Senecio haworthii

Linné leitete den Namen „Senecio“ 1753 vom lateinischen sénis oder senex für „alter Mann“ oder „Greis“ ab und bezieht sich dabei auf die weißen Wollbüschel an den Samen, die wie ein Fallschirm fungieren.
Botanisch wird der Wollschopf, der aus der reifen Frucht schaut, auch als Pappus bezeichnet.
Man spricht bei ihnen bis heute auch von „Greiskräutern“. Diese in die Familie der Korbblüher (Asteraceae) gehörende Gattung ist sehr variabel, so besteht sie aus über 2.000 Arten, die ein- bis mehrjährige Sträucher ausbilden und über die ganze Welt verbreitet sind.
Laut Jacobsen sind davon über 100 Arten Blatt- und Stammsukkulenten oder beides. Darunter sind Pflanzen, die zu hohen Büschen werden, einige sind Hängepflanzen und wieder andere wachsen schlangenartig am Boden entlang.
Fast allen ist gemein, dass sie Giftstoffe enthalten und der Saft einen starken, manchmal auch scharfen Geruch ausströmt.
Die einzelnen Röhrenblütchen sind, mit oder ohne Strahlenblüten (Zungenblüten), zu mehreren als Blütenstand in einem Körbchen zusammengefasst, daher der Name Korbblütler.
Als Dolde oder endständig entspringend, erscheinen Blüten in gelb, weiß, rot oder lila. Vermehrung über Kopfstecklinge oder Samen. Weitere Infos zu der Gattung Senecio.

Senecio haworthii ©Kaktusmichel.de

Die hier vorgestellte Art früher auch Senecio tomentosa genannt, wurde nach dem Entdecker Adrian Hardy Haworth beschrieben.
Er entdeckte sie 1803 in der Sammlung des Stockwell Botanical Garden.
Die Heimat dieser Pflanze ist in Südafrika, Kapprovinz in der Kleinen Karoo (Richtersveld) auf 900 – 1200 m.
Durch ihren Naturstandort in felsigen Hängen ist sie an große Trockenheit gewöhnt, deshalb sollte sie auch in Kultur nicht zu feucht gehalten werden. Im amerikanischen Raum wird sie wegen der bewollten Blätter und Stiele auch Woll- oder Kokonsenecio genannt, in Afrika aber auch Zunderstrauch da die abgeschälte Wolle sehr leicht brennt. Die Pflanzen können eine Höhe von über 60 cm erreichen, meist aufrecht wachsend. Die Blüte soll gelb sein, bei uns ist diese Art aber recht blühfaul.

Senecio haworthii, hier sieht man gut die Wolle auf den Blättern ©Kaktusmichel.de

Vermehrung in der Regel über Stecklinge aus einzelnen Blättern oder Stammstücken. Der Standort sollte sehr hell und sonnig sein damit die Pflanze gedrungen bleibt. Im Winter werden Temperaturen bis knapp unter den Gefrierpunkt kurzzeitig, bei trockenem Substrat vertragen. Pflanzen die öfters geschnitten werden haben einen schöneren Wuchs. Schädlinge mögen zum Glück diese Art nicht.
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