Die Juni-Termine

Die Sonderverkaufstermine im Juni in unserer Kakteen- und Sukkulenten-Gärtnerei stehen an. Beginn ist am 3. Juni 2018 zum verkaufsoffenen Sonntag von 10 – 13Uhr.
Wie immer heißt es an unseren offenen Sonntagen schauen, beraten lassen
und kaufen. Natürlich gibt es dazu eine Tasse Kaffee gratis.

Copiapoa humilis©Kaktusmichel.de

Danach folgt am 24. Juni 2018 unser Kaktusfest von 10 – 16Uhr. An diesem Tag können
Sie wieder in ruhe Kakteen bestaunen, zum Mittagstisch Kakteensuppe oder Würstchen
essen, Kaffee und Kuchen genießen und das alles zu moderaten Preisen. Also, die Familie eingepackt und ab zum Kaktusmichel.

Eryosice napina v. aerocarpa ©Kaktusmichel.de

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Fleischfresser im eigenen Garten

Ein Kakteenfreund hatte uns gebeten seinen undichten Gartenteich wieder ansehnlich zu Gestalten. Wir unterbreiteten ihm die Idee daraus ein Moorbeet zu erschaffen.
Was ist dabei zu Beachten?

Sarracenia in Blüte©Kaktusmichel.de

Der Standort für ein Moorbeet sollte so gewählt werden, dass mindestens 4 – 6 Stunden die Sonne ungehindert darauf scheinen kann und das die Anlage etwas Wind geschützt ist. In dieser Umgebung danken dies zum Beispiel Sarracenia Arten mit einer wunderbaren Ausfärbung der Fangschläuche. Aber auch die anderen Fleischfresser sogenannte Karniforen erzeugen so ein ganz anderes Gartenerlebnis.

Sarracenia purpurea©DornenProjekt.de

Als Substrat eignet sich am besten ungedüngter Weißtorf. Dieser kann mit Tannen- oder Fichtennadeln, aber auch mit Kokosfasern gemischt werden.
Etwas Bims im Substrat erhöht zusätzlich noch die Wasseraufnahme.

Moorbeet aus Torfziegeln©DornenProjekt.de

Für die Anlage einer kleineren Moorlandschaft im Garten sind keine größeren logistischen Anforderungen notwendig. Die einzige Anstrengung, die wir leisten müssen, ist das Loch für einen Mörtelkübel oder eine Grube die mit Teichfolie ausgelegt wird auszuheben. Alte, ausgediente Kunststoff- oder Tontöpfe werden verkehrt herum im Kübel oder der ausgelegten Grube platziert, diese dienen als Wasserresovoir. Wir füllen jetzt bereits soviel Wasser ein, bis es den Rand der Topfböden erreicht. Nicht vergessen ein Stück Plastikrohr das bis zum Kübelrand reicht, mit einarbeiten, damit später leichter Wasser nach gefüllt und kontrolliert werden kann. Die Töpfe als Abschluss mit Vlies abdecken und den vorher gewässerten Weißtorf oben drauf packen. Sehr natürlich wirkt das ganze wenn, wir noch einzelne Torfziegel mit einfügen. Die Torfschicht sollte mindestens eine Höhe von 15 cm erreichen, sie kann ruhig etwas höher als der Kübelrand oder Grubenrand sein. Höhere und niedrigere Karnivoren arrangieren und einpflanzen. Auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen achten.

Drosera rotundifolia, der rundblättrige Sonnentau©DornenProjekt.de

Bei einer größeren Fläche können sie die Anlage mit anderen Moorbeetgewächsen ergänzen. Geignete Pflanzen sind zum Beispiel Wollgras, Torfmyrthe, kleine Azaleen, Moosbeeren und je nach Platz noch mehr.
Das Ganze mit schönen Wurzelstücken und Torfmoos vervollständigen. Noch etwas Wasser durch das Plastikrohr einfüllen und fertig sind wir schon. Das ganze Jahr hindurch auf Schnecken achten und bei längeren Trockenperioden immer wieder Regenwasser nachfüllen.

In der ersten Zeit, bei starken Frösten, im Winter mit einer dickeren Schicht Moos oder Tannenreisig die Anlage abdecken. Es macht den Pflanzen aber nichts aus, da die Schläuche bei den Sarracenia-Arten (Schlauchpflanzen) sowieso absterben, auch Venusfliegenfalle und Sonnentau ziehen ein. Im Frühling bevor der Neuaustrieb beginnt die alten Schläuche abschneiden und die Abdeckung rechtzeitig entfernen.

Darlingtonia californica, selbst in unseren Breitenlagen winterhart©DornenProjekt.de

Wer keinen Garten hat, kann sein Moorbeet auch in einem schönen Holzbottich oder in einer ausgedienten Zinkbadewanne anlegen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf Balkon oder Terrasse findet sich bestimmt noch ein Plätzchen dafür. Auch am Zimmerfenster kann eine kleine Moorlandschaft arrangiert werden, z. B. mit schönen Glasgefäßen und wärmeliebenden Karnivoren.

Drosera binata mit Fliege

Drosera binata auch sieh ist winterhart, hier hat sie eine Fliege als Beute©DornenProjekt.de

Hier das kleine Moorbeet nach der Fertigstellung

Moorbeet©DornenProjekt.de

Und noch ein paar weitere Bilder.

Viel Spaß bei der Beobachtung ihrer Fleischfresser bei der Arbeit.

Wollgras mit Samenstand©Kaktusmichel.de

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Vortrag winterharte Kakteen

Achtung Terminänderung:
wegen der Renovierung des Veranstaltungssaals
in Wiesbaden findet der Vortrag über Winterharte Kakteen und Begleitpflanzen nicht
am 2. Mai sondern erst am 16. Mai statt.
Veranstalter: Kakteenfreunde Mainz-Wiesbaden
Termin Mittwoch, der 16. Mai ab 19:30 Uhr

©Kaktusmichel

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Offener Sonntag

Eigentlich hätten wir am 1. April unseren offenen Sonntag. Aber da der erste Sonntag im Monat April, auf den Ostersonntag fällt, haben wir den Termin um eine Woche verlegt.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Osterfest. Und sehen uns dann zum offenen Sonntag am 8. April (10-13Uhr) in der Gärtnerei Andreae Kakteenkulturen in Otzberg-Lengfeld.

Frohe Ostern©Kaktusmichel.de

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Graptopetalum macdougallii

Graptopetalum macdougallii, auch als blaue Felsenrose bezeichnet, ein leicht zu kultivierendes Dickblattgewächs (Crassulaceae) aus Mexiko. Dieses Sukkulent ist sehr gut für die Zimmerkultur geeignet oder im Sommer als Ampelpflanze für die Terrasse zu empfehlen.

Der Gattungsname, aufgestellt 1911 von Joseph Nelson Rose, bedeutet nach dem griechischen ‚graptos‘ für markieren und dem Wort ‚petalon‘ für Blütenblatt, soviel wie gepunktetes Blütenblatt.
Die vorgestellte Art wurde 1940 von Edward Johnston Alexander beschrieben und zu Ehren von T. Macdougall benannt.
Die Pflanzen haben eine Ähnlichkeit mit Echeveria, aber die Blütenstände sind zymös aufgebaut, dies bedeutet der Blütenstand verzweigt sich und trägt an jedem Ende eine Blüte, die Einzelblüte ist sternförmig, fünfzählige, weiß-gelblich mit größeren und kleineren roten Flecken und Punkten. An den Blütenrispen öffnen sich über einen längeren Zeitraum immer wieder neue Blüten. 

Bluete von Graptopetalum macdougallii

Blüten von Graptopetalum macdougallii ©DornenPROJEKT.de

Blätter lanzettlich, fleischig, hellgrün, leicht grau über haucht und rosettenförmig angeordnet. Es werden oberflächliche Ausläufer gebildet die sich sehr gut zur Vermehrung eignen.

Eine Rosette von Graptopetalum macdougallii

Graptopetalum macdougallii©DornenPROJEKT.de

Diese Art findet man in Mexiko, Oaxaca.

Kultur und Pflege:
Ein heller und sonniger Standort ist notwendig, damit ein gedrungenes Wachstum erhalten bleibt. Nur bei Stecklingen bis zur Bewurzelung einen halbschattigen Standplatz wählen. An das Substrat werden keine besonderen Ansprüche gestellt, es eignet sich Kakteenerde oder auch Blumenerde mit etwas Sand. Sie vertragen im Winter Temperaturen bis 6 °C. Über die Vegetationszeit nicht zu trocken halten. Ein Zeichen von zu wenig Wasser ist es, wenn zu viele Blätter von unten her eintrocknen, dann muss mehr gegossen werden. Die Pflanzen sind ideal für Hängetöpfe,


da sie viele Ausläufer treiben und dann schön herunterhängen.
Wenn einmal Schädlinge auftreten, sind es in der Hauptsache Wollläuse.
Sie können die Pflanze in unserer Gärtnerei in Otzberg-Lengfeld kaufen und auch in unserem Shop.

Text vom Kaktusmichel aus der Gärtnerei Andreae Kakteenkulturen, Bilder Helga Januschkowetz, DornenPROJEKT.
Viel Tipps auch in unserem Buch über Kakteen und Sukkulenten in unserem
Buch erhältlich in der Gärtnerei, im Shop oder auch über Amazon.

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YouTube Video

Ab und zu muss es auch mal sein,
dass wir in YouTube ein Filmchen einstellen.
In diesem Video werden unsere bis her erstellten Vorträge vorgestellt.
Unterlegt ist das Video mit guter Musik, deshalb
nicht vergessen die Lautsprecher einzuschalten 🙂

Mammillaria theresae©KAKTUSMICHEL.de

Hier unser neuestes Video:

Hier noch unser erfolgreichster:

Viel Spaß beim anschauen wünscht
der Kaktusmichel und Helga

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Bestäubung bis zur Aussaat

Oft werde ich gefragt wie sät man eigentlich Kakteen und andere Sukkulenten aus?
Hier ein kleiner Leitfaden für Aussaat von Kakteen und anderen Sukkulenten.
Zuerst brauchen wir mal Samen, den wir entweder beim Kakteenzüchter kaufen oder wir gewinnen ihn von eigenen Pflanzen.

Von der Bestäubung bis zum Kakteen-/Sukkulentensamen.
Nun müssen wir uns im klaren sein wollen wir nur mal ausprobieren wie das Ganze funktioniert oder können wir gezielt eine Pflanze vermehren. Bei einer Artreinen Weitervermehrung brauchen wir zwei verschiedene Pflanzen von der gleichen Gattung und Art. Kommt es nicht so sehr auf die Artreinheit des Aussaatmaterials an, dann können wir versuchen zwei Blüten die gerade an unseren Kakteen geöffnet sind zu bestäuben. Eine Bestäubung zwischen unterschiedlichen Gattungen gelingt nicht immer,  es ist schwierig und es kann misslingen. Wir sehen den ersten Erfolg, wenn sich an der bestäubten Pflanze eine Samenkapsel bildet. Eines haben wir daraus gelernt, meist brauchen wir zwei verschiedene Individuen. Diese können von der gleichen Art sein oder auch nur nahe verwandt.
Ob wir zwei Pflanzen brauchen hängt auch davon, ob die zu bestäubende Pflanze selbstfertil (selbstbestäubend) oder selbststeril (nicht selbstbefruchtend) ist. Die oben erklärte Vorgehensweise wenden wir bei selbststerilen Pflanzen an (das ist die größte Gruppe der Kakteen). Haben wir Glück das die Pflanze selbstfertil ist,  dann genügt es schon wenn zwei Blüten am gleichen Kaktus geöffnet sind und wir bestäuben diese gegenseitig.

Wie funktioniert die Bestäubung?
Ganz einfach, den reifen Pollen mit einem Pinsel, Wattestäbchen oder einer Pinzette vorsichtig von den Pollenträgern ab streifen. Danach den Pollen auf der Narbe der zu bestäubenden Pflanze aufbringen, siehe Grafik unten.

Pollen-und-Narbe

Wie geht es weiter?
Bei erfolgreicher Bestäubung verdickt sich die Blütenröhre bis die Frucht fertig ausgebildet ist. Die Samenkapsel muss vollständig ausgereift sein bevor es an die Ernte geht. Manchmal erkennt man es daran, dass sie aufplatzt und der Samen sichtbar wird. Oder die Farbe verändert und sich leicht von der Pflanze ablösen lässt. Sie trocken wird und nur noch eine Papierartige Hülle den Samen umschließt. Die Samenreife kann nach einem oder gar erst nach zwölf Monaten eintreten, dies ist von Art zu Art unterschiedlich.

"Erntedank" verschiedene Samenkapseln

„Erntedank“ verschiedene Samenkapseln

Samenreinigen
Die Samen müssen jetzt gereinigt, das heißt vom Fruchtfleisch befreit, werden. Je nach Gattung ist das leichter oder schwerer zu bewerkstelligen. Bei Turbinicarpus, Astrophytum und Ariocarpus ist der Samen nach der Fruchtreife nicht mehr mit dem Fruchtfleisch verbunden. Sondern bereits trocken und kann einfach ausgeschüttelt werden. Ein entfernen der Schmutzpartikel genügt und wir haben sauberes Aussaatmaterial. Während  bei Echinocereus, Mammillaria und Echinopsis es schon etwas aufwendiger wird. Hier muss der Samen erst vom anhaftenden Fruchtfleisch befreit werden. Meist geschieht dies durch auswaschen in einem Sieb oder Leinen Beutelchen und anschließenden Trocknen. Ist weniger Fruchtfleisch an den Samen, kann es auch genügen die Samen zwischen zwei Papiertüchern hin und her zu reiben.
Ein anschließendes Beizen der Samen halte ich nicht für unbedingt notwendig. Wer dies aber als Vorbeugung gegen Pilze tun möchte, nimmt dazu Kaliumpermanganat, es genügt eine kleine Menge davon. Es gibt es als fertige Lösung oder als Pulver diese in Wasser auflösen, es ist genug, wenn sich das Wasser leicht verfärbt. Die Samen darin schwenken und danach trocknen lassen.  Jetzt lagern wir den Samen noch für 4-6 Wochen an einem kühlen aber luftigen Ort, damit die Keimsperre im Samenkorn abgebaut ist. Die Keimsperre ist notwendig, damit die Körner nicht schon in der Fruchtkapsel zur Keimung kommen.

Die Aussaat
Das wichtigste was man wissen sollte ist, das Kakteen Lichtkeimer sind. Das bedeutet, der Kakteensamen wird nicht mit Substrat abgedeckt. Nur auf die vorbereitete Erde ausstreuen und kurz andrücken, damit er eine Verbindung zum Substrat hat. Ich streue circa 50-100 Korn in einen Topf der circa 6 auf 6cm groß ist, das ist Platz genug für die nächsten 12-15 Monate unserer Sämlinge.
Das Aussaatsubstrat ist größtenteils mineralisch mit einem Zusatz aus Kokosfasern so genannter Kokohum, es gibt sie als gepresste Barren. Übrigens das Substrat bekommen sie auch bei mir in der Gärtnerei fix und fertig gemischt.
Aussaatgefäße sind ausgediente Kunststoffbehälter, wie sie zum Beispiel für Fleischsalat verwendet werden, Senfgläser mit Deckel, Kunststofftöpfe mit Klarsichtfolie abgedeckt, oder eine Kunststofftüte in die man einen Topf stellt und diese oben zubindet. Natürlich sind die Aussaatschalen mit Deckel und Heizung, die auch für Tomatenaussaat und so weiter angeboten werden die First-class Lösung für unsere Aussaaten.
Zusatzbeleuchtung (am besten Lampen mit einer Farbtemperatur von 6500K) sind je nach Jahreszeit von Vorteil. Aber wer ab März oder April aussät wird mit dem Licht auf der Fensterbank ganz gut auch ohne Lampenzusatz  auskommen. Wie schon gesagt Kakteen sind Lichtkeimer und benötigen zur Keimung Helligkeit, aber bei direkter Sonneneinstrahlung kann es zum Hitzestau unter der Plastikhaube kommen und die Keimlinge kochen regelrecht ab. In den ersten 4-8 Wochen wird deshalb der Aussaatbehälter mit Papier oder Gaze abgedeckt, so dass ein diffuses Licht entsteht. Dies vermindert auch gleichzeitig die Algenbildung. Der günstigste Temperaturbereich für die Keimung liegt zwischen 15°C und 35°C. Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind der erfolgreichen Keimung dienlich.  Das Substrat sollte während dem ganzen Keimungsprozess nie ganz austrocknen. Wichtig ist auch, dass das Anstauen der Aussaatgefäße nur von unten geschieht und kein Regenwasser verwendet wird. Dies kann durch die Verschmutzungen in der Luft, die während des Regens mit ausgewaschen werden, zur schnelleren Algenbildung auf dem Substrat führen. Ich nehme Leitungswasser und dazu pro Liter 0,5gr Chinosol (Chinolinolsulfat-Kaliumsulfat), erhältlich in der Apotheke oder bei Amazon, zum desinfizieren.
Preis: Derzeit nicht verfügbar
Auch Versuche mit Schachtelhalmtee waren erfolgreich. Die Aussaatbehälter sollten mindestens 4-5 Wochen verschlossen bleiben. Dann müssten die meisten oder sogar alle Samen gekeimt haben. Eine stetige Kontrolle während dieser Zeit ist unerlässlich um ein austrocknen oder gar einen Pilzbefall zu vermeiden.

Hurra, man erkennt schon kleine Pflänzchen, was soll ich jetzt tun?
Früher habe ich immer schon 2-3 Monate nach der Keimung pikiert, oft mit katastrophalen Ausfälle. Die Keimlinge hatten noch nicht genügend Substanz um in der rauen Wirklichkeit zu überleben. Ich habe dann festgestellt, wenn sie ein Jahr im Aussaattopf Kopf an Kopf standen das sie für das pikieren in neue Erde viel besser gerüstet waren. Doch dann sollte man nicht vergessen die Sämlinge ab und zu mit schwachen Düngergaben zu füttern, damit sie die Zeit in dem mageren Aussaatsubstrat überstehen. Nach dem Pikieren werden die kleinen Kakteen ein paar Wochen schattig aufgestellt bis sie etwas erstarkt sind und dann wie die großen Kakteen weitergepflegt.
Also dann kann es ja losgehen mit der Kakteenzucht.

Mist, da habe ich den falschen Samen erwischt!

Mist, da habe ich den falschen Samen erwischt!

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Termine im Frühjahr

So langsam kommen die Knospen aus den Startlöchern.
Auch für die Gärtnerei stehen die ersten wichtigen Termine für das Frühjahr an.
Schon am kommenden Sonntag den 4. März haben wir unseren ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr.
Von 10-13 Uhr stehen wir für Sie parat. Es heißt allso schauen, beraten lassen und einkaufen. Wer möchte kann an diesem Tag natürlich auch einen Kaffee oder Tee bei uns trinken.

Trichocereus Hybriden in Blüte

Noch ist es mit den Blüten nicht so weit. Aber die ersten Knospen warten schon©Kaktusmichel.de

Am 7. März halten wir in Wiesbaden einen Vortrag über die Grundlagen rund um unser Hobby. Das Motto lautet „Alles was Sie schon lange über Ihren Kaktus wissen wollten“.
Wir werden mit vielen Bildern und genügend Input die Anwesenden unterhalten.
Kommen Sie doch auch vorbei der Eintritt ist kostenlos.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Treffpunkt: Kleiner Saal des Turnverein Biebrich 1846, Rathenauplatz 13 in 65203 Wiesbaden. Wir und die Kakteenfreunde Wiesbaden freuen sich über viele Zuschauer.

Der Blütenstand von Euphorbia fimbriata

Euphorbia fimbriata in Blüte. Aus dem Vortrag: Grundlagen zur Kultur von Kakteen und anderen Sukkulenten©Kaktusmichel.de


Für alle bei denen Heilbronn etwas näher liegt, bietet sich der 3. April an,
dann können Sie gleich zwei Vorträge in der Ortsgruppe von uns anschauen.
Zum einen: „Vom Bild zum Multimediavortrag“ und als zweiten „Sukkulenten im Nahbereich“. Dort finden Sie uns im Ristorante „La Rustica“ am Stämmlesbrunnen (im Läpplezimmer), 74189 Weinsberg, Rappenhofweg 10. Die Vorträge beginnen um 19:30 Uhr.
Achtung der offene Sonntag bei Andreae Kakteenkulturen im April, ist wegen der Osterfeiertage eine Woche später also erst am 8. April von 10-13 Uhr.

Die Blüten von Huernia hislopii

Huernia hislopii, aus dem Vortrag vom Bild zum Multimediavortrag©Kaktusmichel.de


Am 12. April haben Sie wieder eine Gelegenheit zwei Vorträge von uns zu sehen.
Dieses mal in Aschaffenburg. Der Treffpunkt der Kakteenfreunde aus Aschaffenburg ist die DJK-Gaststätte im Ludwig-Wolker-Haus, Kleine Schönbuschallee 130, 63741 Aschaffenburg.
Dort halten wir ab 20 Uhr die beiden Vorträge: „Lebenskünstler Bromelien“ und „Vom Bild zum Multimediavortrag“.

Ein Bromelien Hybride mit dem Namen Aechmea `Blue Rain´

Aechmea `Blue Rain` Bild aus dem Vortrag Lebenskünstler Bromelien von Helga Januschkowetz©DornenPROJEKT.de


Bei allen Vorträgen ist der Eintritt frei aber nie umsonst.
Schreiben Sie sich die Termine auf damit Sie keinen vergessen 🙂
Bei unseren Vorträgen sind Gäste immer willkommen.
Helga und der Kaktusmichel freuen sich auf Ihr kommen.


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Ruschia gemina

Ruschia gemina kommt aus der Gruppe der Mesembryanthemum und der Aizoaceae-Familie.
I
m allgemeinen Sprachgebrauch werden sie als Mittagsblumengewächse bezeichnet.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1927 von L. Bolus als Cerochlamys gemina.

Ab 1929 führt man diese Gattung unter Ruschia.
Der Artname gemina bedeutet doppelt oder zweifach, was wahrscheinlich wegen der sich paarweise gegenüberstehenden Blätter gewählt wurde.

Ruschia gemina in Blüte©Kaktusmichel.de

Den Erstfund stammte aus Südafrika, in der Karoo bei Rooihoogte, zwischen Ladismith und Lainsburg.
Dort wachsen sie in trockenen bis halbtrockenen Gebieten.
Die Gattung Ruschia, benannt nach einem namibischen Bauern, ist sehr groß, etwa 216 Arten zählen zu ihr. Je nach der Wuchsform, der Blüten oder der Samenkapseln werden sie in verschiedenen Untergattungen gegliedert.
Es sind Arten darunter die bis zu 1,5 m hoch werden, aber manche bilden auch nur ganz flache Polster aus.
Auffallend sind die holzigen Wurzeln, die immer fast vertrocknet aussehen.
Auch die Zweige neigen dazu rasch zu verholzen. Im unteren Bereich trocknen die sukkulenten Blätter stark aus aber bleiben fest mit der Pflanze verbunden.

Ruschia gemina, dreikantige Blätter und durchscheinende Punkte in der Epidermis©Kaktusmichel.de

In der Gattung variieren die Blüten von weiß über rosa bis lila.
Bei der Vorgestellten Art ist es eine schöne fliederfarbe.

Die Blüten sind mehrere Tage geöffnet und werden von Tag zu Tag größer.
Ein Gattungsmerkmal sind die dreieckigen Blätter und die vielen transparenten Punkte auf der Epidermis.

Die Früchte sind holzige Kapseln mit 5 oder 6 Kammern, die erst öffnen wenn Wassertropfen auf sie fallen, wie wir sie auch bei anderen Aizoaceen kennen.
Da sie im Winterregengebieten vorkommen blühen sie bei uns auch zu dieser Jahreszeit.
Vermehrung über Stecklinge oder Samen.

Viel Pflanzenbeschreibungen und Tipps auch in meinem Buch über
Kakteen und Sukkulenten.

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Senecio haworthii

Linné leitete den Namen „Senecio“ 1753 vom lateinischen sénis oder senex für „alter Mann“ oder „Greis“ ab und bezieht sich dabei auf die weißen Wollbüschel an den Samen, die wie ein Fallschirm fungieren.
Botanisch wird der Wollschopf, der aus der reifen Frucht schaut, auch als Pappus bezeichnet.
Man spricht bei ihnen bis heute auch von „Greiskräutern“. Diese in die Familie der Korbblüher (Asteraceae) gehörende Gattung ist sehr variabel, so besteht sie aus über 2.000 Arten, die ein- bis mehrjährige Sträucher ausbilden und über die ganze Welt verbreitet sind.
Laut Jacobsen sind davon über 100 Arten Blatt- und Stammsukkulenten oder beides. Darunter sind Pflanzen, die zu hohen Büschen werden, einige sind Hängepflanzen und wieder andere wachsen schlangenartig am Boden entlang.
Fast allen ist gemein, dass sie Giftstoffe enthalten und der Saft einen starken, manchmal auch scharfen Geruch ausströmt.
Die einzelnen Röhrenblütchen sind, mit oder ohne Strahlenblüten (Zungenblüten), zu mehreren als Blütenstand in einem Körbchen zusammengefasst, daher der Name Korbblütler.
Als Dolde oder endständig entspringend, erscheinen Blüten in gelb, weiß, rot oder lila. Vermehrung über Kopfstecklinge oder Samen. Weitere Infos zu der Gattung Senecio.

Senecio haworthii ©Kaktusmichel.de

Die hier vorgestellte Art früher auch Senecio tomentosa genannt, wurde nach dem Entdecker Adrian Hardy Haworth beschrieben.
Er entdeckte sie 1803 in der Sammlung des Stockwell Botanical Garden.
Die Heimat dieser Pflanze ist in Südafrika, Kapprovinz in der Kleinen Karoo (Richtersveld) auf 900 – 1200 m.
Durch ihren Naturstandort in felsigen Hängen ist sie an große Trockenheit gewöhnt, deshalb sollte sie auch in Kultur nicht zu feucht gehalten werden. Im amerikanischen Raum wird sie wegen der bewollten Blätter und Stiele auch Woll- oder Kokonsenecio genannt, in Afrika aber auch Zunderstrauch da die abgeschälte Wolle sehr leicht brennt. Die Pflanzen können eine Höhe von über 60 cm erreichen, meist aufrecht wachsend. Die Blüte soll gelb sein, bei uns ist diese Art aber recht blühfaul.

Senecio haworthii, hier sieht man gut die Wolle auf den Blättern ©Kaktusmichel.de

Vermehrung in der Regel über Stecklinge aus einzelnen Blättern oder Stammstücken. Der Standort sollte sehr hell und sonnig sein damit die Pflanze gedrungen bleibt. Im Winter werden Temperaturen bis knapp unter den Gefrierpunkt kurzzeitig, bei trockenem Substrat vertragen. Pflanzen die öfters geschnitten werden haben einen schöneren Wuchs. Schädlinge mögen zum Glück diese Art nicht.
Mehr über Kakteen und Sukkulenten in unserem Buch, bestellbar über unseren Shop oder Amazon.

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