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YouTube Video

Ab und zu muss es auch mal sein,
dass wir in YouTube ein Filmchen einstellen.
In diesem Video werden unsere bis her erstellten Vorträge vorgestellt.
Unterlegt ist das Video mit guter Musik, deshalb
nicht vergessen die Lautsprecher einzuschalten 🙂

Mammillaria theresae©KAKTUSMICHEL.de

Hier unser neuestes Video:

Hier noch unser erfolgreichster:

Viel Spaß beim anschauen wünscht
der Kaktusmichel und Helga

Bestäubung bis zur Aussaat

Oft werde ich gefragt wie sät man eigentlich Kakteen und andere Sukkulenten aus?
Hier ein kleiner Leitfaden für Aussaat von Kakteen und anderen Sukkulenten.
Zuerst brauchen wir mal Samen, den wir entweder beim Kakteenzüchter kaufen oder wir gewinnen ihn von eigenen Pflanzen.

Von der Bestäubung bis zum Kakteen-/Sukkulentensamen.
Nun müssen wir uns im klaren sein wollen wir nur mal ausprobieren wie das Ganze funktioniert oder können wir gezielt eine Pflanze vermehren. Bei einer Artreinen Weitervermehrung brauchen wir zwei verschiedene Pflanzen von der gleichen Gattung und Art. Kommt es nicht so sehr auf die Artreinheit des Aussaatmaterials an, dann können wir versuchen zwei Blüten die gerade an unseren Kakteen geöffnet sind zu bestäuben. Eine Bestäubung zwischen unterschiedlichen Gattungen gelingt nicht immer,  es ist schwierig und es kann misslingen. Wir sehen den ersten Erfolg, wenn sich an der bestäubten Pflanze eine Samenkapsel bildet. Eines haben wir daraus gelernt, meist brauchen wir zwei verschiedene Individuen. Diese können von der gleichen Art sein oder auch nur nahe verwandt.
Ob wir zwei Pflanzen brauchen hängt auch davon, ob die zu bestäubende Pflanze selbstfertil (selbstbestäubend) oder selbststeril (nicht selbstbefruchtend) ist. Die oben erklärte Vorgehensweise wenden wir bei selbststerilen Pflanzen an (das ist die größte Gruppe der Kakteen). Haben wir Glück das die Pflanze selbstfertil ist,  dann genügt es schon wenn zwei Blüten am gleichen Kaktus geöffnet sind und wir bestäuben diese gegenseitig.

Wie funktioniert die Bestäubung?
Ganz einfach, den reifen Pollen mit einem Pinsel, Wattestäbchen oder einer Pinzette vorsichtig von den Pollenträgern ab streifen. Danach den Pollen auf der Narbe der zu bestäubenden Pflanze aufbringen, siehe Grafik unten.

Pollen-und-Narbe

Wie geht es weiter?
Bei erfolgreicher Bestäubung verdickt sich die Blütenröhre bis die Frucht fertig ausgebildet ist. Die Samenkapsel muss vollständig ausgereift sein bevor es an die Ernte geht. Manchmal erkennt man es daran, dass sie aufplatzt und der Samen sichtbar wird. Oder die Farbe verändert und sich leicht von der Pflanze ablösen lässt. Sie trocken wird und nur noch eine Papierartige Hülle den Samen umschließt. Die Samenreife kann nach einem oder gar erst nach zwölf Monaten eintreten, dies ist von Art zu Art unterschiedlich.

"Erntedank" verschiedene Samenkapseln
„Erntedank“ verschiedene Samenkapseln

Samenreinigen
Die Samen müssen jetzt gereinigt, das heißt vom Fruchtfleisch befreit, werden. Je nach Gattung ist das leichter oder schwerer zu bewerkstelligen. Bei Turbinicarpus, Astrophytum und Ariocarpus ist der Samen nach der Fruchtreife nicht mehr mit dem Fruchtfleisch verbunden. Sondern bereits trocken und kann einfach ausgeschüttelt werden. Ein entfernen der Schmutzpartikel genügt und wir haben sauberes Aussaatmaterial. Während  bei Echinocereus, Mammillaria und Echinopsis es schon etwas aufwendiger wird. Hier muss der Samen erst vom anhaftenden Fruchtfleisch befreit werden. Meist geschieht dies durch auswaschen in einem Sieb oder Leinen Beutelchen und anschließenden Trocknen. Ist weniger Fruchtfleisch an den Samen, kann es auch genügen die Samen zwischen zwei Papiertüchern hin und her zu reiben.
Ein anschließendes Beizen der Samen halte ich nicht für unbedingt notwendig. Wer dies aber als Vorbeugung gegen Pilze tun möchte, nimmt dazu Kaliumpermanganat, es genügt eine kleine Menge davon.[amazon_link asins=’B00E4ZGP6A‘ template=’ProductAd‘ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7f6d4cb2-2618-11e8-a5d1-6bbc7f6e488e‘] Es gibt es als fertige Lösung oder als Pulver diese in Wasser auflösen, es ist genug, wenn sich das Wasser leicht verfärbt. Die Samen darin schwenken und danach trocknen lassen.  Jetzt lagern wir den Samen noch für 4-6 Wochen an einem kühlen aber luftigen Ort, damit die Keimsperre im Samenkorn abgebaut ist. Die Keimsperre ist notwendig, damit die Körner nicht schon in der Fruchtkapsel zur Keimung kommen.

Die Aussaat
Das wichtigste was man wissen sollte ist, das Kakteen Lichtkeimer sind. Das bedeutet, der Kakteensamen wird nicht mit Substrat abgedeckt. Nur auf die vorbereitete Erde ausstreuen und kurz andrücken, damit er eine Verbindung zum Substrat hat. Ich streue circa 50-100 Korn in einen Topf der circa 6 auf 6cm groß ist, das ist Platz genug für die nächsten 12-15 Monate unserer Sämlinge.
Das Aussaatsubstrat ist größtenteils mineralisch mit einem Zusatz aus Kokosfasern so genannter Kokohum, es gibt sie als gepresste Barren. Übrigens das Substrat bekommen sie auch bei mir in der Gärtnerei fix und fertig gemischt.
Aussaatgefäße sind ausgediente Kunststoffbehälter, wie sie zum Beispiel für Fleischsalat verwendet werden, Senfgläser mit Deckel, Kunststofftöpfe mit Klarsichtfolie abgedeckt, oder eine Kunststofftüte in die man einen Topf stellt und diese oben zubindet. [amazon_link asins=’B009ZANS3W‘ template=’ProductAd‘ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’ec23a66c-2618-11e8-9e21-55aa93eb18c8′]Natürlich sind die Aussaatschalen mit Deckel und Heizung, die auch für Tomatenaussaat und so weiter angeboten werden die First-class Lösung für unsere Aussaaten.
Zusatzbeleuchtung (am besten Lampen mit einer Farbtemperatur von 6500K) sind je nach Jahreszeit von Vorteil. [amazon_link asins=’B01HPOFNGY‘ template=’ProductAd‘ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’825d723e-2619-11e8-80ea-f3b12e7f838b‘]Aber wer ab März oder April aussät wird mit dem Licht auf der Fensterbank ganz gut auch ohne Lampenzusatz  auskommen. Wie schon gesagt Kakteen sind Lichtkeimer und benötigen zur Keimung Helligkeit, aber bei direkter Sonneneinstrahlung kann es zum Hitzestau unter der Plastikhaube kommen und die Keimlinge kochen regelrecht ab. In den ersten 4-8 Wochen wird deshalb der Aussaatbehälter mit Papier oder Gaze abgedeckt, so dass ein diffuses Licht entsteht. Dies vermindert auch gleichzeitig die Algenbildung. Der günstigste Temperaturbereich für die Keimung liegt zwischen 15°C und 35°C. Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind der erfolgreichen Keimung dienlich.  Das Substrat sollte während dem ganzen Keimungsprozess nie ganz austrocknen. Wichtig ist auch, dass das Anstauen der Aussaatgefäße nur von unten geschieht und kein Regenwasser verwendet wird. Dies kann durch die Verschmutzungen in der Luft, die während des Regens mit ausgewaschen werden, zur schnelleren Algenbildung auf dem Substrat führen. Ich nehme Leitungswasser und dazu pro Liter 0,5gr Chinosol (Chinolinolsulfat-Kaliumsulfat), erhältlich in der Apotheke oder bei Amazon, zum desinfizieren. [amazon_link asins=’B00EXE86TG‘ template=’ProductAd‘ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’ad6008e2-2619-11e8-a6b0-971392e61094′]Auch Versuche mit Schachtelhalmtee waren erfolgreich.[amazon_link asins=’B01278NXI8′ template=’ProductAd‘ store=’andreaekaktee-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’d54b4dd7-2619-11e8-a907-117de5d349d4′] Die Aussaatbehälter sollten mindestens 4-5 Wochen verschlossen bleiben. Dann müssten die meisten oder sogar alle Samen gekeimt haben. Eine stetige Kontrolle während dieser Zeit ist unerlässlich um ein austrocknen oder gar einen Pilzbefall zu vermeiden.

Hurra, man erkennt schon kleine Pflänzchen, was soll ich jetzt tun?
Früher habe ich immer schon 2-3 Monate nach der Keimung pikiert, oft mit katastrophalen Ausfälle. Die Keimlinge hatten noch nicht genügend Substanz um in der rauen Wirklichkeit zu überleben. Ich habe dann festgestellt, wenn sie ein Jahr im Aussaattopf Kopf an Kopf standen das sie für das pikieren in neue Erde viel besser gerüstet waren. Doch dann sollte man nicht vergessen die Sämlinge ab und zu mit schwachen Düngergaben zu füttern, damit sie die Zeit in dem mageren Aussaatsubstrat überstehen. Nach dem Pikieren werden die kleinen Kakteen ein paar Wochen schattig aufgestellt bis sie etwas erstarkt sind und dann wie die großen Kakteen weitergepflegt.
Also dann kann es ja losgehen mit der Kakteenzucht.

Mist, da habe ich den falschen Samen erwischt!
Mist, da habe ich den falschen Samen erwischt!

Licht und Sukkulente Pflanzen

Nicht jeder Platz im Haus ist für unsere Sukkulenten optimal.
Man sollte bedenken, dass Licht nicht nur für die
Photosynthese wichtig ist, also zur Energiegewinnung,
sondern es dient auch zur Entwicklung der Blüten, Blatt- und Körpergröße.

Reichlich Blüten und gutes Wachstum ist nur mit optimalen Lichtverhältnissen zu erreichen. ©Kaktusmichel.de


Nicht zuletzt werden die Pflanzen auch krankheitsanfälliger durch Lichtmangel.
Bedenken Sie, dass die Sukkulenten in ihrer Heimat viel mehr Licht erhalten als bei uns in den Wohnräumen.

Im Sommer haben wir im Freien, an klaren Tagen, eine Beleuchtungsstärke
um die 100 000 Lux ©Kaktusmichel.de


Im Sommer haben wir im Freien, an klaren Tagen, eine Beleuchtungsstärke um die 100 000 Lux, selbst an trüberen Tagen sind es noch 20000 Lux.
Selbst in unseren Breitengraden erreicht die Helligkeit bei bedecktem
Himmel im Dezember noch ca. 5000 Lux.
Während wir im Sommer an einem Südfenster, auf dem Fensterbrett 10000 Lux Lichtausbeute bekommen, haben wir in der Herbst- und Winterzeit direkt hinter der Fensterscheibe nur noch etwa 2000 Lux.
Bereits einen Meter von der Scheibe entfernt kommen wir an solchen Tagen nur noch auf ca. 500 Lux und bei 3m Abstand zum Fenster verringert sich der Wert auf magere 100 Lux.
Die minimale Lichtstärke für Kakteen und Sukkulenten sollte aber zwischen 1500 und 3000 Lux liegen.
Wer seine Kakteen zum Beispiel, 2m vom Fenster entfernt aufstellen möchte, erreicht diese Werte nur an einem sehr hellen Sommertag und das nur bei geöffneten Gardinen und geradlinigem Lichteinfall, da von einer 90% Verringerung der Beleuchtungsstärke auf dieser Strecke auszugehen ist.
Auch haben viele Zimmerfenster eine Folie im Verbundglas integriert,
sie filtert den UV-Anteil heraus, damit die Räume weniger aufgeheizt werden und der schädliche UV-Anteil draußen bleibt.
Dies ist für uns Menschen gut, für die meisten Pflanzen jedoch fatal.

Durch Lichtmangel vergeilter Chamaecereus silvestrii Hybride, die Spitzen werden immer dünner und suchen nach Licht.©Kaktusmichel.de


Nicht jeder hat einen Luxmeter zur Hand um die einfallende Lichtmenge zu testen und die eigene Sensorik hilft da auch nur bedingt weiter.
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Wir fühlen uns auch noch bei 50 Lux wohl, dies ist der Wert einer einfachen Glühlampe.
Sie können aber anhand der Wuchsform (Habitus) ihres Gewächses ablesen, ob die Lichtmenge genügt.
Anzeiger für zu wenig Licht sind:
Eine vorher kugelige Pflanze wächst spitz weiter.
Säulen wachsen in Richtung des Fensters.
Der Areolenabstand bei Kakteen hat sich vergrößert.
Bei den anderen Sukkulenten wird die Distanz zwischen den Zweigen,
oder von Blatt zu Blatt immer größer.

Das linke Exemplar von Crassula ovata bildet wegen Lichtmangel einen längeren Stamm aus, die Blätter sind zu weit auseinander. Rechts ein gesundes Exemplar. ©Kaktusmichel.de


Wer fernab vom Fenster dennoch Kakteen und Sukkulenten halten möchte, muss deshalb mit künstlichem Licht nachhelfen.
Früher verwendete man dafür Natriumdampflampen oder MH-Lampen mit hohen Anschaffungskosten, große
m Platzbedarf, hohem Stromverbrauch und einem schlechten Wirkungsgrad, da sehr viel Energie in Wärme statt in Licht umgewandelt wurde.
Eine gute Alternative sind günstigere Leuchtstoffröhren, wie zum Beispiel die Lumilux Tageslicht / daylight mit 3250 Lumen und einem Farbspektrum das dem Tageslicht gleich kommt.
Heutzutage ist auch die LED-Forschung schon aus den Kinderschuhen
herausgewachsen und bietet sehr brauchbare
Leuchtmittel an,
die außerdem noch eine längere Lebensdauer
und einen geringen Stromverbrauch haben.

Gesehen bei Hagebaumarkt und Amazon, Biogreen L15


Leider vermisse ich bei d
iesen LED GROW Pflanzenlampen oft die Angabe über das Farbspektrum welches sich im Bereich von 5500 – 6000 Kelvinbewegen sollte und auch die Angabe
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der Lichtstärke in Lumen (Das ist die Anzahl Lux pro Quadratmeter bei 1 Meter Abstand) sind in der Regel bei solchen speziellen Lampen nicht angegeben. Also besser beim Fachhändler erkundigen, welche Fläche ausgeleuchtet werden kann und wie groß der Abstand zu den Pflanzen sein muss.
Ist eine Angabe der Lumen und dem Abstrahlwinkel in der technischen
Beschreibung der
Leuchtmittel vorhanden, kann man sich leicht über dieses Online Formular die erreichten Lux errechnen.

Hier noch Informationen über den Lichtbedarf einiger Pflanzen aus dem sukkulenten Bereich (Angaben aus dem Internet).
Sansevieria trifasciata soll schon mit 300 Lux klar kommen.
Der Drachenbaum, Dracena deremensis braucht nur etwa 600 Lux.
Viele Arten aus der Gattung Tillandsia wachsen gut bei ca. 800 Lux.
Crassula falcata und der Geldbaum (Crassula ovata) benötigen 1800 Lux. Euphorbia trigona und die meisten anderen Kakteen sollten mindestens 2000 Lux erhalten.

Und noch eine kurze Anmerkung diese Werte beziehen sich auf eine ganzjährige Zimmerkultur der Pflanzen.
Wer seine Kakteen im Sommer im Freien stehen hat und sie nur im Winter im Zimmer oder Keller „
einlagern“ muss, kann diese Werte bei trockener Überwinterung und einem kühlen Raum auch deutlich unterschreiten.

Weiterführende Links:

Einige Luxwerte für Zimmerpflanzen.
Wachstumsfaktoren bei Zimmerpflanzen in Hortipedia.
Wer es ganz genau wissen will hier noch ein Beitrag im Schweizer Grower Forum.
Und natürlich unser Kakteen und Sukkulentenbuch.
Wer lieber über Amazon bestellt klickt hier.

 

 

Ein ungebetener Gast die Wolllaus

Ein häufiger „Gast“ auf unseren Kakteen ist die so genannte Woll- oder Schmierlaus, der Namen kommt von ihrem meist wolligen Pelz und ihrem watteartigen Gespinst, in dem sie ihre Eier ablegt
Es gibt mehrere Arten (an die 1000 verschiedene), die auch auf Grund ihrer schmierigen Ausscheidung beim zerdrücken „Schmierläuse“ genannt werden.
Pseudococcidae so lautet ihr wissenschaftlicher Namen ist gefürchtet auf unseren Pflanzen. Sie kann sie sich rasend Vermehren. Das Weibchen legt an die 500 Eier und bringt es bei  guten Bedingungen auf bis zu 8 Generationen im Jahr.

Diese Pflanze ist fast komplett mit Schmierläusen besetzt.©Kaktusmichel

Gefährlich macht diesen Schädling nicht nur das er unsere Kakteen und Sukkulenten aussaugt, sondern das er mit seinem Kiefer auch noch chemische Zusätze in die Fraßstelle infiziert, die den Pfleglingen zusätzlich das Leben schwer machen. Außerdem scheiden die Tiere einen Zuckerstoff aus der auf der Pflanze oft noch einen Russtaupilz ansiedelt.
Vorbeugen sollte man seine Kakteen öfter von allen Seiten auf Läuse überprüfen und auch Neuzugänge genauer betrachten.
Haben wir erst einmal diese Schädlinge in der Sammlung festgestellt gilt es rasch zu handeln.

Wolllaus aus der Nähe©Schröder

Wer nicht gerne mit der Chemischen Keule an die Pflanzen gehen will, kann es auch mit einer Mischung aus 500ml Wasser und  einem Esslöffel Pflanzenöl versuchen, die er über die Pflanze sprüht. Ein weiteres Hausmittel  besteht aus  5ml Spülmittel, 5ml Spiritus und 500ml Wasser,  mit dieser Lösung wird die Pflanze abgewaschen. Dies sollte mindestens zweimal im Abstand einer Woche geschehen auch danach nicht vergessen die Pflanze nach einiger Zeit auf Neubefall zu überprüfen.
Sehr gute Wirkung zeigt auch das Biologische Mittel Spruzit von Neudorf.
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Oft ist es ratsam den ganzen Bestand an Pflanzen zu Behandeln, da es nicht auszuschließen ist das der Befall an anderen Sukkulenten auch schon begonnen hat.
Dann helfen meist nur noch chemische Mittel auf Systemischer Basis die es als Granulat zum Ausstreuen oder zum Auflösen gibt.

Wolllaus mit Nest

Beherzigen sie die Regel eine Pflanze die sich wohl fühlt bekommt selten Schädlinge. Also bieten sie ihrem Kaktus einen für ihn idealen Platz an und geben sie ihm außer Wasser des Öfteren auch etwas Dünger denn eine kräftige Pflanze kann sich gegen Schädlinge  besser zur Wehr setzen.

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Für den Terminkalender

Am Sonntag ist vielleicht kein Schwimmbad-Wetter,
aber ideales Wetter um in einem Kakteenhaus seine Runde zu drehen.
Wir haben am 3. September unseren vorletzten offenen Sonntag,
von 10-13 Uhr können sie Kakteen, Sukkulenten und Tillandsien
anschauen, einkaufen oder sich einfach beraten lassen.

Neobuxbaumia polylopha@Kaktusmichel.de

Und wer einen Vortrag von uns mal live erleben möchte hat im Herbst
die beste Gelegenheit dazu.
Den Beginn machen wir bei den Kakteenfreunden in Wiesbaden
am 06. September 2017 ab 19:30 Uhr
Helga gibt dort die Präsentation „Lebenskünstler Bromelien“
mit vielen Bildern aus der Familie der Bromelien und Tillandsien und ich werde
die Gattung Turbinicarpus vorstellen.
Am 15. September 2017 um 20 Uhr sind wir bei den Kakteenfreunden Darmstadt mit
Lebenskünstler Bromelien und der Darbietung vom Bild zum Multimediavortrag
in dem ich erkläre wie die Bilder bearbeitet werden und sie in einem Vortrag an die Frau oder den Mann gebracht werden können.
Weiter geht es mit diesen beiden Themen, am 29. September 2017 ab 19:30 Uhr  in Michelstadt, Michelstädter Hof.
Den Abschluss in diesem Jahr, mit diesen 2 Beiträgen haben wir bei den Kakteenfreunden aus der Bergstraße am 3. Oktober 2017 um 19:30 in Hemsbach.

Echinocereus pencilis©Kaktusmichel.de

Also es gibt keine Ausrede das wir uns auf einer der Veranstaltungen nicht sehen können,
es ist genug Auswahl 🙂  🙂

Turbinicarpus schmiedickeanus

Dieser Turbinicarpus wurde schon 1927 von Boedecker als Echinocactus schmiedickeanus beschrieben.
Er benannte die Art nach dem Berliner Kakteensammler K. Schmiedicke.
1937 wurde es in die neu von Backeberg und Buxbaum geschaffenen Gattung Turbinicarpus überführt.

Turbinicarpus schmiedickeanus©KAKTUSMICHEL.de

Je nach Autor werden dieser Art zwischen 8 und 12 Unterarten zugeordnet,
so zum Beispiel T. bonatzii, T. dickinsoniae, T.flaviflorus, T. gracilis, T. jauernigii,
T. klinkerianus, T. macrochele, T. rioverdense, T. rubriflorus und T. schwarzii.
Körper 4-5cm im Durchmesser und bis zu 6cm hoch, im Alter sprossend.
Die Blüte kann einen Durchmesser von bis zu 2,5 cm erreichen,
Farbe Weiß bis zartrosa mit einem dunkelrosa Mittelstreifen und dunklerem Schlund.
Blütezeit bei uns schon Ende Februar. Bestäubung der Blüten oft wegen der noch geringen Temperaturen im Gewächshaus etwas schwieriger, da die Pollen nicht richtig ausreifen. Wer auf Nummer sicher gehen will stellt die Pflanzen während der Blüte etwas wärmer um sie dort zu bestäuben. Fundorte sind Mexiko: Nuevo Leon, Tamaulipas und San Luis Potosi auf 1500-1800m NN.

Turbinicarpus schmiedickeanus©KAKTUSMICHEL.de

Bei sonnigem Standort und Vermeidung von Staunässe ist es ein einfach zu pflegender Kaktus.
Aber am schönsten werden sie in einem Gewächshaus da auf dem Fensterbrett sehr
oft das nötige Licht fehlt.
Substrat etwas mineralischer mit Zusätzen von Bims und Löss, Kalk kann zugegeben werden muss aber nicht.
Turbinicarpus schmiedickeanus und seine Unterarten steht im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in der Artenschutzliste (CITES)
weiterhin in Anhang 1 für geschützte Arten.
Aber seit 2009 nicht mehr in der gesonderten, sogenannten „roten Liste“ für besonders geschützten Arten.
Wer sich mehr für die Pflege und Beschreibungen von Kakteen und anderen Sukkulenten interessiert sei mein Buch Kakteen und Sukkulenten empfohlen.
Beziehen kann man dieses Buch unter anderem auch in meinem Shop.