Der letzte Fotowalk in der Kaserne

Die ehemalige Kaserne der US-Streitkräfte in Babenhausen ist bald nicht mehr, aus und vorbei und nur noch Geschichte. Ebenso wie der letzte Fotowalk auf diesem Gelände.

Historische Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände ©DornenProjekt
Historische Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände ©DornenProjekt

Treffpunkt Haupteingang

Der Haupteingang ist Treffpunkt für den Fotowalk auf dem Kasernengelände. Bis um 9 Uhr waren leider noch nicht alle Teilnehmer eingetroffen. Bei den eisigen Temperaturen an diesem Morgen wurde die Zeit lang und rasch kam man ins frösteln. Na endlich, jetzt sind auch die letzten eingetrudelt. Alle Abmarsch zum ehemaligen Kommandantenhaus im historischen Teil des Areals, dort ist erst einmal Besprechung. Nach den Formalitäten und aushändigen des Geländeplanes ging es los.

Zimmer im Glockenturmhaus ©DornenProjekt
Zimmer im Glockenturmhaus ©DornenProjekt

Hinter den Kulissen

Um 9.30 Uhr konnte ich endlich starten, als erstes stattete ich dem Glockenturmhaus einen Besuch ab. Seit meinem letzten Besuch auf dem Gelände hat sich viel verändert. Ein Blick hinter die Mauern dieses Gebäudes zeigte es. Die Sanierungsarbeiten schreiten voran. Leitungen hängen von der Decke, nackter Fußboden und die Fenster teilweise ab geklebt. Schnell ein paar Bilder geschossen und weiter geht’s. Der Toilettenraum sieht noch wie neu aus. Auf der Tür steht ‚FREI‘, doch was ist das. Hat hier ein tierischer Hausbesetzer sich ein Schlaflager an gelegt? Von wegen FREI!

Glockenturmhaus ©DornenProjekt
Glockenturmhaus ©DornenProjekt

Noch einen Blick in den Keller werfen. Ah, ein neuer Heizkessel ist schon installiert. Nicht so interessant für mich, weiter. Was ist das? Halloween lässt grüßen, wow da hat sich jemand viel Mühe gegeben um das Gruseln realistisch zu gestalten.

Halloweenkeller im Glockenturmhaus ©DornenProjekt
Halloweenkeller im Glockenturmhaus ©DornenProjekt

Die Zeit rast

Geländeplan heraus holen und schauen was als nächstes Ziel angegeben ist. Auf dem Weg dahin einen kurzen Plausch gehalten mit einem weiteren Teilnehmer. Mann oh Mann wie die Zeit vergeht, denn schließlich muss ich bis 14 Uhr alle sehenswerten Punkte ab gearbeitet haben.

Nebengebäude Hangar ©DornenProjekt
Nebengebäude Hangar ©DornenProjekt

Der ehemalige Flugplatz mit Hangar steht als nächstes an. Wieder draußen im hellen Sonnenlicht treffe ich den nächsten Fotokollegen dieser Tour. Unsere einhellige Meinung die Toilette in diesem Gebäude müsste in ihrem jetzigen Zustand konserviert und für die Nachwelt erhalten bleiben.

Flugzeug-Hangar ©DornenProjekt
Flugzeughangar ©DornenProjekt

Diese Toilette hat zwischenzeitlich Kultstatus unter den Fotowalkern erreicht. Der Grund dafür ist das erste Bild von ‚the matrixer‘ welches er an diesem stillen Örtchen aufgenommen und veröffentlicht hat, mega. Natürlich muss auch ich, wie so viele andere vor mir ein Foto machen, denn dies ist nicht nur eine Toilette, nein, sie hat eine gewisse Ausstrahlung und Charisma. Etwas verquatscht und dabei muss ich noch ans andere Ende des Kasernengeländes.

Toilette im Hangar ©DornenProjekt
Toilette im Hangar ©DornenProjekt

Dschungel im Zimmer

Vorbei an der ehemaligen Kirche geht es zum vorletzten Punkt auf meinem Plan, zum ‚Roten Zimmer‘. Nicht wundern dieser außergewöhnliche Raum befindet sich in der Werkstatthalle. Ja, richtig gehört (besser gelesen). Wände, Blumenschmuck, Stühle und Tische alles ist rot, einfach toll.

Rotes Zimmer Werkstatthalle ©DornenProjekt
Rotes Zimmer Werkstatthalle ©DornenProjekt

Jetzt noch aus allen Winkeln Fotos schießen und weiter zum nächsten Highlight dem Dschungelraum. Die Natur ist einfach genial und sie lässt sich nicht unterkriegen. In einem unscheinbaren Haus wachsen Moose und Farne, jetzt etwas gezeichnet durch den Herbst, aber immer noch toll.

Zutritt auf eigene Gefahr ins Dschungelhaus ©DornenProjekt
Zutritt auf eigene Gefahr ins Dschungelhaus ©DornenProjekt

Ganz hinein traue ich mich nicht, sieht doch etwas mitgenommen aus. Na ja die ständige Feuchtigkeit zehrt. Hat übrigens auch schon Obelix festgestellt in ‚Asterix bei den Schweizern‘, aber das ist ein anderes Thema.

Dschungelhaus in einem unscheinbaren Gebäude ©DornenProjekt
Dschungelhaus auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Wehmut

Ja, das war die letzte Tour durch das Gelände der ehemaligen Kaserne in Babenhausen. Schade, der Blick zurück ist gespickt mit etwas Wehmut. Die maroden Gebäude sind bald Geschichte und werden abgerissen oder wo es geht saniert. Der Neuanfang in die Zukunft auf dem Areal hat begonnen.
Vielen Dank an das Team von Urban-Expedition in Babenhausen die alles wieder super organisiert hatten.

Pflanzen gekonnt in Szene setzen

Es macht immer wieder Spaß einen Miniatur-Garten anzulegen und dabei Pflanzen gekonnt in Szene zu setzen. Um eine lebende Landschaft im kleinen zu gestalten kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden.

Sandstein-Trog mit Sempervivum und schönen Steinen ©DornenProjekt (Pflanzen gekonnt in Szene setzen)
Sandstein-Trog mit Sempervivum und schönen Steinen ©DornenProjekt

Welche Gefäße sind dafür geeignet?

Die Frage nach der Größe der Schalen oder sonstigen Gefäße ist davon abhängig wo die kleine Landschaft zur Geltung kommen soll. Auf der Fensterbank ist nur eine begrenzte Breite vorhanden, während auf Balkon oder Terrasse meist größere Flächen zur Verfügung stehen. Es ist jedes Gefäß geeignet das gefällt und das die nötige Höhe für die Wurzelmasse hat.

ausgediente Kinderschuhe mit Sempervivum bepflanzt ©Kaktusmichel (Pflanzen gekonnt in Szene setzen)
ausgediente Kinderschuhe mit Sempervivum bepflanzt ©Kaktusmichel

Welche Pflanzen kann ich verwenden?

Da die sukkulenten Gewächse zu unseren Lieblingen zählen, sind das natürlich die Hauptakteure für die Miniatur-Gärtchen. Außerdem wähle ich die Pflanzen nach dem späteren Standort aus, winterharte Steingartenstauden für draußen oder Sukkulenten für die Wohnung. Wer möchte kann auch ein kleines Moorbeet im Glas gestalten.

bepflanzte Bonsai-Schale mit verschiedenen sukkulenten Pflanzen ©Kaktusmichel (Pflanzen gekonnt in Szene setzen)
bepflanzte Bonsai-Schale mit verschiedenen sukkulenten Pflanzen ©Kaktusmichel

Schritt für Schritt Anleitung!

In dem Buch – Pflanzen gekonnt in Szene setzen – werden 25 der am besten geeigneten Sukkulenten und Tillandsien in Bildern und Beschreibungen vorgestellt. Wow, die botanischen Namen der abgebildeten Pflanzen stimmen sogar, was nicht immer selbstverständlich ist. Sogar Werkzeuglisten und der Materialbedarf für die kleinen Landschaften sind mit angegeben, sehr vorbildlich.

Steingarten im Miniaturformat, bepflanzt mit winterharten Stauden ©DornenProjekt (Pflanzen gekonnt in Szene setzen)
Steingarten im Miniaturformat, bepflanzt mit winterharten Stauden ©DornenProjekt

Substrat und Pflege

Ebenso wird auf das Substrat eingegangen das die Sukkulenten zum gesunden Wachstum benötigen, den Standplatz und die Wassergaben. Die allgemeinen Angaben für die Pflege kommen in diesem Buch wirklich nicht zu kurz und das sowohl für die sukkulenten Pflanzen als auch für die Luftbromelien (Tillandsien). Alle Ausführungen zu Substrat und Pflege stimmen. Da wir schon mehr als 30 Jahre Sukkulenten und Tillandsien kultivieren kann ich dies bestätigen.

Tillandsien auf einem Stamm ©Kaktusmichel (Pflanzen gekonnt in Szene setzen)
Tillandsien auf einem Stamm ©Kaktusmichel

Accessoires

Auf einem Spaziergang im Wald findet man manchmal kleine Baumwurzeln oder kleinere markante Steine, die sich bestens als Beiwerk für die kleine Landschaft eignen. Keine Angst, in dem Buch werden so viele Möglichkeiten zur Gestaltung gezeigt, dass bestimmt auch für Dich etwas dabei ist. Selbst ausrangierte Gläser oder Vasen finden wieder eine neue Bestimmung. Oder bastelst Du gerne? Dazu gibt es auch verschiedene Anleitungen im Buch, z.B. gestalten einer ‚Blumenampel‘ aus Kupferröhrchen für die Luftbromelien.

eine Bank und Tisch aus Paletten bepflanzt mit sukkulenten Pflanzen ©Kaktusmichel (Pflanzen gekonnt in Szene setzen)
eine Bank und Tisch aus Paletten bepflanzt mit sukkulenten Pflanzen ©Kaktusmichel

Fazit

Wer gerne bastelt oder selbst eine hübsche Dekoration mit lebenden Pflanzen gestalten möchte für den ist dieses Buch ein muss. Die Angaben stimmen, ein sehr gutes Bildmaterial und die Schritt für Schritt Anleitungen helfen dazu um sehr schnell solch ein kleines Projekt um zu setzen. Für Weihnachten oder gar als kleines Mitbringsel zur einer Einladung ist das nur 15 Euro teure Werk geeignet. Auf 128 Seiten bekommt man so viele Anregungen, dass für jeden was dabei ist. Wie heißt es im Buch so schön ‚Stylische Ideen für pflegeleichte Arrangements‘.

Autor: Megan George
Titel: Pflanzen gekonnt in Szene setzen
erschienen im Landwirtschaftsverlag (1. Ausgabe August 2018)
Softcover 25,4 x 20,3 cm, 128 Seiten
Preis: 15 Euro
ISBN: 978-7843-5563-4

 

Natur am Wegesrand

So heißt ein Buch das uns die vielfältigen Lebensräume, näher bringen will.

ein Reh beim Widerkäuen, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
ein Reh nutzt die Zeilen zwischen den Johannisbeersträuchern als Ruheplatz ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Das Werk hat 256 Seiten und ist Rand voll mit über 700 guten Bildern. Der Autor (Marc Giraud) zeigt uns, wer mit offenen Augen spazieren geht kann viel Natur am Wegesrand entdecken.

Feldhase beobachtet seine Umgebung genau, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
auch im Winter bieten die Johannisbeersträucher Versteckmöglichkeiten ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Das Buch führt uns durch die Jahreszeiten und ihre Besonderheiten. Nicht nur große Tiere sind zu bewundern, auch Winzlinge aus Fauna und Flora.

Bockkäfer im Pflanzendickicht, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
Ein Bockkäfer beobachtet seine Umgebung ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Doch mancherorts muss man dafür längere Wege in Kauf nehmen, da unsere hochindustrialisierte Landwirtschaft, Natur im eigentlichen Sinn, nicht mehr zu lässt. Es gibt zwar Felder und Grasland in unserer Kulturlandschaft zu hauf, aber keine Hecke, Strauch- oder Baumreihe unterteilt diese riesigen Parzellen mehr.

Wespen- oder Zebraspinne, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
eine Wespen- oder Zebraspinne am Wegesrand ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)
Wespenspinnen-Kokon, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
Wespenspinnen-Kokon, das Weibchen benötigt 8Std. dafür ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Auf den ersten paar Seiten stimmt uns der Autor darauf ein, unsere Sinne zu schulen und die Natur am Wegesrand wieder aktiv wahr zu nehmen. Worauf muss ich achten um ein Tier wie Reh oder Hase zu beobachten?

Feldlerche am Ruheplatz, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
ein flinkes Kerlchen, die Feldlerche am Ruheplatz ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Wie sind die Zusammenhänge in der Natur? Wer ist von wem abhängig? Kein Kraut oder Tier ist unnütz, sondern ein Teil einer gut funktionierenden und von einander profitierenden Gemeinschaft.

Kohlmeise, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
die Kohlmeise hat ihren Singplatz bezogen ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Es werden sehr viele Lebensräume und ihre Bewohner vorgestellt, egal ob Tier oder Pflanze, auch was unsere Nutztiere zu diesen Gemeinschaften beitragen.

dem kleinen Schwarzkopfschaf ist es langweilig, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
dem kleinen Schwarzkopfschaf ist es langweilig ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Die Texte sind sehr informativ, nur nach meinem Geschmack manchmal zu kurz geraten. Was aber durch die vielen Bilder mit aussagekräftigen Untertiteln teilweise wieder wett gemacht wird.
Deshalb vergebe ich 4,5 von 5 Hasen
Viel Spaß beim Schmökern wünscht DornenProjekt-Natur

Erschienen ist das Buch im Haupt Verlag und kostet 24,90Euro, übrigens, sehr günstig für die vielen Bilder.
1. Auflage, erschienen 19.02.2018
ISBN: 978-3-258-08043-7
Autor: Marc Giraud
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Kaserne Babenhausen ‚Lost Place‘

Blick auf den Hauptweg, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Fotowalk in der Kaserne in Babenhausen ©DornenProjekt

Man liest zur Zeit in fast allen fotografischen Medien von ‚Lost Places‘, auf gut deutsch von verlassenen Orten.

historische Gebäude, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
historische Gebäude auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Jetzt gab es die Gelegenheit solch einen Ort zu besuchen, da musste ich mich unbedingt anmelden.

Lost Place ehemaliges Krankenhaus, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
ehemaliges Krankenhaus auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Die Neugierde war groß, ich wusste nicht was mich erwartete. So muss sich ein Forscher fühlen der eine neue Höhle zum erkunden aufsucht. Die Neugierde treibt dich immer weiter und man vergisst alles was draußen geblieben ist. Wobei, so geht es mir oft, wenn ich fotografiere.

Lost Place, leerstehendes Gebäude, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Leerstehendes Gebäude ©DornenProjekt

Am Samstag den 13. Januar hatte ich das Glück und konnte einen fotografischen Spaziergang durch die stillgelegte Kaserne in Babenhausen miterleben.

Wasserturm, Lost Place, leerstehendes Gebäude, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Kaserne in Babenhausen ©DornenProjekt

Die Kaserne war ab dem 2. Weltkrieg bis 2006 ein bedeutender Militärstandort der US-Armee. Im Jahr 2007 wurde das ganze an die Bundesrepublik zurück gegeben. Die Anlage ist bereits um 1900 erbaut worden und war ständig in militärischer Nutzung.

Lost Place, leerstehendes Gebäude am Fluggelände, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
leerstehendes Gebäude am ehemaligen Fluggelände ©DornenProjekt

Ich kann nur jedem empfehlen einmal an solch einem Fotowalk teilzunehmen. Es ist wahnsinnig interessant und spannend was es zu entdecken gibt. Außerdem ist es eine fotografische Herausforderung, die manchmal sehr schlechten Lichtbedingungen zu meistern.

Lost Place, leerstehendes Gebäude am Fluggelände, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Kaserne in Babenhausen ©DornenProjekt

Ein stabiles Stativ ist ein muss um in den Innenräumen vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Ebenso ist eine Taschenlampe oder Fotoleuchte ratsam damit kann ich ein Objekt auch mal ausleuchten.

Blick auf das Kirchengebäude Lost Place, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Kirchengebäude auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Ans Herz legen kann ich einen Fernauslöser oder den Kamera internen Selbstauslöser zu nutzen um Bewegungsunschärfe durch das Auslösen zu vermeiden.

Lost Place, historischer Turm, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Historische Gebäude auf dem Gelände ©DornenProjekt

Hier noch eine Adresse für solche Fotoevents: http://www.thematrixer.com/urbanexpedition

Nebel nicht nur im Herbst

Bodennebel bei Sonnenaufgang, ©DornenProjekt-Natur
Bodennebel bei Sonnenaufgang ©DornenProjekt
Dunst und Nebel auf der Miltenbergerhöhe ©DornenProjekt-Natur
Dunst und Nebel auf der Miltenbergerhöhe ©DornenProjekt

Bei Nebel denkt jeder sofort an November. Ein Altdeutscher Name für November ist auch Nebelung oder Wintermonat. Was sich in den zurück liegenden Jahren bewahrheitete. Der November zeigt sich gerne als dunkler Monat mit Nebel, Regen und manchmal auch mit Schnee.

eine mystische Szene mit Birke, Nebel ©DornenProjekt-Natur
eine mystische Szenerie ©DornenProjekt

Besonders in diesem Jahr hatten wir mehr Regen- oder Schneetage als Sonnenschein im Angebot. So dass der Monat eher trüb, grau, mit geschlossener Wolkendecke oder mit Hochnebel daher kam und auch nicht mit ausgiebigen Regenfällen geizte. An einem Tag war es tiefer Winter mit Frost und Schnee am nächsten Tag wieder Frühling mit Tauwetter und Regen. Was sich vielerorts in triefende und schniefende Nasen bemerkbar machte.

Reifbildung nach einer nebligen, frostigen Nacht ©DornenProjekt-Natur
Reifbildung nach einer nebligen, frostigen Nacht ©DornenProjekt

Dabei kann sich der Monat trotz Nebel und Kälte auch von einer schöneren Seite zeigen. Jedoch ist Nebel nicht nur auf die kalte Jahreszeit beschränkt, nein, dieses Phänomen kann jederzeit auftreten. Einfach ausgedrückt, wenn warme, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft auf einen kalten Untergrund trifft, dann entsteht beispielsweise Bodennebel.

Windräder auf der Miltenbergerhöhe und Bodennebel ©DornenProjekt-Natur
Windräder auf der Miltenbergerhöhe und Bodennebel ©DornenProjekt

Nebel ist nichts anderes als eine Ansammlung feinster Wassertröpfchen die mit den Wolken gleich zu setzen sind. Nur das diese sich, bei Nebel, in Bodennähe befinden.

goldene Landschaft, Sonnenaufgang und Nebel ©DornenProjekt-Natur
goldene Landschaft ©DornenProjekt

Es gibt verschiedene Arten von Nebel, ebenso unterschiedliche Möglichkeiten der Entstehung. Wer darüber mehr erfahren möchte, kann dies in dem Buch: „Wetter & Klimaphänomene von Hans Häckel, erschienen im Ulmer-Verlag“ (darin ist alles für jeden verständlich erklärt) oder unter Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Nebel) gerne nachlesen.

Nebel im Goldenen Oktober ©DornenProjekt-Natur
Nebel im Goldenen Oktober ©DornenProjekt

Auf jeden Fall ist Nebel aus Sicht der Fotografie ein wunderbares Gestaltungselement was viele Fotomotive bereit hält. Ob als Bodennebel, dicke Nebelsuppe wo man nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve einem erwartet

Baumgruppe der Nebel löst sich auf ©DornenProjekt-Natur
sich auflösender Nebel im Herbst ©DornenProjekt

oder als Nebelwand die langsam von der Sonne verdrängt wird und der leuchtend blaue Himmel über der schneebedeckten Landschaft hervor bricht.

Nebelwand über Schneelandschaft mit blauem Himmel ©DornenProjekt-Natur
Nebelwand wird von der Sonne verdrängt ©DornenProjekt

Die Farbpalette des Herbstes Teil1

Herbstlaub©DornenProjekt
Der herbstliche Wald©DornenProjekt

Das grün der Blätter, an Bäumen und Sträuchern, wird immer mehr von gelben und orange-roten Farben übertönt. Ein wunderbarer Kontrast zum strahlend blauen Himmel bietet sich uns.

Gemeiner Schneeball mit Früchten©DornenProjekt
Blätter der Felsenbirne strahlen im Sonnenlicht©DornenProjekt

Jetzt draußen in der Natur die Sonne genießen. Die letzten Blüten der Sommerblumen sind Anziehungspunkt für Bienen und Hummeln.

Glockenheide©DornenProjekt
Sedum mit Biene und Hummel©DornenProjekt

Der Herbst ist herrlich…!

Schmuckkörbchen©DornenProjekt

Eis Landschaften (Ice landscapes)

Heute sind wir unterwegs im Bayrischen Odenwald er ist geprägt vom Buntsandstein. Was man gut an den Ackerböden erkennt, denn die rötliche Färbung überwiegt.

Bayrischer Odenwald-Buntsandstein ©DornenProjekt

An dieser Stelle überschneiden sich der Naturpark Neckartal-Odenwald und der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Es ist das Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg.

Bayrischer Odenwald ©DornenProjekt

Die rote Farbe ergibt jedoch einen wunderbaren Kontrast zu den mit dickem Raureif behängten Bäumen und Sträuchern in der Umgebung.

Bayrischer Odenwald ©DornenProjekt

Der Blick ins Tal der Erf wird uns leider vom dichten Nebel verwehrt. Die Erf, wie sie auf bayrischer Seite genannt wird oder Erfa auf Baden-Württembergischer ist ca 40km lang und entspringt bei Ahorn.

Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt

Sie schlängelt sich durch teilweise dichte Waldgebiete aber auch offene Wiesenlandschaften bis sie bei Bürgstadt in den Main fließt. In dem Flüsschen sollen verschiedene Fische vorkommen wie Äsche, Bachforelle, Bachschmerle, Elritze, Hasel, Mühlkoppe und Rotauge¹.

Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt

In diesem Winter hatten wir über längere Zeit tiefere Temperaturen, so dass auch an schnell fließenden Gewässern wie der Erf, zwischen Hardheim und Riedern am Wehr einer ehemaligen Mühle, Eisgebilde an zu treffen waren.

Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt
Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt
Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt

Die frostigen Temperaturen hielten so lange an, bis der Main ebenfalls zu fror. Ein Eisbrecher versuchte vergeblich die Fahrrinne frei zu halten, was zu der Schollenbildung und –anhäufung führte.

Blick auf Miltenberg und Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt

Wer gerne wandert, dem empfehle ich den Mühlenwanderweg bei Hardheim

Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt

Verwandte Themen: Bauland, Tauber, Jagst, Neckar und Hohenlohe
¹Wikipedia