Fehlerteufel im Kakteenbuch

Unser Buch Kakteen und Sukkulenten ist jetzt schon fast 4 Monate auf dem Markt.
Heute möchte wir die ersten Eindrücke, Rückmeldungen und Verbesserungen mitteilen.
Erfreut waren wir von den durchwegs sehr positiven Bewertungen des Buches.
Von allen Lesern mit denen wir persönlich sprechen konnten,
wurde der große Umfang des Buches, die gute Bildqualität und die reichlichen
Informationen hervor gehoben und gelobt.
Vielen Dank den Lesern.
Die Verkaufszahlen bewegen sich im obersten Level unserer Erwartungen.
So ist das Buch zum Beispiel in Amazon bei den verkauften Büchern zu dem Thema
Kakteen meist auf Rang 1 bis 3 zu finden und selbst bei denen über Botanik
unter den ersten 25 bis 40 Büchern.
Natürlich haben sich bei so einem umfangreichen Werk auch Fehler eingeschlichen.
Auf die möchte ich gerne im einzelnen kurz eingehen.
Dieser Beitrag zu unserem Buch wird im laufe der Zeit immer mal wieder aktualisiert
damit die interessierten Leser auf dem neuesten Stand bleiben.

ISBN: 9783494016009 Kakteen und Sukkulenten Michael Januschkowetz

Erstmal danke für so manchen guten Tipp der zur Verbesserung des Buches
beitragen kann.
Ganz besonders möchte ich mich für die konstruktiven Tipps von Jörg Ettelt,
nachzulesen in der „Avonia“ (Fachzeitschrift der Gesellschaft anderer Sukkulenten)
Ausgabe 2017 Heft 1 bedanken.
Das gleiche gilt natürlich für Ludwig Bercht, der in der (Vereinszeischrift der
Niederländischen Kakteen und Sukkulentenfreunde) „Succulenta“ im April 2017
seine Rezension veröffentlichte.
Sollte es mal zu einer Neuauflage kommen, werden wir diese Ratschläge
gerne einfließen lassen.

Der erste Fehler der auffiel, war der Name Pelecyphora strobiliformis der in der
Überschrift (Seite 324) falsch als „strobeliformis“ bezeichnet wurde.
Im Text steht ist es richtig als strobiliformis angegeben.
Dies führte dazu, dass im Inhaltsverzeichnis (Seite 611) diese Pflanze zweimal aufgeführt
ist. Ausgerechnet bei der Gattung Pelecyphora (Seite 323) hat sich noch ein Schreib­fehler eingeschlichen. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier, denn in unserer Sammlung
stand auf den Schildern immer „asseliformis“.
Da der Artname durch den Vergleich mit der Kellerassel zustande kam, aber
Gewohnheitsrecht zählt nicht, die richtige Schreibweise ist Pelecyphora aselliformis.

Weiterhin wurde in einer Rezension beanstandet, dass auf Seite 211 im Porträtteil von Gymnocalycium saglionis im Text zu lesen ist: „Dieser Gymnocalycium“. Nach Auffassung
des Rezensions-Verfassers sollte die Umschreibung „Dieses Gymnocalycium“ verwendet
werden. Im normalen Sprachgebrauch und auch in vielen Foren wird fast ausschließlich
die Bezeichnung „dieser Gymnocalycium“ verwendet. Diese maskuline Form bezieht sich auf den Kaktus.

Auf Seite 7 im Buch steht zu lesen, dass die Kakteen bereits ihren Ursprung vor 60 Mio.
Jahren haben.
In einem Schreiben wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es keine Evolution gibt
und alles einmalig von Gott erschaffen wurde.
In einer anderen Rezension wurde darauf hingewiesen, dass nach neuer wissenschaftlicher Erkenntnis die Kakteen sich erst vor etwa 30 Mio. Jahren entwickelt
haben.
Man verzeihe uns unser Unwissen, da die zur Verfügung stehende Literatur nicht mehr her gab.

An gleicher Stelle im Buch ist über Cereoideae berichtet und das es sich dabei um eine
Familie handelt, richtig ist, es ist eine Unterfamilie.

Auf Seite 10 wurde bei den Grundregeln zur Pflege die Überschrift bei
5. „Wann wurde das letzte Mal umgetopft?“ beanstandet.
Dies sei keine Regel, sondern eine Frage.
Wenn es jemand stört, dann bitte im Buch streichen und überschreiben
mit der neuen Formulierung 5.„Umtopfen“.

Beim Bild vom Blütenschnitt Seite12, handelt es sich nicht um ein Kelchblatt
sondern um die äußeren Perianthsegmente.

Seite 219 die Untergattung von Gymnocalycium heißt „Trichomosemineum“
und nicht „Trichosemineum“

Auf Seite 216 Gymnocalycium bicolor steht: „Die Pflanzen wachsen im Nordosten von Argentinien“, richtig soll sein „im Nordwesten von Argentinien“.
Man sieht, auch die zur Verfügung stehende weiterführende Literatur hat ihre Tücken
und stimmt nicht immer.

Überarbeitet werden muss noch die irreführende Aussage:
„Die Warzen sind eine Verdickung der Sprossbasis“
und die Erklärung von Sorte, Hybride und Cultivar.

Hier noch ein paar geringfügige Berichtigungen die in einer Neuauflage
berücksichtigt werden können:
Bis auf einen verschwindet geringen Teil der Kakteen haben alle keinen Blütenstiel,
dies ist im Buch verallgemeinert, natürlich sind Ausnahmen vorhanden,
wie bei Pereskia. Die bei einzelnen Arten mit einem Blütenstand versehen sind.
Auch war klar, dass das große Mausohr auf Seite 17 nicht der Bestäuber von Kakteen ist.
Das Bild wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt, in Ermangelung eines Bildes einer südamerikanischen Fledermaus.
Wer dafür ein passenderes Bild hat, darf es gerne an mich weiterleiten.
Meine Mailadresse steht im Buch unter Seite 5.

Auf Seite 18 wird bei der Familie der Asclepiadaceae von einer fünfblättrigen Blütenhülle
gesprochen, unter diesem Begriff kann ein Laie sich etwas vorstellen.
Der Botaniker nennt es jedoch eine fünfzählige Blütenhülle.

Die uneinheitliche Schreibweise der Namen einiger Botaniker entstand auf Grund widersprüch­licher Literaturangaben und wird in einer Neuauflage sicher noch einmal überarbeitet. Ich sehe darin aber keinen Grund sie deshalb wegzulassen.

Da es sich bei der vorliegenden Ausgabe um ein Praxishandbuch und nicht um eine
Doktorarbeit, mit wissenschaftlich einwandfreier Auslegung handelt,
seien mir einige Fehlinterpretationen verziehen, oder?
Auch möchte wir dafür unseren Verlag und das Lektorat nicht verantwortlich machen,
wie es in einer Rezension zu lesen war.
Der Verlag hat sich viel Mühe gegeben, um ein wie wir glauben, sehr gelungenes Buch zu verwirklichen.
Wer noch ein Buch erwerben will, es gibt es in unserem Shop
und natürlich in der Gärtnerei.
Viel Spaß weiterhin mit dem Buch wünschen Helga und Michael Januschkowetz

Titanopsis calcarea ©Kaktusmichel

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