Substrate für Kakteen und andere Sukkulenten

Einen Vorteil haben unsere sukkulenten Pflanzen sie wachsen in fast jeder Erde. Das führt dazu, dass sämtliche  Kakteenliebhaber die ihre Substrate für die Pflanzen selber mischen, die besten Kakteenerden haben. „Ich auch“
Wichtig ist nur, die Erdzusammensetzung sollte an die Pflege angepasst sein. Bedeutet, der im Supermarkt gekaufte Kaktus sitzt meist in Torf, weil sie  in der Verarbeitung (Topfmaschinen) und später in der Massenpflanzenhaltung besser versorgt werden können. Mit einem genau eingestelltem Substrat für Bewässerung und Düngung, wie z.B. Tropfbewässerung, Anstautische. Außerdem soll die Erde auch nicht viel kosten. Aus der behüteten Umgebung beim Kaktusmäster kommen sie jetzt in die raue Wirklichkeit beim Discounter. Das Substrat ist trocken die letzten Düngerreserven haben kurz vor der Wurzelspitze halt gemacht und es setzen sich kleine Salzkristalle vor die Öffnung der Wurzel. Jetzt kommt der glückliche Käufer mit seiner Neuerwerbung nach Hause und was macht er mit seinem neuen Freund?? Gießen! Trockener Torf nimmt nur schwer wieder Wasser auf, es kann sein, das alles von der Erde ab perlt und unser Kaktus wartet umsonst auf seinen Schluck Wasser. Der andere Fall ist, er bekommt Wasser, die Salzkonzentration löst sich auf und verbrennt ihm die Füße. Folge, die noch vorhandenen Saugwurzeln sterben ab. Die Pflanze versucht weiterhin vorsichtig, ob die Luft rein ist und bildet erneut frische Wurzeln aus. Darum ist es besser die Neuerwerbungen erst einmal von dieser Erde zu befreien.

Ich habe die bessere Erde!

Ich habe die bessere Erde!

 

Jetzt mischt man sich sein eigenes Substrat oder  besorgt sich welches….natürlich bei mir :-). Die Pflanze wird mit dem frischen Erdgemisch eingetopft. Danach eine Woche warten und dann erst gießen. Die Beschädigungen an den Wurzeln sind nun verheilt, ein absterben der Pflanze aufgrund von Fäulnis ist somit sehr gering.
Wie sollte die Erde zusammen gesetzt sein?
Natürlich gibt es viele Vorschläge und Tipps, deshalb auch hier nur Anregungen. Da nicht jeder Zuschlagsstoff leicht erhältlich ist, sollte jeder die Zutaten nehmen die für ihn ohne Aufwand erreichbar sind. Es sollte ein Gemisch entstehen das gut durchlässig ist und formstabil bleibt. Unter formstabil verstehe ich, es sollte nicht gleich auswaschen oder verklumpen. Eine gute Kakteenerde behält, nach dem man sie mit der Hand zusammendrückt, kurz ihre gepresste Form und fällt dann locker auseinander. Zuschlagstoffe können sein, eine gute Blumenerde, Perlit, Ziegelsplit, Sand, Bims, Löss oder andere ähnliche Stoffe, es kann auch etwas Holzkohle beigemengt werden. Wenn sich auch über 90 Prozent unserer Sukkulenten im gleichen Substrat wohlfühlen, bestehend aus einem Drittel Humus, zwei Drittel mineralischen Bestandteilen, gibt es doch auch ein paar spezialisierte Gewächse. Diese gedeihen besser in einer etwas anderen Zusammensetzung des Substrates. Beispielsweise, die zu den „anderen“ Sukkulenten zählenden Pflanzen, wachsen etwas besser wenn der Humusanteil (Blumenerde) circa 50-70  Prozent beträgt. Die Arten der Gattungen Astrophytum oder Ariocarpus vertragen das Substrat besser, wenn kein Humus enthalten ist, statt dessen aber ein höherer Anteil an Löss beigegeben wird. Lithops sollten auch nur in mineralischem Substrat gehalten werden um ein schnelles abtrocknen der Erde zu gewährleisten und eine Überdüngung durch Blumenerde zu vermeiden. Was wiederum ein unförmiges Wachstum und schnelleres absterben der Lithops Arten nach sich zieht.

Pfui! Hasso, die neue Erde ist kein Hunde-WC..

Pfui! Hasso, die neue Erde ist kein Hunde-WC..

Der Vorteil in einer größeren Sammlung nur eine Substratmischung anzuwenden ist auch beim Gießen festzustellen. Die Pflanzen werden in etwa zur gleichen Zeit trocken, was den Gießrhythmus erleichtert. Wer sein Substrat selbst mischt wird um einige Versuche nicht herum kommen, aber die Pflanzen werden es ihm/ihr danken.

 

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6 Antworten auf Substrate für Kakteen und andere Sukkulenten

  1. Anton Brudy sagt:

    Hallo,
    wieviel kostet die Erde für Selbstabholer derzeit?

    Gruß
    Brudy

  2. Tobias Krammel sagt:

    Hallo, ich wollte mich erkundigen für die richtige Erde einer Drachenfrucht. Gelesen habe ich das eine Mischung aus Gartenerde und Sand ohne viel Humus gut sein soll.
    Das wieder spricht etwas den Erdmischungen die hier genannt werden. Humus, Torf, Mineralische Bestandteile;
    Können sie mir genaueres sagen?

    LG Tobias Krammel

    • Kaktusmichel sagt:

      Oft wird gerade in älterr Literatur Gartenerde mit Sand verwendet. Aber ich habe damit in der Topfkultur keine so guten Erfahrungen gemacht, da sich dieses Gemisch stark verfestigt. Natürlich haben wir in Deutschland sehr unterschiedliche Gartenböden. Deshalb verwende ich mit guten Erfolg mein Substrat, bei raschwachsenden Kakteen verwende ich gerne etwas mehr Humus da diese auch mehr Dünger verbrauchen. Ich hoffe Ihnen etwas damit geholfen zu haben. LG Michael

  3. anna rochow sagt:

    Hallo,
    In meiner Frage geht es nicht um Kakteen sondern um eine Seidenakazie.Diese sollte ja keine nassen „Füße“bekommen.Durch Kakteenerde würde doch ein schnellerer Ablauf ermöglicht werden.Ist das sinnvoll?
    Vielen Dank schonmal.
    LG Anna Rochow

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