, wie funktioniert es und welche Ausrüstung ich brauche. Diese Themen sind ebenso gründlich und detailliert beschrieben, wie alle anderen Themen auch.

Cypripedium calceolus am Standort in BW ©DornenProjekt
Cypripedium calceolus am Standort in BW ©DornenProjekt

Naturschutz

Man merkt, dass die Autoren ihr Handwerk verstehen und sich bereits lange damit auseinandergesetzt haben. Ihr Wissen gebündelt und dies für jeden verständlich in diesem Werk veröffentlichten. Ein weiteres großes und umfassendes Kapitel ist dem Naturschutz gewidmet. Was wurde bereits und wird immer noch in einigen EU-Ländern unternommen, um die Umweltzerstörung zu verringern? Es ist wirklich erstaunlich, aufschlussreich und manchmal frustrierend zu lesen, wie die verschiedenen Länder und ihre Bürger damit umgehen.

Erdorchideen ©Natur und Tier - Verlag
Erdorchideen ©Natur und Tier – Verlag

Fazit

Dies ist ein Buch nicht nur für den Orchideen-Spezialisten, sondern auch für jeden der mehr für den Naturschutz tun möchte. Ebenso für all diejenigen die sich für die heimische Pflanzenwelt begeistern können. Die mehr als 1000 hervorragenden Fotografien ergänzen das wortreiche und sehr detaillierte Werk. Es ist jeden Cent wert.
Ich vergebe 5 von 5 Orchideen.

Erschienen im Natur und Tier-Verlag, Auflage 1, Juni 2019
432 Seiten
Titel: Erdorchideen – Naturschutz und Kultur im Garten
Autoren: Svante Malmgren und Irmin Vogler
ISBN: 978-3-86659-414-2
Preis: 78 Euro (nicht zu teuer für diese umfassenden Informationen und das Bildmaterial)

Grundlagen der Feldbotanik

Das Buch ‘Grundlagen der Feldbotanik‘, Familien und Gattungen einheimischer Pflanzen, beinhaltet fast 2kg geballtes Wissen. Aufgeführt sind die häufigsten Familien und Gattungen mit vielen Arten, der heimischen und schweizerischen Flora. Der Inhalt soll die Basis bilden für den Prüfungsstoff der Schweizerischen Botanischen Gesellschaft und dem NABU/naturgucker zur Feldbotanik. Nicht erschrecken, für die geplante Exkursion muss der Wälzer nicht mit geschleppt werden, dazu gibt es eine App.

Klatschmohn Papaver rhoeas ©DornenProjekt
Klatschmohn Papaver rhoeas ©DornenProjekt

Botanische Grundlagen

Die ersten gut 30 Seiten befassen sich mit Pflanzenaufbau, -formen, unterirdischen Organen, Blättern, Blüten, Früchten, der Bestimmung und dem Naturschutz. Wie gehe ich vor, um die Vegetation eines bestimmten Abschnittes auf zu nehmen und noch vieles mehr. Hier steckt für den Laien schon einiges an Informationen drin, die man sonst nicht so detailliert präsentiert bekommt. Natürlich finde ich auch einiges an Systematik und Nomenklatur im Buch.

Helianthemum apenninum Sonnenröschen ©DornenProjekt
Helianthemum apenninum Sonnenröschen ©DornenProjekt

Familie, Gattung und Art

Was ich als gut empfunden habe ist, dass auch die deutschen Namen mit aufgeführt wurden. Ein Beispiel dafür: Familie – Narzissengewächse –, lateinische Bezeichnung – Amaryllidaceae –. Weiterhin gibt es ausführliche Informationen zu den aufgeführten Familien und Gattungen. Wichtige Merkmale sind hervor gehoben und zu alle dem gibt es gute Bildbeispiele. Des weiteren sind Vergleichstabellen mit guten Bildern angeführt um Verwechslungen mit anderen Arten bzw. Gattungen auszuschließen. Eine farbliche Kennzeichnung des Seitenrandes belegt, ob diese Systematik, Familie oder Gattung zum Prüfungsstoff gehört.

Globularia nudicaulis Kugelblume ©DornenProjekt
Globularia nudicaulis Kugelblume ©DornenProjekt

Anhang

Im Anhang der Abhandlung ‘Grundlagen der Feldbotanik’ sind weiterführende Literaturangaben, Kontaktadressen und eine Artenliste die Grundlage zur Feldbotanik-Ausbildung bildet, zu finden. Weiterhin sind in dieser Liste die Arten gekennzeichnet, welche in Deutschland bzw. Schweiz zur Prüfung des entsprechenden Zertifikates zu erlernen sind. Ganz am Ende ist eine tabellarische Auflistung zur Systematik der behandelten Familien nach APG IV zu finden.

Fazit

Diese Publikation ist sehr zu empfehlen, auch dann, wenn nicht unbedingt eine Ausbildung zur Feldbotanik angestrebt wird. Es enthält sehr viele Informationen und gutes Bildmaterial für jeden der sich besser in der heimischen Pflanzenwelt auskennen möchte, bereit. Ich konnte durch zu Hilfenahme des Buches bereits einige mir unbekannte Pflanzen bestimmen und das macht in meinen Augen ein gutes Grundlagen Buch aus.

Buchcover © Haupt Verlag
Buchcover ‘Grundlagen der Feldbotanik’ © Haupt Verlag

Ich vergebe 5 von 5 Punkten
erschienen ist das Buch + App im Haupt Verlag, Auflage 1 im Juni 2018
864 Seiten geballtes Wissen
Autorin: Rita Lüder
Preis: 58 Euro
ISBN: 978-3-258-08046-8

Richtig Gärtnern für Nützlinge

Das neue Buch von Brigitte Goss ‘Richtig Gärtnern für Nützlinge’ ist kein Bestimmungsbuch für Insekten oder Pflanzen. Die Autorin versucht dem Leser die Zusammenhänge von Nützlingen und Schädlingen näher zu bringen. Bereits im Vorwort geht sie auf die schädliche Wirkung von Pflanzenschutz-mitteln (auch biologischen) ein. Sie gibt gezielte Ratschläge was zu tun ist um Insektenvertilger wie Spitzmäuse, Vögel u.a. in den Naturgarten zu locken.

Schwebfliege beim Naschen ©DornenProjekt
Schwebfliege beim Naschen ©DornenProjekt

Bauanleitungen und mehr

Weiterhin sind in dem Buch ‘Richtig Gärtnern für Nützlinge’ verschiedene Bauanleitungen für Nistkästen oder Insektenhotels zu finden. Wussten sie schon wie ein Quartier für Eidechsen angelegt sein soll? Nein, macht nichts ich hatte auch keine Ahnung. Doch mit diesem Werk ist das kein Problem mehr. Zusätzliche Tabellen über Winterruhe und Aktivitäten der verschiedenen Gartenbewohner sind sehr hilfreich und informativ.

Insektenhotel mit Bewohner ©DornenProjekt
Insektenhotel mit Bewohner ©DornenProjekt

Tabellen für die bessere Planung

Viele Insekten werden vorgestellt, wo sie leben und von was sie sich ernähren. Welche Pflanzen sind geeignet, auch dafür gibt es mehrere Tabellen. Sogar mit Blütenfarbe, -zeitpunkt und zu erwartende Wuchshöhe. Selbst Hecken, Bäume und Kletterpflanzen fehlen nicht. Welche Staude für welchen Boden und Standort? Nichts wurde vergessen, sogar eine ToDo-Liste für das Gartenjahr ist vorhanden. Am Ende des Buches sind Adressen und Bezugsquellen aufgelistet für jeden der sich noch intensiver mit diesen Themen beschäftigen möchte. Viele Bilder und Tipps unterstützen den ausführlichen Text.

Honigbiene bei der Arbeit ©DornenProjekt
Honigbiene bei der Arbeit ©DornenProjekt

Fazit

Ich kann das Werk nur empfehlen. Es ist praxisnah, informativ und hilfreich. Wenn jeder Gartenbesitzer nur etwas von den Ratschlägen übernimmt, dann sehe ich noch eine Chance für die Tierwelt in unseren Gärten und im Endeffekt für uns.
Ich vergebe 5 von 5 Blumenwiesen

erschienen ist das 164 Seiten umfassende Werk
im LV-Buch Verlag
ISBN 978-3-7843-5602-0
und kostet 18 Euro (es ist jeden Cent wert)
Hardcover
Autor: Brigitte Goss
Titel: Richtig Gärtnern für Nützlinge

Wer klaut meine Äpfel aus dem Garten?

Das neue Buch von Guy Barter: “Wer klaut meine Äpfel aus dem Garten und sind Spinnen Freunde oder Feinde?” Lässt wieder auf viele skurrile Anekdoten und außergewöhnliche Fragen hoffen und ebensolche Antworten.

Mischkultur im Hochbeet ©DornenProjekt
Mischkultur im Hochbeet ©DornenProjekt

Ich will jedoch nicht vorgreifen, erst einmal ein wenig zur inhaltlichen Struktur und Aufbau des Buches. Das äußere Erscheinungsbild ist wie gehabt, nostalgisch mit einem Leineneinband versehen. Liegt dadurch sehr gut in der Hand. Das Werk umfasst 224 Seiten geballtes Wissen rund um den Garten, über Zier­pflanzen, Gartenteich und noch vieles mehr.

Honigbienen am Stock ©DornenProjekt
Honigbienen am Stock ©DornenProjekt

Die vielseitigen, humorvollen Fragen und Antworten sind in 5 Kapitel unterteilt. Schnelle Antworten sind in dem jeweiligen Bericht in dem Kästchen mit dem ‘A’ zu finden. Doch sollte man sich die Zeit nehmen um das komplette Buch zu lesen. Es ist wieder mit soviel Humor, witzigen und kurzweiligen Inhalten gespickt, dass jeder Pflanzen-freund sich das Buch: „Wer klaut meine Äpfel aus dem Garten“ leisten sollte.

Wildblumen statt Rasen ©DornenProjekt
Wildblumen statt Rasen ©DornenProjekt

In gewohnter Manier erzählt der Chefgärtner der britischen königlichen Gartenbaugesellschaft über so manch kleine Ärgernis und gibt Tipps und Tricks preis um dies zu vermeiden.

Weberknecht ©DornenProjekt
Weberknecht ©DornenProjekt

Ich vergebe 5 von 5 Äpfeln für dieses humorvolle und informative Werk

Erschienen im LV.Buch Landwirtschaftsverlag und kostet 18Euro
224 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-7843-5595-5
Autor: Guy Barter
Titel: Wer klaut meine Äpfel aus dem Garten?

Dornen (be)stechend schön

Verteidigung, Sonnenschutz und Tropfbewässerung

Keine Rose ohne Dornen, halt das stimmt nicht, denn Rosen haben Stacheln. Das hat sich leider falsch in unserem Sprachgebrauch fest gesetzt. In der Lyrik war der Begriff Dornen wohl besser geeignet zum Reimen als Stacheln.
Stacheln sind nicht mit der Epidermis (Oberhaut) verwachsen sie können deshalb leichter abgebrochen werden und sind keine umgewandelten Organe wie es bei den Dornen der Fall ist.

Rosen schmücken Stacheln ©DornenProjekt
Rosen schmücken Stacheln ©DornenProjekt

Dornen sind reduzierte Blätter

Dornen sind eigentlich reduzierte Blätter und deshalb ideales Zubehör der Kakteen. Es erfolgt darüber keine Verdunstung, sie wachsen aus den Areolen. Areolen sind entwicklungstechnisch gesehen zurück gebildete Sprosse, ähnlich den schlafenden Augen bei den Bäumen. Dornen spenden einen gewissen Grad an Beschattung für die Epidermis und im Scheitel der Pflanzen. Es sind extreme Bewaffnungen die eine Länge von 20cm erreichen können und stabil genug um Fressfeinde ab zu wehren.

Stetsonia coryne ©DornenProjekt
Stetsonia coryne ©DornenProjekt


Jede Form von Feuchtigkeit fangen sie auf um sie dann ähnlich einer Tropfbewässerung zu den Oberflächenwurzeln am Fuß der Pflanze zu leiten.

Ferocactus histrix ©DornenProjekt
Ferocactus histrix ©DornenProjekt


Manche Dornen sind mit Rillen ausgestattet, wie bei Ferocactus histrix, andere umschließen den Stamm fast vollständig oder sie wirken wie mit Filz überzogen, zu sehen bei Gymnocalycium tillianum.

Gymnocalycium tillianum mit dem weißen Filzbelag ©DornenProjekt
Gymnocalycium tillianum mit dem weißen Filzbelag ©DornenProjekt


Die feinen, fiederartigen Dornen von Mammillaria duwei verdecken den Pflanzenkörper vollständig, selbst die kleinen, hakigen Mitteldornen sind mit einem filzigen Belag überzogen.

Mammillaria duwei gefiederte Dornen ©DornenProjekt
Mammillaria duwei gefiederte Dornen ©DornenProjekt


Damit wird die Oberfläche enorm vergrößert und wirklich jedes noch so feine Tröpfchen an Feuchtigkeit aufgefangen.

Pelecyphora aselliformis, die eng anliegenden Dornen wirken wie Tiere ©DornenProjekt
Pelecyphora aselliformis, die eng anliegenden Dornen wirken wie Tiere ©DornenProjekt


Dornen können die unterschiedlichsten Formen aufweisen, wie bei Pelecyphora aselliformis oder bei Sulcorebutia augustinii, Asseln ähnlich,

Sulcorebutia augustinii ©DornenProjekt
Sulcorebutia augustinii ©DornenProjekt


bei Gymnocalycium triacanthum wirken sie wie Spinnentiere.

Gymnocalycium triacanthum Dornen wirken wie Spinnentiere ©DornenProjekt
Gymnocalycium triacanthum Dornen wirken wie Spinnentiere ©DornenProjekt


Ein undurchdringlichen Dornendschungel bildet Cylindropuntia lloydii, wenn man sie unkontrolliert wachsen lässt.

Cylindropuntia lloydii 'Bitte nicht berühren' ©DornenProjekt
Cylindropuntia lloydii ‘Bitte nicht berühren’ ©DornenProjekt


Papierartig und fast durchsichtig wirken die langen Dornen von Tephrocactus clavatus und Tephrocactus papyracanthus im Gegenlicht.

Tephrocactus clavatus ©DornenProjekt
Tephrocactus clavatus ©DornenProjekt


Viel gemeiner sind aber die kleinen mit Glochiden (Widerhaken) besetzten Dornengrüppchen an der Basis der großen Dornen. Wer einmal diese Dörnchen in der Haut stecken hatte, weiß, dass man einige Tage ‘seine Freude’ daran hat. Will man sie heraus ziehen, brechen sie bei der geringsten Berührung sofort ab.

Tephrocactus articulatus var symicatus mit roten Glochiden an der Dornenbasis ©DornenProjekt
Tephrocactus articulatus var symicatus mit roten Glochiden an der Dornenbasis ©DornenProjekt

andere Sukkulenten tragen keine Dornen

Sukkulenten dagegen haben keine Dornen es sind Dorn ähnliche Auswüchse die sie sich zugelegt haben. Es sind gleiche Entwicklungen zwischen Pflanzen des amerikanischen und afrikanischen Kontinents zu beobachten. Durch ähnliche Umwelteinflüsse und Standortbedingungen haben sich diese besonderen Merkmale durchgesetzt und bewährt.

Agave stricta mit bis zu 2cm langen Dornenspitzen ©DornenProjekt
Agave stricta mit bis zu 2cm langen Dornenspitzen ©DornenProjekt

Neben Dornen kann es Stammformen, Rippenbildung, verdickte Wurzeln (Caudex) und Behaarung betreffen. Man spricht dann von einer Konvergenz, also ähnlichem Verhalten oder Entwicklungsstadien im Laufe der Jahrmillionen.

Aloe arborescens Neutrieb ©DornenProjekt
Aloe arborescens Neutrieb ©DornenProjekt

Die zu den anderen Sukkulenten zählende Agave stricta mit ihren dunklen bis ca. 2cm langen stechenden, verhornten Spitzen, Aloe arborescens mit ihren scharfen, dornartigen Blatträndern oder Trichodiadema densum deren Trichome (Pflanzenhaare) aussehen als wären die Blättchen mit dünnen Dornen bestückt.

Trichodiadema densum ©DornenProjekt
Trichodiadema densum die auf den Blattspitzen sitzende Trichome ähneln Dornen ©DornenProjekt


Mehr zu diesem und verwandte Themen findet ihr im Buch Kakteen und Sukkulenten erschienen im Quelle & Meyer Verlag, Autor Michael Januschkowetz