Natur am Wegesrand

So heißt ein Buch das uns die vielfältigen Lebensräume, näher bringen will.

ein Reh beim Widerkäuen, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
ein Reh nutzt die Zeilen zwischen den Johannisbeersträuchern als Ruheplatz ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Das Werk hat 256 Seiten und ist Rand voll mit über 700 guten Bildern. Der Autor (Marc Giraud) zeigt uns, wer mit offenen Augen spazieren geht kann viel Natur am Wegesrand entdecken.

Feldhase beobachtet seine Umgebung genau, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
auch im Winter bieten die Johannisbeersträucher Versteckmöglichkeiten ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Das Buch führt uns durch die Jahreszeiten und ihre Besonderheiten. Nicht nur große Tiere sind zu bewundern, auch Winzlinge aus Fauna und Flora.

Bockkäfer im Pflanzendickicht, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
Ein Bockkäfer beobachtet seine Umgebung ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Doch mancherorts muss man dafür längere Wege in Kauf nehmen, da unsere hochindustrialisierte Landwirtschaft, Natur im eigentlichen Sinn, nicht mehr zu lässt. Es gibt zwar Felder und Grasland in unserer Kulturlandschaft zu hauf, aber keine Hecke, Strauch- oder Baumreihe unterteilt diese riesigen Parzellen mehr.

Wespen- oder Zebraspinne, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
eine Wespen- oder Zebraspinne am Wegesrand ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)
Wespenspinnen-Kokon, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
Wespenspinnen-Kokon, das Weibchen benötigt 8Std. dafür ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Auf den ersten paar Seiten stimmt uns der Autor darauf ein, unsere Sinne zu schulen und die Natur am Wegesrand wieder aktiv wahr zu nehmen. Worauf muss ich achten um ein Tier wie Reh oder Hase zu beobachten?

Feldlerche am Ruheplatz, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
ein flinkes Kerlchen, die Feldlerche am Ruheplatz ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Wie sind die Zusammenhänge in der Natur? Wer ist von wem abhängig? Kein Kraut oder Tier ist unnütz, sondern ein Teil einer gut funktionierenden und von einander profitierenden Gemeinschaft.

Kohlmeise, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
die Kohlmeise hat ihren Singplatz bezogen ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Es werden sehr viele Lebensräume und ihre Bewohner vorgestellt, egal ob Tier oder Pflanze, auch was unsere Nutztiere zu diesen Gemeinschaften beitragen.

dem kleinen Schwarzkopfschaf ist es langweilig, Natur am Wegesrand, Marc Giraud ©DornenProjekt-Natur
dem kleinen Schwarzkopfschaf ist es langweilig ©DornenProjekt (Natur am Wegesrand)

Die Texte sind sehr informativ, nur nach meinem Geschmack manchmal zu kurz geraten. Was aber durch die vielen Bilder mit aussagekräftigen Untertiteln teilweise wieder wett gemacht wird.
Deshalb vergebe ich 4,5 von 5 Hasen
Viel Spaß beim Schmökern wünscht DornenProjekt-Natur

Erschienen ist das Buch im Haupt Verlag und kostet 24,90Euro, übrigens, sehr günstig für die vielen Bilder.
1. Auflage, erschienen 19.02.2018
ISBN: 978-3-258-08043-7
Autor: Marc Giraud

Preis: EUR 24,90

Kaserne Babenhausen ‚Lost Place‘

Blick auf den Hauptweg, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Fotowalk in der Kaserne in Babenhausen ©DornenProjekt

Man liest zur Zeit in fast allen fotografischen Medien von ‚Lost Places‘, auf gut deutsch von verlassenen Orten.

historische Gebäude, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
historische Gebäude auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Jetzt gab es die Gelegenheit solch einen Ort zu besuchen, da musste ich mich unbedingt anmelden.

Lost Place ehemaliges Krankenhaus, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
ehemaliges Krankenhaus auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Die Neugierde war groß, ich wusste nicht was mich erwartete. So muss sich ein Forscher fühlen der eine neue Höhle zum erkunden aufsucht. Die Neugierde treibt dich immer weiter und man vergisst alles was draußen geblieben ist. Wobei, so geht es mir oft, wenn ich fotografiere.

Lost Place, leerstehendes Gebäude, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Leerstehendes Gebäude ©DornenProjekt

Am Samstag den 13. Januar hatte ich das Glück und konnte einen fotografischen Spaziergang durch die stillgelegte Kaserne in Babenhausen miterleben.

Wasserturm, Lost Place, leerstehendes Gebäude, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Kaserne in Babenhausen ©DornenProjekt

Die Kaserne war ab dem 2. Weltkrieg bis 2006 ein bedeutender Militärstandort der US-Armee. Im Jahr 2007 wurde das ganze an die Bundesrepublik zurück gegeben. Die Anlage ist bereits um 1900 erbaut worden und war ständig in militärischer Nutzung.

Lost Place, leerstehendes Gebäude am Fluggelände, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
leerstehendes Gebäude am ehemaligen Fluggelände ©DornenProjekt

Ich kann nur jedem empfehlen einmal an solch einem Fotowalk teilzunehmen. Es ist wahnsinnig interessant und spannend was es zu entdecken gibt. Außerdem ist es eine fotografische Herausforderung, die manchmal sehr schlechten Lichtbedingungen zu meistern.

Lost Place, leerstehendes Gebäude am Fluggelände, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Kaserne in Babenhausen ©DornenProjekt

Ein stabiles Stativ ist ein muss um in den Innenräumen vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Ebenso ist eine Taschenlampe oder Fotoleuchte ratsam damit kann ich ein Objekt auch mal ausleuchten.

Blick auf das Kirchengebäude Lost Place, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Kirchengebäude auf dem Kasernengelände ©DornenProjekt

Ans Herz legen kann ich einen Fernauslöser oder den Kamera internen Selbstauslöser zu nutzen um Bewegungsunschärfe durch das Auslösen zu vermeiden.

Lost Place, historischer Turm, Fotowalk Kaserne Babenhausen ©DornenProjekt-Natur
Historische Gebäude auf dem Gelände ©DornenProjekt

Hier noch eine Adresse für solche Fotoevents: http://www.thematrixer.com/urbanexpedition

Nebel nicht nur im Herbst

Bodennebel bei Sonnenaufgang, ©DornenProjekt-Natur
Bodennebel bei Sonnenaufgang ©DornenProjekt
Dunst und Nebel auf der Miltenbergerhöhe ©DornenProjekt-Natur
Dunst und Nebel auf der Miltenbergerhöhe ©DornenProjekt

Bei Nebel denkt jeder sofort an November. Ein Altdeutscher Name für November ist auch Nebelung oder Wintermonat. Was sich in den zurück liegenden Jahren bewahrheitete. Der November zeigt sich gerne als dunkler Monat mit Nebel, Regen und manchmal auch mit Schnee.

eine mystische Szene mit Birke, Nebel ©DornenProjekt-Natur
eine mystische Szenerie ©DornenProjekt

Besonders in diesem Jahr hatten wir mehr Regen- oder Schneetage als Sonnenschein im Angebot. So dass der Monat eher trüb, grau, mit geschlossener Wolkendecke oder mit Hochnebel daher kam und auch nicht mit ausgiebigen Regenfällen geizte. An einem Tag war es tiefer Winter mit Frost und Schnee am nächsten Tag wieder Frühling mit Tauwetter und Regen. Was sich vielerorts in triefende und schniefende Nasen bemerkbar machte.

Reifbildung nach einer nebligen, frostigen Nacht ©DornenProjekt-Natur
Reifbildung nach einer nebligen, frostigen Nacht ©DornenProjekt

Dabei kann sich der Monat trotz Nebel und Kälte auch von einer schöneren Seite zeigen. Jedoch ist Nebel nicht nur auf die kalte Jahreszeit beschränkt, nein, dieses Phänomen kann jederzeit auftreten. Einfach ausgedrückt, wenn warme, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft auf einen kalten Untergrund trifft, dann entsteht beispielsweise Bodennebel.

Windräder auf der Miltenbergerhöhe und Bodennebel ©DornenProjekt-Natur
Windräder auf der Miltenbergerhöhe und Bodennebel ©DornenProjekt

Nebel ist nichts anderes als eine Ansammlung feinster Wassertröpfchen die mit den Wolken gleich zu setzen sind. Nur das diese sich, bei Nebel, in Bodennähe befinden.

goldene Landschaft, Sonnenaufgang und Nebel ©DornenProjekt-Natur
goldene Landschaft ©DornenProjekt

Es gibt verschiedene Arten von Nebel, ebenso unterschiedliche Möglichkeiten der Entstehung. Wer darüber mehr erfahren möchte, kann dies in dem Buch: „Wetter & Klimaphänomene von Hans Häckel, erschienen im Ulmer-Verlag“ (darin ist alles für jeden verständlich erklärt) oder unter Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Nebel) gerne nachlesen.

Nebel im Goldenen Oktober ©DornenProjekt-Natur
Nebel im Goldenen Oktober ©DornenProjekt

Auf jeden Fall ist Nebel aus Sicht der Fotografie ein wunderbares Gestaltungselement was viele Fotomotive bereit hält. Ob als Bodennebel, dicke Nebelsuppe wo man nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve einem erwartet

Baumgruppe der Nebel löst sich auf ©DornenProjekt-Natur
sich auflösender Nebel im Herbst ©DornenProjekt

oder als Nebelwand die langsam von der Sonne verdrängt wird und der leuchtend blaue Himmel über der schneebedeckten Landschaft hervor bricht.

Nebelwand über Schneelandschaft mit blauem Himmel ©DornenProjekt-Natur
Nebelwand wird von der Sonne verdrängt ©DornenProjekt

Die Farbpalette des Herbstes Teil1

Herbstlaub©DornenProjekt
Der herbstliche Wald©DornenProjekt

Das grün der Blätter, an Bäumen und Sträuchern, wird immer mehr von gelben und orange-roten Farben übertönt. Ein wunderbarer Kontrast zum strahlend blauen Himmel bietet sich uns.

Gemeiner Schneeball mit Früchten©DornenProjekt
Blätter der Felsenbirne strahlen im Sonnenlicht©DornenProjekt

Jetzt draußen in der Natur die Sonne genießen. Die letzten Blüten der Sommerblumen sind Anziehungspunkt für Bienen und Hummeln.

Glockenheide©DornenProjekt
Sedum mit Biene und Hummel©DornenProjekt

Der Herbst ist herrlich…!

Schmuckkörbchen©DornenProjekt

Eis Landschaften (Ice landscapes)

Heute sind wir unterwegs im Bayrischen Odenwald er ist geprägt vom Buntsandstein. Was man gut an den Ackerböden erkennt, denn die rötliche Färbung überwiegt.

Bayrischer Odenwald-Buntsandstein ©DornenProjekt

An dieser Stelle überschneiden sich der Naturpark Neckartal-Odenwald und der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Es ist das Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg.

Bayrischer Odenwald ©DornenProjekt

Die rote Farbe ergibt jedoch einen wunderbaren Kontrast zu den mit dickem Raureif behängten Bäumen und Sträuchern in der Umgebung.

Bayrischer Odenwald ©DornenProjekt

Der Blick ins Tal der Erf wird uns leider vom dichten Nebel verwehrt. Die Erf, wie sie auf bayrischer Seite genannt wird oder Erfa auf Baden-Württembergischer ist ca 40km lang und entspringt bei Ahorn.

Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt

Sie schlängelt sich durch teilweise dichte Waldgebiete aber auch offene Wiesenlandschaften bis sie bei Bürgstadt in den Main fließt. In dem Flüsschen sollen verschiedene Fische vorkommen wie Äsche, Bachforelle, Bachschmerle, Elritze, Hasel, Mühlkoppe und Rotauge¹.

Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt

In diesem Winter hatten wir über längere Zeit tiefere Temperaturen, so dass auch an schnell fließenden Gewässern wie der Erf, zwischen Hardheim und Riedern am Wehr einer ehemaligen Mühle, Eisgebilde an zu treffen waren.

Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt
Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt
Naturpark Neckartal-Odenwald, Erf ©Dornenprojekt

Die frostigen Temperaturen hielten so lange an, bis der Main ebenfalls zu fror. Ein Eisbrecher versuchte vergeblich die Fahrrinne frei zu halten, was zu der Schollenbildung und –anhäufung führte.

Blick auf Miltenberg und Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt

Wer gerne wandert, dem empfehle ich den Mühlenwanderweg bei Hardheim

Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt
Main bei Bürgstadt ©DornenProjekt

Verwandte Themen: Bauland, Tauber, Jagst, Neckar und Hohenlohe
¹Wikipedia