Echinocactus grusonii Schaubeet02
Chronik

Zur Geschichte von Andreae Kakteenkulturen

Der Name Andreae Kakteenkulturen ist nicht nur in Otzberg-Lengfeld ein Begriff, Kunden in ganz Europa kennen ihn.
Begonnen hat das Unternehmen Kakteen schon mit Wilhelm Andreae, geb. 1895 in München, wuchs in Bensheim an der Bergstraße auf.
Sein Vater war  sehr früh gestorben, die beiden Söhne wurden von der Mutter allein erzogen.
Wilhelm Andreae war als Kaufmann in verschiedenen Betrieben in leitender Stellung tätig. Im Jahre 1925 wurde er Geschäftsführer einer Bierbrauerei bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1960.
Schon bald nach seiner Heirat mit Gertrud geb. Guntrum im Jahre 1924 hatte er  eine Kakteensammlung in einem kleinen Gewächshaus, das bald die immer weiter dazu kommenden Pflanzen nicht mehr aufnehmen konnte und durch einen Anbau vergrössert wurde. Im Jahre 1936 baute er in Bensheim in einem grossen Garten ein Wohnhaus und eine neue, grössere Gewächshausanlage. Wilhelm Andreae betreute zusammen mit seiner Frau Gertrud die Kakteen. Wegen seiner berufsbedingten Inanspruchnahme übernahm seine Frau Gertrud die meiste Betreuung der inzwischen grossen Liebhabersammlung.
Wilhelm Andreae pflegte Kontakte zu vielen namhaften Kapazitäten im Kakteenbereich.
So bestanden freundschaftliche Beziehungen zu Backeberg, Bödecker, Dr. Cullmann, Gräser, Kesselring, Krainz, Purpus und vielen anderen mehr.
Coryphantha andreae, Gymnocalyium andreae und Neochilenia andreaeana wurden nach Wilhelm Andreae benannt. Wilhelm Andreae war ein vorzüglicher Fotograf, zahlreiche Bilder und Aufsätze von ihm wurden  in der Kakteenzeitschrift veröffentlicht.
Viele Diavorträge in Kakteenvereinen im In- und Ausland wurden von ihm gehalten. Als er sich im Jahre 1960 aus dem Berufsleben zurückzog, widmete er sich voll und ganz der Pflege seiner Pflanzen.
Er baute neue Gewächshäuser, und vergrösserte die Pflanzensammlung.
Wilhelm Andreae
Sein Sohn Dieter, geboren 1928, beschäftigte sich schon seit frühester Jugend ebenfalls mit den Kakteen und den anderen Sukkulenten.
Im Jahre 1959/60 begleitete er den berühmten Botanik-Prof. Dr. Rauh von Heidelberg auf einer Forschungsreise nach Madagaskar und Ostafrika.
Eine Pflanze, die Dieter Andreae in Kenia gefunden hatte, benannte Prof. Rauh als Duvalia andreaeana.
1972 übernahm Dieter Andreae die Pflanzensammlung seines 1970 verstorbenen Vaters und zog 1973 nach Otzberg-Lengfeld,
die Pflanzen fanden in einem 400 qm Gewächshaus ein neues Zuhause
Dieter Andreae kultivierte dort Pflanzen und Samen zum Verkauf und pflegte dabei eine grosse Liebhabersammlung.
2004 übergab er sein Lebenswerk an Michael Januschkowetz , der die Kakteenkulturen in seinem Sinne fortführt und weiter ausbaut.
Dieter Andreae und Michael Januschkowetz
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